Bedarf Kalzium

23.09.2019 20:00

Na ja, bevor ich zum Thema komme, was ich gerade im Kopf habe, erstmal was Rohköstliches:

Wir waren vor Kurzem Äpfel pflücken. 12 Kisten haben wir gepflückt. Kein Vergleich zu 2018, als wir am Ende knapp 60 Kisten hatte. Viel zu viel, aber gut, es gab soviel und bevor es da vergammelt.

Heuer bisher "nur" 12 Kisten. Reicht auch. Ich will, wenn ich es schaffe, ab November eh mal wieder übern Winter auf "fruchtfrei" gehen. Solche Phasen haben sich ja bewährt und waren in der Vergangenheit immer recht "heilsam" in dem Sinn, dass man mal Abstand gewinnt und nach den Sommermonaten mit vergleichweise vielen Früchten wieder mal anderen Darmbakterien eine Chance gibt! lol

Ich hatte das ja mal im Blog, dass die Hazda, ein Jäger- und Sammlervolk in Tanzania, ihre Darmflora im Laufe des Jahre aufgrund von saisonalen Änderungen im Speiseplan einmal komplett austauschen, was das Artenspetrum anbelangt.

Wenn die das können, kann ich das auch.

Aber schauen wir mal. Ich habe auf jeden Fall heuer keine große Motivation, noch viel mehr Obst zu lagern. Also wirds schon passen mit der "bioklimatischen Rohkost".

Kurioswerweise habe ich aber auch keine Motivation, Walnüsse zu ernten. Ich hatte schon mal geschaut an meinem Walnussbaum und vielleicht fahre ich morgen mal, aber in den letzten beiden Jahren war ich voll engagiert, Walnüsse zu sammeln. Heuer habe ich absolut keine Lust. Dafür könnte ich angeln gehen und mir einen Kühlschrank zum Fleischaufbewahren zulegen. Im Video vom Derek Nance, auch schonmal hier verlinkt irgendwo irgendwann, sieht man ja, dass der sein Zeugx da im Kühlschrank lagert.

Es ist eben immer verschieden und man sollte solche Impulse auch respektieren. Wer weiß schon, zuwas es im Endeffekt gut ist.

Dann ist mir mal wieder aufgefallen, dass man kurioserweise bei der Rohkost doch irgendwie bei Kalzium oft etwas zu kurz kommen kann. Wenn man mal schaut, dann sind Kalorien, Proteine, Kohlenhydrate und Fette und fast alle Vitamine kein Problem. Aber Kalzium in ausreichenden Mengen aufzunehmen, ist nicht so einfach.

Ich hatte dann oft Haselnüsse, Grünkohl und andere dunkelgrüne Sachen. Grüne Blattgemüse sind da ja klasse, aber als Monokost doch oft schnell sperrend. Als Salat ist das auch noch weitaus weniger problematisch, zumal mit etwas Fett (Avocado). Nur habe ich seit Wochen NULL Anziehung bei Avocados. Und dann konsumiere ich auch weniger Blattgrün.

Ich frage mich eh, ob man nicht durch bestimmte Kombinationen auch deswegen von den Einzelprodukten mehr essen kann, weil sich da bestimmte Sachen ergänzen. Zum Beispiel hilft das Fett, fettösliche Vitamine und Mineralien aufzunehmen. Hat man also Fett in der Mahlzeit dabei, will der Körper auch mehr Blattgrün, weil er davon dann ja mehr verdauen und aufnehmen kann. 

Und man hört, wenn man bei Sinnen ist, auch rechtzeitig auf. Man ist dann schlichtweg einfach satt.

Also deswegen ist das für mich mit dem strikten Monoessen a la Instinkto oder "Sinnesrohkost" oder eben dem Mischen von Produkten im Mund (ein Bissen Avocado, dann Blattgrün usw) noch nicht ganz abschliessend geklärt, was da wirklich das Optimum ist.

Man muss das wahrscheinlich schlichtweg ausprobieren und schauen, was für einen am besten passt.

Also ich merke wirklich, wie mir da was fehlt. Und zwar richtig gute Kalziumquellen. Ich habe zwar heute mal Sesam gekauft, aber Blattgrün und Knochen scheinen mir besser bioverfügbar zu sein.

Ich fand ja Hühnerknochen wirklich immer genial. Aber seit Monaten gibt es kein Biohühnchen mehr. Früher hatte ich mir Hühnchen oft nur wegen der Knochen gekauft! lol Ich habe einfach immer die weichen Köpfe der Röhrenknochen abgebissen und gegessen und dann die Knochen ausgesaugt. Bisschen barbarisch für den DIN-genormten Menschen, aber gut, was soll man sich da verstellen? Genial waren auch die ganzen Brustknochen, wenn die mal einen Tag oder so auf dem Trockner lagen. Die waren dann knusprig wie Kekse. Und dann hat man natürlich gleich Kalzium ohne Ende aufgenommen. Aber wie gesagt, ist derzeit in keinem Supermarkt hier im Programm. Und ich nehme nur Bio-Qualität.

Was heisst das? Selber Hühner halten! Das Universum zwingt mich dazu!! :-)

Algen sind wahrscheinlich auch gut. Leider schon alles aufgefressen. Habe Bock auf Wakame. Und siehe da:

Es wird deutlich wie sinnvoll die Aufnahme von Kalzium für unseren Körper ist, der empfohlene Tagesbedarf liegt bei 800 – 1300 mg. Um diesen gesund zu decken bieten sich Algen aus mehreren Gründen an. Zum einen enthalten Algen viel mehr Kalzium als Milchprodukte. Die Wakame Alge zum Beispiel enthält 1380 mg Kalzium pro 100 g, das sind elfmal so viel wie in Milchprodukten. Im Vergleich, Kuhmilch enthält nur 120 mg Kalzium pro 100 g.

Schon erstaunlich, wenn man auf etwas Lust hat und dann rausfindet, wieso.

Na schauen wir mal.. wird sich schon alles fügen.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

P.S. Wer den Blog unterstützen möchte, der darf das gerne tun! :-)

Ich freu mich über jeden Beitrag!

Überweisung:

Matthias Brautschek

SPARDA Bank Berlin e.G.

IBAN: DE 10 1209 6597 0003 8009 19

BIC: GENODEF 1S 10

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

—————

Zurück