Kindesentzug per Gesetz

16.03.2018 21:02

In zwei Vorträgen, hier und hier, sagt Dr. Hans Joachim Maaz, dass die gute frühkindliche Betreuung das Wichtigste ist, um wenigstens für die Zukunft viele Probleme, die wir heute haben, lösen zu können. Aber er sagt auch, dass es nicht zu erwarten ist, dass Politiker, die selber schon keine gute frühkindliche Betreuung erfahren haben, und genau deswegen erst den Stachel in sich spüren, zu Macht und Geltung zu gelangen (den Stachel habe ich auch, arbeite aber dran), nun dafür verantwortlich sind, wie die frühkindliche Betreuung organisiert wird.Er hält das für eine Tragik.

Im zweiten Video spricht er ja vom "traurigen Höhepunkt einer tragischen Entwicklung", dass nun Gesamtdeutschland in der Hinsicht DDRifiziert wird.

Und nun lese ich gerade, dass eine Frau Franziska Giffrey (SPD) Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist und die folgendes fordert:

Giffey spricht sich für eine Kindergartenpflicht für Kinder ab dem dritten Lebensjahr aus, um eine frühkindliche Förderung für jedes Kind gewährleisten und es auf den Schulbesuch vorbereiten zu können.

(Quelle: wikipedia)

Also ab 3 Jahren ZWANGS-Kindergarten! Also da wirds mir regelrecht schlecht! Ich bin damals aus dem Kindergarten und dem Hort abgehauen, um bei meiner Oma zu sein! Und war in der Kinderkrippe permanent krank, damit ich endlich mütterliche Betreuung bekomme.

Überlegt mal, was in einem Kind vorgehen muss, dass Krankheiten erschafft und sich quasi trotz Androhung von Strafe davonschleicht, nur um mütterliche und großmütterliche Fürsorge zu erfahren! Wie groß muss die seelische Not gewesen sein, dass die Seele Krankheiten erzeugt hat, um so die Mutter zur Fürsorge ZU ZWINGEN! Bzw. so das System auszutricksen. Die durften ja früher garnicht zu Hause bleiben. Es gab zwei drei Familien, kirchlich, da blieben die Mütter zuhause, da erinnere ich mich noch daran, wie verpönt das war. Da wurde die Nase gerümpft. Kirchen, das war im Sozialismus eh nicht gern gesehen.

Krankheit und Flucht! Ich war schon mit 5 ein Republikflüchtling, bin da aus dieser verordneten Zwangsunterbringung abgehauen

Und jetzt fangen die Sozen wieder mit dem Kram an.

Ab dem dritten Lebensjahr heisst ja, sowie man drei wird.

Hier ist das nachzulesen: www.tagesspiegel.de/berlin/schule/neukoellner-schulstadtraetin-kitapflicht-darf-kein-tabu-sein/7947900.html

Das muss man sich vorstellen: wir erzeugen durch Migration, Hartz4, Niedriglöhne und was da nicht alles dazugehört Armut und Sprachprobleme und Parallelgesellschaften und lösen will man das mit Zwangsmaßnahmen.

Die neuen Sprachstandsmessungen belegen, dass Berlins Kitakinder trotz aller Investitionen, Reformen und Fortbildungen keine Fortschritte machen. Wie lässt sich das erklären?

Offenbar verschlechtert sich die soziale Lage der Familien so stark, dass die Anstrengungen nicht ausreichen, um die steigenden Probleme zu kompensieren.

Tja.. wer hat denn Hartz 4 eingeführt, Niedriglöhnerei, Leiharbeit, Zeitarbeit usw wer ist denn für den ungebremsten und unkontrollierten Zuzug? Das war doch genau diese Partei! Und nun sieht man, was das für Auswirkungen hat.

Woran machen Sie das fest?

Ein guter Indikator ist die Quote der Schulkinder, die keine Schulbücher kaufen müssen, weil ihre Eltern staatliche Leistungen beziehen. In Neukölln ist diese Quote in den letzten zehn Jahren um 20 Prozent gestiegen und liegt jetzt bei über 50 Prozent.

