Mal wieder Panikmache?

18.01.2020 19:49

Oder ist was dran? Folgendes geisterte den Tag durch die Facebooksphäre:

Der Boden-Burnout: Nur noch 60 Ernten weltweit – dann ist Schluss

Nur noch 60 Ernten weltweit. Dann ist angeblich Schluss. Das klingt wie ein Szenario aus einem Weltuntergangsfilm. Das Erschreckende daran: Diese Aussage kommt von den Vereinten Nationen.

www.gesund-heilfasten.de/blog/boden-burnout-noch-60-ernten/

Hört sich erstmal wieder wie die nächste Katastrophe an, aber die Frage ist eher: kann man diesen UNO-Fritzen überhaupt noch trauen? Von denen kommen doch permanent irgendwelche Hiobsbotschaften und was die für ein Spiel spielen, ist auch nicht ganz klar.

Diese Studie geht davon aus, dass die Menschheit nur noch 60 Ernten zur Verfügung hat. Danach gibt es keinen nennenswerten Boden für den Anbau von Nahrungsmitteln mehr. Oder mit anderen Worten: Gegen Ende dieses Jahrhunderts wird es zu Hungerkatastrophen im gigantischen Ausmaßen kommen.

Warum nicht schon vorher? Geht das so 60 Ernten mit hohem Ertrag und dann bricht das mit der 61. schlagartig zusammen? Oder geht das schleichend, dann wirds schon eher massive Hungerkatastrophen geben.

Das sind immer solche griffigen Parolen: noch 60 Ernten! Aber dann!! Warum nicht 59 oder 62?

Wenn solche Studien von irgendwelchen Forschungseinrichtungen kämen, man könnte da eher geneigt sein, dem zu glauben, aber den UNO-Fritzen?

Laut einer Studie der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO  ist  die Qualität von einem Drittel der weltweit nutzbaren Böden schlecht. Jedes Jahr verliert die Menschheit etwa zehn Millionen Hektar fruchtbaren Boden. Die Böden der Erde können demnach nur noch für etwa 60 Erntejahre ausreichende Erträge liefern. Der Grund ist  die weltweite Boden-Verschlechterung oder -Degradation.

www.bund-mecklenburg-vorpommern.de/service/meldungen/detail/news/noch-60-ernten-dann-ist-schluss/

Ja gut, wenn man keinen Kreislauf hat! Ich habe ein Humusklo, oben rein, unten raus, wieder Kompost, also Pfanzennahrung... ein geschlossener Kreislauf. Böden muss man ernähren, damit sie schön fett bleiben. Auch mal ein Jahr in Ruhe lassen wirkt Wunder. Aber alle Hochkulturen, dass hatte ja mal der Analitik hier schön beschrieben, haben ein Kreislaufproblem!

(Man könnte fast fragen, ob Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen nicht genau deswegen so präsent sind, weil somit eben Grundprobleme aus dem Unterbewussten heraus sichtbar gemacht werden.)

Intensive Bewirtschaftung des Bodens hat ein Problem. Sie laugt die Böden aus und irgendwann bricht die Ernte weg. Dieses Problem wird in einer Hochkultur dadurch verschärft, dass durch die Entstehung der Städte der natürliche Stoffkreislauf – Düngen durch Scheißen auf das Feld – ausgehebelt wird. Geschissen wird woanders, als der Dünger gebraucht wird. Das Problem ist übrigens nach wie vor aktuell, wir haben es bis heute nicht gelöst. Wir kompensieren es dadurch, dass wir Dünger industriell herstellen.

Das ist ein riesiges Problem. Ich sehe ja, was hier auf die Äcker gebracht wird: Kunstdünger, Kalk und Biogasabfälle. Die Lösung (hat einer da in die Kommentare geschrieben):

Am einfachsten erreicht Mensch einen Kreislauf, wenn Mensch auf dem Grundstück lebt, von dem er lebt.

Nun soll die Verstädterung noch zunehmen. Im Grunde haben wir es mit Süchtigen zu tun, denen so langsam der Stoff zur Neige geht. Jetzt versuchen die nochmal, da alles rauszuholen, was geht, statt sich die Sucht einzugestehen und dann langsam und schrittweise den Weg aus der Abhängigkeit zu suchen.

Wir erleben das auf vielen Ebenen. Für mich leider das "beste" Beispiel ist die Forderung nach noch mehr Migration, um den Sozialstaat zu erhalten. Wir haben bis heute immense Verdauungsschweirigkeiten mitdem, was wir da ab 2015 aufgenommen haben, aber es sollen noch mehr kommen, weil: Sicherung des Wachstums.

