Nochmal was zum Klimawandel

20.02.2018 14:34

Wenn man sich mit Gartenbau beschäftigt und dabei auch mit den Unbillen des Wetters und demnach auch mit dem Klima zu tun hat, dann fragt man sich natürlich, woher die ganzen Klimagase kommen, die (immer unter der Prämisse, dass es auch wirklich so ist) die Kliamerwärmung verursachen.

Und neben Kohlendioxid ist es ja auch Methan, dass die Erwärmung antreibt. Nur woher kommt das?

Wissenschaftler haben nun rausgefunden, was den Anstieg der Methankonzentration in der Atmosphäre in der letzten Zeit verursacht:

Nun hat ein Forscherteam der Nasa das Rätsel gelöst und einen verbreiteten Verdacht bestätigt: Die Erdgasförderung per Fracking ist wohl eine der größten Quellen - und daher ein erhebliches Klimaproblem.

www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-die-loesung-des-methan-puzzles-1.3868555#redirectedFromLandingpage

Jetzt ein Insiderwitz: Frack! :-D

Aber man sieht mittlerweile wirklich an allen Ecken und Enden, wie die Gier nach "Erdblut" immer stärkere Auswirkungen zu haben scheint.

Fracking ist ja nun wirklich schon fast mit dem englischen "Fucking" vergleichbar. In der Sci-fi Serie "Battlestar Galactica" wurde ja aus Fuck! eben Frack!. Also was hier gemacht wird, ist ja wirklich auch noch die letzten Tropfen Erdöl aus der Erde rauszupressen. Und da wird auch keine Rücksicht auf Verluste genommen.

Ich meine, es braucht nur ein Bild, um zu verstehen, wieso die alles dran setzten, auch wirklich noch jedes bisschen Öl aus der Erde rauszuholen:

Und der Verkehr wird noch weiter zunehmen. Für Deutschland wird das prognostiziert:

www.wiwo.de/politik/deutschland/prognose-fuer-2030-rentner-verursachen-mehr-autoverkehr/10030278.html

Der Verkehr auf deutschen Straßen, Schienen, Wasserwegen und auch in der Luft wird künftig weiter zunehmen. Dies geht aus einer Prognose des Bundes hervor. Demnach wird die Bahn bei den Passagieren bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 2010 um fast 20 Prozent zulegen. Der Verkehr mit Autos und Motorrädern soll ein Plus von zehn Prozent verzeichnen - trotz abnehmender Einwohnerzahl. Der öffentliche Straßenpersonenverkehr (inklusive Fernbuslinien) soll um 6 Prozent ansteigen.

Besonders stark wird der Güterverkehr zulegen. Er wächst bei der Bahn um 43 Prozent. Für den Lkw-Verkehr wird ein Plus von 39 Prozent bei der Verkehrsleistung erwartet. Diese bemisst die Zahl der Passagiere und die Menge der Güter kombiniert mit der zurückgelegten Strecke. Für die Binnenschifffahrt wird ein Zuwachs um 23 Prozent erwartet.

Und für jeden Transport, egal ob Person oder Güter wird Energie benötigt. Zumeist heute noch aus fossilen Energieträgern. Und weil wir nur Geld verdienen, wenn wir handeln, und weil alles immer mehr wachsen muss, MUSS auch das Güteraufkommen steigen. Am besten alles erstmal irgendwie hin und herkutschen, damit damit auch noch Geld generiert wird.

Ich halte das alles für den völlig falschen Weg und sehe darin aber auch eine Art Wahnsinn, die die Menschen befallen hat. Denn diese Prognosen sind ja nicht nur für Deutschland gültig, sondern man kann sich auch vorstellen, was in Indien und China los ist, wenn die die selben Definitionen von Wohlstand anlegen wie wir, wobei das ewige im Stau stehen oder in zugepissten U-Bahnen zu hocken die Frage aufwirft, ob das noch Wohlstand ist.