20% Anstieg in 10 Jahren. Ergebnis einer vollkommen verfehlten Politik. Und nun will man das mit Zwangsbeschulung irgendwie in den Griff kriegen.

Man muss es verstehen. Thema Megamaschine: anders gehts auch nicht. Wir können nicht einfach wieder Hartz4 abschaffen, Leiharbeit begrenzen, Zeitarbeit und was es da alles an "Flexibilisierungen" gab. Weil auf dieser Grundlage ja Firmen ihre Berechnungen anstellen, Investitionspläne aufstellen und Kredite aufnehmen, sowie schlussendlich ihre Preise kalkulieren. Die rechnen ja im wahrsten Sinne des Wortes mit Leiharbeitern, 400€ Jobbern, Zeitverträgen und sind froh, wenn sie kein Tarif zahlen müssen. Aus so einer Verarmungspirale kommt man ja nicht ohne weiteres raus.

Und wenn dann plötzlich auch noch viele Menschen ohne deutsche Sprachkenntnisse geballt auftreten, dann ist alles verloren. Dann herrscht in den Schulen babylonisches Sprachgewirr. Also je mehr man sich mit der Politik und den Auswirkungen beschäftigt, desto mehr muss man sich fragen, was für Stümpfer und Schwachköpfe da in den letzten 30 Jahren regiert haben.

Das Highlight war ja das Experiment, dass die Kinder erstmal schreiben wie sie sprechen. Und später dann erst richtig schreiben lernen.

Also nur jemand mit einem absoluten Dachschaden kommt auf so einen Unfug. Mit etwas Menschenverstand wird doch sofort klar, dass alles, was man sich falsch beibringt, später doppelt Mühe macht, es wieder "rauszubekommen". Wer sich einmal was falsches beigebracht hat, oder sagen wir, suboptimales, beim Gitarrespielen zum Beispiel, oder beim Handball, oder beim Judo, oder beim ganz normalen gehen, oder beim Sprechen, der hat später oft Mühe und doppelte Arbeit, es wieder gerade zu ziehen.

Hunderte Jahre hat man in allen Schulen, ob es Fechtschulen, Reitschulen, Klavierschulen, Sprachschulen usw drauf geachtet, dass die Schüler die Grundlagen gleich von anfang an RICHTIG lernen.

Nee.. ab jetzt wird alles besser. Jetzt lernen die erstmal schreiben, so wie sie sprechen. Ergebnis: Absturz in den PISA - Tests und in anderen Tests.

Ich meine, nur mal zum Verständnis: ich bin 1990 aus der Schule gekommen. Damals hatte ich als Abschluss bestimmte Aufgaben erledigen müssen. In Deutsch, Mathe, Chemie, Musik... es gab da schriftliche und mündliche Prüfungen.

So... seit 1990 sind 28 Jahre vergangen. Man hat MILLIARDEN an Geldern ausgegeben. Es hab Konferenzen, Kultusministererlässe, Schulreformen, besser Lehrerausbildung, Weiterbildungen..

Da kann man doch erwarten, dass nach solchen Anstengungen die Kinder heute mindestens 20% besser ausgebildet aus der Schule kommen, dass die unsere Prüfungen damals locker bestehen und besser drauf sind.

Sind sie aber nicht. Sie sind schlechter!

Zum Teil können die Aufgaben nicht mehr lösen, die noch vor 40 Jahren Standard waren. Das verständige Lesen wird immer schlechter, Naturwissenschaften dito... ich krame da keine Links raus, kann jeder selber mal googeln.

Kann man da Geld zurück fordern?

Wieso haben die das DDR-System nicht übernommen? Das hat doch in der Hinsicht super funktioniert! Und die Schule hat, weil die Lehrer und Mitschüler OK waren, auch mehr oder weniger Spaß gemacht. Mir zumindest. Kinderkrippe war schlimm, weil viel zu früh, Kindergarten so lala, aber Schule ging. Ab der fünften Klasse wars dann OK. Mit Höhen und Tiefen. Viel gelacht haben wir damals...

