Kalium-Natrium

11.04.2019 20:09

Ich habe eine neue Lieblingskombination: Datteln und Stangensellerie. Habe mich schon gefragt, wieso das so gut zusammenpasst und heute kam die Lösung. Datteln sind sehr reich an Kalium, Stangensellerie hingegen ist reich an Natrium. Und beide sind natürliche Mineralien, die entsprechend wichtig im Körper sind.

Im Körper spielt Kalium eine herausragende Rolle bei der Regulation des Membranpotentials. Die intrazelluläre Kaliumkonzentration liegt bei ungefähr 150 mmol/l, extrazellulär finden sich 4 mmol/l. Die Konzentration an Natrium liegt intrazellulär bei rund 10 mmol/l, extrazellulär bei 140 mmol/l. Diese Konzentrationsunterschiede werden durch die Na/K-ATPase aufrechterhalten und sind für die Funktion der Zelle lebenswichtig. Ein dauerhaftes Verschieben dieser zellulären Konzentrationen kann bei erhöhter K+-Konzentration (Hyperkaliämie), das heißt K+ >>4,5 mmol/l, zu Herzstillstand in Systole führen, bei Hypokaliämie (K+ <3,5 mmol/l) zur Abnahme der Kontraktionsfähigkeit der Muskeln, erhöhter Erregung, Störung der Erregungsleitung, Extrasystolen des Herzens. K+ ist (neben Na+) entscheidend für den osmotischen Druck der Zellen, das heißt für den Wassergehalt der Zelle. Eine zu geringe K+-Konzentration im Blut führt zu Herzstillstand in Diastole. Der Normbereich im Serum liegt bei 3,6–4,5 mmol/l, im Harn bei 26–123 mmol/l. Das heißt, es wird ständig K+ verloren, das mit der Nahrung ersetzt werden muss.

Ich hatte ja mal ein großes Blutbild machen lassen, bzw. es wurde gemacht im Zuge der Behandlung meiner Leishmanioseinfektion, und da waren meine Kaliumwerte leicht erhöht. Ich wurde gefragt, ob ich viel Obst esse und da das der Fall war (bzw. eben auch Gemüse), waren die Kaliumwerte leicht erhöht.

Bei den meisten Menschen sind wohl die Natriumwerte erhöht, bzw. man muss sich mal fragen, ob die Referenzwerte für Kalium schlichtweg zu niedrig sind.

Das ist insbesondere in der heutigen Zeit ein Problem, da die westliche Ernährungsweise von der Zufuhr tierischer Lebensmittel geprägt ist. Die Zufuhr kaliumreicher, pflanzlicher Lebensmittel ist im Vergleich zu früher hingegen deutlich vermindert.

Bei mir und jedem anderen Rohköstler wahrscheinlich nicht. Sieht bzw. sah man ja auch an den Kaliumwerten im Blut. Bei mir ist es eher der Fall, die kaliumreiche Ernährung mit entsprechend Natrium auszugleichen. Ganz gravierend habe ich das bei vielen 80-10-10 Rohköstlern (gibts da noch welche?) erlebt, die tonnenweise Obst gefuttert haben und sich als Ausgleich dann kiloweise Stangensellerie reinzogen.

In der natur bzw. mit einer eher naturnahen Ernährung muss man eher schauen, dass man genug Natrium bekommt.

Algen, Meersalz und Sellerie sind deswegen wohl so beliebt.

Vor der Entwicklung der Landwirtschaft lag die Kaliumzufuhr bei 10,5 g/Tag,[47] im Vergleich zu den durchschnittlich 3,4 g/Tag laut NVS II.[46] Demgegenüber steht die ins Gegenteil verschobene Natriumzufuhr: Diese lag früher bei lediglich 0,8 g/Tag[47] und ist durch unsere salzreiche Ernährung auf durchschnittlich 3,1 g/Tag (Frauen) bzw. 4,3 g/Tag (Männer) angestiegen.[48] Das hat Auswirkungen auf das natürliche Verhältnis von Kalium zu Natrium im menschlichen Körper.

Siehe auch hier: www.rosenfluh.ch/media/ernaehrungsmedizin/2014/05/Essen_wie_in_der_Steinzeit__Darwin_als_ultimativer_Ernahrungsberater__Teil_3.pdf

Tabelle 2.

In der Natur ist Natrium anscheinend schwerer zu konsumieren als Kalium, dass ja in allen Früchten und Gemüsen enthalten ist.

