Herzlich gelacht!

26.11.2018 20:14

Gestern abend musste ich nochmal herzlich lachen, als ich mir mal bewusst gemacht habe, was für ein esoterischer Kult eigentlich um die Rohkosternährung gemacht wurde von einigen Personen, und wie wenig sie zum Teil hält, was sie verspricht.

Wie kam es?

Ich hatte doch gestern das Video von dem Jordan Peterson verlinkt, in dem er über seine Carnivore-Diät spricht, und man sieht ihm auch an, dass er damit gut klarkommt. Im Vergleich zu früher jünger aussehend, schlanker, energetisierter und nach eigenen Aussagen hat er noch andere Vorzüge erfahren, wie kein Schnarchen mehr, besserer Schlaf und vor allem auch den Wegfall von Depressionen.

Und er erwähnt seine Tochter in dem Video, die das schon länger macht wie er. Auch schon seit Kindesbeinen mit mehr Plagen belegt als die Ägypter zu Zeiten von Moses und auch sie hat irgendwann auf "Beef only" umgestellt und siehe da. Deutlichste Verbesserungen.

Und wie es der Zufall will, habe ich gestern das Video auf Youtube "gefunden", sprich der Algorithmus hat es aufscheinen lassen.

Und als ich das gesehen hatte, habe ich erstmal laut gelacht!

Also wie einfach kann es sein!

Und, machen wir uns mal nichts vor, genau so muss eigentlich eine gesunde Ernährung wirken! Das Mädel sieht nach einem Jahr einfach gut aus! Nicht zu dick, nicht zu dünn, schöne Haut, ihre gesundheitlichen Probleme hat sie im Griff, das Leben hat eine neue Qualität. Und die macht dabei nur eins, Steak in die Pfanne, bisschen Salz und Wasser.

Und dann kam mir mal in den Sinn, wie die Menschen zumeist nach einem Jahr Rohkost, selbst omnivor oder gar instinktiv, aussehen. Das hat wirklich große Erheiterung bei mir ausgelöst, der gedankliche Vergleich zu vielen Rohköstlern. Da sind in der Zeit schon die Zähne kaputt, man ist abgemagert, oft bis auf die Knochen, man hat sein letztes Geld für (Tropen-) Früchte ausgegeben, und wenn man Pech hat, erholt man sich nie wieder von diesem Einschnitt.

Jetzt kann man sagen, ja, die brät das... denaturiert...ja, wobei man das nicht so genau weiß, wie sie es macht, der Jordan Peterson sprach auch irgendwo von einem Dörrgerät. Aber gut.... Nur, ich hatte ja hier im Blog schon ein Video vom Derek Nance, der neun Jahre lang (noch?) nur von rohem Fleisch und Innereien lebte und dann sein Blut mal untersuchen ließ. Und? Alles bestens!! Wieviele Instincto-Rohköstler oder gar vegane Rohköstler können das schon von sich behaupten?

rohkost4.webnode.com/news/nur-fleisch/

rohkost4.webnode.com/news/noch-was-zu-derek-nance/

Ich habe mich ja den Tag mit Burger in der Wolle gehabt und mir hats einfach gereicht. Dieser ganze Kult da ums Essen.. alles durchschnüffeln und machen und tun, so dieses ganze Brimborium, der ganze intellektuelle Überbau und dann sehen die Meisten aus wie frisch aus dem Gulag.

Ich habe ja nun so viele Jahre Treffen organisiert und wie wenig wirklich gesunde Rohköstler gab es da? Und wieviele waren endsdünn, hatten braune Zähne und andere Gebrechen? Aber wenns um Durian ging, wurden die plötzlich alle lebendig und waren kaum zuhalten.

Sportlich waren auch die Wenigsten.

Und selbst die jungen Leute von Montramé, die ich 2009 auf dem letzten Instinktotreffen sah...die Jungs waren alle viel zu dünn!!! Keine Power. Keine wirkliche Muskulatur.

Die, die es irgendwie anders machten, mit Salaten oder "verbotenen" Kombinationen und die auch mal Sport trieben, die waren die Fittesten.

