Leserbrief

04.05.2017 00:30

Heute habe ich mal wieder einen Leserbrief an die Nachdenkseiten geschickt. Ich bin ja politisch durchaus interessiert, neige aber derzeit zum Pessimismus, angesichts der Entwicklung und hoffe nur, da kommt doch der Optimist durch, dass es in der ZUkunft wieder besser wird.

Hier aber der Leserbrief für alle, die es interessiert:

Lieber xxxxxx,

Sie schreiben: "Wir sehen uns nicht als Feinde, sondern als Korrektiv von Tagesschau und Co."
Die wollen aber nicht korrigiert werden, sondern sie wollen ihre Story bringen, ihre Sichtweise, ihre Wahrheit. Das sind dort keine guten Menschen, keine Kollegen, das sind üble Propagandisten, die Kriege vorbereiten, Sanktionen gut reden, Sozialabbau den Hauch von Erdbeergeschmack verleihen und soviel Dreck am Stecken haben, dass man ein ganzes Rübenfeld nur dort anbauen könnte. 

In dem Spiel sind Menschen wie ihr von den Nachdenkseiten immer noch guten Willens, sehen das Gute, Chancen, hoffen auf Besserung. Das ist sehr löblich, aber wer ganz offen Albrecht Müller mit Adolf Hitler verbindet, wie beim NDR geschehen, der will kein Korrektiv. Keine konstruktive Kritik. Der will zerstören.

Man muss sich auch immer vor Augen führen, um was es da geht... was passieren würde, wenn die Tagesschau und andere Medien plötzlich "richtig gut" berichten und guten Journalismus abliefern würde... was würde das für welche Gruppen bedeuten?

Darüber lohnt es, mal nachzudenken. Und dann kommt man drauf, dass es gar nicht anders geht, als so wie es abläuft. Man muss eher verwundert sein, dass es nicht noch schlimmer ist.

Ein guter Journalismus der Mainstreammedien ist mit dem System, das wir gerade haben, unvereinbar.

So wie in der DDR guter Journalismus unmöglich war und im dritten Reich dito und in der UdSSR auch nicht.

Guter Journalismus ist nur in einem entsprechenden System möglich, in einer einigermaßen korrekten Demokratie. Aber wir haben nach Faschismus, Stalinismus, Marxismus-Leninismus, nun die harte Form des Kapitalismus, genannt Neoliberalismus (das Pendel schlägt in die andere Richtung). Und mit der Etablierung dieses neuen Systems, wurde die Mainstreampresse wieder zur Systempresse. Das passiert zwangsläufig. Und die Demokratie? Nun, die wird ebenfalls mehr und mehr ausgehöhlt. Auch zwangsläufig, denn keiner der genannten -ismus kann Demokratie vertragen. Keine Wahre. Aber man bewahrt noch den Schein. Wie in der DDR. Nur noch nicht ganz so offensichtlich. Da gab es ja auch mehr als nur die SED.

Und in all diesen -isem ist guter Journalismus nicht mehr möglich, sonder es wird Schritt für Schritt zur Systempresse.

Sprich: Menschen sollen ins System gepresst werden, oder im System gehalten werden. Das wird auf lange Sicht nicht funktionieren, hat es ja nie, aber derzeit ist es noch sehr erfolgreich, trotz der "Alternativen". Wieso kann man sagen, dass es erforlgreich ist? Nun, keiner demonstriert gegen irgendwas mehr. Außer die Systemlinge selber. Puls of europe oder march for science. Hier demonstriert das System für sich selber... was für ein grandioser Witz, während die Menschen trotz Aussicht auf Altersarmut, Kriegsgefahr, Sozialabbau usw usw zuhause bleiben und schauen, wer als Nächster das Dschungelcamp verlassen muss.

Das System zieht immer mehr die Daumenschrauben an. Demnächst ist Frankreich bereit, komplett übernommen zu werden.

Das wird alles noch sehr übel werden. Aber auch das wird überkommen werden, die Frage ist nur, wie schlimm es werden wird.

Ansonsten war ich heute wieder im Garten beschäftigt und noch 11km laufen. Ich darf im Winter / Frühjahr keine Cashews mehr essen. Davon werde ich fett. Dunkelheit plus Kohlenhydrate setzen bei mir an. Habe ich jetzt wieder mal mitbekommen.

Pfffffffffffff............ :-/

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