Nochmal Star Wars

20.12.2015 22:38

So, gestern war ich nochmal im Kino und habe mir Star Wars - das Erwachen der Macht angesehen. Und was soll man sagen? Die erste Stunde ist der Oberhammer. Star Wars pur. Dann aber schwächelt der Film und wird zusehens langweilig. Aber gut, was mich da eigentlich wirklich fasziniert ist die Frage: wieso sind ein paar Filme, wo die Schauspieler durch Pappmaschee stolpern, seit 30 Jahren unerreicht, während die neuen Filme allesamt irgendwie dagegen abkacken?

Und ich kann es mir nur so erklären, dass man neben der handwerklichen Begabung und der ersten Inspiration einfach auch irgendwie einen Anschluss an höhere Energien haben muss, die den Regisseur und das Team durch den Schaffensprozess führen. Da muss etwas zusammenkommen, die dieser Kreation, diese Schöpfung eine magische Dimension verleihen. Und ich glaube, dass es die Nachfolger dann einfach nicht mehr haben. Und dann fehlt diesen Filmen genau diese magische Dimension. Und das ist ja im realen Leben auch so. Und da hilft es auch nichts, ob noch so viele technische Möglichkeiten vorhanden sind, ohne diese Anbindung an etwas Höheres wird es kein Meisterwerk. Und eine Frau kann noch so hübsch aussehen und sich zurecht machen, ohne das gewisse Etwas wird keine Magie entstehen. Ist das nicht erstaunlich, dass wir so von einer geistigen Dimension genährt werden, die man nicht mal beschreiben kann? Aber jeder, der einmal diese besondere Magie gespürt hat, egal wo, bei einem Mitmenschen, in der Natur, bei einem Rockkonzert, in einem Film, im Museum ... er wird davon lange zehren und sich daran erinnern.

Und dem neuen Star Wars Film fehlt diese Dimension. Es fehlt dann einfach auch an Mut auf Seiten der Schaffenden, dieser Inspiration zu folgen. Da stehen bestimmt viele Kompromisse im Hintergrund. Aber genau deswegen bleibt immer ein Gefühl der Unbefriedigung zurück. Und dabei war er auf dem besten Wege, aber dann geht dem Film irgendie die kreative Puste aus und man macht auch auf der Ebene der Figuren Fehler, die man eigentlich nicht vermutet nach 100 Jahren Filmkunst.

Man könnte auch feststellen, dass generell in unserer hochtechnisierten Welt die Magie abhanden gekommen ist.

Statt sich im Zug kurz in die Augen zu schauen, was schon magisch sein kann, wird vor dem Smartphone geglotzt.

Ich will mich da nicht beschweren, es ist eben wie es ist. Und auch im Kino ist es so. Und dabei hat man gerade dort die Chance, etwas zu zeigen, was magisch ist und den Menschen inspiriert, statt einfach nur zu unterhalten. Aber das sind nur meine bescheidenen Ansätze.

Aber es gibt natürlich viele Menschen, die sich nach dieser Magie sehnen:

"Das ehemals stürmische Star Wars-Universum scheint mit dem neuesten Teil in ruhigere und deutlich weniger aufwühlende Gefilde eingebogen zu sein. Irgendwie hat der Disney-Konzern die Franchise domestiziert und sie damit ihrer Magie beraubt. Schade."

"Diese Magie der Jedi kam leider überhaupt nicht auf."

Um nur mal zwei Userkommentare zu posten. Aber ist das nicht auch wunderbar, sich über so einen Firlefanz zu unterhalten. Wobei Filme, oder besser Geschichten, faszinieren die Menschen ja schon seitdem sie sprechen können. Und immer wurden in diesen Geschichten auch Botschaften übermittelt. Und wenn diese Botschaften eben über das Profane, über das Alltägliche hinausgehen, dann berühren sie den Menschen.

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