Krise als Chance

17.03.2018 18:27

Krisen gibt es im Leben immer wieder und immer und wenn eine Krise hochpoppt, hat man die Wahl, daran zu zerbrechen oder daran zu wachsen. Bei den Chinesen ist das Schriftzeichen für Krise, soweit ich weiß, ja das Gleiche wie für Chance.

Bei mir waren es gesundheitliche Krisen, die mich zur Rohkost brachten. Vor allem diese blöden Kieferhöhlengeschichten haben mich massiv zum Umdenken angeregt. Und seitdem ist es ja auch auf Nimmerwiedersehen verschwunden. An Krisen kann man also immer auch wachsen, was lernen, sich etwas bewusst werden.

Was mir aber wirklich gerade Angst macht ist der Umstand, dass es immernoch so viele Menschen "schlafen". In fast jeder Hinsicht. Also ich habe im gesundheitlichen Bereich durchstochene Gesichtsknochen gebraucht und Depressionen, um endlich was zu ändern. Und gesellschaftspolitisch hat es eine schwere Krise wie 2014 in der Ukraine gebraucht, um "aufzuwachen", Dinge zu hinterfragen und sich da mal etwas weiter zu bilden und nicht mehr alles zu glauben, was so im Fernsehen und den normalen Medien kommt.

Und wenn schon schwerste Krisen wie damals 2014 und dann die Flüchtlingswelle 2015 mit allen Folgen nicht ausreichen, oder massenhafte Krebserkrankungen, Herzinfarkte usw usw... nicht ausreichen, dass die Menschen anfangen, in vieler Hinsicht etwas am verursachenden Lebensstil zu ändern, welche Krisen braucht es dann noch?

Wie schwer müssen diese Krisen noch werden?

Für mich hat es 2014 gereicht um zu erkennen: die verarschen uns doch! Und das hat sich seitdem ja immer wieder gezeigt, dass vieles nur Lüge ist. Und einige Kieferhöhlenentzündungen, um zu erkennen, dass ich hier irgendwie auch verarscht werde!

Aber die Masse lebt ja trotz dieser Krisen immer so schön weiter. Und das heisst einfach, dass da mit noch schwereren Krisen gerechnet werden muss, damit die Menschen aufwachen, oder aber sie kommen, was nicht zu erwarten ist, aus reiner Einsicht zur Besinnung. Wenn es aber so weitergeht, in jeder Hinsicht, kann es nur schlimmer werden. Hier stimmte ich dem Hans Joachim Maaz vollkommen zu.

Es ist schon komisch. Als ich angefangen habe, den Blog zu schreiben, wollte ich eigentlich nur die Rohkost etwas promoten. Hilfen geben, Tipps, Erfahrungen vermitteln, motivieren, sowas...

Gleichzeitig hat mir die Rohkost einen fundamental anderen Blick auf die Gesellschaft ermöglicht. Man ist ja durch die veränderte, fundamental veränderte Ernährungsform doch irgendwie "außen vor" und doch mitten drin.

Ich habe damals als junger Rohköstler Naturschutz und Landschaftsplanung studiert und es war für mich folgerichtig: die Rohkost heilt Körper und Geist, wenn man es irgendwie richtig hinkriegt, und Naturschutz ist dann die Heilung der Welt.

Aber so einfach war das ja nicht. Zur Heilung sowohl des Körpers / Geistes gehört mehr als nur roh essen, wenngleich das eine extrem starke Basis ist. Und um die Welt zu retten, braucht es mehr, als "Naturschutz".

Und so habe ich irgendwie angefangen zu wühlen, zu buddeln, zu kramen, habe versucht, das System zu verstehen (was ich als den ultimativen Naturschutz ansehe), habe mich mit anderen Dingen beschäftigt. Politik, Psychologie, Kindererziehung, Gartenbau, Sport, Geldsystem, Schulsystem und wie das alles zusammenhängt ... es ging darum, die Zerstörung zu verstehen, das krank Machende, das Destruktive, dass was in mir wirkt, aber auch in allen anderen und das entweder aubauend ist, oder eben destruktiv. Je nach dem.

Im Grunde ein ewiges Studium des Lebens, wenn man so will. Und der Versuch, das was ich da an Erkenntnissen hatte, auch anzuwenden und anderen zu vermitteln, damit die ihr Leben anders gestalten können, sodenn sie es denn wollen.

Na ja, viel erreicht habe ich da sicherlich nicht! lol

Aber immerhin habe ich es mal aufgeschrieben und jeder der will, kann sich da vielleicht was rausziehen.

Im Endeffekt gehts immernoch darum, die Natur zu bewahren, die lebendige Ordnung, die biologische Umwelt. Es geht mir immernoch um Frösche, Vögel, Laufkäfer, xylobionte Käfer, Schwebfliegen, Wildbienen, alte Kultursorten und Trockenrasen. Und je mehr Menschen roh leben, je mehr Menschen das System verstehen, je mehr Menschen einfach angestoßen werden, sich alternativ und freier zu bewegen und in andere Bahnen zu denken, desto besser. Die werden dann das "neue Leben" sein. Wie es Maaz ineinigen Vorträgen nannte. Das gesündere Leben.

Je mehr Menschen wieder dahin kommen, sich selber zu vertrauen, sich eine eigene Meinung zu bilden und dazu zu stehen, je mehr dazu kommen, wieder Gärten anzulegen und ihre Kinder nicht als Objekte wahrzunehmen, je mehr wieder dazu kommen, dass Energie freier fliesst, desto besser. Das wird sich dann auch im Außen manifestieren. Und je mehr dazu kommen, roh zu leben und den Körper von den Molekülen zu befreien, die da nicht hingehören, desto sauberer wird eben dann auch die Welt im Außen sein.

Ich habe ja schon mal geschrieben, das wir in einer Wendezeit leben, wo scheinbar vieles schlimmer wird. Wo alte, gewohnte und nicht in Frage gestellte Strukturen plötzlich auf - und wegbrechen. Wo vieles ans Licht kommt, bewusst wird.

Apropos wegbrechen... mein Laptop fällt auch zunehmend auseinander! :-D

Wie auch immer... es darf Frühling werden!!!

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