Dennoch fragt man sich, warum sich während eines mehrjährigen Kitabesuchs die Sprachdefizite nicht beheben lassen.

Da kommt vieles zusammen. Es fängt schon damit an, dass viele Kinder nicht regelmäßig in die Kita gebracht werden. Oder sie kommen verspätet und werden früh abgeholt. Es fehlt die Verbindlichkeit, und das macht es den Erzieherinnen schwer. Das gilt besonders für Regionen, in denen 50 oder 60 Prozent der Kinder Sprachdefizite haben wie etwa in der Gropiusstadt oder im Reuterkiez.

Was sind das eigentlich für Sprachdefizite? Können die nur Mama und Papa sagen? Oder sprechen die kein Wort Deutsch? Das ist wieder so ein politisch korrektes Interview, wo man eigentlich nicht mehr weiss, was eigentlich genau das Problem ist. Traut man sich wahrscheinlich mal wieder nicht anzusprechen.

Plädieren sie für eine Kitapflicht?

Kitapflicht darf kein Tabu sein, denn wir verlieren diese Kinder. Die Differenz zwischen dem Potential dieser Kinder und dem, was sie letztlich erreichen, ist katastrophal groß.

Doch, das ist ein Tabu. Und das sagt jemand, den man schon beizeiten DDRifiziert hat.

Viele Juristen sind sich darin einig, dass eine Kitapflicht nicht mit dem Grundgesetz und den dort verankerten Elternrechten vereinbar ist.

Das kann man so sehen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es an diesem Punkt irgendwann ein Umdenken gibt, wenn der Leidensdruck noch größer wird.

Macht euch klar, was die da gesagt hat: man muss nur einen Leidendruck aufbauen, der groß genug ist, schon kippt man grundgesetzlich verankerte Rechte. Im Grundgesetz sind ja die Rechte des Einzelnen gegen den Staat verbrieft. Und Artikel 6 sagt eben:

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

Böse gedacht heisst das: wer das Grundgesetz kippen will, oder Teile davon, muss nur einen entsprechenden Leidensdruck irgendwo aufbauen, schon ist schluss mit dem Grundgesetz.

Solange es keine Kitapflicht gibt, muss man andere Wege suchen, um die Kinder zu fördern. Wo würden Sie ansetzen? Die Schulpflicht noch weiter vorziehen?

Ganz bestimmt nicht. Die Kinder sind schon jetzt häufig zu klein und zu verspielt oder schlafen mittags ein und zu viele müssen die zweite Klasse wiederholen. Anstatt die Kinder mit fünf Jahren einzuschulen, sollte man sie besser in der Kita fördern.

Sind verspielt und schlafen mittags ein. Sprich: verhalten sich wie Kinder. Was sie mit "zu klein" meint, erschliesst sich mir nicht. Sind die zu klein, also für ihr Alter zu klein, oder sind die zu klein, um eingeschult zu werden?

Warum fällt es den Eltern so schwer, ihre Kindern zu fördern?

Es gibt allein in Neukölln rund 28 000 funktionale Analphabeten im erwerbsfähigen Alter. Darunter sind Deutschstämmige, aber auch Väter und Mütter, die über den Ehegattennachzug gekommen sind und in ihren Heimatländern kaum die Schule besucht haben. Dieses Problem wird auch nicht gerade rückläufig. Im Gegenteil: Neuerdings kommen viele Analphabeten aus Südosteuropa hinzu.

Das war 2013. Seit 2015 ist es nochmal schlimmer geworden.

Berlin kostet ja richtig Geld! Irgendwo habe ich mal gelesen, dass das BIP in Deutschland ohne Berlin höher wäre als es mit Berlin ist.

Da haben wir es schon: www.welt.de/wirtschaft/article157804463/Ohne-Berlin-ginge-es-Deutschland-besser.html

Was will man machen?

Die wissen sich nicht mehr anders zu helfen. Die Ursachen selber können sie nicht mehr bekämpfen. Geht nicht. Das kostet Geld und ist mit ungeheuren Anstrengungen verbunden und würde sich erst in 10 oder 20 Jahren auszahlen. Also lässt man es. Und versucht nun mit der Zwangsbeschulung das Gröbste zu lindern. Dafür nimmt man dann auch mal den Bruch des Grundgesetzes in Kauf.

