Radio-Propaganda

17.05.2017 00:04

Heute haben wir viel im Garten geschafft. Viel gemulcht, Mais gedrillt, Kürbisse und Zuccini dito. Mal sehen was draus wird. Dann war ich noch eine Stunde laufen. Danach war ich erstmal richtig ausgepowert.

Ich habe aber mitbekommen (oh schon wieder Synchronizität - aber das nur nebenbei, deswegen in Klammern lol), dass ich keine Nachrichten in TV und Radio mehr hören kann, ohne aus dem Koffer zu hopsen. Das ist nur noch Propaganda und für jeden, der sein Gehirn noch benutzt, unzumutbar.

Heute gab es eine Meldung, die ich im Radio zufällig gehört habe. Man sucht, weil immer mehr Betreuerinnen bald in Rente gehen, neue Kindergärtnerinnen (auch für die Krippe). Man denkt über duale Ausbildungen nach und auch Förderung von Quereinsteigern. Und man hat es als Erfolg angesehen, dass jetzt die Krippen und Tagestätten immer länger geöffnet sind. Somit sei es besser möglich, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.

Sowas kann man nur Menschen zumuten, die nicht mehr fähig sind zum Nachdenken.

Das was wir hier sehen, ist nicht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, es ist der Untergang der Familie! Je länger die Kinder fremdbetreut werden, desto weniger Familie ist möglich. Und wenn das bei Kindern unter 3 bis 4 Jahren passiert, gibt es laut Dr. Hüther und auch Dr. Maaz später gravierende Bindungsprobleme. Man kann sagen: kein Kind übersteht die Kindergrippe unbeschadet.

Meine Eltern waren voll berufstätig als ich Kind war. Und da hast du abends kein Familienleben mehr. Da wird noch schnell gegessen, dann gehts ins Bett. Oder sagen wir mal so: du hast ein ganz rudimentäres Familienleben. Das ist aber weit davon entfernt, wie es sein sollte, mit gemeinsamen Aktionen, Erlebnissen, gemeinsamen Arbeiten usw usw.

Wenn man es genau betrachtet, gibt es nur entweder oder: entweder Familie oder Volltimejob. Beides zusammen geht nicht. Diese Kinderfremdbetreuung ist einfach nur unnatürlich und lässt Bindungen zum Teil garnicht mehr entstehen.

Das Problem wie immer: der Kapitalismus mit seinem Wachstumszwang. Früher konnten Frauen noch zuhause bleiben und Mutter sein. Heute müssen oft beide voll arbeiten und haben weniger als der Mann alleine in den 70ern. Dass das Familien zerstört, auf ihre Basisfunktionen reduziert oder zumindest stark beeinträchtigt, sollte klar sein.

Und von intakten Großfamilien wie früher reden wir noch garnicht.

Und genau deswegen ist das eine Lüge, Propaganda, wenn man es als Erfolg hinstellt, dass jetzt die Kitas zunehmend länger offen bleiben, damit Beruf und Familie unter einen Hut geht. Beruf und Familie geht aber nicht unter einen Hut, wenn die Kinder bis 5 oder gar 6 in der Kita hocken. Alles was danach kommt hat mit Familie nur noch wenig zu tun oder ist nur noch eine Basisfunktion. Abfüttern, ins Bett bringen.

Man muss doch mal wirklich fragen, wieso früher das Geld eines einfachen Arbeiters reichte, um ein Haus zu bauen, zwei Kinder großzuziehen, ein Auto zu fahren und einmal in den Urlaub zu fahren. Und die Frau konnte dahei bleiben!

Und jetzt, 40 Jahre später, mit enorm gesteigerter Produktivität, sprich, wir bringen so viel mehr pro Stunde zusammen als damals, müssen beide oft 40h und mehr arbeiten, damit es überhaupt zum Überleben reicht. Wo ist das Geld hin?

Sowas geht nur, wenn die Menschen sich permanent verarschen lassen. Schaut nur mal die letzte Wahl in NRW. Sowas kann nur passieren, wenn Millionen so dressiert und gehirngewaschen sind, dass sie diejenigen, die das alles verursacht haben, auch noch wiederwählen.

Nein, die Kitas sind im Grunde die Zerstörer der ursprünglichen Familien. Das, was hier in der DDR abging, mit den Kitas und Krippen, dass war keine Errungenschaft, das war aus der Not heraus erfunden worden, weil man auch die Frauen in die Produktion stecken musste, damit es reicht.

Natürlich wirken Kindergärten für Kinder ab einem bestimmten Alter stimulierend und fördernd. Aber bis drei Jahren, das zeigen anscheinend alle Studien, ist es genau das Gegenteil.

Nein, es geht hier nicht um Familien, es geht darum, auch Frauen in Jobs zu bringen, damit die Megamaschine, so nenne ich das System, über Kredite, Zins und Zinseszins von Fleissig nach Reich umverteilt. Und je mehr arbeiten, desto mehr wird umverteilt.

Aber klar, was wollen viele machen?

Im Grunde halte ich den Kapitalismus für familienfeindlich und zerstörerisch. Nur die Wohlhabenden können es sich noch leisten eine Familie im Wortsinne zu gründen, der Rest macht Kinder und ist gezwungen, die abzuschieben in eine Fremdbetreuung, damit die Kohle reicht am Ende. Oder sie sind nicht gezwungen und machen es dennoch, weil es auch irgendwo bequem und Zeitgeist ist. Für diese Struktur müsste man eigentlich ein neues Wort erfinden. Da spielen ja die Betreuer energetisch massiv mit rein. Im Grunde ist das eine Staatilie. Denn der Staat bildet ja die Kitabetreuer aus, und die übernehmen die Aufgabe der Betreuung, werden Bezugsperson und haben somit enormen Einfluß auf die Kinder.

Och, so ein Zufall! Da passt ja das gerade genau rein. Gerade geschrieben und schon kommt das Thema auch von woanders her. lol

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