Knabberschutz

05.04.2019 00:20

Im Herbst 2017 hatte ich einige Sträucher gepflanzt, die ich dann im Frühjahr ohne Wurzeln aus der Erde ziehen konnte, weil die Wühlmaus dieselbigen abgeknabbert hat. Nun haben wir heute an den gleichen Stellen wieder Sträcuher gepflanzt, nur dass wir diesmal einen Wühlmausschutz "eingebaut" haben. Die Gänge der Wühlmaus waren noch da, aber ich glaube nicht, dass sie noch aktiv sind. Wühlmäuse können keinen offenen Gänge leiden und machen die recht fix wieder zu. Und ich habe bisher, vor allem auf der Wiese, die an unser Grundstück anschliesst, nur offene Löcher gesehen. kann sein, dass die Katzen und Raubvögel da recht erfolgreich waren. Weil Wühlmäuse eigentlich keinen Winterschlaf halten.

Schauen wir mal, es scheint auch so, dass an der Grundstücksgrenze alle Bäume und Sträucher unbeschadet den Winter überlebt haben, aber das zeigt sich erst, wenn sie voll ausgetrieben haben.

Jedenfalls haben wir die Neupflanzungen nun mit einem Wühlmausdraht gesichert.

1. Und so sieht das aus. Einfach einen Korb aus Maschendraht entsprechender Größe basteln und das Pflanzloch damit auskleiden. Das sollte dann aber richtig groß sein, damit die Wurzeln Platz haben. Sträucher haben nicht ganz so dicke Wurzeln wie Bäume und sie gehen dann auch gut durch und zum Teil biegen die sich dann auch den Draht zurecht.

Ideal ist es nicht, aber irgendwie muss man sich da helfen und ich will lieber erstmal passiven Schutz nehmen, statt in den Krieg mit den Wühlmäusen zu treten. Sowas kann ja schnell mal ausarten...

2. Und so sieht das dann fertig eingepflanzt aus. Hier ein Haselstrauch. Schauen wir mal... Vielleicht wäre es auch garnicht notwendig gewesen, aber gut, es ist schon schade, wenn man das Geld ausgibt und dann ist es hin.

Solche Wühlmauskörbe gibts sogar schon fertig zu kaufen, aber wir haben den gleichmal selber gebastelt. Geht ja recht fix.

3. Dann abschließend noch etwas Mulch, hier Holzschnitt und dann kann sich das Leben entfalten. Diesmal im geschützen Rahmen..lol...aber die Wurzeln lassen sich davon eh nicht aufhalten.

4. Wir haben auch nur die drei Stellen geschützt, wo die Pflanzen damals abgefressen wurden. Weiter vorne haben wir alle Sträucher quasi nackig eingepflanzt. Da hatten wir ja nie Probleme und auch keinen Gang entdeckt.

5. Die Pflanzlöcher werden noch mit etwas reifem Kompost, hier ehemaliger Pferdemist, der wieder zu Erde wurde, angereichert. 

6. Und hier ist aus den damals gehäckselten Fichtenästen auch wieder Humus geworden, aber Nadelholz macht keinen "schönen" Humus. Sondern eher so Mull. Aber auch das kann man nutzen und zwar für Blaubeeren. Die mögenes ja eher sauer und sind kalkfliehend. Also musste ich warten, bis der Haufen wieder Erde wurde, weil ich keine Lust hatte, extra da Rhododentronerde zu kaufen. Also einfach gewartet und siehe da, jetzt kanns losgehen mit den Heidelbeeren. Vielleicht erstmal mit welchen in Kübeln starten. Aber immer Schritt für Schritt. Das findet sich schon alles.

7. Pfirsich - aus einem Kern gezogen. Hatte im vergangenen Jahr das erste Mal Früchte, die super waren. Ich gebe zu, ich liebe Pfirsiche!!! Deswegen wollen wir noch zwei Bäume setzten.

8. Und zwar hinterm Gewächshaus. Dort ist es geschützt und irgendwelche Kulturen machen da keinen Sinn mehr. ich hatte ja dort 2017 Beete angelegt und das erste Mal Melonen angebaut. Und dann haben wir 2018 das Gewächshaus gebaut und das erste beet zum Nachbarn hin quasi "aufgegeben", weil das Gewächshaus natürlich nicht bis direkt an die Grundstücksgrenze gebaut werden konnte.

2018 hatten wir dann dort Physalis, aber das war auch ein Theater, die dann zu gießen und ach... jetzt setzen wir da Sträucher und noch drei Fruchtbäume und wenn mein Nachbar will, kann er das, was da eventuell irgendwann mal drüber wächst, entweder abschneiden oder die Früchte haben.

So aber ist das gerade etwas eine tote Ecke und jetzt hatte ich schon zwei Felsenbirnen gepflanzt. Sonne kommt ja hin...

Na schauen wir mal...

8. Was ich sehr nützlich finde: ein Thermometer, dass sowohl die Höchst- als auch die Tiefstwerte "speichert". Super nützlich um zu schauen, wie warm und wie kalt es gerade in der Übergangszeit im Frühjahr ist. Weil: Tomatenpflänzchen und andere Vorzuchten mögen keine zu tiefe Temperaturen und man kann so auch die Entwicklung im Auge behalten. Also entweder nachts reinstellen, wenn die Nächte noch zu kalt sind (Tomaten sind mehr als beleidigt, wenn es unter 5°C wird), oder, das andere Extrem, eben Lüften, wenn es zu heiß wird.

Wie gesagt, finde das Ding sehr nützlich.

So, morgen gehts weiter... im März hatte es gut geregnet, die Erde ist jetzt "wie Butter". Also da habe ich schon anderes erlebt.. lol.

P.S. mir fehlt gerade etwas die Muße, die Beiträge Korrektur zu lesen, sollten sich Rechtschreibfehler einschleichen, was ja immer mal passiert, dann liegts daran, dass ich abends einfach zu müde bin, da noch 30 Minuten Korrektur zu lesen. Ich bin eh froh, dass ich dazu komme, Artikel zu schreiben.

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