Kalium ist der natürliche Gegenspieler von Natrium, und ein ausgewogenes Verhältnis der beiden Mineralien ist für die Regulation physiologischer Prozesse besonders wichtig. Eine exzessive Natriumzufuhr kann zur Kaliumverarmung führen. Umgekehrt hat Kalium einen natriuretischen Effekt. Insofern ist das Na/K-Verhältnis in der Nahrung entscheidender als die Konzentration der einzelnen Kationen für sich allein. Die WHO empfiehlt ein molares Verhältnis der beiden Mineralstoffe von 1:1.[49] Diesem Verhältnis werden die WHO-Empfehlungen von weniger als 2 g Natrium pro Tag[50] und mindestens 3,5 g Kalium pro Tag gerecht.

Anscheinend versucht der Körper das sofort auszugleichen, indem er nach Datteln eben Stangensellerie bevorzugt. Mittlerweile mag ich gar keine Datteln mehr essen, wenn ich keinen guten Stangensellerie da habe..lol. 

Aber immer wieder faszinierend, wie der Körper versucht, dass alles immer gut in Harmonie zu halten.

Ansonsten war ich die letzten Tage fleissig und habe den Garten auf Vordermann gebracht. Abends deswegen immer gut ausgepowert und von der vielen frischen Luft zeitig bettfertig.

Wie ich die Beete herrichte, hatte ich im letzten Jahr mal ausführlich beschrieben.

rohkost4.webnode.com/news/man-kommt-nicht-mehr-hinterher/

rohkost4.webnode.com/news/fleissig/

Jetzt solls ja nochmal kalt werden. Schauen wir mal, ob wir hier ohne Frostschäden über die Runden kommen.

Desweiteren ist heute mein erstes Paket von Layayafruits angekommen. Gab nichts zu meckern. Gut und sicher verpackt, kamen zwei Papayas, ein paar Cherrimoyas und vor allem Avocados bei mir an. Zum Nachreifen kann ich die ja einfach ins Gewächshaus packen! :-)

Die Bestellung war eher klein, aber das passt schon so.

Ich habe gerade noch die Links zum Garten gesucht und mir ist aufgefallen, dass extrem viele verlinkte Videos "tot" sind, also offline genommen wurden. Auch Sachen vom Prof. Lesch und andere eher unproblematische Themen. Unschön! Von wegen das Netz vergisst nichts, scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein.

So.. genug für heute. Morgen gehts weiter, oder auch nicht. Mal sehen, wie das Wetter morgen ist.

Ach, noch ne Ergänzung: mir und meinen Oldies ist aufgefallen, dass es hier mittlerweile mehr Wildbienen gibt. Na ja, ich nehme das einfach mal so hin, dass es was gebracht hat, wie wir es hier handhaben. also keine Gifte, viele Blüten, dazu auch mal das Gras stehen lassen, den Löwenzahn blühen, die Taubnesseln dito, dazu eben die Obstbäume.

Woanders wird ja sofort alles weggemäht, sowie das Leben es wagt, eine Blüte auszubilden. Heute wieder gesehen: es wurde fleissig alles weggemäht, was nach Wildwuchs aussah.

Ach.. diese ganze "Rettet die Bienen" Schwafelei ist doch nur eine Farce! Lippenbekenntnisse. Wenn man genau hinschaut, dann herrscht Krieg gegen das Leben vor. Klar, wir leben nicht mehr als Jäger- und Sammler, sondern bestellen auch den Garten, aber dann doch bitte so, dass wenigstens andere Mitgeschöpfe ihr Auskommen haben. Aber man muss eben auch die ganzen Leute beschäftigt halten und Tausende sind eben damit beschäftigt, schon im April alles wegzumähen, was sich gerade aus der Erde wagt.

Tja.. so wird das nüscht, aber gut, vielleicht ist ja genau das der Plan. Zitat Maaz: "Wir tragen unseren Hass in die Natur, indem wir sie zerstören!". Aber man muss ja da nicht mitmachen, oder? :-)

Und wenn sich durch meine Maßnahmen wirklich die Wildbienenpopulation hier gesteigert hat, dann ist das wahrscheinlich das Beste, was ich machen konnte und zeigt, dass es wirklich was bringt, da mal später zu mähen, oder garnicht oder mal zu warten, bis alles von alleine abgeblüht ist.

Na schauen wir mal.. vielleicht hat es auch ganz andere Ursachen. Mal beobachten.

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