Oh Mann...

17.04.2020 19:28

Geht schon wieder gut los. Den ganzen April bisher nur 2mm Regen, also faktisch nichts. Und es bleibt auch erstmal so:

Auch interessant: www.windy.com/de/-Regen-Gewitter-rain?rain,2020-04-21-09,46.529,13.184,5

Regen wieder vor allem im Süden, während der Norden austrocknet.

Jetzt treibt ja alles erstmal aus. Wenns aber im Mai genau so bleibt, also 2018 reloaded, dann gute Nacht!

Der Osten hat eh noch enormes Wasserdefizit im Gesamtboden und das eben alles noch als Auswirkungen der Dürre 2018. Das hat sich in vielen Gebieten seither nicht mehr erholt und wenn das jetzt wieder so losgeht.

Dann hat der ekelhafte Spätfrost im März alles, was vielleicht noch an Aprikosen und Pfirische durch die Kälte gekommen ist, wegrasiert. Habe bisher ganze zwei Fruchtanbsätze gesehen. Den ganzen Winter kein Frost, und dann aber zur Pfirsichblüte so richtig. Und das hat wohl auch die befruchteten Aprikosen erwischt. Die haben ja schon etwas eher geblüht und hatten auch gut Bienen drin, bevor es nochmal arschkalt wurde.

Zur aktuellen Wetterlage sagt Wetteronline:

Momentan liegt der Schwerpunkt des hohen Luftdrucks über der Nordsee und verlagert sich nur sehr langsam. Eine Folge davon ist besonders im Norden weiter andauernde Trockenheit. Zwar kommen zu Beginn des Wochenendes in der Südhälfte örtlich ein paar Schauer herunter, mehr als 10 Liter pro Quadratmeter sind aber wohl nicht zu erwarten.

10mm, das wäre ein Grund, ne Pulle Sekt aufzumachen! lol - wenn ich sowas saufen würde.

Grund dafür ist die spezielle Form der blockierenden Wetterlage: "High-over-Low". Dabei liegt das Hochdruckgebiet im Norden, wo sich normalerweise das Islandtief befindet. Dagegen liegt ein Tief im Süden, wo in der Regel das Azorenhoch für sonniges Wetter sorgen würde. Die atlantischen Tiefs werden abgelenkt und um das Hoch herumgeführt. Ihr Regen kommt in Deutschland nicht an.

Wir wohl doch Zeit für Himmelsakkupunktur. Damit sich dieser Knoten wieder löst! lol

Wie lange die Großwetterlage noch andauern wird, lässt sich derzeit anhand der aktuellen Wettermodelle nicht sagen. Es bleibt zu hoffen, dass sich daraus mit Blick auf den kommenden Sommer keine neuerliche große Dürreperiode entwickeln wird.

Pffff... ich bin bloß froh, dass wir noch Regenwasser speichern konnten und das durch den milden Winter gebracht haben. Wahrscheinlich kriegen wir hier sowas wie ein nördliches Mittelmeerklima, also milde, nasse Winter und dann heiße, trockene Sommer. Das heisst: mehr Wasserspeicher bauen und hinstellen.

Ich würde ja eh viel mehr Löcher buddeln und Teiche und Weiher anlegen, ringsrum Obstwäler und Gärten. Damit könnte man solchen Wetterveränderungen viel besser begegnen als mit dem den Agrarwüsten, die wir hier haben.

Und dann wäre auch niemand mehr arbeitslos. Im Garten gibts immer was zu tun.

Dazu noch Hühner, Enten, Gänse, Wildschweine, Ur-Rinder und Schafe und es lässt sich recht gut leben und eine gute Versorgung aufbauen.

Ackerflächen zu Gärten!

Das wäre die richtige Antwort auf diese Frage! Bäume beschatten, erzeugen auch ihr eigenes Klima und wirken so eben ausgleichend.

Bis jetzt mag ja aufgrund der Niederschläge die Agrarwüste machbar gewesen sein, aber ist das noch die richtige Antwort in Zukunft?

Oder muss man ganz anders denken?

Permakulturlandschaften mit viel Handarbeit?

Anlegen von Teichen und Retentionsbecken wie in Tamera?

www.researchgate.net/profile/Ana_Margarida_Esteves/publication/319175135/figure/fig5/AS:668887427317769@1536486598295/Before-and-after-the-construction-of-Lake-1-Source-Tameras-Ecology-Team.png

Also insgesamt weg von der großflächigen Landwirtschaft, hin zur kleinteiligen und nischenreichen Permakulturgärtnerei?

Wäre das die richtige Antwort auf die Fragen, die das Leben stellt?

Oder Gentechnik? Neue Züchtungen? Hilfsgelder? Noch größere Schläge?

Schauen wir mal, zu welcher Antwort wir fähig sind. Ob es wir was hören, was erstaunt, oder nur wieder Gestammel.

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