Mir ist dann auch gestern im Gespräch mit einem befreundeten Rohköstler, der sehr von der "Instincto" beeinflusst ist, mal so aufgefallen, was für ein Schwachsinn auch diese Theorie der genetischen Anpassung ist. Meine Herrn, Orkos karrte für die Instincto-Diät die besten Sachen aus aller Herren Länder ran und dann wird da was von genetischer Anpassung geschwafelt? Es ist so absurd, so ein Kult. Ist das nie einem aufgefallen, was das für ein Unfug war? Und dann kommen da so Typen, fressen Monate oder gar Jahre lang nur Fleisch (Beef oder Schaf) und sehen super und vor allem gesund aus und sind es wahrscheinlich auch!

Kein Übergewicht, kein Untergewicht, Bluttests OK. Genug Energie. 

Und das Futter für die Top-Gesunden Rohköstler wird über 10.000km rangekarrt und kommt nicht direkt vom Erzeuger aus der Nachbarschaft. Großes LOL....

Diese ganze Tropenobstgeschichte... meine Herrn, war das ein Fake. Also wie kann man nur annehmen, dass, wenn wir zurück in die Tropen gehen, in so eine Art Ur-Habitate, dass es erstens so nicht mehr gibt und zweitens mit den heutigen Früchten auch nie gab, dass es dann irgendwie besser wird? Der Mensch hat sich seit Generationen immer wieder an neue Gegebenheiten angepasst, als er die Welt eroberte. Sogar an den Milchkonsum hat er sich genetisch angepasst, denn was ist denn eine Genmutation, die es erlaubt, über die Kindheit hinaus Milchzucker zu verdauen? Das ist eine genetische Anpassung!

Und zu glauben, wenn man so die Früchte der Tropen futtert, aus so einer Art Urhabitat, dass dann alles besser wird, ist so absurd und negiert die ganze Entwicklung der jeweiligen Menschenzweige dieser Erde. Von den Aborigenies Australiens bis zu den Inuits Grönlands. All diese Menschen haben lange Anpassungsphasen hinter sich und alle, die da nicht klarkamen, haben nicht überlebt. Der Rest ist genau an das jeweilige Habitat (inklusive Sonnenscheindauer und Intensität) und die jeweilige bio-geographische Region angepasst. Und das ging aufgrund des Gehirns und der Flexibilität der Menschen auch recht schnell.

Dabei kamen dem Menschen immer die zwei Pole, männlich und weiblich, zu Gute.

Der Mensch hat eben zwei Aspekte, das Weibliche, das waren die Sammlerinnen, die Heilkundigen, die das jeweils neue Habitat nach essbaren Pflanzen absuchten und wussten, wie man die findet, und das Männliche, die Jäger, die die jeweiligen Tiere der neuen Zone jagten. Zusammen war das eine unschlagbare Kombination und hat geholfen, die Welt als Jäger- und Sammler komplett zu erobern.

Und alle waren sie gesund und fit. Eben weil es Anpassungen gab. Veränderungen und Mutationen im Genorm. Hautfarbe, Nasenform, Statur, Fähigkeit zur Verdauung großer Fettmengen, Fähigkeit, aus ATP direkt Wärme zu produzieren, später sogar, Milch zu verdauen, dass sind alles genetische Anpassungen an neue Lebensräume.

Da von einer Ur-Ernährung zu schwafeln, von einem Ur-Habitat, wo es die leckeren Früchte gibt, an die wir angepasst sind... also bitte!

Und die Ernährung war wahrscheinlich auch weitestgehend roh und nur wenig denaturiert. Der große Kochkostoverkill kam ja erst so richtig mit der Sesshaftigkeit und dem Ackerbau.

Ohne Salz schmeckt ja kaum was Gekochtes. Deswegen haben die sich ja auch immer auch um Salzstellen wie hier in Bernburg niederglassen und sind mit dem Handel reich geworden später.

Wenn man sich heutige Jäger- und Sammlerkulturen anschaut, dann sieht man mal wie divers die ihre Ernährung gestalten, wie unterschiedlich und wie anpassungsfähig die sind.

Und schaut man in die Literatur, dann sieht man, dass es schon früher so war. Zum Beispiel bei den Neanderthalern. Da gab es Gruppen in Mitteleuropa, die waren wie einige heutige Jäger und Sammler auf einer fast reinen Karnivordiät, und dann gab es Stämme, zum Beispiel in Spanien, die eher pflanzlich lebten.

