Lebensmittelpreise

21.11.2018 13:46

Gestern habe ich seit langem mal wieder einen ORKOS-Katalog zugeschickt bekommen. Früher habe ich da ja oft bestellt, aber irgendwann, es muss so 2014 gewesen sein, haben die mir mal alte Nüsse verkauft und seitdem war ich tödlich beleidigt, weil mir klar wurde, dass das wahrscheinlich schon in der Vergangenheit der Fall war.

Ich finde es ja OK, wenn man das olle Zeug irgendwie loswerden will, aber dann bitte mit Rabatt und mit entsprechender Info. Ich hielt es damals für eine bodenlose Frechheit, dass ich Nüsse bekam, die schon zwei oder sogar drei Jahre alt waren. Ich hatte mich beschwert und die Qualitätskontrolle bestätigte dann diese meine Eindrücke.

Seitdem war der Ofen aus und die Liebe mehr als erkaltet.

Irgendwann kam dann auch kein Katalog mehr mit der Post.

Bis gestern.

Ich habe da mal geschaut und dachte: oh wow.. Haselnüsse im Angebot! Garnicht schlecht. Preise wie im Bioladen. Ich hatte ja für 500g Davert-Haselnusskerne in Magdeburg 10,50€ und für die von Denree 9,50€ bezahlt. Bei Orkos kosten die 500g-Packung 11,10€ und ab 2kg 9,95€. Also normale Preise irgendwo.

Ich habe dann noch ein bisschen durch den Katalog geblättert und wäre fast vom Stuhl gefallen!!!

Also das sind ja wirklich stolze Preise, die Orkos da nimmt! Selbst für einheimische Sachen. Tomaten 8,65€/kg, Yacon 9,75€/kg, Äpfel um die 5,00€/kg. Also wenn ich diese Preise ansetze, dann habe ich ja echte Schätze im Garten!

Dann Cherimoyas 7,60€/kg. Und auch die anderen Landesfrüchte und Gemüse haben stolze Preise.

Aber so richtig "fettig" wird es, wenn man dann bei den Exoten schaut.

Also ich frage mich wirklich: wer kauft das? Wer geht da arbeiten und bezahlt 13,55€/kg für ein paar Avocados? Oder 7,35€/kg für Kanarische Bananen?

Klar, Angebot und Nachfrage und offensichtlich gibt es noch genug Menschen, die da ihre Brieftasche aufmachen und das dann ausgeben. Nur zu!

Wenn man es mal durchrechnet, dann ist es wahrscheinlich günstiger, diese Preise NICHT zu bezahlen, das Geld zu sparen und zweimal im Jahr nach Spanien oder Thailand zu fliegen und dort dann die Landespreise zu bezahlen.

Heute kosten Flüge nach Spanien und Thailand ja kein Geld mehr, schließlich werden die Arbeiter und Angestellten der Billiglinien bis aufs Blut ausgequetscht und mit Hungerlöhnen abgespeist. Wem das also nichts ausmacht, da für sein eigenes Vergnügen auf Kosten einer ausgebeuteten Belegschaft loszufliegen, der kann da richtig sparen. (Muss man sich vorstellen: viele Veganer und Rohköstler jammern laut über das "Tierleid", kümmern sich aber keine Sekunde um die Leute, die da für Lau geknechtet werden, damit billig Durian eingeflogen, oder billig nach Spanien oder Thailand ausgeflogen werden kann!! lol).

Ich hatte mir das mal für Feigen im Bioladen in Graz ausgerechnet. Die kosteten dort unglaubliche 17,90€/kg und waren nicht mal wirklich erstklassig. Ich habe mir dann mal ausgerechnet, wieviele Kilos ich nicht essen muss, um das Geld für eine Fahrt nach Kroatien rauszuhaben.

Es waren nur 5kg!

Also nur 5kg NICHT essen, sondern das Geld dafür sparen und schon hatte ich eine Fahrt nach Kroatien raus, wo Feigen in Hülle und Fülle wachsen. Fährt man zu zweit, sind es nur 2,5kg pro Person. Man verzichtet einfach auf die 2-3kg, legt das Geld zurück und hat dann die Kosten für 2 Personen für die komplette Fahrt von Österreich nach Kroatien raus.

Und dort kann man dann frisch vom Baum fressen und soviel wie man will und noch Kistenweise mitnehmen und trocknen.

Die werden ja auch oft nicht wirklich genutzt, die Bäume. Gerade im ländlichen Raum, da ist die Situation ja so wie hier auch. Und nach Kroatien konnte man mal übers Wochenende fahren. Slowenien war noch näher. Da hätten dann 2kg gereicht.

