Local food for local heros

15.07.2014 21:34

Bin weiterhin auf "local food". Ist wirklich mal eine gute Erfahrung, weil man nicht immer alle tollen Produkte da hat und man dann mehr Kräuter und Gemüse ißt. Früchte sind eben grade etwas rar, nachdem Kirschen, Erd- und Himbeeren jetzt aus sind und man von Johannis- und Stachelbeeren nicht solche Mengen essen kann. 

Ist ja eh interessant, dass man dennoch fast durchgängig gute Produkte da hat, wenn man es einigermaßen intelligent anstellt. Alleine die ganzen lokalen Apfelsorten sind unglaublich vielfältig. Jetzt gehts ja schon los mit den ersten Weißen Klaräpfeln (Augustäpfeln). Und auch die Mirabellen werden langsam reif. Ich muss zugeben, dass ich ganz froh bin, dass die Kirschenzeit vorbei ist. Denn zum Teil waren sie schon genial, lösten aber auch ziemliches Rumpeln im Darm aus. OK, Wildkirschen sperren ja auch viel eher und haben mehr Bitterstoffe, aber normale Süßkirschen...mal gut, dass es allen hier so ging! Sonst hätte ich aussziehen müssen. lol

Im Garten wachsen die neu gesähten Produkte fleissig. Das ist schon irgendwo eine befriedigende Geschichte. Ansonsten bin ich ja auch ein großer Fan vom Mulchen. Wir verwenden dazu ganz einfach Grasschnitt. Auch mittels Flächenkompostierung kann man gut mulchen. Im Laufe der Jahre ist der Boden so sehr viel besser geworden. Vor allem lockerer und tiefgründiger. 

Ansonsten.. tja... 

WIR SIND WELTMEISTER!!!!!     

Geniale Sache, oder? Das Tor von Götze war ja nun wirklich der Hammer. Ich war erst noch spazieren während des Finales. Vor Aufregung! Kein Auto auf der Straße. Gespenstische Ruhe. Zuhause dann vor dem Fernsehen war es einfach nur spannend. Und dann endlich das erlösende Tor vom Götze! Ich wäre fast ausgerastet. Das war genauso genial wie das Tor von Bierhoff zur EM 1996. Hab sogar mal überlegt, heute extra nach Berlin auf die Fanmeile zu fahren, aber die Vernunft hat dann doch gesiegt. Ich hab ja selber als Kind und Jugendlicher wie verrückt Fussball gespielt, quasi Tag und Nacht! Immer und überall hab ich gespielt. Ich bin aus der Schule gekommen, dann gings ab auf dem Fussballplatz und dann gekickt bis es dunkel wurde. Vielleicht hätte ich weiter spielen sollen. Gut genug war ich. Dann hätte ich jetzt auch eine dieser "Trophy Wifes". Denn selbst in den untersten Ligen standen die hübschesten Mädels auf die lokalen Fussballer. Tja, und was hab ich gemacht? Bin zum Wing Tsun gegangen. Das haben wir irgendwo wie die Verrückten in einer Garage trainiert. Wie konnte ich nur!!! lol

Interessant war, dass ich es irgendwie wusste, dass die deutsche Mannschaft es packen würde. Ich hab sogar einige Hinweise vom Universum bekommen. Skpetisch blieb ich dennoch, aber das Universum hat mir sogar das Ergebnis vorhergesagt. Man muss nur mit offenen Augen rumlaufen. Und schon sieht man viele Hinweise des Universums zu den jeweiligen Fragen des eigenen Lebens. Das Unterbewusstsein, dass vielleicht schon Zugang zu viel tiefgreifenderen Informationen hat, filtert dann wohl entsprechende Infos raus. Das Leben und der Geist ist meiner Erfahrung nach sehr viel komplexer als man mit seinem Alltagsgehirn so erfasst. Auch hatte ich nach dem Algerienspiel eine Art hellsichtigen Moment. Ich WUSSTE plötzlich, das die das packen würden. So eine Art Wissen, das vollkommen ungetrübt von Zweifeln ist. Hätte ich doch nur drauf gewettet! lol

Aber Spaß beiseite: was mir nicht so gefällt ist dann die Sauferei nach dem Erfolg. Ich hab das mal selber erlebt, als wir ein Ruderturnier als Studenten gewonnen haben. Das war absolut genial! Aber dann ging die "Feierei" los, was heißt: gröhlen, saufen, sich dumm benehmen, beschissene Musik hören und rumhopsen. Wie feiert man eigentlich ohne Alkohol? Das fällt vielen ja unglaublich schwer. Wie feiert man, wenn man nüchtern ist? Ich hatte damit nie ein Problem. Wenn die Musik passt, ist es leicht, sich tragen zu lassen. Ich brauchte auch kein Alkohol, um mich "in Stimmung" zu bringen, also zu enthemmen. Einzig und alleine die Musik war ausschlaggebend. Wenn die mir zuträglich war, war es leicht. 

Insgesamt muss man aber schon sagen, dass der Fussball und der goldene Pokal auch eine Art goldenes Kalb darstellen. Man tanzt um diesen toten Gegenstand, erhofft sich davon Erlösung, Hoffnung, etwas Göttliches, oder zumindest Erleichterung oder Linderung. Wie passend, dass ein GÖTZE zum Erlangen dieses Götzenbildes ausschlaggebend war. Dieses Götzenbild, dessen Präsentation alleine in Berlin Hunderttausende entzückt und vorab Millionen vor die Fernseher gebannt hat. Das ein halbes Volk in kollektiven Freudentaumel stürzte.  Da sind alle Politiker und Religionsführer neidisch. Aber wie alle Dinge, kann es natürlich nicht glücklich machen. Kurzzeitig vielleicht. Aber die wirkliche Magie des Lebens entsteht doch nur dann, wenn man eine LEBENDIGE Verbindung zum "Himmel" hat. Wobei Himmel hier als höheres Selbst, oder "Gott"/ TAO/ Buddhanatur zu verstehen ist. Dann ist JEDER AUGENBLICK ein solcher Jubel. Und das Glück ist dann auch von Dauer und ein ständiger Begleiter. Aber schön war es trotzdem, wie er den Ball angenommen und volley reingezimmert hat! :-) 

Hier mal noch ein ganz interessanter Buchtipp zum Thema Zukunft in Romanform: "Null", Adam Fawer

Und zum Thema spirituelles Leben: Dan Millman, "Die goldenen Regeln des friedvollen Kriegers

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