www.nature.com/articles/nature21674.epdf?referrer_access_token=a4lRo3YaVIshB1gLPMNSZNRgN0jAjWel9jnR3ZoTv0P1-BH7lGuzWrJYbQm6OuOfp4nmP8hzuThnINhn8ZW3Z4GLGgVHzMdi6tgbN5e1_Lr989Xv3N5WY-Z32RqbN39bKuNxSTgGR8cwbJ82JI3vRwOVnfRkbzgMVHkxruFmY8rMUABPSRLjRyzkxgFP2JDXEnUsqTKC2VMFmjCFLjzhBQ51PocNkNHi_8ZY0-6BTbhYEdDK4pbtcS9LWPd_dV1n6OkupmDiPcIv_S702Pt3ie_ovQN8iKP09hwSN9RHzWA%3D&tracking_referrer=www.spiegel.de

(Behandelt im Blog hier: rohkost4.webnode.com/news/vegan-als-staatsziel/)

Hier sieht man mal, wie divers auch damals schon die Ernährung war, genau wie heute bei den Jäger und Sammlern.

Diese ganze "genetische Anpassung" ist vor diesem Hintergrund totaler Bullshit.

Im Grunde lebt man irgendwo und ernährt sich dann aus dem und von dem, was die Natur da bietet und wenn es viele Tiere gibt, werden die gefressen, gibt es mehr Früchte und essbare Pflanzen, wird das genommen. Bis heute ist die Ernährung der Jäger und Sammler hoch divers. Wie damals die Neanderthalerernährung auch.

Also nochmal: zu meinen, es gäbe da so ein Urhabitat, wo sich nun der Mensch rausgebildet hätte und das wir bis heute genetisch angepasst wären, ist totaler Schwachsinn. Das gab es wahrscheinlich nie und wenn, dann ist davon wahrscheinlich nichts mehr übrig und die Einzigen, die da noch leben, sind die Pygmäen in Afrika oder die Jäger und Sammler der ostafrikanischen Savanne.

Nun kann man, wie mein Kumpel gestern, argumentieren, dass z.B. die Bonobos in einer klar definierten Region leben.

Sicherlich saß unser gemeinsamer Vorfahre auch irgendwo dort im afrikanischen Regenwald. Nur seitdem sind eben viele Millionen Jahre vergangen und in dieser Zeit gab es einige Adaptionen, Mutationen und Neuerungen, die sich dann eben auch entsprechend in neuen Anpassungen zeigen.

Und diese Jäger- und Sammlervölker, die sich da über den Globus verteilten, waren aller Erkenntnis nach fit und gesund. Alles war bioregional und ausgewogen und die Völker haben damit super gelebt. Hochdivers! Manche mit viel Fleisch, manche mit weniger, manche mit viel Fisch usw... aber alle haben sie bioregional gegessen und waren super fit und gesund und haben wahrscheinlich immer auch viel Rohkost gegessen. Wahrscheinlich sogar überwiegend.

Und deswegen kommen die jetzt so gut auf dieser Karnivordiät klar. Das ist wirklich: back to the genetic roots.

Wenn man schaut, dann sieht man auf der Welt und auch beim Blick in die Vergangenheit hochdiverse Ernährungsformen bei Jäger- und Sammlern und deswegen gibt es auch nicht DIE richtige Ernährung. Das muss jeder für sich rausfinden.

Und diese Völker, egal ab in Afrika, Asien, naher Osten, Europa oder Australien. Die waren ALLE topfit! Und das, obwohl sie schon tausende Jahre das ominöse "Urhabitat" verließen. Warum auch immer... vielleicht sind die einfach den Herden hinterhergezogen. Oder waren einfach nur neugierig.

Wenn man schaut, dann gibt es nur einen wirklich heftigen Einschnitt und das war die neolithische Revolution. DAS hat die Gesundheit wirklich massiv negativ beeinflusst.

Mein Kumpel meinte dann, dass der erste riesige Einschnitt die thermische Denaturierung durch Feuer war.

Mag sein. Klar! Aber inwieweit da überhaupt gekocht wurde, ist schwer nachzuvollziehen. Aborigenies erhitzen das Fleisch etwas äusserlich, der Rest ist blutroh. Die erste richtige Nutzung des Feuers zum Kochen kam mit der neolithischen Revolution, davor war es wohl eher ein anrösten. Und hat schonmal jemand gebratenes Fleisch ohne Salz gegessen? Das kann man vergessen. Knollen dito. Und alle Knollen, die man gekocht essen kann, kann man hier auch roh essen. Nur in Südamerika macht das mehr Sinn mit Maniok usw. 