Erstaunlich finde ich die Preisentwicklung. Ich habe ja noch zu D-Mark-Zeiten das erste Mal bestellt und fand das damals schon teuer, aber noch erschwinglich. Ich erinnere mich an Safupreise von 12,xxDM/kg. Das war OK, zumal der Verdienst damals ja bei mir bei 2.450,00DM im Monat lag. Dann kam der Euro, die Gehälter wurden halbiert und die Preise blieben einfach stehen! Ein gigantischer Raubzug!!! Ich weiß das noch wie heute. Plötzlich, über Nacht, natürlich sogar mit Feierlichkeiten, man braucht ja immer so Zeremonien, damit die Menschen nicht merken, wie sie verarscht werden, hat man den Euro eingeführt. Und dann bin ich mit der neuen Währung in den Supermarkt und, statt dass die Avokados 50Cent kosteten, kosteten sie nun 1€. WTF. Und auch die ganzen Versender haben einfach die D-Mark Preise stehen lassen zum Teil.

Man hat damit den Menschen ganz effektiv das Einkommen halbiert!

Damals gab es ja dann auch den Begriff "Teuro":

Teuro ist ein Kofferwort im deutschen Sprachraum, zusammengesetzt aus teuer und Euro, das umgangssprachlich für die Währung Euro verwendet wird. Da es nach der Euro-Bargeldeinführung am 1. Januar 2002 eine weit verbreitete Wahrnehmung gab, dass sich die Preise von Waren und Dienstleistung deutlich verteuert hätten, manifestierte sich der Begriff unter anderem durch verschiedene Medien.

Erhebungen der gefühlten Inflation zeigten für den gesamten neugeschaffenen Euroraum, aber insbesondere in Deutschland einen sprunghaften Anstieg seit 2001/02, der erst um 2005 langsam wieder abflaute. Demgegenüber stehen zahlreiche Untersuchungen über die reale Preisentwicklung, die zwar teilweise erhebliche Preissteigerungen in der Zeit unmittelbar nach der Euro-Einführung zeigen, aber über längere Zeiträume keine ungewöhnlichen Preissteigerungen feststellen können. Auf den gesamten Euroraum bezogen blieb die Inflation annähernd konstant, in Deutschland und Österreich war sie im Jahr 2002 sogar niedriger als 2001.

de.wikipedia.org/wiki/Teuro#Deutschland

Dann gab es Meldungen, dass das alles nur "gefühlt" sei und es ja alles so nicht wäre...

Meine Mutter hat immer ein Haushaltsbuch geführt. Und da sieht man eben, wie sich das Einkommen zur Preissteigerung verhalten hat. Und der Euro hat das Leben schlichtweg teurer gemacht im Vergleich zu vorher. Ja... sagen dann wieder andere, aber so technische Sachen wie Fernseher usw sind ja heute sehr viel preiswerter. Stimmt! Dafür halten sie aber auch nur einen Bruchteil so lange! Und wer sich heute ein Auto kaufen möchte, muss prozentual sehr viel mehr Geld ausgeben als vor dem Euro, wo man für einen VW Golf 20.000DM, also 10.000€, bezahlt hat, während es heute 35.000€ sind, und das bei nicht besonders stark gestiegenen Einkommen. 

Nun kann man da sagen, die sind jetzt technisch besser, fahrende Computer, sicherer, sauberer (Ironie on), sparsamer und schicker. Stimmt! Aber noch immer kann ich mit einem Auto nicht fliegen, sondern der primäre Nutzen ist, dass ich trockenen Fußes und mit einer externen Motorleistung von A nach B komme. Und da hat sich nichts dran verändert. Es ist nur luxoriöser und teurer geworden.

Dito zu den Lebensmitteln: da liegt ja auch nicht eine Kalorie mehr auf dem Tisch. Ich muss nur einfach mehr Arbeitsleitung einsetzen, um diese Kalorie zu bezahlen.

Im Grunde war es ein Raubzug.

Das bestätigen eben viele "Einzelfälle", wo man eben Einkommen und Ausgaben in Haushaltsbüchern über Jahre dokumentierte und wo man eben sehen konnte, wie plötzlich ein größerer Anteil des Einkommens für "das Leben" ausgegeben wurde.

Im Grunde geht es eben um die Umverteilung von Fleissig nach Reich und die wird eben durch viele Kniffe organisiert.

Die Produktivität liegt ja heute ca. 25% höher als 1995, die Reallöhne sind aber nur um 10% gestiegen. Na ja, so wird Umverteilung organisiert. Verbildlicht: wir schaffen heute pro Hektar 25% mehr Kartoffeln zu produzieren, dürfen aber nur 10% mehr davon futtern. Wer hat die restlichen 15% eingestrichen?