Das ist krank.

Wir wissen auch um das Düngerproblem, dennoch wird es nicht gelöst, wir wissen um die Probleme der Verstädterung, dennoch wird da nichts entgegengesetzt, schlimmer noch, jeder, der da wieder zurück aufs Land geht, der steht ja mittlerweile unter dem Verdacht, ein völkischer Siedler zu sein. Selbst die eher harmlosen Anastasialeute wurden da ja schon in die Nazi-Ecke gestellt. Gut, wer steht da nicht mittlerweile?

Aber da sieht man mal, wie absurd das alles ist.

Witzig: als ich damals im Herbst 2002 an die Hochschule gegangen bin, gab es im Grundstudium auch das Fach "Bodenkunde". Ich glaube, ich habe das als einziger mit 1,0 abgeschlossen, bin mir aber nicht mehr sicher. Zumindest habe ich da einen 1er hingelegt, dass weiß ich noch. Ich fand das Fach vom ersten Tag an faszinierend. Bodenbildung, Bodenbestandteile, Ton-Humuxkomplexe, Bodenarten ... bis heute hat sich diese Faszination für Böden erhalten und ich freue mich immer, wenn ich mal einen Baum ausgebuddelt habe und dann sehe ich die Bodenschichten. Oben der Humus und drunter der Löß oder der Sand oder was auch immer da gerade ansteht.

Man sieht da auch, dass alles Leben an 30cm Oberboden hängt. Das wars. Mehr ist da nicht. Und ich versuche halt, den Boden gut zu ernähren.

Täglich und oft unbemerkt findet  weltweit die Boden-Verschlechterung statt in Form von Versiegelung, Wind- und Wasser-Erosion, Verdichtung und Verschlämmung, aber zunehmend und sehr rasant durch den Verlust an organischer Substanz und die Verringerung der biologischen Vielfalt im und auf den Böden. Der Humus, die Gesamtheit der toten organischen Substanz im Boden ist entscheidend für die Bodenqualität und beeinflusst alle Bodenfunktionen. Humus ist Speicher- und Puffermedium für Wasser, Nähr- und Schadstoffe, steuert wesentlich das Nähr- und Schadstoffrückhaltevermögen der Böden und wirkt boden-strukturbildend. Die letzte bundesweite Bodenuntersuchung aus dem Jahre 2008 ergab, dass 34% der Böden nur 1-2%Humus  enthielten und 47%  zwischen 2-4% Humus. Die aktuellen Ergebnisse einer bundesweiten Bodenzustandserhebung ergaben insgesamt „abfallende“ Humuswerte. In Mecklenburg-Vorpommern weisen zwei Drittel der Ackerböden geringe Humusgehalte unter 2% auf.

Der Paul Kaiser hatte doch Humuswerte bei sich von 20% oder so, wenn ich mich nicht irre. Aber wo solls auch herkommen? Es wird Biomasse abtransportiert und dann woanders konsumiert und ausgeschissen.

Aber die Frage ist ja, wie gut Kochkostdünger überhaupt ist.

Man muss sich die Tiefes des Problems klarmachen: wir transportieren die Biomasse ab, und bringen den Dünger nicht wieder auf die Felder, aber wenn wir es machen würden, dann ist der quasi aufgrund der durch die Erhitzung veränderten molekularen Struktur sogar gefährlich!

Das ist der klassische Fall einer Sackgasse.

Also irgendwie erinnert diese Verstädterung wirklich auch an Krebs. Wie Metastasen, die dem Blut und dem Körper die Nährstoffe entziehen, so dass der immer klappriger und schwächer wird, gleichzeitig wächst das alles unkontrolliert und scheidet dazu noch giftige Stoffe aus, die den Organismus noch mehr schaden. Und zu allem Überfluss gibt es keinerlei Einsicht, dass es so nicht geht und dass es den Wirt umbringt.

Im Grunde ist jede Benutzung eines Wasserklos ein Nährstoffraub. Das geht dann in Kläranlagen, zusammen mit dem ganzen chemisch verseuchten Abwasser, das beim Duschen, Scheißen, Waschen und Zähneputzen entsteh. Wieviel Fluorid wird da eingetragen? Millionen Menschen putzen sich jeden Tag zweimal die Zähne und spülen das ins Abwasser.

Man vermischt also potenziellen organischen Dünger mit den ganzen chemischen Bestandteilen. Wie will man das wieder trennen? Das ist extrem aufwendig.