Also die ganze genetische Anpassung an dieses ominöse Ur-Habitat ist meines Erachtens Bullshit. Es gab zwischen diesem Urhabitat, wo wir vor 3 Millionen Jahren mal als Australopiticus gehockt haben und heute eine Vielzahl an wechselnden Habitaten, Wanderbewegungen usw usw... und überall haben sich die Menschen angepasst, haben sich hochdivers ernährt, aber immer vollwertig und ausgewogen. Je nach biogreographischer Region mal mehr Früchte, mal mehr Honig, mal mehr Fisch im Norden.

Und dann kam die neolithische Revolution und dann gings massiv bergab.

Mir wurde entgegnet, dass dennoch eine Region exisitert, wo sich unsere Vorfahren die längste Zeit der Primatenevolution aufhielten.

Das wird auch so gewesen sein, aber das spielt nur noch indirekt eine Rolle, weil es in der Zwischenzeit Wanderbewegungen und regionale Anpassungen gab.

Diese ganze "genetische Anpassung" ist für mich eine Schimäre, ein intellektueller Hokuspokus.

Man kann sagen, von der Genetik her ist der Mensch an den Verzehr von Früchten, Nüssen, Samen, Sprossen, Blättern, Fisch, Muscheln, Knollen, Beeren, Pilzen, Moos, Eiern, Honig, Fleisch und regional eben auch an Milch angepasst. Und das eben je nach Habitat in zum Teil vollkommen diversen Ausformungen. Von fast 100% tierische Sachen bis zu fast vegetarisch. Deswegen gibt es auch so viele unterschiedliche Ernährungsformen bei den Jägern und Sammlern und alle funktionieren, solange man die Grundregeln beachtet: ausgewogen muss es sein.

Und genau hier kommt eben der Instinkt ins Spiel: klar regelt der Körper seinen Bedarf, klar ist er als biologisches System fähig, seine Bedürfnisse zu decken, klar gibt es Genuss/Anziehung und Allästherie, also den Umschlag, wenn es genug ist. Das hat jeder biologische Organismus, aber es gibt kein Urhabitat, wo das "am Besten" funktioniert, sondern das funktioniert in Afrika genauso gut mit dem Zeug, was da wächst, wie es hier in Europa funktioniert mit dem, was hier so gedeiht und selbst in der Arktis funktioniert es so gut, dass die Inuits da super klarkommen.

Die meisten leugnen im Grunde auch ihre Ahnen und die Kraft, die in dieser Ahnenlinie liegt, wenn sie da was von "genetischer Anpassung an die Tropen schwafeln", denn diese Vor-Menschen haben sich hier längst angepasst. Die haben HIER Jahrtausende super überlebt und entlang des langen Weges, von den Bäumen runter und dann in alle Herren Länder, haben die sich immer wieder regional angepasst. Und das eben körperlich und auch mental. Deswegen sind eben nicht alle Menschen gleich, sondern die Menschheit ist eben sehr divers, ein Spiegel der ganzen besiedelten Regionen, vom tropischen Regenwald bis zur Arktis, überall haben sich die Menschen angepasst und sich auch entsprechend mental dort entwickelt.

Und wenn man schaut, wie z.B. im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, dann kam das Elend eben wirklich erst mit dem Neolithikum. Karies, Veränderung der Mundflora, Abnahme der Nährstoffaufnahme, Abnahme der Körpergröße, Kriege. Das war ja ein massiver Einschnitt. Und richtig schlimm wurde es dann mit der Industriealisierung. Seitdem gehts gesundheitlich ja rapide abwärts.

Und jetzt importieren wir eben "Urfrüchte" aus aller Welt, um diese kranken Industriemenschen wieder gesund zu machen...lol... und man erzählt ihnen was von genetischer Anpassung an die Tropenfrüchte, deswegen seien die besser...

Mensch, Durian ist einfach geil! Kalorien, Fett, Proteine ... genial... selbst wenn NIEMAND meiner Ahnen je einen Bissen davon gegessen hätten, fänden meine Kids es auch geil, einfach weil es nährt. Daraus eine genetische Anpassung zu basteln, also das ist absurd. Dann waren wohl einige Affen damals auch in Norwegen oder Island beheimatet, denn Heilbutt und Wildschwein ist auch super!

Im Grunde hat man nur tausende Menschen ausgeplündert, bzw. die haben sich selber freiwillig dem hingegeben. "Wildfrüchte" und "Urfrüchte" = Gesundheit und die Leute haben gezahlt. Und dann kommen da so die Karnivortypen und sehen auch noch richtig gut aus mit Beef und Schaft vom lokalen Erzeuger. Großes LOL.

