Kopfkratzen

28.03.2020 19:24

In China ist man ja mit der Coronakrise durch. Wuhan hat die Coronamaßnahmen beendet und die Fallzahlen sind wohl mittlerweile so niedrig, dass sie sich in der Statistik nicht mehr wirklich niederschlagen.

www.youtube.com/watch?v=WRXOJEgVOLs

Die Daten für China:

81.408 Fälle.

3.295 Tote.

~75.000 Recovered. Also Krankheit überstanden.

Die Chinesen haben schon heftig reagiert und die Menschen eben regelrecht eingesperrt. Und nach acht Wochen war das anscheinend durch.

Im Rest der Welt ist man noch mitten drin in der Pandemie.

Ganz heftig anhand der reinen Zahlen: Italien und Spanien. Da sterben im Verhältnis die meisten Menschen an Corona.

Wobei man das ja eben auch hinterfragen kann, wie genau diese Zahlen zustande kommen. Aber nehmen wir mal an, es stimmt.

Jetzt gibt es ja immer mehr Stimmen, die sagen, die Maßnahmen sind übertrieben, es killt die Wirtschaft, die Therapie ist schlimmer als die Krankheit. Dazu gehören namhafte Wissenschaftler und Forscher. Übriges, den Wodarg behandelt man gerade so:

Der Vorstand von Transparency Deutschland hat beschlossen, die Vereinsmitgliedschaft von Wolfgang Wodarg gemäß § 6 der Satzung vorläufig ruhen zu lassen. Das bedeutet unter anderem, dass Wolfgang Wodarg vorerst keine Funktionen im Vorstand oder als Leiter der Arbeitsgruppe Gesundheit mehr ausüben kann. Der Vorstand wird ein unabhängiges Gremium beauftragen, sich mit den Äußerungen von Wolfgang Wodarg zum Corona-Virus auf zum Teil antidemokratischen und verschwörungstheoretischen Plattformen zu befassen und aufzuarbeiten, ob sein Verhalten die Interessen von Transparency Deutschland verletzt hat. Nach Vorliegen des Gutachtens wird der Vorstand über weitere Schritte entscheiden.

www.transparency.de/aktuelles/detail/article/in-eigener-sache-vorstand-beschliesst-ruhen-der-mitgliedschaft-von-wolfgang-wodarg-1/

Ich habe denen eine klare Email geschrieben. Ich finde das eine absolute Frechheit, sich so aufzuführen, dann aber etwas von Demokratie zu schwafeln.

Aber in der Krise erkennt man den Charakter.

Aber macht euch klar, wie man in diesem Land Menschen mit einer abweichenden Meinung behandelt. Und wer hier die echten Anti-Demokraten sind.

Viele sagen nun, diese Krankheit ist nicht so gefährlich, wie man uns glauben machen will. Wenn man genauer hinschaut, dann sieht man, dass die Daten zum Teil eben wirklich recht schwummrig zustande kommen und somit eine wirkliche Betrachtung garnicht zulassen, weil eben massiv verzerrt.

Aber die Bevölkerung wird anscheinend langsam unruhig und fängt an zufragen, ob das nun alles sein muss. Und schon wird der nächste Horror inszeniert:

Zum Verlauf der Epidemie vergleicht das Ministerium drei Szenarien. Das „Worst Case“-Szenario geht davon aus, das sich die Verdopplungszeit der Infiziertenzahl von anfangs 3 Tagen bis Mitte April auf 6 Tage und bis Ende April auf 9 Tage verlängert (aktuell liegt sie bei knapp 5 Tagen). In diesem Fall würden bis Ende Mai etwa 70 Prozent der Bevölkerung infiziert gewesen sein. Bis zu 350.000 Menschen würden gleichzeitig intensivmedizinische Versorgung benötigen – was angesichts der vorhandenen Kapazitäten bedeuten würde, dass 85 Prozent derjenigen, die sie brauchen, abgewiesen werden müssten.

taz.de/Strategiepapier-des-Innenministeriums/!5675014/

Ist das überhaupt realistisch anhand der vorliegenden Daten?

