Möhrenernte

29.11.2017 21:10

Heute haben wir Möhren geerntet. Der Garten hat uns in der Hinsicht reich beschenkt! Danke, liebe* * dafür!

Hier ein paar Fotos dazu:

1. Erstmal alles rausgebuddelt. Wir haben den Knollensellerie auch schon geeerntet. Das Kraut lassen wir einfach als Mulch im Beet liegen. Ich kann das nicht leiden, wenn man die nackte Erde sieht. Irgendwie habe ich immer den Impuls, das irgendwie zuzudecken. Und so lassen wir vieles einfach im Beet liegen, wo es in der Fläche kompostioert wird.

Für meine Oldies, typich deutsch = Vorliebe für Ordnung und Sauberkeit, war das echt eine Umstellung. Aber mittlerweile geht das. Vor zwei Jahren hat meine Mutter noch jedes Blatt, was ich ins Beet geworfen habe, wieder aufgesammelt und, Ordnung muss sein, auf den Kompost geworfen. Mittlerweile geht das aber auch so. Die merken ja selber, dass es was bringt.

Übrigens, den Fenchel rechts im Bild haben wir nicht mal gepflanzt. Das ist schon die zweite Charge. Ich hatte den Sommerfenchel abgedreht und die Wurzel drin gelassen. Der, Vornamen habe ich vergessen, Kaiser, der Gemüsebauer aus Kalifornien, hat das ja empfohlen, dass man die Wurzeln immer drin lassen soll als Futter für die Bodenlebewesen. Seitdem schneiden wir die Pflanzen auch nur oberirdisch ab und lassen alle Wurzeln drin. Die dienen dann als Nahrung für die Tiere in der Erde. Kleine Maßnahmen - großer Effekt. Und siehe da: er hat nochmal ausgetrieben und ich habe nochmal Fenchel!! Kleiner zwar, aber besser als nichts. War eine nette Überraschung.

2. Grünkohl - der bleibt ja stehen. Typisches Wintergemüse. Mit Avocado echt lecker.

3. Und noch eine Reihe. Hier haben wir das Saatgut selber produziert. So genial! Ich habe einfach von jeder Sorte ein paar Möhren stehen lassen und in den Samen gehen lassen. Der Freund meiner Mutter hat die dann geerntet. Der mag eh solche Fummelarbeit wie auspuhlen und schälen.

Wir haben auch noch Radiccio "Palla Rossa" im Garten. Sind nicht alle was geworden, aber den kann ich nur empfehlen. Der ist, wenn man auf Radiccio steht, echt genial!

Ansonsten ist auch einiges an Salat einfach klein geblieben. Der September war ja heuer schon sehr herbstlich und gleichzeitig sehr trocken.

Na gut, es gleicht sich, wenn man auf Mischkulturen achtet, immer irgendwie aus. Die Kohlrüben sind dieses Jahr auch nichts geworden. Wahrscheinlich aus dem selben Grund. Zu schnell kühl und gleichzeitig zu trocken. Na ja, dafür war der Knollensellerie erste Klasse. So groß wie noch nie!

3. Die "Küttinger" - eine alte Sorte und eigentlich eine der Besten.

Wir waren gestern in Magdeburg und haben uns 50 Liter Styrophorkartons geholt. Wir sind da mal durch Zufall drauf gekommen, dass sich Gemüse in den Dingern super lange frisch hält. Da sind die Möhren im März manchmal noch wie frisch aus der Erde. Und jetzt haben wir soviele und da brauchts auch entsprechend viele Kartons.

Ideal ist es wahrscheinlich nicht, weil Styrophor riecht schon auch künstlich. Die Frage ist eben, ob da was passiert. Aber eigentlich findet ja nun kein Stoffwechsel mehr statt und am Ende werden die Möhren ja auch noch abgewaschen, da sie ja mit Erde eingelagert werden.

Es gibt auch die Idee der Erdmiete. Aber das lohnt sich irgenwie für die paar auch nicht. Und irgendwie fehlt mir der Wille, da wieder in der Erde rumzuwühlen und das Bodengefüge zu stören.

In Sand lagern haben wir auch mal gemacht. War irgendwie auch Scheisse. Vielleicht haben wir es falsch gemacht, aber irgendwie war das nichts. Und für die Masse, die wir gerade haben ist das auch ein enormer Aufwand.