Im Grunde ist alles, was wir aus dem Urhabitat mitgenommen haben, der natürliche Regelmechanismus. Der eben in jedem Habitat funktioniert, egal ob Savanne, Wüste, Wald, Küste. Wenn man probiert und kostet, dann passt sich dieser Mechanismus sofort an und garantiert dort das Überleben, solange die Stoffe aufgenommen werden können, die der Körper zum Überleben und zur erfolgreichen Reproduktion benötigt.

Der Instinkt funktioniert in jedem Habitat!

Einfach durch Kosten wird die neue Software auf den Körpercomputer geladen, dort durchgecheckt und dann sagt der Körper, ob er mehr oder weniger davon will. So funktioniert das. Der Mensch ist ein lernfähriger Biocomputer (mal so als Vergleich), der überall neue Software (neue Früchte, neue Knollen, neues Fleisch) bei seiner Wanderung fand und die dann entsprechend mal einscannte. Wenn was unbekannt ist, riecht man dran, man kostet ganz vorsichtig (das geht zumeist ganz instinktiv!!) und scannt erstmal winzige Mengen ein, die ausreichen, um das Produkt zu prüfen. Und so findet man eben entlang des Weges immer wieder neue Sachen und deswegen sind auch die ganzen Früchte aus ALLER Welt super.

Die ganze Instincto-Geschichte war und ist wahrscheinlich massiv intellektualisiert worden.

Irgendwie wurde da auch ein Kult drum gebaut. So mit Schloss und Lehrer, mit Schriften und Kram.

Aber ich habe mich schon 2009 gefragt, wieso der normale Kochie zum Teil fitter und gesünder aussieht als der normale Instincto?

Klar, es gibt da gute Leute!! Jean-Marie ist topfit und schaut gut aus, die Familie aus Frankreich ist super drauf. Und die Instinktiven sahen auch zumeist noch viel besser aus als die Veganer, aber dennoch war das alles noch nicht der wahre Jakob.

Wenn man sich Jäger-und Sammler anschaut, dann sind die ALLE enorm gesund und fit und lachen und tanzen und haben gesunde Kinder.

Und wieso sahen immer die am Besten aus, die sich nicht strikt "nach Vorschrift" ernährten?

Statt herrlich gesunder, aufrechter, schöner, in Liebe lebender Menschen sieht man zu viele Probleme. Zähne, Haltung, zu dünn. Und wenn etwas so unglaublich kompliziert ist, dass nur ganz ganz wenige damit überhaupt klarkommen, was soll das denn sein? Das ist nutzlos.

Da werden Unsummen für teure Früchte ausgegeben und dann kommt da wer, der jeden Tag nur Fleisch und Innereien isst, was er preiswert vom Schäfer besorgt und der ist fit wie ein Turnschuh, was er laut Theorie garnicht sein dürfte. Schneeweiße Zähne noch dazu!!! LOL

Burger ist ein Intellektueller, der hat alles theoretisiert. Und als Rohkostpionier hat er auch seine unbestrittenen Verdienste! Aber schon die "genetische Anpassung" ist Hokuspokus. Seine "Kariestheorie" ist wahrscheinlich auch nicht zutreffend.

Ich sehe eben die Früchte als das große Problem. Alles gab es in der Vergangenheit. Fleisch in Massen (die haben Elefanten und Mammuts, selbst Wale gejagt!!!), Beeren, Knollen und Wildgrün, aber was es so nie gab, waren die heutigen Mengen an Fruchtzucker. DAS gab es nie in der langen Zeit der Jäger- und Sammler. Und vom Getreideschrott als Massenfüllstoff wollen wir mal nicht reden.

Und diese (zum Teil ja sehr teuren) Früchte, tagein, tagaus, machen dann die Probleme. Sowas gab es nie. Es gibt keine Hinweise in der Literatur, dass es jemals so hohen Fruchtzuckerkonsum gab, wie er heute bei vielen Rohköstlern üblich ist.