In den Nachdenkseiten hat sich ein Statistiker sehr kritisch geäussert:

Ich habe mir diese Meldung natürlich auch angeschaut. Meines Erachtens ist das gesamte verwendete Simulationsmodell unschlüssig und dann hat man auch noch in der Meldung davon gesprochen, dass zwei Prozent der Infizierten intensivmedizinisch betreut werden müssten. Als Grafik und bei den Berechnungen erschien aber der Fall mit sechs Prozent, ohne dass vorher davon die Rede war. Das war selbst für mich als geübten Statistiker nicht erkennbar. Ich möchte da keine böse Absicht unterstellen, aber das ist natürlich ein katastrophales Vorgehen. Dann hat man sich korrigiert und dies als wörtlich „aktualisierte Version mit angepassten Modellparametern“ bezeichnet, anstatt den Fehler einzuräumen. Kein Journalist konnte daraus schnell den Fehler vom Vortag erkennen. Und so wird die bedrohliche Zahl in einigen Köpfen weiter wirken.

www.nachdenkseiten.de/?p=59617

Man muss hier fragen: bläht man diese Coronagrippe medial-politisch auf? Ist das alles noch wirklich seriös? Wieso steckt man das der Presse durch? Zu welchem Zweck?

In den Köpfen der Menschen entstehen ja nun massive Vorstellungen anhand dieser Zahlen.

In diesem Szenario würden innerhalb von zwei Monaten knapp 1,2 Millionen Menschen durch das Corona-Virus sterben. Das Innenministerium geht dabei aufgrund von Hochrechnungen aus anderen Ländern von einer Sterblichkeitsrate von 1,2 Prozent aus, sofern eine ausreichende Krankenhausversorgung gewährleistet ist; Zu Zeiten, in denen die Kapazitäten nicht ausreichen, wird eine Sterblichkeit von 2 Prozent angenommen. Diese Werte sind deutlich höher als in einem Szenario des Robert-Koch-Instituts vom 20. März: Dies ging von einer Sterblichkeit von 0,56 Prozent aus (...).

Da wird jetzt von der Politik selber Panik verbreitet. Da macht man Stretegiepapiere und arbeitet da mit solchen Szenarien, steckt das der Presse durch, die sich erwartungsgemäß auf diese Zahlen stürzen und schon entfacht man noch mehr Angst und Panik.

Wieso macht man das?

Dazu wieder Kritik von den Nachdenkseiten:

Man kann Sterblichkeit unterschiedlich definieren. Eine übliche Definition ist Anzahl der Toten auf 100.000 Einwohner. Aber das ist in der jetzigen Diskussion nicht gemeint. Hier geht es um die Frage, wie viele der mit Corona erkrankten Menschen sterben. Nun wissen wir aber nicht, wie viele Menschen überhaupt krank sind. Daher gibt es in der Medizinstatistik die Größe der Letalität, die berücksichtigt, dass wir die Zahl der Infizierten aus der Zahl der bekannt infizierten schätzen müssen. Dadurch ist die Letalität eine von der eigenen Schätzung abhängige, ungenaue Größe. Genauer wird es rechnerisch, wenn man nur die bekannt positiv Infizierten berücksichtigt, meist als Mortalitätsrate bezeichnet. Damit wird die Sterblichkeit an der Krankheit aber deutlich überschätzt, um wie viel ist aber unbekannt. Wir haben also ein Begriffswirrwarr, das sich letztlich damit erklärt, dass wir immer wieder von Infizierten anstatt von positiv Getesteten reden. Im Gedächtnis bleiben davon die hohen Zahlen, etwa die von der WHO genannte Mortalitätsrate von 3,4%. Und das erzeugt Angst.

Muss man sich klar machern.. man hantiert hier im Grunde mit Begriffen, Zahlen, Rechenmodellen... und am Ende erzeugt man damit nur eines: Angst. Nicht Aufklärung. Angst!

Man müsste mal schauen, wie der Bedarf an Klopapier anstieg, nachdem die Meldung rumging... ob es da Korrelationen gab. Da wurde es bestimmt wieder vielen Menschen sehr kackerich.

Aber ist das alles wirklich seriös? Wissenschaftlich fundiert? Abgesichert. Haltbar? Anscheinend nicht - wieso steckt man es dann aber der Presse durch? Gesundheitsstatistiker Bosbach:

Meine Bitte, weit über Corona hinaus, ist, dass man sich klarmachen muss, wie so eine Prozentzahl überhaupt definiert ist und sich dann den Zähler und den Nenner genau anschaut. Was davon kennen wir wirklich? In welche Richtung wird die Prozentzahl durch eine Schätzung beeinflusst? Bei Corona heißt das beim Nenner: Steht dort die Anzahl der Infizierten oder die Anzahl der positiv Getesteten? Im Zähler gibt es auch Unsicherheiten, beispielsweise Infizierte, die noch an Corona sterben werden. Im Nenner mitgezählt als infiziert, aber im Zähler nicht dabei.

