Ich könnte heulen!

09.09.2016 00:26

Ich hätte nie gedacht, dass ich den Klimawandel mal so stark noch erleben würde. Das hier ist Deutschland, da muss es kalt sein, regnerisch und windig, die Leute mürrisch und unzufrieden. Aber doch nicht Sonnenschein und Hitze nonstop von April bis September! OK, es hat Sonntag / Montag insgesamt 5mm geregnet. Aber das ist schon alles wieder aufgebraucht. Das hier wird langsam zur Steppe.

Was mich eigentlich umtreibt ist, dass wir jetzt wirklich Zeugen des vorhergesagten Klimawandels werden und direkt auch mit diesen Auswirkungen konfrontiert werden. Sonnenschein von April bis September ist etwas, was früher undenkbar war.

Seit sich die Wetterlage Mitte August umgestellt hat, leiden viele Regionen unter Trockenheit. Zwar zogen immer mal wieder Schauer und Gewitter durch, was der Natur aber wirklich fehlt, ist anhaltender Regen. Nur so können die Böden wieder richtig durchfeuchtet werden. Ein Großteil des Regens der kräftigen Gewittergüsse fließt nämlich meist oberflächlich ab und kann gar nicht ins Erdreich eindringen.

Das passiert schon beim Gießen. Das Wasser rinnt tatsächlich oberflächlich ab. Der Boden ist staubtrocken und ausgedürrt. 

In einigen Regionen von Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern sind in den vergangenen 30 Tagen bisher weniger als 10 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel gekommen, dies ist viel zu wenig. Rasenflächen sind vielerorts schon braun und Bäume verfärben teils schon ihre Blätter. Richtig zu leiden hat aber die Landwirtschaft: Erst war es viel zu nass und nun knochentrocken. Schon beim Getreide waren erhebliche Einbußen zu verzeichnen, dann musste der Mais wegen der Trockenheit vielerorts früher als üblich eingebracht werden.

Ja, nicht nur in den genannten Bundesländern und auch nicht erst seit 30 Tagen. Wir gießen schon MONATE. Aber das ist es mal wieder, lol, sowie es in den reichen Bundesländern Probleme gibt, wirds gemeldet, trocknet wir aus, interessierts keinen. Dabei ist es hier laut Dürromonitor sehr viel dramatischer. Aber das hat mich auch zum Hochwasser 2013 gewundert. Was wurde da über Passau und Co. berichtet. Tagesthemen, Tagesschau, Heute - Journal usw. Aber hier war es viel schlimmer, aber das waren nur Meldungen in der Regionalpresse wert. Ist eben nur der wilde Osten, wo die ganzen Armen und Rechtsradikalen wohnen. lol

Wie auch immer.

Wir hätten ja in diesem Jahr wirklich eine gute Apfelernte gehabt, aber gerade die Spindelbäume haben nur kirsch - bis pflaumengroße Früchte. Das ist wirklich ein fast 100%iger Verlust. Da könnte ich echt heulen. Weil, auch wenn ich da vielleicht nichts esse, so sind es aber die gesunden Sachen, die meine Oldies im Winter konsumieren.

Ansonsten habe ich heute wirklich obstlos gegessen. Mittags Kürbis "Blaue Banane", wirklich genial, aber noch zu klein, ist uns ja auch vollkommen vertrocknet, aber das werde ich nächstes Jahr mal wieder anpflanzen. Dann noch Zuccini (eine Weitere mussten wir auch klein ernten wegen der Trockenheit. Die war so elendig bitter, unglaublich.) Abends Salat mit gekeimten Linsen, Tomaten, Gurke, Knoblauch, Zwiebel (ihr seht, ich bin Single! :-D Vielleicht deswegen lol), Paprika, Pepperoni und etwas Butter. Danach noch Erdnüsse von Jörg.

Dazu habe ich heute Sport gemacht. War nett. Die Gitarre habe ich auch mal wieder zur Hand genommen. War auch nett... :-)

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