Im afrikanischen Busch

02.02.2015 20:11

Gestern hat mir das Universum eine hervorragende Dokumentation, die ich vor einiger Zeit mal gesehen habe, die dann aber nicht mehr in der Mediathek von N24 zu finden war, wiedergebracht (Danke Jan!). Und die will ich hier natürlich gleich auch verlinken, da sie auch einige interessante Einblicke liefert, die die Rohkostpraxis betreffen:

www.n24.de/n24/Mediathek/Dokumentationen/d/5414912/gladiatoren-der-wildnis.html

Einige Gedanken zur Doku:

1. Als erstes ist mir aufgefallen, dass diese Menschen unglaublich gut aussehen und sehr schöne Zähne haben. Diese werden auch mit einem Holz ständig gepflegt und geputzt. Darüber hinaus wird wohl nur selten "Süsses" konsumiert. Wenn es mal Wild-Honig gibt, wird gleich mal der ganze Baum umgelegt, um da ranzukommen. Wenn Süsses im afrikanischen Busch so selten ist, ist es dann verwunderlich, dass die Instinkte es so oft präferieren? Hier mal beeindruckende Bilder:

Das nenne ich mal natürlich gesunde Zähne. Und das alles ohne Zahnspangen und Probleme mit den Weisheitszähnen. Von der Jugend bis zum Alter.

Und wie gesagt, diese Menschen ernähren sich mit einem sehr hohen Rohkostanteil. Anscheinend zeitweise bis auch 100% (in der Trockenzeit). Die hat es aber in sich. Vor allem das Blut und die Milch der Tiere wird als Nahrungsmittel genutzt. Aber auch Salat, Tomaten und anderer Gartenfrüchte, wenn Saison ist. Diese Nahrungsmittel sind eben extrem nahrhaft und nicht mit den Nährwerten der hochgezüchteten Produkte, die man normalerweise zu kaufen bekommt zu vergleichen. Nun bin ich selber kein Fan von Blut und Milch. Aber es zeigt sich eben, dass man mal hinschauen sollte, ob das was man ißt auch wirklich ausgewogen und nahrhaft ist. 

2. Es passt ins Bild, dass milchtrinkende Hirtenvölker in Afrika keinen Fisch mögen. Dies selbe Aussage gab es in der Doku "Freiheit verboten - Somalia 1978", wo man Hirten zu Fischern (und später Piraten) machen wollte, obwohl die sich vor allem vor Krebstieren und anderen Meeresfrüchten ekelten. Selbige Verhaltensweisen (Ekel vor rohem Fisch bei vorherigem Milchkonsum) kann man auch in der Rohkosttherapie nachlesen.

3. Diese Menschen leben zum Teil sehr lange rein oder überwiegend rohköstlich (Blut und Milch) und können sich damit auch "fett saufen". Was in dieser Region als Schönheitsideal gilt. Und das beruhigt mich doch etwas, weil auch ich im Winter zur Gewichtszunahme neige!! LOL

4. Wie schon bei Wilhelm Reich und anderen Forschern erkannt, führt das Ackerbau- und Viehzuchtdasein zur Entsteheung von Gewalt. So glücklich und zufrieden diese Menschen wirken, auch bei ihnen ist Gewalt an der Tagesordnung. Es geht um den Zugang zu Ressourcen, Weideland, Besitz usw. Mit Ackerbau und Viehzucht kam also auch die Gewalt in die Welt. Und mit dem Zugang zu modernen Waffen eskaliert es eben immer öfters. Eibl-Eibselfeld schrieb, dass es auch bei Jägern und Sammlern in der Kalahari mal einen "Krieg" gab, aber der war über 100 Jahre her und es ging... um Honig!!! Nachzulesen in "Das verbindende Erbe".

5. Süsse Produkte sind anscheinend Mangelwaren und nur in Form von wildem Honig verfügbar. Wird mal ein Nest entdeckt wird ein großer Aufwand betrieben, um an den Honig zu gelangen. Insgesamt scheinen süsse Sachen aber selten auf dem Speiseplan zu stehen.

Vielleicht kann man sich ja etwas von diesen doch sehr gesund und glücklich wirkenden Menschen abschauen und die eigene Rohkostpraxis mal darauf hin durchleuchten, ob auch mal wirklich nahrhafte Produkte gegessen werden. Ich persönlich fand oft Wildschwein mit eingetrocknetem Blut unglaublich lecker. Fisch esse ich wie schon mehrfach erwähnt immer mit Gräten und Haut, die ich vorher antrockne. Hühnerknochen waren meine Lieblingsspeise, Knochenmark kann sehr befriedigend sein und grade kommt mir öfters mal wieder der Gedanke, mir Knochen zu reiben. Ich esse Gemüse vorwiegend aus biologischem Anbau. 

Wenn man Früchte essen möchte, dann sollte nur in der Himmlischen Phase genossen werden, siehe auch Interview mit G.C.B. in einen der letzten Blogeinträge und es sollten wilde, naturbelassene Sachen präferiert werden. (Nur wer macht das??? Wer hat soviel Disziplin, wirklich "pünktlich" aufzuhören?).

Es bleibt spannend! :-D

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