Omega-6 Überschuss

31.05.2016 19:25

Seit Beginn meiner Rohkostzeit habe ich periodisch mit einem Phänomen zu "kämpfen", dass ich erst jetzt besser verstehe. Es geht dabei um "eingeschlafene" Gliedmaßen. Früher habe ich immer so drei Wochen vegan gelebt mit vielen Nüssen, Avocados und Samen, und dann hatte ich plötzlich das Gefühl, dass mir Beine und Arme schnell einschlafen. Gleichzeitig hatte ich große Lust auf Fleisch, also nahm ich an, es liegt am B12. Vorigen Herbst in Spanien hatte ich das nach einer "Avocadowoche" ebenfalls. Da dachte ich, es liegt an der Avocado. Jetzt hatte ich es wieder. Diesmal ohne nennenswerten Avocadokonsum. Und dann wurde mir bewusst, dass ich immer einen Omega 6 Überschuss in der Ernährung hatte, wenn dieses Phänomen auftrat. Deswegen wohl auch mein Bedarf früher, fettes Wildschwein zu essen, später, als ich in Österreich lebte, gab es immer fetten Fisch, und jetzt, da Fisch seit meiner Fastenzeit zum Jahreswechsel irgendwie vollkommen uninteressant ist und fettes Wildschwein gerade nicht greifbar ist, habe ich Rohmilchbutter gegessen. Und zwar viel. Musste mich zum Teil bremsen. Und siehe da, wie schon immer beobachtet, klingt es mit einer Omega3-reichen Ernährung relativ schnell wieder ab.

Ich frage mich, wie das in der veganen Rohkost funktioniert. Kapseln? Lein- oder Chiasamen ohne Ende? Wie auch immer, ich folge da einfach meinen Instinkten.

Noch was zum Fisch: es ist tatsächlich das erste Mal, dass ich so lange keinen Bedarf an Fisch habe. Natürlich spielt auch der Preis eine Rolle. Heilbutt gab es in Cottbus für weit unter 20€ (mit Haut und Gräte, die man beides mitessen kann), Rotbarsch gab es letzten Herbst auch für etwas unter 20€ das Kilo. Da sag ich dann nicht nein. Bei 23€ und mehr kriege ich aber schnell die Kaufsperre. Das ist mir einfach zu teuer, genau wie die Preise, die ich sehe, wenn ich den Orkoskatalog aufschlage. Natürlich muss sich alles rechnen, aber es fällt mir schwer, Safus für 13,00€ und mehr das Kilo zu bestellen und dann noch Spass dabei zu haben.

Aber mal ganz unabhängig vom Preis war der Bedarf an Fisch doch recht gering in den letzten Monaten. Ich hatte ja in Spanien öfters Schwertfisch und, so meine Theorie, damit natürlich größere Mengen an Schwermetallen konsumiert. Eventuell wollte der Körper hier einfach keine Überlastung riskieren, zumal ja jeder fette Seefisch entsprechend belastet ist. Wäre, wenn es denn so wäre, ein schönes Beispiel für instinktive Regelungen des Körpers.

Selbst jetzt ist der Gedanke an Schwertfisch, auf den ich mich immer freue, wenns Richtung Treffen in Frankreich geht, eher langweilig. Dafür mag ich gerade Pferdefleisch und Rohmilchbutter. Und grüne Salate aus dem Garten, die sich auch richtig fettig anfühlen.

Dazu im www gefunden:

Alle Salatsorten enthalten kaum Magnesium, Calcium, Niacin, Vitamin B1, E und Linolsäure. (Wenn man als Kriterium mal ansetzt, dass 10% des Tagesbedarfs in 100 g enthalten sein sollen, schließlich müsste man dann um den Tagesbedarf zu decken 1 Kilogramm Salat pro Tag essen). Alle Salatsorten enthalten dagegen in höhere Menge Kalium, Folsäure, Carotine und Vitamin C, zudem noch nennenswerte Mengen an Linolensäure, eine Omega-3 Fettsäure. www.bernd-leitenberger.de/blattsalat-vitamine.shtml

Auch gut zu wissen, wieso ich derzeit so auf Kopfsalat abfahre. (Zum Salat gibts noch hier ein paar nette Infos: www.zentrum-der-gesundheit.de/salat-gesund.html. Interessant ist das:

Ist Kochkost besser als Salat und Rohkost?

Besagte Studie war auch in anderer Hinsicht bahnbrechend. So widerlegten die Studienergebnisse ganz eindeutig die von vielen Fachleuten bisher vertretene Ansicht, dass der menschliche Körper die Nährstoffe aus Rohkost nicht optimal verwerten könne und man besser die Nahrung kochen solle. Der während der Studie in der gesamten Testgruppe messbare Anstieg von Nähr- und Vitalstoffen im Blut nach dem Verzehr von Salat weist jedoch darauf hin, dass der Körper ganz prima dazu in der Lage ist, diese Stoffe aus Rohkost aufzunehmen und sie auch zu verwerten.

Kann man dann mal den unter die Nase reiben, die immer noch das Märchen von "Kochkost ist besser als Rohkost" erzählen.)

Schön, dass ich die Ursache dieses Phänomens jetzt mal abklären konnte. Mich hat es ja, so wird mir gerade bewusst, immer stark zu tierischen Produkten gezogen, wenn ich dieses Phänomen hatte. (Merke auch gerade, dass es schon gewirkt hat, sitze mit überschlagenem Bein vor dem PC und nichts passiert. Wäre vor ein paar Tagen schon längst "eingeschlafen").

Wer also ähnliche Phänomene bei sich beobachtet, sollte mal nach Omega3 / Omega6 schauen.

Aber was genau passiert da?

Ursache für eingeschlafene Hände und Füße: Gestörte Nervenleitung

Auslöser ist meist ein Nerv, der eingeklemmt oder dessen Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen beispielsweise durch eine ungünstige Sitzhaltung gestört ist. Das stört seine Fähigkeit, Informationen richtig weiterzuleiten.

Sensible Fasern des leidenden Nervs senden Signale an das Gehirn. Das ist das Kribbeln, das wir spüren. Es dient uns als Hinweis, dass der Nerv so bald wie möglich aus seiner Lage befreit werden sollte. Ist die falsche Haltung schuld, genügt es, die Körperlage zu ändern und so den Druck von der betroffenen Stelle zu nehmen. Geschieht das nicht sofort, kommt es allmählich zu Taubheitsgefühlen.

Omega 3 verbessert hier wohl die Arbeit der Nerven.

—————

Zurück