Aber das ist natürlich für mich als großen Kritiker des Flugverkehrs und der damit einhergehenden Himmelsverschmutzung durch Kondensstreifen (und wohl doch auch Chemtrails? Die Frage ist noch nicht abschließend geklärt für mich.) wirklich der Knaller:

Der stärkste Zuwachs bei den Passagieren wird aber dem Luftverkehr mit plus 65 Prozent vorausgesagt, der von der Tendenz zu immer mehr Fernreisen profitiert.

Das Perverseste, was ich bisher in meinem Leben in der Hinsicht erlebt habe war in Österreich als eine Kollegin quasi übers verlängerte Wochenende nach Bangkok flog. Einfach mal so, einen Tag hin, drei Tage da, wieder heim. War spottbillig.

Also man steht dem Wahnsinn dieser Welt eigentlich fassungslos gegenüber.

Aber gut, es gibt ja nun auch immer mehr Blowbacks, also Rückwirkungen auf uns selber.

Ich denke aber auch, dass es systemimmanent ist, was abgeht. Ich meine, wenn ich mal schaue, wie es anders gehen könnte, dann sieht man eigentlich erstmal, wie zerstörerisch das System ist, damit es sich weiter aufblähen kann.

Es ist ja eigentlich möglich, sich quasi überall ein Paradies zu erschaffen. Mit etwas Mut, Einsatz, Tatkraft und Inspiration kann man sich ja selbst auf normalen Grundstücken rund ums Haus etwas paradissisches erschaffen. Man kann auch mit den Nachbarn und Freunden wieder Beziehungen aufbauen, man kann sich mit der Familie verstehen, man kann selbst auf dem Balkon was ziehen oder in der Stadt irgendwo auf Rasenflächen Gärten anlegen.

Das wäre alles möglich.

Auch könnte man die Dörfer reanimieren, indem man den Leuten Land gibt und ihnen zeigt, wie sie sich selber versorgen, man kann, ähnlich wie bei den erneuerbaren Energien, Überschüsse quasi abkaufen, um den Menschen ein Leben zu ermöglichen.

Schon würde man den bisher notwendigen Verkehr dramatisch reduzieren und so mancher würde sogar auf weite und jährliche Urlaubsreisen verzichten, wenn man eine gute Gemeinschaft hat, wenn es blüht und grünt, wächst und gedeiht, wieso dann wegrennen?

Anhand dieses Ideals sieht man eigentlich, dass das System mittlerweile überall "seine Pfoten" drin hat und die Menschen eigentlich davon abhält, wieder umweltbewusster und richtiger zu leben. Statt ums Haus zu arbeiten, pendeln manche jeden Tag zwei oder gar drei Stunden, nur um irgendwo das Problem noch zu verschlimmern!

Statt das die Frauen wieder Mütter sein dürfen und zusammen mit den Kindern im Garten arbeiten und ZUSAMMEN was Wunderbares erschaffen, sitzen sie in Parfümwolken gehüllt in Büros oder arbeiten irgendwo an Kassen..piep piep pieppiep, oder was es da nicht alles an Bullshitjobs mittlerweile gibt. Nur um Geld ranzuschaffen, um sich das zu kaufen, was man früher schlichtweg selber produziert hat.

Übrigens: wenn Menschen das machen, wie gerade beschrieben, gelten sie ja neuerdings als rechts. Das sind das gleichmal "völkische Siedler",oder "rechte russische Bewegungen" wie bei der Anastasiabewegung. Man sieht also schon, dass sowas im Grunde vom System nicht gewollt ist. Und wieso nicht? Weil wenn das Schule macht, bricht die ganze schöne Glitzerkonsumwelt zusammen und damit die Macht der Nanken und wer da noch alles dahinter steht.

