Ich habs wieder nicht geschafft

14.12.2018 14:26

Es ist schon erstaunlich, dass ich zum Jahresende irgendwie nie meine Ziele erreiche, die ich mir noch gesteckt hatte. So auch in diesem Jahr.

Ich hatte ja im Oktober zwei Wochen Trainingspause eingelegt, einfach weil ich gemerkt habe, dass ich vom körperlich Arbeiten und vom Sport einfach mal platt war. Der Sommer war ja, ich wiederhole mich, arbeitsintensiv und mit viel Wasserschlepperei verbunden und beim Sport war ich auch immer mindestens drei bis viermal die Woche.

Anfang November kam mir dann die Idee einer kleinen, neudeutsch, Challenge, also einer kleinen Herausforderung, die ich #November21 nannte (das # gehört ja nun auch dazu..lol). Also einfach das Ziel, vom 6. November bis 1. Dezember noch 21 Trainingseinheiten durchzuziehen. Was ich dann auch gemacht habe.

Und mehr!

Weil ich noch richtig Lust hatte, habe ich das sogar noch ausgeweitet und habe bis Montag, 10. Dezember, insgesamt 30 Trainingseinheiten abgerissen, bestehend aus Gewichtstraining, Training mit eigenem Körpergewicht (Calisthenics) und Ausdauertraining auf dem Kettler-Power-Stepper (tolle Bezeichnung, da weiß man gleich, was das bedeutet! lol). Und das alles immer auch recht intensiv. 70-90 Minuten jeweils. Nicht bis ganz an die absolute Leistungsgrenze, aber schon immer straff durchgezogen alles.

Ich hatte letzte Woche dann mal auf meinen Kalender geschaut (das Ding ist ein unerbittlicher Antreiber, denn ich trage jedesmal, wenn ich zum Trainng war, ein "T" ein und das reißt dann schon ein Loch, wenn man eine Woche nicht war) und dachte: Hm...am 21.12. ist Winteranfang. Bis dahin durchziehen wäre doch ne super Sache! Und mal was anderes, weil ich ja sonst im Dezember immer so in eine Ruhephase wechsle.

Aber ach...

Montag habe ich noch 80 Minuten Vollgas auf dem Stepper gegeben, aber Dienstag habe ich aber schon gemerkt, dass ich keine richtige Lust mehr hatte. Ich fahre ja immer mit dem Rad zum Training in den Nachbarort und ich habe schon gespürt, so richtigen Antrieb habe ich nicht mehr. Aber was solls. Tasche gepackt, Jacke an, Mütze auf und los.

Als ich ankam: keiner da. Hm.. naja, ist ja öfters so, wir sind ja nur ein paar Leute, also kannst du heute voll durchziehen. 

Durchs Radfahren bin ich ja immer schon aufgewärmt, also nur fix umgezogen, Radio an und...nichts ging. Also wirklich NICHTS.

Irgendeine Maschine ausprobiert ... Bäh.

Liegestütze... or nee...

Klimmziehen...Pfff...vergiss es...

Mit 1,5kg Kurzhanteln runwedeln ... or ... noch schlimmer.

Radio aus. Umgezogen. Und Tschüss.

Auf der Heimfahrt hatte ich den Wind von hinten, so konnte ich recht ruhig dahinradeln. War ja auch schon dunkel und ich finde das immer recht urig, da bei Wind und Wetter die 10 Minuten zu fahren, gerade auch im Dunkeln und gerade auch im Winter, wenn so raues Wetter hier ist und man überall die Lichter der anderen Ortschaften und der Windräder sieht. Das hat was.. so dieser raue Charme.

Aber noch etwas ist mit aufgefallen auf der Heimfahrt.

Ich hatte plötzlich unglaubliche Lust auf was Süßes. Ich hatte plötzlich so richtig Lust auf Datteln und Honig.

Nun habe ich sechs Wochen "Low-Carb" gemacht und wollte das auch weitermachen, aber es ging nicht. Dienstag habe ich noch widerstanden, aber Mittwoch habe ich einen ganzen Korb Äpfel verdrückt und gestern als erste Mahlzeit ca. 1kg Datteln (Mozafati aus dem Iran, gibts in guter Qualität beim Netto) und dann noch etwas später ein ganzes Glas Bio-Honig hinterher.

Und dann war ich erstmal zufrieden.

Also da waren wohl meine Glykogenspeicher sowas von leer und, das habe ich ja schon öfters geschrieben und auch in meinen Videos gesagt, ich bin dann oft auch zu schwach für irgendwelche extremen Sachen und zwinge mich dann nicht und gebe dem dann auch nach.