Also alles im Grunde recht unseriös und ungenau auch. Es gibt aber noch ein zweites Szenario:

In einem als „Dehnung“ bezeichneten Szenario wird davon ausgegangen, dass die Verdopplungszeit der Infiziertenzahl durch schärfere Maßnahmen zur Verringerung physischer Kontakte schon bis Anfang April auf 6 Tage und bis Mitte April auf 9 Tage steigt. In diesem Fall würden nur etwa 20 Prozent der Bevölkerung infiziert. Der Bedarf an Intensivbetten würde dabei die Kapazität nur geringfügig überschreiten, so dass nur 16 Prozent der Patienten abgewiesen werden müssten. In diesem Szenario würden nur etwa 220.000 Menschen sterben. Allerdings müsste der Ausnahmezustand mit weitgehenden Kontaktbeschränkungen dabei rund 7 Monate andauern.

Na ja, aber auch da: wie seriös sind denn solche Szenarien?

Halten wir es mal fest: es gibt zwei Horrorszenarien. Wie genau die zustande kommen.. man weiß es nicht. Anscheinend gibts da Kritik von Fachleuten.

Und dann gibts noch ein drittes Szenario:

Das dritte Szenario trägt den Namen „Hammer and Dance“ (...) Dieses geht davon aus, dass zusätzlich zur Verlängerung der Verdopplungszeit anschließend die Ausbreitung des Virus durch umfangreiches Testen und Isolieren von Infizierten stark verringert werden kann. Dadurch sinkt die Zahl der Infizierten auf insgesamt rund 1 Million und die der Toten auf 12.000.

Also zweimal Horror und Schrecken und einmal ein annehmbares Szenario, wenn man testet und isoliert.

Aber jetzt kommts:

Zum Ermitteln von Personen, die mit einem Infizierten in Kontakt waren, will das Innenministerium auch Handy-Daten nutzen: „Um das Testen schneller und effizienter zu machen, ist längerfristig der Einsatz von Big Data und Location Tracking unumgänglich.“

Lasse ich einfach so stehen. Vielleicht noch:

Das Ende ist nah – wer Augen hat zu sehen, der sehe!

Und jetzt der nächste Peitschehieb, der die Menschen in die richtige Richtung lenken soll:

Neben den gesundheitlichen Folgen warnt das Innenministerium zudem in drastischen Worten vor den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen. Im günstigsten Fall einer schnellen Eindämmung und Kontrolle der weiteren Ausbreitung würde das Bruttoinlandsprodukt nur um 4 Prozent sinken. Im schlimmsten Fall sei ein Einbruch um 32 Prozent denkbar. Was das bedeuten könnte, umschreibt das Papier so: „Es droht, dass dies die Gemeinschaft in einen völlig anderen Grundzustand bis hin zur Anarchie verändert.“

Und um das nun zu verhindern, braucht es Tests und vor allem den "Einsatz von Big Data und Location Tracking".

:-D

So werden die Schafe gelenkt. Genau so. Ein Lehrbuchbeispiel. Man verfasst eine Schrift, die man als offiziell deklariert, schreibt darin etwas, was im Grunde so nicht haltbar ist, steckt das aber der Presse durch, die bringt unters Volk. Das kriegt zwei, drei Alternativen präsentiert. Zweimal Horror, einemal ganz Ok, aber das ganz OK benötigt zufälligerweise reine Stasimethoden.. aber, wer will schon die Verantwortung für Millionen Tote und anarchische Zustände übernehmen?

Und die Kritiker, wie der Gesundheitsstatistiker Gerd Bosbach erreichen nur Minderheiten.

Das ist alles nur noch Fake, Verarsche, Massenmanipulation.

Der Bosbach nochmal:

Meine zweite Schlussfolgerung ist, dass wir dafür sorgen müssten, dass die Medien nicht über die Kraft von Bildern Emotionen erzeugen, die unser Urteil beeinflussen. Wenn man Bilder von Särgen und Sterbeabteilungen aus Italien gezeigt bekommt oder Bilder absolut leerer Regale, dann übersteigen deren Wirkungen auch genannte Fakten. Wenn wir mit der Lupe nur einen kleinen Teil des Ganzen herauspicken, verlieren wir den Überblick. Aber das ist wohl nur ein Traum von der aufgeklärten Gesellschaft mit aufklärerischen Medien.