Nochmal: saisonal - kein Problem. Aber dauernd und immer und täglich. Das kann nicht gut gehen und die Untersuchungen zeigen auch genau DAS:

Die Zufuhr der Vitamine A, C, E, B1, B6, Folsäure, Betacarotin, Selen und Antioxidantien war überoptimal, lag also über den empfohlenen Richtwerten. Bei Calcium, Zink, Iod, Vitamin D und Vitamin B12 wurde ein deutlicher Mangel festgestellt. Die Magnesiumzufuhr über die Nahrung war ausreichend, trotzdem lagen die Blutwerte unter den Richtwerten. Außerdem war die Zufuhr an Eisen nicht ausreichend, sodass 43 % der Männer und 15 % der Frauen an Anämie litten. Sie wurde umso häufiger festgestellt, je länger ein Studienteilnehmer bereits Rohköstler war.

de.wikipedia.org/wiki/Rohkost#Die_Gie%C3%9Fener_Rohkoststudie

Genau diese Unausgewogenheit spiegelt sich auch in den Ergebnissen wieder. Die Vitamine A, C, E, (...) Antioxididantien sind zuviel, weil eben zuviele Früchte und Nüsse gefressen werden und die Mineralien Kalzium, Zink, Job, Vitamin D und B12, weil man die Jägerseite der Ahnen nicht genug ehrt.

Unausgewogen und das passiert, weil Früchte geil sind!

Ja! Im Sommer!! Direkt vom Baum, aber doch nicht importiert und über tausende von Kilometern rangekarrt!!!

Heute kriegt man Früchte rund ums Jahr. Banane, Datteln, Mangos, Feigen ... da lacht das Rohkostherz! Und die kippt man dann, weil sind ja Urfrüchte und an sowas sind wir ja genetisch angepasst, in die weißen Mittel- und Nordeuropäer, die 30.000 Jahre lang nur ein paar Heidelbeeren zur Verfügung hatten, dafür aber Wildschaf, Auerochse, Wildpferd, Wale, Wollnashorn... man schauen sich nur mal die Höhlenmalereien an. Sieht da wer einen Apfel? Man sieht Büffel, Pferde, Elefanten ... also Fleisch in MASSEN, und jetzt erzählt man den Menschen, von den Früchten werden sie gesund und das Fleisch ist böse.

Also es ist absurd!

Und diese Absurdität, die lacht uns dann in Videos wie oben an. Wenn da wer auf Karnivor geht, also auf das, was hier jahrtausendelang gegessen wurde... und dann, oh Wunder!!! Das funktioniert!!! Keine Zahnprobleme, Befriedigung, statt Dauerfressen, Gesundheit, statt Energielosigkeit, Wohlgefühl statt Zuckerdepression.

Ich will hier nicht so gegen die Früchte schreiben, sondern nur die Augen mal etwas öffnen.

Burger hat auch nur sein Bestes versucht wie jeder andere auch, aber man muss eben, wie es der Sven Rohark immer sagt, beobachten, beobachten, beobachten und immer wieder über den Tellerrand schauen. Wir alle, die wir "Instincto" gemacht haben, wir haben leider einen Kult aus dieser Sache gemacht, deswegen ging das auch so in Richtung Sekte, so eine Art mentales Gefängnis, mit GCB als Lehrer. Keiner hat sich ja mehr getraut, was aus dem Bioladen zu fressen, nur Versender, ausgewandert sind die Leute, der Früchte wegen und MILLIONEN wurden in Südfrüchte investiert, MILLIONEN. Mit enormen Aufand aus den Tropenländern rangekarrt. Weil Spanien und so... da sind wir ja nicht genetisch angepasst.

Was für eine Absurdität.

Man hat im Grunde die besten Produkte aus der ganzen Welt rangekarrt, womit man eigentlich zeigt, dass es gar keine genetische Anpassung an gezielte Habitate gegeben haben kann, und keiner hat das gemerkt. Man hat aus ALLER Welt importiert und genau so gezeigt, dass es kein Urhabitat gegeben haben kann, und wenn, spielt das schon lange keine Rolle mehr, sonst würden alle Neuweltarten gar nicht schmecken, aber die waren oft die Besten: Avocados, Lukuma, Sapote Mamey.

Ein Instincto-Bekannter kam mal mit dem Urkontinent Pangaea. Nur, damals gabs noch keine Avokodos.

Instincto ist eine Luxusernährung.... im Grunde holt man sich aus der ganzen Welt die Pralinen und die besten Schokoladen ran und wundert sich, dass es nicht so richtig funktioniert. Und damit das keiner merkt, hat man das alles dann wissenschaftlich-intellektuell verbrämt und die Schuld für das Scheitern immer dem Praktizierenden gegeben, während der Typ, der da das Schaf aus der Nachbarschaft frisst, frech in die Kamera grinst und laut Theorie schon lange tot sein müsste.

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