Mir ist das eh vollkommen schleierhaft, wie Schule funktionieren soll, wenn Mitschüler die Sprache nicht sprechen. Wie soll das denn gehen? Wir hatten zu DDR-Zeiten einen straffen Lehrplan. Das war relativ forsch, wie wir da unterrichtet wurden. Und entsprechend waren die Ergebnisse.

Und wie gesagt, eine Kindergartenpflicht geht garnicht. Das sind ja unglaubliche Eingriffe in die Familien. Was ist, wenn man es sich so einrichtet, dass die Frau zuhause bleiben kann und die Kinder gut betreut werden? Muss man die dann zwangsabgeben in den Kindergarten? Und das ab 3?

Ich finde das schon relativ repressiv. Schlussendlich werden wir alle als freie Menschen geboren und Selbstbestimmung sollte normal sein. Also wenn man Single ist, bestimmt man selber über sein Leben und als Familie bestimmt man in der Familie, was das Richtige ist. Selbstbestimmung.

Mir waren schon als Kind diese Zwangsmaßnahmen ein Graul und wie gesagt, ich bon öfters mal abgehauen. Gerade später aus dem Hort, schwups weg war ich, ab in Bus und zur Oma. Blut ist dicker als Wasser.

Wer Frühbetreuung in der Kita haben will, gerne. Aber es darf kein Zang werden.

Der Maaz hat das ja treffend auf den Punkt begracht: ALLES muss sich am Wohl des Kindes orientieren.

Apropas zuhause bleiben: die Gesellschaft ist mittlerweile so naturfern, dass Frauen zum Teil, selber erlebt, ganz erbost waren, als ich in Diskussionen sagte, dass es ja gut wäre, wenn sie danach auch zuhause blieben und für ihre Kinder da sind. Zu DDR-Zeiten durften das ja viele Frauen nicht, obwohl sie es gerne wollten. Da gabs die Kinderzwangsabgabe in die Kita, damit die den Sozialismus mit ihrer Arbeitskraft erhalten. Hat alles nichts genützt. 89 war Feierabend.

Ich wurde dann erbost angefaucht, dass ja auch Männer zuhause bleiben können.

Tja... finde den Fehler.

Viele Frauen, ich muss es bedauerlichweise so sagen, sind mittlerweile ihrer selbst so entfremdet, dass sie nicht mehr begreifen, dass ein Mann nicht stillen kann!

Kann doch die Falsche geben! War dann die Antwort.

Also ich sehe da wirklichd en Kapitalismus als zerstörerisch an. Den Menschen wird so das Gehirn massiert, dass sie lieber schnell wieder auf Arbeit rennen, um ja keinen Konsumverlust zu riskieren, anstatt ganz natürliche Prozesse zu fördern und zu unterstützen. Und die Verkäufer von Ersatzprodukten stehen schon Gewehr bei Fuss.

Geht ja noch tiefer. 30% oder so der Kinder kommen heute durch Kaiserschnitte. Normal sind wohl 1-3%. Da ist es wirklich medizinisch notwendig. Der Rest ist Geldmacherei.

Zerstörerisch.

Der Kapitalismus zieht Energie aus der Kernspaltung. Und aus der Spaltung von Verbindungen.

Zerstörung von Gemeinschaften, Familien, Mutter-Kind-Beziehungen ... das wird aufgebrochen. Und die daraus entstehende Mangelsituation wird dann durch Kaufen, süchtiges Kaufen wohlgemerkt, versucht zu befriedigen.

Stabile energetische Verbindungen von Beginn an erzeugen Zufriedenheit, Stabilität, Erfüllung im Solarplexus, Verwurzelung.

Und solche Menschen haben keinen Antrieb, sich mit endloser Leistungsbereitschaft, Überstunden und endloser Ich-Leistung aufzureiben, sondern die arbeiten aus Spaß, aus Freude und hören auf, wenn genug ist. Die entwickeln auch keine Kaufsucht, sondern sind ja energetisch in der Gemeinschaft / Familie / Stamm verankert.

