Letzte Gartenarbeiten

09.10.2019 21:38

Das Gartenjahr neigt sich dem Ende zu und es gibt nun nicht mehr so viel zu tun. Ich habe heute noch ein Beet Knoblauch gesteckt, den soll man ja im Herbst ansetzen, damit er im nächsten Jahr schön groß wird. Morgen will meine Mutter noch
Erdbeeren pflanzen, da stehen noch ein paar rum. Das Beet ist schon vorbereitet und es muss nur noch gepflanzt werden.

Und dann irgendwann mal noch den Yacon, die Möhren und den Sellerie ernten und dass wars dann soweit.

Klar, es gibt immer was zu tun. Es muss noch ein neuer Komposter errichtet werden, ein paar Birnen sind noch auf dem Baum und die ganzen grünen Tomaten kommen bald in den Keller zum Nachreifen. Aber das sind keine großen Arbeiten und man kann das mal so nebenbei machen.

Bäume und Sträucher werden nicht mehr gepflanzt, wir haben keinen Platz mehr. Vielleicht noch zwei, drei umgepflanzt, aber große Aktionen stehen nicht mehr an.

Und von wegen Klimawandel.. brrr.. kalt ist es geworden und nass!

Aber es soll ja nochmal warm werden.

Danke CO2!!

:-P

Vielleicht reifen dann noch ein paar Tomaten zumindest im Gewächshaus nach.

Es ist eben mein kleiner Beitrag zu einer besseren Welt. Angesichts solcher Meldungen:

www.scinexx.de/businessnews/artensterben-nimmt-dramatische-ausmasse/

Nach einem aktuellen Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services). einer Organisation der Vereinten Nationen (UN), sind in den nächsten Jahrzehnten 500.000 bis 1.000.000 Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Rund 150 Experten aus 50 Ländern arbeiteten drei Jahre lang an dem Bericht über den Stand der Artenvielfalt. Dem Bericht zufolge ist die Geschwindigkeit des Artensterbens zehn- bis hundertmal höher als in den vergangenen zehn Millionen Jahren. Ein „Massenaussterben„, wie es aktuell der Fall ist, gab es in den vergangenen 500 Millionen Jahren erst fünfmal.

Na gut, wenn sich eine Spezies so dramatisch ausbreitet wie der Mensch, und dann eben alles auch der Wachstumswirtschaft unterordnet, na gut, was soll da am Ende rauskommen? Irgendwer muss da dann weichen...

Und vor diesem Hintergrund haben die ganzen Extinction Rebellion Proteste schon Sinn und Maaz meinte ja mal, dass JEDER Protest Wahrheiten transportiert, die die Masse oft nicht sehen will, oder wenn die Masse protestiert, was die Eliten nicht wahrhaben wollen.

Und deswegen macht das schon Sinn, auch wenn gerade viele da rumgnatzen und die beschimpfen, aber mit dem Protest wird eben auch genau auf diese Problematik hingewiesen. Und der Protest kommt auch hier oft irgendwie komisch daher... zum Teil eben auch begleitet mit obskuren Ideen und Überzeugungen, aber so ist das eben und das findet man ja auch auf der rechten Seite des politischen Spektrums.

Normalerweise müsste man den Protest aufnehmen, nach den echten Wahrheiten abklopfen und die dann integrieren.

Und dann eben nach Lösungen suchen. Und man wird dann erkennen: es gibt Dinge, die wir hier tun können, siehe Bericht zur Lage der Arten und Lebensräume: www.bfn.de/themen/natura-2000/berichte-monitoring/nationaler-ffh-bericht/ergebnisuebersicht.html

Da können wir was tun und müssen fragen, wieso das nicht schon passiert ist. Und dann wird man merken, irgendwann in der Diskussion, dass wir eben immer weiter wachsen müssen und dann kommt irgendwann mal die Frage: Warum? Und dann wird es da Antworten geben müssen. Und das werden eben auch bittere Wahrheiten sein. Und ganz neue Lebensweisen erfordern.

Nur glaube ich eben nicht, dass wir soweit kommen werden, es werdem eher irgendwelche Herrschaftsinstrumente installiert, irgendwas, was zu mehr Bürokratie und weiß der Kuckuck für Quatsch führt.

Und dann wird es eben auch Dinge geben, wo wir nur wenig machen können, weil es die Entscheidungen anderer Länder sind. Aber da kann man zumindest helfen, wenn es gewollt ist.

Was sind die Ursachen für das Artensterben?

Nach dem Bericht sind drei Viertel der Erdoberfläche bereits „stark verändert“ durch den Menschen, wobei die Ozeane noch nicht mit eingerechnet sind. Die Ursachen für das Artensterben sehen die Experten inbesondere in den Bereichen Landwirtschaft, Abholzung, Bergbau, Fischerei, in der Umweltzerstörung und im Klimawandel. Die Menschen beanspruchen immer mehr Flächen für sich, die anderen Lebewesen dann fehlen. Beispielsweise wurden von 1980 bis 2000 über 100 Millionen Hektar Wald gerodet, um Weideflächen für das Vieh zu gewinnen (Lateinamerika) oder Ölplantagen (Südostasien) anzulegen. Ein weiteres Beispiel ist der Städtebau: Seit 1992 haben sich die Flächen, die für den Städtbau genutzt werden, verdoppelt. Der Mensch verdrängt die Tier- und Pflanzenwelt.