Ich möchte hier jetzt keine Lanze für eine Rückkehr zum Bauerntum des 18. Jahrhunderts brechen, aber wir müssen uns doch irgendwas einfallen lassen, wie wir die Probleme wieder in den Griff bekommen. Und aus meiner Sicht kann es nicht falsch sein, wenn man durch gezielte Maßnahmen die Dörfer wieder reanimiert, Gemeinschaften stärkt und fördert, die frühkindlichen Bindungen schützt und den Menschen so eine wirklich erfüllende und lebenswerte Perspektive bietet (am Besten alles auf Rohkostbasis), so dass sie nicht mehr wie die Dummen pendeln müssen, drei Autos pro Familie brauchen, sich aus Frust irgendwelchen Schrott im Internet bestellen und zweimal im Jahr aus den versifften Städten wegrennen. Am besten so weit wie es nur geht.

Fernreisen sind ja nicht umsonst so beliebt. "Nur von hier weg, so weit wie möglich!" hat damals Keimzeit, eine DDR-Band gesungen.

Wir rennen doch vor der Langeweile, vor dem "den Nachbarn nicht mehr kennen", vor dem Gestank in den Städten, der zunehmenden Gewalt und Verrohung, dem Mobbing, dem Frust und dem Gefühl der Sinnlsoigkeit weg! Rein in den Flieger und WEG!

Wir sind doch eine Gesellschaft von Wegrennern geworden, weil wir es uns so schlimm eingerichtet haben, dass nur noch die Flucht mit dem Auto oder dem Flugzeug bleibt. Und selbst auf den Dörfern haben sie mit kreissägen, Motorsägen und Rasenmäher alles dran gesetzt, dass die Menschen sich auch da das Leben gegenseitig zur Hölle machen (also wahrscheinlich die innere Hölle nach außen bringen). 

Und da das eben auch Wachstumsmärkte sind, arbeitet jeder auch unterbewusst daran mit, dass wir statt im Paradies in der Hölle leben, aus der wir dann per Fernreise einmal im Jahr Urlaub abhauen dürfen, um 14 Tage im Paradies Urlaub zu machen. Es gbt ja einen Grund, wieso immer mit Palmen, Meer und blauem Himmel, oder wunderschönen Berglandschfaten und immer hübschen Frauen und Männern geworben wird. Ach war das da schön! So ruhig!! Und die freundlichen Menbschen! Und dann wird vor Ort der Wahnsinn weiter getrieben und dann hat man zuhause dann Stress, Überlebenskampf, Job (nicht mehr der Beruf!).

Im Grunde ist die Fernreise und der Ausflug eine Art Überdruckventil. Ohne diese Fluchtmöglichkeiten würde es hier wohl keiner aushalten, ohne krank zu werden. Auf der anderen Seite ist es auch eine Art Möhre, die man den Menschen vor die Nase hält, denn so ertragen sie den kläglichen Alltag, statt wieder dort wo sie sind, etwas zu ändern. Muss man ja nicht, wenn man irgendwohin ins Paradies reisen kann.

Wenn man mal nachforschen würde, würde man wahrscheinlich sehen, dass die Menge an konsumiertem Alkohol in dem Maße abgenommen hat, wie es möglich war, nun auf andere Art und Weise zu flüchten. Früher konnten die ja nie weg, also wurde gesoffen. Heute trinkt man auch noch, aber vielleicht weniger, weil man heute ja wirklich auch kurzerhand mal abhauen kann.

Dabei könnten wir hier das Paradies erschaffen. Wir haben alles, was dazu notwendig ist. Sehr fruchtbares Land, gutes Wetter, Innovationen und Ideen, hervorragendes Saatgut, Informationsaustausch, Werkzeuge... wir könnten ohne Weiteres auch Bananen und Mangos anpflanzen, oder Feigen. Geht ja alles.

Und wir könnten dann die Wirtschaft auf einem Niveau laufen lassen, das wirklich nachhaltig ist und auch damit beginnen, die ganzen Traumatas der Menschen zu heilen.

Wie auch immer man das macht, nur so wie es jetzt läuft kann es nur gehörig in die Hose gehen. Und das wirds auch. 

Unbegrenztes Wachstum ist eben typisch für Krebs. Und da steht eben am Ende immer entweder die Heilung oder der Zusammenbruch des ausgesaugten Organismus.

—————

Zurück