In meiner Infografik siehst du, wie das Abwasser zur Kläranlage gelangt. Dies gelingt mit Hilfe der Kanalisation, welche sehr komplex ist und bereits von vorne herein die unterschiedlichen Abwässer trennt.

Die Infografik beschäftigt sich ausschließlich mit dem Schwarzwasser, welches in Kläranlagen behandelt wird. Diese Behandlung umfasst drei Stufen, welche in so genannte mechanische, biologische und chemische Verfahren unterteilt werden:

  1. Stufe: Mechanische Verfahren: Dies ist die erste Reinigungsstufe, in der etwa 20-30 Prozent der Schwimm- und Schwebstoffe entfernt werden.
  2. Stufe: Biologische Verfahren: Hier werden mikrobiologische Abbauvorgänge eingesetzt, welche das Abwasser so zu sagen in seine Bestandteile auf splitten und alle schädlichen oder nicht mehr verwendbaren Elemente abbauen.
  3. Stufe: Chemische Verfahren: In der dritten Stufe werden chemische Reaktionen ausgelöst, welche das Wasser z. B. von Phosphor, oder anderen Elementen, welche in Stufe 2 nicht abbaubar waren, eliminieren soll.

Nach diesen drei Stufen ist das Abwasser so weit gereinigt, dass es in offene Gewässer geleitet wird und somit wieder in den Wasserkreislauf der Erde gelangt.

Bei der Reinigung entsteht ein so genannter ‚Schlamm’, welcher sich aus herausgefilterten Abfällen und dem Schwarzwasser zusammensetzt. Dieser Schlamm wird ebenfalls behandelt.

In einem Faulturm wird aus dem Schlamm Biogas erzeugt, welches dann zum Beispiel zum Heizen genutzt werden kann. Der übrig gebliebene Schlamm wird anschließend in den sogenannten Nacheindicker geleitet. Dort wird er eingedickt, indem mit speziellen Abzugsvorrichtungen das Trübwasser gezielt abgezogen wird.

Der entstehende Schlamm kann, wenn er frei von Schadstoffen und Giften ist, in der Landwirtschaft als organischer Dünger verwendet werden. Andernfalls wird er in Filterpressen oder Dekanterzentrifugen noch weiter entwässert und in Müllverbrennungsanlagen oder Kraftwerken verwertet.

studienart.gko.uni-leipzig.de/weltraum/2017/06/28/die-reise-der-scheisse/

Man darf nicht anfangen zu googlen... es macht fassungslos. Aber lest selber:

In der Kläranlage werden all unsere Fäkalien wieder aus dem Abwasser gefischt. Die finale Entsorgung dieser Hinterlassenschaften findet allerdings nicht in der Kläranlage statt, sondern an den verschiedensten Orten in ganz Deutschland. Die Betreiber von Kläranlagen haben die Aufgabe, den Klärschlamm zu entwässern und transportfertig zu machen. Allerdings besteht er dann, wenn er auf die großen LKW`s verladen und zu seiner endgültigen Verwertung in Verbrennungsanlagen transportiert wird, immer noch zu 75 Prozent aus Wasser. Da die Verbrennungskapazitäten für Klärschlamm in Kohlekraftwerken, Zementwerken oder Müllverbrennungsanlagen in der Region nicht selten begrenzt sind, müssen unsere Fäkalien oft über viele hundert Kilometer bis zu ihrem Bestimmungsort transportiert werden. Zum Beispiel wird aus Baden Württemberg Klärschlamm bis nach NRW oder bis weit in den Osten zur Verbrennung transportiert.

Endstation Acker

Aus Rheinland-Pfalz werden ebenfalls große Mengen menschlicher Fäkalien über die Autobahn in andere Bundesländer zur Verbrennung transportiert. Allerdings gibt es hier noch einen anderen Entsorgungsweg, nämlich die Verwendung der Fäkalien zur landwirtschaftlichen Düngung. 60 Prozent der Fäkalien in Rheinland-Pfalz gelangen so auf den Acker. Im Prinzip eine gute Sache, weil Fäkalien reich an Bodennährstoffen sind, die auf diesem Weg wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden. Allerdings ist die Klärschlammdüngung in den letzten Jahren immer mehr in die Kritik geraten, weil der Klärschlamm nicht nur Nährstoffe, sondern auch Schadstoffe enthält. Es geht um Schwermetalle und eine immer größer werdende Anzahl an organischen Schadstoffen. Die Befürworter der Klärschlammausbringung verweisen darauf, dass der Klärschlamm bevor er zur Düngung verwendet werden darf, auf Schadstoffe untersucht wird und auch die Ausbringmengen- und Ausbringzeiten per Gesetz reglementiert sind. Dennoch warnen Bodenkundler vor einem Restrisiko.

