Hoffnungsschimmer

22.09.2017 23:39

Es gibt immer wieder Leute, die sich um die Vielfalt der Kultur kümmern. Echt super.

Ohne solche Leute würde es schon lange dunkel aussehen... aber schaut sie euch mal an. Nur ältere Leute, kaum Jüngere.

Das was die im Bundessortenamt machen sind reine Bullshitjobs. ABM = Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

Aber auch hier: was die Alten damals alles gezüchtet haben, ist atemberaubend. Die haben wirklich Vielfalt, Reichtum und Fülle erschaffen.

Und ich muss sogar mal schauen, ob ich nicht sogar von dem, der da Grünkohl züchtet, was hatte. Die verkaufen das ja auch über Dreschflegel.

Wisst ihr, was mir immer mehr auffällt? Es gibt einen eklatanten Widerpruch zwischen dem was gesagt wird in der Politik und das was gemacht wird. Die machen ja riesige Konferenzen, karren die Politiker und wer auch immer meint, da was zu sagen zu haben, über tausende Kilometer ran, dann wird gelabert und abends gesoffen, irgendwas beschlossen, es gibt Tonnen an bedrucktem Papier, Erklärungen, Ziele, Bla Bla Bla... 

Und dann hängt es an den illegalen Tätigkeiten von Oma Erna, die da irgendwo ihre Liebe für die Pflanzen entdeckt hat und die managed das dann. Die solch eine karge Rente hat, dass sie sich nie auch nur einen Urlaub in Italien leisten kann, während die, die vorgeben, für den Erhalt der Biodiversität zu kämpfen, mit hohen Gehältern ausgestattet, um den Globis jetten.

Ich hab das ja in anderen Bereichen des Naturschutzes erlebt. Was gibt es da für Papier! Und wie wenig ist da in der Realität zu sehen. Nur ein kleines Beispiel: heute waren wir ja Birnen pflücken. Und an vielen Feldwegen haben die Ausgleichsmaßnahmen für Windkraftanlagen gemacht. Heckenpflanzungen plus alte Apfelsorten als Überhälter, sprich, die sollen dann so eine Art Krone aus der Hecke rausragen. NICHTS hat funktioniert. Die Kulturpflanzen werden von den Wildsträuchern abgedrückt, entziehen ihnen das Wasser und somit gehen sie ein.

Tausende Euro für NICHTS.

Nächstes Beispiel: nach den Hochwässern hier in der Region gab es eine Kultusministerkonferenz. Die haben großmäulig beschlossen, den Flüssen wieder mehr Raum zu geben. Oh war das toll!

Dann kamen die konkreten Planungen und die Projektträger haben sich mit Händen und Füßen gegen Dammrückverlegungen gesträubt. Weil das ja Ärger mit der Landwirtschaft bedeuten würde.

Deswegen ist auch kein Vertrauen mehr da: weil reden und handeln vollkommen auseinander klaffen.

Und zum Teil, dass sieht man ja da bei diesem Staatssekretär, haben die ja von Tuten und Blasen keine Ahnung.

Dieses ganze System ist Schrott. Kaputt ohne Chance auf Reparatur. Die großen Firmen, die Banken und Versicherungen bestimmen wo es lang geht. Die Kleinen werden nicht geschützt, gleichzeitig denkt die Politik aber, sie steht für die Kleinen ein. Das ist ein Wahnsystem. Oder es sind eiskalte Rechner. Dann ist es psychopatisch. So oder so, es ist pathologisch.

Man macht sich strafbar, weil man alte Tomatensorten züchtet und das Saatgut verkauft?

Das muss ein Schwank der Augusburger Puppenkiste sein. Nein, es ist Realität.

Wer bestimmt eigentlich, was ich anbauen und essen darf, und was nicht? Das ist doch meine persönliche Freiheit!

Ich muss aufhören, ich werd schon wieder rebellisch...

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