Wird schon passen und heute ist der Bedarf auch schon sehr viel geringer.

Aber ich habe dann auch gemerkt, dass ich jetzt doch mal meine Winterpause machen sollte, die ich mir auch redlich verdient habe und Training Training sein lasse und meine Winterpause genieße, bevor es im Januar dann wieder losgeht mit ALLEM.

Kurioserweise ist mir dann gestern auch noch so ein Probeabo von Amazone Prime in die Hände gefallen. 30 Tage kostenlos diesen Dienst testen. Und jetzt haben wir ja hier nun schnelles Internet, also kann man das ja mal machen.

Vorgestern habe ich mir nach meinem langen Beitrag zur genetischen Anpassung auch mal einen Filmeabend gegönnt und mir, gibts auf Youtube, drei Filme der alten DDR-Kultserie "Olsenbande" angeschaut. Reiner Klamauk, aber recht nett gemacht. Das war zu DDR-Zeiten ja ein Straßenfeger. Und da sieht man mal, wie einfach die Menschen damals gelebt haben und mit welchen einfachen Mitteln sie sich zufrieden gegeben haben. Bisschen Witz, Charme und Klamauk und alle hatten Spaß.

Übrigens, in solchen Filmen wurden schon damals fundamentale Wahrheiten verpackt: youtu.be/ZQvOi9TWYH0?t=1795

Einfach mal die zwei Minuten auf sich wirken lassen und mit heute vergleichen. :-)

Na ja, und dann habe ich eben gestern abend mal Amazone Prime ausprobiert.

Was habe ich geschaut:

Die Bestimmung - Divergent - Also was mir so aufgefallen ist: Der Film ist eigentlich Schrott. Die Hauptdarstellerin ist sowas von unglaubwürdig in der Rolle, schlimmer noch, oft empfand ich sie als richtig unsympathisch (den ganzen Film gibt es übrigens auch frei bei Youtube, keine Ahnung, ob das legal ist). Was mir aber mittlerweile wirklich auf den Keks geht: die sind alle unauthentisch. Wenn man sich mal die alten Klassiker anschaut, Star Wars oder was auch immer, auch viele Jugendfilme von damals, dann fällt auf, dass die Schauspieler in ihren Rollen immer sehr authentisch wirkten. Also Harrison Ford spielte zwar den Han Solo, aber der war als Mensch auch irgendwie authentisch und das gab der Rolle dann auch diese Energie.

Ich habe ja mal geschrieben hier im Blog, dass ich viel mit anderen Jugendlichen damals aus Düsseldorf und Umgebung zu tun hatte, weil ich da Verwandtschaft habe. Coole Leute, keine Frage, aber was mir immer auffliel: die waren einfach nicht sie selbst. Sogar unter engsten Freunden war da immer so ein Gespiele, was Aufgesetztes, es war immer so etwas Maskenhaftes dabei. Man zeigte sich nie, wie man wirklich war, so wie ich es von hier kannte, sondern wie man sein wollte oder meinte, sein zu müssen. Eben der coole Rapper, oder der ... was weiß ich... habe nie rausgefunden, was oder wer die sein wollten.

Das hielt dann hier ab Mitte der 90er bei den Jugendlichen auch Einzug. Da ging das dann auch los, aber an mir ist das dann doch vorbeigegangen. Das ist ja anstrengend, wenn man sich permanent verstellt...

Aber zurück zum Film: diese Authentizitätsunterschiede sieht man vor allem dann, wenn man sich Filme wie Star Wars 7 anschaut, wo die jungen Schauspieler mit den Alten zusammen spielen und dann merkt man: die Alten sind bei weitem cooler, authentischer, haben mehr Charakter und Esprit als die jungen Leute, die eher fahl und austauschbar erscheinen und auch nicht weiter in Erinnerung bleiben. Dito zu Independence Day 2, da kommen die jungen Schauspieler auch nicht gegen die Alten an irgendwie und einen Will Smith konnte man gleichmal gar nicht ersetzten.

Die haben keine Ecken und Kanten mehr, sind irgendwie politisch korrekt auf Linie gebracht, abgewaschen und schön sauber. Aber sterbens langweilig.

Einfach maximal unauthentisch. Wie im realen Leben eben schon: aufgesetzt, gestelzt, gekünstelt, mit vielen Masken und deswegen ohne Witz, Charme und Esprit.

Nur wenn man selber eine authentische Mensch ist, kann man auch authentisch schauspielern. Wenn man schon im realen Leben nicht man selbst ist, wie soll man dann irgendwo eine Rolle authentisch spielen? Und wenn dann noch das politisch korrekte Filmgeschäft dazu kommt, hat man am Ende sterbenslangweilige und zum Teil auch richtig ärgerliche Filme.