www.swr.de/odysso/faekalienalarm/-/id=1046894/did=21256714/nid=1046894/pa5ssv/index.html

Das ist krank! Das wusste ich bisher noch garnicht alles. Aber das muss man sich klarmachen: Ich gehe hier auffn Humus-Topp, kippe das wenn der voll ist, auf den Kompost, dann kommts wieder in den Garten. Ein Kreislauf. Kann ewig funktionieren, zumal, wenn man mich irgendwann hier auch verbuddelt und somit kompostiert.

So macht man es aber nicht mehr: man scheisst in sauberes Trinkwasser, spült das zusammen mit giftigen Abwässern in die Kläranlagen, die müssen das urst aufwendig wieder reinigen, 40% kommen eh in die Müllverbrennung, der Rest als giftiger Klarschlamm aufr die Äcker.

Das ist krank. Das ist eine kranke Gesellschaft.

Das ist genau das: kippt man es nicht auf die Äcker, wird das organische Material entzogen, kippt man es drauf, vergiftet man es.

Aber es kommt noch besser! Früher hat man ja zumindest Kühe, Pferde und Schweine gehabt und man hat den Mist entweder liegen lassen auf der Wiese, oder auf die Äcker bebracht. Heute aber produziert man Gülle, etwas, was es in der Natur garnicht gibt. Und das entsorgt man auf die Äcker, wo diese dann überdüngt werden, und von dort sickert es langsam ins Grundwasser, weil es nicht organisch gebunden ist, sondern flüssig.

Hahahaha...

Es ist leider so: wir haben die Dummen an die Macht gelassen. Aber das funktioniert nicht. Deswegen gehts auch überall bergab.

2017 wurde eine neue bundesweite Düngemittelverordnung eingeführt, die das Ziel hat, unsere Böden und das Grundwasser vor Schadstoffen und einer Übersättigung mit Nährstoffen zu schützen. Viel Umweltschützer atmen auf, weil man die Ausbringzeiten und die maximalen Ausbringmengen für Klärschlamm reduziert hat. (...) „Ein Sieg für die Umwelt“ sagen die einen – „ein Wahnsinn“ sagen die anderen, denn wo soll jetzt der ganze Klärschlamm hin, der bislang auf den Äckern entsorgt wurde?

Entsorgt... muss man nicht kommentieren.

Diese Frage stellen sich viele Kläranlagenbetreiber, von denen einige bereits jetzt befürchten, dass sie in Zukunft auf ihren Fäkalien sitzen bleiben werden. Denn außer der Verwendung in der Landwirtschaft gibt es im Prinzip nur die Möglichkeit alles zu verbrennen.

Ja, ich weiss garnicht, wie ich das noch kommentieren soll. Das hast was von gigantischem Dilletantismus. Wenn man mal jemanden machen lässt, weil man mal in Urlaub will, oder einfach mal ne Pause braucht und dann kommt man wieder auf Arbeit und alles liegt in Scherben. Die Kunden vergrault, der Computer kaputt, die Kollegen zerstritten, Miese auffm Konto, die Fenster eingeschlagen und Kündigungsschreiben noch und nöcher.

Oder der Stall abgebrannt, die Pferde tot, die Schafe wegglaufen, die Schweine ersoffen und das Getreide verfault.

So Marke: gewollt, aber nicht gekommt. Beim Heumachen am Strohband aufgehängt.

Und es gibt da jetzt garkeine Lösung mehr. Das müsste komplett neu aufgebaut werden, es gibt aber keine Versichung, die da zahlt, weil selbst verschuldet.

Humusklos.. bis heute verlacht und Ihhh!!!

Und für Städte gar nicht machbar, dazu die ganzen Medikamente und denaturierten Moleküle.

Da ist verbrennen wahrscheinlich wirklich das Sauberste.

In Indien, kam mal eine Doku im TV, da scheissen die einfach in den Hinterhof und dann kommt jeden zweiten oder dritten Tag eine Scheissesammlerin und sammelt das und da gehts wieder auf den Acker.

Aber man sieht eben wieder ganz deutlich: sowie man sich aus dem natürlichen Gleichgewicht herauslöst, gibts Probleme und die gibt es seit Babylon und sie sind bis heute ungelöst.

Vielleicht dauert es gar keine 60 Ernten. Vielleicht ist schon vorher Schluss.

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