Das sage ich schon seit Jahren: am Ende fressen wir die Welt auf. Wenn es immer mehr werden, dann braucht es auch immer mehr Fläche. Und da wir eben den westlichen Lebenstil überall hin exportiert haben, wo er auch gierig aufgenommen wird, wird am Ende eben Industrie stehen. Industrielandwirtschaft, Industrieessen, Industrieplantagen, Industriestädte..

Es gab mal so eine Reportage über Tierfilme. Dort wurde gesagt, dass in vielen Tierfilmen oft der Eindruck vermittelt wird, es gäbe da noch große unberührte Weiten. Und dass das vollkommen falsch wäre. Man zeigte da eine Gruppe Zebras und es sah aus, als wäre das irgendwo mitten in der Savanne. Dann Kameraschwenk. Skyline von Nairobi, oder einen anderen Millionenmetropole. Das war schon beeindruckend... und erschreckend.

So in etwa: media.gettyimages.com/photos/zebra-roam-free-in-front-of-the-nairobi-skyline-at-the-nairobi-park-picture-id78827485

Und das ist nicht nur in Afrika so...

Was kann man tun?

Der Bericht ruft zu einer massiven Verschärfung der Maßnahmen zum Umweltschutz auf, insbesondere zu mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und der Fischerei. Dazu sollte auch das Wissen der indignen Bevölkerung („Naturvölker“), die meist viel nachhaltiger mit der Natur umgeht, in die Umweltpolitik aufgenommen werden. Nach dem Bericht sollte der Artenschutz weltweit in allen Politikbereichen vertreten sein.

Also eines der größten Probleme ist eben auch die Ernährung der immer größer werdenden Population des Homo sapiens. Danisch hat ja mal gemutmaßt, dass man die Massen in vielen Ländern nur noch mir industrieller Landwirtschaft satt kriegt. Simbabwe ist da ja so ein Beispiel. Früher die Kornkammer Afrikas, wurden dort die weißen Farmer rausgeworfen und die Farmen an die Einheimischen vergeben. Das hat aber anscheinend nicht den gewünschten Effekt gehabt, die Population wuchs dennoch und dann musste man die weißen Farmer wieder reinholen, die in der Zwischenzeit nach Mosambique ausgewichen sind, um nun die Landesbevölkerung zu ernähren. Aber die Farmer machen eben Industrielandwirtschaft.

China und Saudi-Arabien sichern sich ja auch schon in Afrika Flächen, weil sie da Nahrung für ihre wachsenden Bevölkerungen produzieren müssen.

Und mal ehrlich... das Wissen der indigenen Bevölkerung? Der Wilden? Unser ganzes Weltbild fußt darauf, dass unsere Art zu leben genau deswegen so erfolgreich ist, weil wir eben nicht mehr wie die Wilden leben. Damit würde man sich ja eingestehen, dass wir Fehler gemacht und uns geirrt hätten. Und das mag einer der Gründe sein, wieso genau das so oft nicht geschieht, dass man sich da was abschaut.

Tja...

Man weiß das ja alles schon lange und seit ich denken kann, endet jeder Tiersendung ähnlich: wir müssen was tun.

Man wundert sich ja, das überhaupt noch was da ist.

Und nochmal eine Anmerkung zum Artenschutz. Nun hat sich ja der Wolf in Deutschland wieder etabliert und die Bauern laufen dagegen Sturm. Die schimpfen und sind zum Teil voller Hass. Nun hatte ich in der letzten Zeit Gelegenheit, mal mit zwei Landwirten zu sprechen, die da den Wolf kritisch sehen. Ich habe dann gesagt, ist es wirklich der Wolf, der euch so wütend macht, oder ist es die Bürokratie, das Gefühl, dass es auf eurem Rücken ausgetragen wird, das lange Warten auf das Geld, wenn da mal ein Schaf gerissen wird? Und ich sagte dann: Stell dir vor, Du meldest da einen Riss und dann kriegst du die Kohle für das Tier sofort und ganz unbürokratisch überwiesen, meinswegen noch mit 20% Aufschlag. Ist ja nicht viel Geld für den Staat. Und Banklen retten wir ja auch mit Milliarden.

Und da merkt man, wie die sich entspannen und sagen, Ja, dass würde viel Unmut lindern und die Akzeptanz deutlich stärken!

Die haben absolut nichts gegen den Wolf! Klar ist es blöd, wenn der da Tiere reisst, aber wenn die dann ganz unbürokratisch dafür entschädigt werden... da würde keiner maulen. Oder SEHR viel weniger.

So aber haben die den Schaden, dann kommt irgendwann mal ein Gutachter, nimmt Proben, das wird genetisch untersucht, irgendwann gibts mal Geld, vielleicht auch nicht, oft weniger als der Marktwert. Man muss sich die Geschichten einfach mal anhören. Also wäre ich da Bauer, ich hätte JEDEN Köter, der auch nur aussieht wie ein Wolf, umgelegt! Das ist doch ganz logisch, dass die bei solch einem Prozedere die Nerven verlieren.

Und man sieht eben auch, wie bürokratsich das abgeht, wie kompliziert das ist und wie die Bauern da zum Teil hängengelassen werden. Tja, und dann wird sich beschwert, dass die gegen den Wolf auf die Barrikaden gehen.

Ja Leute, weil es keinen energetischen Ausgleich gibt.

Und dann wundert man sich, dass der Artenschutz nicht funktioniert.

Vielleicht auch gar nicht funktionieren soll...

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