Die Aufgaben der Medien ist heute eine ganz andere.

Bei nicht so dringlichen Fragen rate ich zu einer möglichst breiten Debatte über die Annahmen und zu Berechnungen mit verschiedenen Annahmen, sogenannten Szenarien.

Tja, den Wodarg hat man schon gegrillt.. die Möllig auch. Soviel zum Thema "breite Debatte".

Bei eiligen Fragen müssten eigentlich überwiegend Wissenschaftler zu Rate gezogen werden, die sich in der Vergangenheit bewährt haben. Genau das ist jedoch der Punkt, an dem ich Kritik äußern möchte. Man nimmt oft genau die Leute, die sich in der Vergangenheit geirrt haben und von denen man zum Teil auch weiß, dass sie interessengeleitet sind. Das Robert Koch-Institut ist damals bei der Schweinegrippe schon negativ aufgefallen.

(...)

Hier muss die Sauberkeit der beratenden Institutionen überprüft und als Entscheidungsgrundlage genommen werden. „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“, weiß ja schon der Volksmund. Damit meine ich nicht selbst eingestandene Irrtümer. Das passiert allen, aber dann bitte ehrlich.

Auch hier wieder: das ist eigentlich unlogisch, dass man die Leute wieder hernimmt, die sich schon mal geirrt haben (haben sie das?) und interessengeleitet sind.

Es wird erst wieder logisch, wenn man andere Motive unterstellt, nämlich dass man wieder irgendwas beabsichtigt, was eben NICHT mit der reinen Wissenschaft herleitbar ist.

Einfach finanzielle Interessen.

Und man muss sich wirklich mal fragen, wem man da noch vertrauen kann. Das ist doch alles mittlerweile irgendwie unseriös, halbgar, interessengeleitet... das ist doch keine seriöse Bewertung mehr.

Dies ist eine grundsätzliche Forderung von mir an die Politik, im Nachhinein zu prüfen, ob die gewählten Experten etwas Sinniges oder halt Unsinn erzählt haben. Im Zusammenhang mit Corona ist mir die Spitze des Robert Koch-Instituts schon früh aufgefallen.

Die sind aber immernoch Top of the Pops. Warum wohl?

Solchen Wissenschaftlern würde ich gerne Kamera oder Mikrofon entziehen. Da wird das Institut fähigere Menschen haben.

Das macht man aber nur mit denen, die eine andere Ansicht haben.

Ansonsten ging das heute bei Facebook rum:

Absolut sehenswert! Schweinegrippe 2009.

Übrigens gabs damals schon den Meinungsstreit zwischen Wodarg und Drosten.

www.youtube.com/watch?v=La9qJ9qxN-M

Und woher kam das damals alles?

Von der WHO.

Da ist nichts mehr unabhängig, bodenständig, seriös, wissenschaftlich seriös erfroscht und ausgearbeitet. Und der Wodarg hatte damals schon Recht, Drosten hat damals schon Panik gemacht. Der eine, der es richtig eingeschätzt hatte, wird heute gegrillt, der andere sitzt weiter als King of Fools in der ersten Reihe.

Ich sags ja immer wieder: am Ende wird diese Gesellschaft am Misstrauen eingehen. Unweigerlich. Die Profit- und Machtinteressen zwingen zum Lug- und zum Betrug, zur subtilen Manipulation, zwingen die Menschen, den Weg zu gehen, der eben mehr Profite und mehr Macht bringt und das ist eben oft nicht der der absoluten Ehrlichkeit und Sachlichkeit.

Und so wächst das Misstrauen immer mehr an... bis zu einem Punkt, wo das Ganze eben zerbricht.

Dann gibts wirklich mal ernste Geschichten und die Menschen wenden sich nur noch ab.. "Da, die kommen schon wieder mit ihren Storys!".

Ich finde das alles nur noch schlimm.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

P.S. Wer den Blog unterstützen möchte, der darf das gerne tun! :-)

Ich freu mich über jeden Beitrag!

Überweisung:

Matthias Brautschek

SPARDA Bank Berlin e.G.

IBAN: DE 10 1209 6597 0003 8009 19

BIC: GENODEF 1S 10

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

—————

Zurück