Aber es ist eben der Zeitgeist. Jeder muss sich verkaufen, sich verstellen, Och, ich bin der Beste, die Schönste, ich kann alles.. und ja, ich kenne auch meine Schwächen, das habe ich so im Selbstfindungsseminar gelernt.

Ein Kumpel von mir sollte mal ein Bewerbungstraining machen. Der ist auch noch ein richtiger Ossi und der sagte dann: Ich kann das nicht! Ich kann mich nicht so verstellen, mich so anbiedern, mich so verbiegen, so tun als ob, wie das die Bewerbungstante will. Der empfand das als verlogen, falsch und fake meinte dann: also so mache ich das nicht. Sicherlich kann man immer was lernen. Damit man grundsätzliche Fehler vermeidet, aber was die da verlangt und geübt haben, war Schauspielunterricht.

Im Grunde geht es dabei darum zu erlernen, den anderen zu belügen und zu täuschen. Nicht das ehrliche, authentische Auftreten zählt und dann der Austausch von Mensch zu Mensch, sondern es soll in dem Fall mittels erlernten Techniken erreicht werden, dass  der potentielle Arbeitgeber meine Arbeitskraft einkauft. Und der soll entsprechend dahingehend manipuliert werden.

Und Menschen, die eben nie gelernt haben, sich so zu verstellen, denen fällt das entsprechend schwer und für die ist das auch ein Rückschritt!

Und gleichzeitig werden die schauspielerischen Darstellungen in den Filmen immer unauthentischer.

Gerade in solchen Jugendfilmen.

Was habe ich noch geschaut?

Automata - Science Fiction - geht so in Richtung I, robot. War OK. Nette Unterhaltung für Fans das Genres. Dito:

Hunter Prey - auch gut gemacht. Eben auch für Sci-Fi Fans. Und den gibts sogar auf Youtube:

Was mir auch aufgefallen ist: in alten Filmen, bis in die 80er rein, waren die Männer in den Filmen noch Männer, und die Frauen Frauen. Egal, welche Rollen sie hatten, Held oder Heldin, Bösewicht, Sänger, Cowboy, Tänzerin ... egal was.. aber die Männer waren Männer und die Frauen Frauen. Heute wird das zunehmend verwischt und man hat oft so diese vermännlichten Frauenrollen und viele verweiblichte Männerrollen.

Eine der ersten toughen Frauen im Kino war Sigouney Weaver in Alien. Aber auch da: sie war glaubhaft, weil sie authentisch war. Sie war eben eine Frau, die sich in einer ausweglosen Situation befand und sie meisterte das als Heldin. Aber sie war immer erkennbar eine, wenn auch zähe (toughe), Frau.

Heute werden, so mein Eindruck, viele Männerrollen mit Frauen besetzt, die dann so männerhaft agieren und das passt einfach nicht. Wie in dem Film Die Bestimmung - Divergent. Und das funktioniert einfach nicht. Es ist unglaubwürdig und deswegen langweilig. Gute Filme sind ja deswegen gut, weil die Schauspieler es schaffen, die jeweilige Situation GLAUBHAFT zu spielen. Und dann machen die Filme Spaß.

Na ja, es werden im Hintergrund wahrscheinlich diese ganzen Gender-Agenden verfolgt. Und Hollywood bringt das dann auch unters Volk. Aber die Menschen merken es und finden diese Filme dann auch blöd und bewerten sie in den Portalen wie filmstarts und moviepilot auch entsprechend.

Mir wird auch gerade bewusst, dass gerade viele Filme aus den 50ern, 60ern und 70ern, viele Western auch, immer diese starken Männerrollen hatten, wo die Männer eben wirklich irgendwie auch diese männliche Energie hatten, egal was genau sie da spielten, aber dann immer auch starke weibliche Rollen dabei waren, wo diese Frauen auch immer erkannbar diese weibliche Energie hatten.

Eben wie im realen Leben: zwei starke Pole: männlich und weiblich. Und die Liebe war es dann, was sich als Energie zwischen diesen beiden Polen zeigte. Das ist dann immer die verbindende Kraft.

Und heute? Vermännlichte Frauen und verweiblichte Männer. Das ist nun das Ende vom Lied. Das gab es früher auch, aber in Komödien. Das war ein Grund zum Lachen, zum sich lustig machen, wenn die Frauen wie Männer agierten und die Männer wie Frauen. Man spürte, dass es Fake ist und nutzte das, um daraus Komödien zu basteln.

Heute ist es bitterer Ernst! lol

Na ja... auch das wird wieder ausheilen.

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