4. Das ist ein wildes Durcheinander von "Küttinger", "Gocksheimer Gelbe"... ach was weiss ich. Müsste ich mal ins Buch schauen, was wir da hatten. Ich schreib mir das ja immer auf, was wir sähen. Mache mir auch jedes Jahr einen Pflanzplan und trage da die Beete und die Sorten ein. Somit kann ich nachvollziehen, was wir da im vorigen Jahr, aber auch das Jahr zuvor hatten. Man vergisst das ja doch erstaunlich schnell und da helfen dann ein paar Notizen.

5. Yacon - die erste Ernte diese süßen Knollen. Irgendwie habe ich da den Bogen noch nicht richtig raus und muss mal schauen, wie das nun mit dem Vermehren geht. Aber für drei Pflanzen fand ich den Ertrag nicht schlecht. Die Pflanzen waren ja nur halb so groß wie bei einem befreundeten Rohkost-Pärchen. Man merkt eben doch, dass es hier trockener ist. Aber gut, gebracht hats dennoch was! Ist dann vielleicht etwas weniger, aber besser als nichts.

Ansonsten war ich heute noch zum Sport. Ich will noch zweimal gehen und dann lasse ich es mal gut sein für dieses Jahr. Bisschen Yoga noch zur aktiven Erholung, mehr nicht, aber ich war eh fleissig in diesem Jahr, was das angeht. Im Januar gehts dann wieder weiter, wenn die Energie insgesamt auch wieder "anzieht".

Im Chat hat mir eine Freundin mal den Tip Bio-Lachs vom ALDI gegeben. Den habe ich heute mal besorgt. Roch erstmal ganz Ok. Mal testen. Irgendwie hatte ich echt in letztes Zeit keine Lust mehr auf Fisch. Aber der sah gut aus und roch auch super.

Na ja, ideal ist das alles nicht. Aber was will ich machen? Immer Schritt für Schritt.

Auf Fleisch hatte ich zuletzt auch echt Bedarf. Hab da heute nochmal einiges an Rinderhack und Rindfleisch besorgt. Dazu noch ein Kilo Leber aus dem Bioladen Magdeburg, wo wir gestern waren. Die liegt gerade auf dem Trockner. Ich mag die ja, wenn die etwas reifer wird durch das Trocknen. Jeder hat so seine Vorlieben. Ist doch OK...

Und frische Datteln fand ich zuletzt super. Da schäme ich mich ja fast, das zuzugeben, aber was will ich machen. Es fehlt da einfach der Wabenhonig als konzentriere Kohlenhydratquelle. Honig wäre wohl natürlicher. In Österreich hatte ich auch immer im Winter, das wird ja anscheinend durch die Tageslänge ausgelöst, einen erhöhten Bedarf nach konzentrierten Kohlenhydraten. Und da gabs dann entsprechende Mengen an Honig. Es gab dort in Bruck a.d. Mur einen Bioladen / Reformhaus, da haben sie regionalen Honig aus Gratkorn verkauft. Ich hatte den Imker auch mal angerufen und wir hatten ein nettes Gespräch. Der fütterte auch nicht zu. Nur in äussersten Notfällen. So zumindest seine Aussage. Ich wollt eihn auch mal besuchen bin dann aber doch nicht mehr dazu gekommen.

Zum Thema Winter und Kohlenhydrate hatte ich ja hier schon mal was geschrieben: rohkost4.webnode.com/news/winterdepression/

Ich habe da wirklich auch fast alle Symptome. Müdigkeit, Verlängerte Schlafdauer, Energieniveau geht runter, Lust auf Süßes, fetter werde ich im Winter auch immer. Weniger ausgeprägt sind bedrückte Stimmung oder gar Depressionen und Ängstlichkeit, es kann aber auch vorkommen. Bzw. es kam schon vor.

Und ich kann die Uhr danach stellen, wenn es damit losgeht: Ende November bis Mitte Januar, dann gehts wieder bergauf.

Ist aber auch irgendwo eine Anpassung an den Norden. Man macht Winterschlaf und futtert die Reserven auf bevor die verderben und vom so angefressenen Fettansatz zehrt man dann im März / April, wenn die eigentliche karge Zeit (nicht umsonst ist da die Fastenzeit) ansteht.

Ist wahrscheinlich alles wieder sehr weise eingerichtet, wenn man es mal erkennen würde.

Ja gut, und da Honig eben gerade fehlt, gibts eben frische Datteln.

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