Die Frage ist leicht zu beantworten: die oberen 10% der Einkommensgruppen. Deren Zuwächse sind ja weit über dem, was der Durchschnitt an Zuwächsen hat. Es ist, als würde man eine nimmersatte neuköpfige Raupe füttern, statt, dass man das, was man erarbeitet, selber behalten kann.

Und unser ganzen System aus Experten, Medien, Politik und Kultur ist eben so ausgelegt, dass das nicht erkannt und vor allem ja nicht geändert wird. Wo kämen wir denn da hin, wenn die Menschen wieder für sich arbeiten und das, was sie erarbeiten, auch behalten können! Wer soll dann die Yacht bezahlen? Den Ferrari? Die Klunkern für das Luxusweibchen?

Dann müsste man ja selber arbeiten gehen und anpacken, statt das Geld für sich arbeiten zu lassen (=andere Menschen müssen einen Teil ihrer Arbeitsleistung einfach abgeben).

Alle könnten in Wohlstand leben. Es ist genug für alle da. Genug Boden, genug Baumaterial, genug Wissen, genug Energie, genug Liebe, genug Ärzte, genug Leute, die sich für die Gemeinschaft einsetzen, genug Leute, die Lust haben, kreativ zu arbeiten, genug Leute, die fleissig sind, genug kluge Köpfe, die auf den jeweiligen Ausgleich achten. Es ist von allem genug da. Nur für Raupe Nimmersatt reicht es eben nicht. Für die ist immer zu wenig da und deswegen muss man die Menschen irgendwie dazu bringen, dass sie es akzeptieren, dass sie nun diese unersättliche Raupe füttern müssen.

Dazu muss man sie ablenken, beschäftigen, täuschen, belügen, manipulieren und ängstigen. Auf keinen Fall dürfen sie mitkriegen, dass man die ganzen Experten, Bosse, Chefs, Politiker, Berater und Medienleute überhaupt nicht braucht, sondern dass es reicht, früh aufzustehen und seiner Arbeit, seiner Berufung nachzugehen und schon ist genug für alle da! Einfach früh aufstehen und loslegen je nach Facon und es ist genug für alle da. Dann mal zusammensetzen und diskutieren, wie man den Reichtum dann auf alle gerecht verteilt.

So aber ist es eher ein weltweites Sklavensystem, wo die Menschen nicht merken sollen, dass sie in so einem System stecken, das nur dazu dient, dass weiter fleissig umverteilt wird. Aller Reichtum muss erarbeitet werden und niemand kann mit eigener Arbeitsleistung Millionär oder gar Milliardär werden. Das geht nur durch Raub, Eroberung, Täuschung, Manipulation und dem Willen der Menschen FÜR diesen Reichtum zu arbeiten, statt für sich selber.

Na ja, das wird noch ein spannender Aufwachprozess.

Wir sind mitten drin.

Ich für meinen Teil sehe es gar nicht ein, wieso ich solche Preise bezahlen sollte. Da verzichte ich dann gerne und lehne dankend ab. Das Schöne an diesem Universum ist, dass es nicht alternativlos ist. Wer das behauptet, ist einfach ein Lügner. Es gibt IMMER Alternativen, weil das Leben grundsätzlich so aufgebaut ist und eben weil der Mensch selber kosmische Schöpferkräfte hat, im Grunde ein kosmisches Wesen mit Schöpferkraft ist und so immer wieder Neues erschaffen kann.

Kreativität, Inspiration und Potentialentfaltung - das ist es, was dem Menschen innewohnt.

(i.pinimg.com/236x/c7/03/e1/c703e10b873b5d337cc9fa8a0942e385.jpg)

Und das muss verhindert werden, bzw. so gelenkt und geleitet, dass die Menschen nicht erkennen, wer sie selber sind, was sie drauf haben, was für Potentiale da in ihnen schlummern, und wenn sie es entdecken, dann muss es abgeschöpft und nutzbar gemacht werden.

Und das geht schon seit Jahrhunderten so. Durch Kirchen, Religionen, Wirtschaft... irgendwer will immer herrschen und versucht, die Menschen daran zu hindern, sich als das zu erkennen, was sie sind: kreative, kosmisch eingebundene Wesen, mit entsprechenden Schöpferkräften, Ideen und Potentialen ausgestattet, die nur darauf warten entfaltet zu werden.

Würde man das zulassen, die Welt hätte viele Probleme nicht mehr ... und wahrscheinlich auch kein Kirchen, keine Religionsfesseln und keine Superreichen mehr.

Das muss man verhindern, also wird schon bei den Kindern angefangen und es wird mit Angst, Druck, Einschüchterung, Zwang, Erpressung und der Hölle gedroht.

Aber wie gesagt, wir sind mitten drin im Aufwachprozess.

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