Kirschen

17.06.2019 22:04

In letzter Zeit habe ich Kirschen gefressen ohne Ende. Jetzt sind sie aber fast durch und es hängen nur noch ein paar drauf. Ich habe ganze Äste leergefuttert, so gut waren die heuer. Ist schon nett, wenn man rausgehen und einfach mal in die Fülle eintauchen kann. Die Stare waren auch nicht zu gierig und so blieb noch genug zum sattessen.

Ansonsten bin ich abends immer recht schnell müde und komme garnicht mehr zum bloggen.

Eines noch: wir haben ja überlegt, uns Perlschläuche in den Garten zu legen, um mal bei Trockenheit mehr Ertrag zu haben. Alleine mit Wasserschleppen ist das nicht zu schaffen. Gestern habe ich dann einfach mal bei Youtube geschaut und da gabs auch einige Videos zum Thema. Das hier zum Beispiel: www.youtube.com/watch?v=imxKFAfE70Y

Der Typ ist eh cool. Erinnert mich etwas an Peter Lustig.

Drunter dann dieser Kommentar:

Lieber Ralf, aufgrund dieses Videos habe ich mir einige Rollen von diesem Bewässerungsschlauch geholt. Ich muss leider sagen, das ist der letzte Dreck. Teuer gekaufter Abfall. Wird an etlichen Stellen undicht, da zischt es dann raus, andere Flächen kriegen nichts ab. Der Hersteller empfiehlt, den Schlauch in der Erde zu vergraben. -Jetzt weiß ich auch, warum! Ich glaube, wenn du ehrlich bist, bist du auch fertig mit - dem Scheiß!

Tja... was machen? Biohof Jeebel, wo ich auch immer bestelle, hat dann folgenden Kommentar abgegeben als Antwort auf das obrige Zitat:

Hallo Leute, 

die Lösung ist: benutzt TROPFROHR statt PERLschlauch!  Ich gebe zu, dass ich nicht neutral bin, weil wir Tropfrohr verkaufen aber ich weiß auch, warum wir KEINE Perlschläuche verkaufen: Ein Perlschlauch ist letztendlich nichts anderes ist als ein Schlauch mit vielen Löchern. Bei viel Druck kommt da viel Wasser raus bei wenig Druck wenig bis gar nichts. Wenn man dem o.g. "Tipp" des Herstellers folgt und den Schlauch vergräbt, werden innerhalb kürzester Zeit Pflanzenwurzeln in die Löcher wachsen und den ganzen Schlauch unbrauchbar machen. Auch ein Perlschlauch von einem Markenhersteller wird diese Probleme nicht lösen, weil der Fehler im System steckt. Ein gutes Tropfrohr hat dagegen eingebaute Tropfer, die technisch viel komplexer sind als ein einfaches Loch im Schlauch. Diese machen eine Druckkompensation, so dass unabhängig vom Wasserdruck immer etwa gleich viel Wasser abgegeben wird. Tropfrohr, welches für die unterirdische Verlegung geeignet ist, hat außerdem eine Wurzeleinwachssperre und einen Verschluss gegen eindringende Erdpartikel.  Ich empfehle das Tropfrohr UniTechline von Netafim (die Firma ist bei den meisten Privatkunden so gut wie unbekannt, ist aber einer der weltweit größten Hersteller von Tropfbewässerungssystemen für den Erwerbsanbau). Dieses Rohr ist für die Ober- und unterirische Verlegung geeignet, extrem robust und lange haltbar. Das Rohr und viel Zubehör findet Ihr auf unserer Webseite: https://biogartenversand.de/tropfbewaesserung/

Gärtnerische Grüße aus Jeebel

Nico

Also habe ich dann da mal gesucht... und gegoogelt.

Und dann bin ich über den hier gestolpert: Charles Dowding. Englischer Gärtner, der nicht umgräbt, mit viel Kompost arbeitet und ziemlich beeindruckende Ergebnisse erzielt. OK, die ganzen Kompostfritzen schauen immer, dass es schön heiß im Kompost wird. Ich achte da eher drauf, dass es kalt und kühl bleibt. Rohkost eben. Da bleiben natürlich viele Samen erhalten und ich muss öfters mal die ganzen Tomaten entfernen, die aus den Samen der Tomaten aufkommen, die im letzten Jahr auf dem Kompost landeten. Aber ich will eben rohen Kompost, keinen Kochkostkompost. Aber natürlich kann man sich auch ier viel rausziehen und am Ende gab mir dieses Video den letzten Impuls, wie ich es machen möchte:

Hier spricht er mir in vielen Aspekten aus der Seele.

1. Ich liebe es, mit der Gießkanne zu bewässern. Man ist draussen, man ist immer im Garten, sieht, was vor sich geht, kann die Pflanzen genau betrachten, ist im Kontakt, man kann genau schauen, wer braucht mehr, wer braucht weniger... es ist einfach eine runde Sache.

2. Bewässerungssysteme sind oft teuer und man weiß nie, wie lange der Kram funktioniert.

Also was tun? Hm ... na ja, was genau ist denn das Zeitraubenste am Bewässern? Ganz einfach: die langen Wege von den IBC-Tanks zu den Beeten (letztens habe ich IPC-Tanks geschrieben, heisst aber richtig IBC-Tanks.). Der Garten ist ja groß und man läuft sich einen Wolf, wenn man da alles gießen will. Lösung? Ganz einfach: Wassertonnen im Garten verteilen! Gesagt, getan. Heute in den Baumarkt gefahren und drei Regenwassertonnen a 350 Liter besorgt, an den Ecken des Gartens verteilt und mit Wasser befüllt. Fertig.