Ja ganz ehrlich: wenn ich Banker wäre, würde ich sagen: Das ist mein Alptraum.

Hier, sowas brauchen die: www.spiegel.de/karriere/londoner-gericht-untersucht-tod-von-moritz-erhardt-a-935151.html

100-Stunden-Wochen, Nächte voller Arbeit und mit wenig oder ganz ohne Schlaf, davon erzählen Praktikanten aus der Londoner Bankenbranche. Schuften bis zum Umfallen - daran soll Moritz Erhardt gestorben sein, hieß es gleich nach dem Tod des jungen deutschen Praktikanten bei der Bank of America Merril Lynch.

Was müssen diese Menschen für enorme Mängel haben, was für einen schon fast krankhaften Ehrgeiz und was für einen Stachel, sowas zu machen? Ich meine, ich weiss es. 20 Stunden pro Tag arbeiten habe ich auch schon geschafft.

Sowas macht niemand, der weiß, wer er ist, der seit frühester Kindheit angebunden ist, verankert ist in stabilen Beziehungen. Der Grenzen kennt und anerkennt, und weiß, dass hinter der Grenze nichts mehr besser wird...

Was muss mit diesen jungen Leuten passiert sein, um eine so absurde Leistungsbereitschaft an den Tag zu legen?

Maaz erklärt das und bringt es auf den Punkt: mangelnde frühkindliche Betreuung und daraus resultierende narzisstische Problematiken, die dann wieder zu unendlicher Leistungsbereitschaft führen.

Und das kann ich aus meiner Lebensgeschichte heraus nur bestätigen. Liebesmangel in der frühesten Kindheit. Zack, schon wird man später ein "Leistungsträger".

Und um zu verstehen, dass das "System" ein echtes Interesse hat, dass es so bleibt, muss man nur mal ein Gedankenexperiment machen:

Welche Megamaschine dreht sich schneller?

Die, wo alle angebunden sind, emotional erfüllt, in glücklichen Gemeinschaften und erfüllenden Beziehungen oder die, wo sie einen Mangel haben und aus dem Mangel heraus anfangen, zu rackern und enorme Ich-Leistungen zu erbringen?

Frei nach Erich Fromm: Je kränker und ungesünder und verrückter die Menschen, desto besser läuft diese Megamaschine, die wir Kapitalismus nennen.

Und die hat natürlich dann das Bestreben, ALLES auf diese Linie zu bringen!

Deswegen werden ja alle Familien, Gemeinschaften, Beziehungen usw zerstört, bzw. wir Menschen zerstören es uns gegenseitig, weil wir ja aus dem System heraus handeln. Weil wir systemisch denken und empfinden.

Ein System, dass permanent beschleunigt werden muss, wo keinerlei Abbremsen vorgesehen ist, kann unmöglich Menschen erzeugen, die in sich ruhen und wissen, dass 6h Arbeiten genug sind! Tschüß! Ich geh heim. Morgen ist auch noch ein Tag! Manjana!!

Wie schauen wir denn auf Menschen, die so leben?! Die faulen Schweine! Sollen erstmal arbeiten lernen! In dier Griechenlandkrise, oh, da kam der deutsche Frust ja richtig hoch: Pleitegriechen! Können nicht arbeiten! Faule Südländer!! PIIGS (Schweine)!!! Faule PIIGS!!!

Das ist ja dann die Reaktion, wenn andere einfach weniger arbeiten. Einfach weil sie vielleicht viel besser frühkindlich angebunden sind und deswegen einen viel geringeren Mangel haben, denn sie, anders als wir, mit Arbeit und Konsum ersatzbefriedigen müssen.

Deswegen halte ich das, was diese SPD-Tante da vorhat, für schlimm. Den falschen Weg.

Nicht die Bedürfnisse der Banker und der Aktionäre sollten so wie jetzt im Mittelpunkt stehen, sondern die der Kinder. Das man sowas überhaupt fordern muss, zeigt, wie weit wir vom richtigen Weg abgekommen sind.

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