Jetzt geht das alles sehr viel einfacher und schneller und ich habe weiterhin die Vorteile der händischen Bewässerung. Das Wasser für die Tomaten kommt aus der Leitung, weil Tomaten es etwas mineralisiert mögen, der Rest wird einfach mittels Pumpe aus den IBC-Tanks, die das Regenwasser fangen, in die neuen Wassertonnen gepumpt. Dann das Wasser etwas abstehen lassen, anwärmen in der Sonne schadet auch nicht, dann Kanne rein und schon kann man gießen, ohne dass man das Wasser erst weit schleppen muss.

Manchmal muss man einfach mal einfach denken.

Ansonsten finde ich den Charles Dowding echt irgendwie skurril witzig. Und der hat wirklich gute Ideen! Ich habe ja auch Beete angelegt und hätte mir da viel Arbeit sparen können, wenn ich den eher entdeckt hätte. Der hat das ja sehr viel einfacher alles gemacht. Einfach Kasten bauen, Humus drauf und die Erde drunter nicht anfassen. Ich habe das ja noch alles ausgehoben. Na ja..

Auch arbeitet der den Humus nicht ein, sondern bringt ihn auf die Beete und fertig. Ich habe das immer noch eingearbeitet. War vielleicht auch unnötig, aber gut, man ist als Laie immern nur so effektiv und schlau wie die Infos, die man so hat. Aber Youtube ist da schon eine Informationsquelle ohne Ende...

Das ist auch ne krasse Story: www.youtube.com/watch?v=w7vr-GlzuZs

Das zeigt mal wieder, wie wir als Menschen immer wieder die natürlichen Lebensgrundlagen, in dem Fall Pferdedung als ganz natürlichen Dünger, in das Gegenteil verkehren. Man muss plötzlich Angst davor haben, weil es verseucht sein könnte und genau das Gegenteil von dem bewirkt, was es im natürlichen Kontext bewirkt.

Genau das ist ja eigentlich das, was man satanisch nennt: die Umkehr der natürlichen Ordnung. Ich hatte ja schon öfters das Beispiel der Großmütter, die ihre Enkel mit "dem Besten" verwöhnen. Im natürlichen Kontext führt das dann zur Gesundheit der Kinder, im Kontext einer satanischen / verdrehten Welt führt es dann zu Karies und Fettsucht, weil das Beste nun nicht mehr die reifsten Früchte, die nahrhaftesten Stücke, oder die Märchen uns Sagen der eigenen Kultur ist, sondern Bonbons, Schokolade und hirnaufweichende Trickfilme.

Satanisch = verdreht.

Das Gute, Schöne und Wahre wird ins Gegenteil verkehrt. Und es wird immer weiter gemacht. Wie die Dummen...

Symbolisch wird das ja mit dem Pentagramm dargestellt. Ursprünglich ein Symbol zur Abwehr des Bösen:

In mittelalterlicher und nachmittelalterlicher Zeit galt das Pentagramm als Bannzeichen gegen das Böse sowie als Zauber- und Abwehrzeichen gegen Dämonen. Der Name Drudenfuß wird zum einen damit erklärt, dass das Zeichen als Schutzzeichen gegen nächtliche Spukgeister, die Druden, angesehen wurde. Es gab aber auch den Glauben, dass Druden selbst einen vogelartigen Fußabdruck hinterlassen, der in etwa dem Pentagramm gleicht.

In Goethes Faust I (Vers 1395 f.) hindert das Zeichen den Teufel Mephistopheles daran, Fausts Studierzimmer zu verlassen:

Mephistopheles: „Gesteh’ ich’s nur! daß ich hinausspaziere / Verbietet mir ein kleines Hinderniß, / Der Drudenfuß auf eurer Schwelle.“

Faust: „Das Pentagramma macht dir Pein?“

de.wikipedia.org/wiki/Pentagramm

Und wenn man es umdreht, wird es ja als satanisches Symbol verwendet:

Seit dem französischen Okkultisten Éliphas Lévi wird insbesondere das „umgekehrte“ Pentagramm/Pentakel mit Okkultismus und Satanismus in Verbindung gebracht. In Lévis Dogme et rituel de la haute magie aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wird es als „Zeichen der Ziege des Sabbaths“ bezeichnet, wobei die Zacken jeweils für die Hörner, die Ohren und den Bart der Ziege stehen. Umgekehrt wurde das auf zwei Spitzen stehende Pentagramm mit Jesus Christus identifiziert

Na ja, und genau das ist es ja, was man heute überall findet: die Umkehrung des ursprünglich Guten, Schönen und Wahren ins Gegenteil.

Und das betrifft mittlerweile alle Bereiche, auch die Gärtnerei. Aus ursprünglich wertvollen und lebensfördernden Pferdemist wird nun etwas Lebensfeindliches. Und man weiß nie, ob man sowas erwischt... was wieder zum Misstrauen führt. Kann man dem ursprünglich Guten und Wahren noch vertrauen?

Mir ist zuletzt mal der Gedanke gekommen, ob diese Welt nicht einen gigantischen Exorzismus bräuchte, um die ganzen bösen Geister wieder loszuwerden, die sich hier eingenistet haben. An den höchsten Stellen und Machtpositionen zumeist. Aber auch im Kleinen...

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