Regen und Kirschen und etwas übers System

13.07.2018 22:15

Gerade bei Wetteronline gelesen: Der Sommer ist bisher warm, aber ohne großer Hitze.

Da sage ich mal Gott sei Dank! Es reicht auch so schon.

Ich bin eigentlich schon etwas auf Herbst eingestellt. 3,5 Monate Sommer sind rum. Und der Körper ist es ja gewohnt, dass dann langsam der Herbst einsetzt. Na ja, die Blätter färben sich ja schon gelb. 

Nur geht der Sommer jetzt erst richtig los und geht nun die nächsten acht Wochen.

Na schauen wir mal...

Mal wieder für die Akten, damit ich das mal dokumentiere.

Bin mal gespannt, wie sich der Regen ausgewirkt hat. Aber es wird ja schon wieder heiss und trocken und soviel Regen war es ja in der Fläche nicht. Klar, regional kam wieder viel runter, aber insgesamt war es wohl recht übersichtlich. Bei uns gabs es 6mm. Besser wie nichts, da waren die ersten Zentimeter der Erde mal gut durchnässt. Heute war aber schon wieder alles trocken, da gleichzeitig ein ziemlicher Wind wehte.

War aber trotzdem mal schön, dass es mal wieder geregnet hat. Da werden Erinnerungen wach... an früher.. lol

1. Der erste Regen seit langem in der Wüste.

Man sieht ja auch, wie ausgetrockent die Landschaft ist.

Heute haben wir nochmal Kirschen gepflückt. Da hängen immer noch ZENTNER auf den Bäumen und keinen interessiert es. Man sieht ja, dass die Bäume zumeist vollkommen jungfräulich sind und nicht mal die unteren Äste leergepflückt sind. Es gibt einfach kein Interesse daran. Obwohl sie zur freien Verfügung sind. Einfach Leiter ins Auto, Eimer und los gehts. Aber selbst das ist den Leuten zuviel. Und so stehen da (noch!!) dutzende Kirschbäume (die auch extrem unter der Hitze und der Trockenheit leiden und deswegen wohl noch schneller absterben werden), brechend voll mit tiefschwarzen und roten reifen Kirschen. Und keinen interessierts.

Nicht mal zum Sofortverzehr wird angehalten. Die Bäume, bis auf die, wo wir waren, sehen vollkommen unberührt aus. Man sieht auch keine niedergetretenen Flecken auf dem Feldern nebenan oder auf der Böschung, keine Blätter, die mit abgerupft wurden, keine kleinen abgebrochenen Äste. NICHTS. Kirschen ohne Ende... und NIEMANDEN interessierts.

So krass...

Kein Wunder, dass die dann weggeschnitten und nicht mehr ersetzt werden.

Warum auch?

Das Gleiche gilt übrigens auch für die Bevölkerung hier. Heute ging das durch die Nachrichten:

In Sachsen-Anhalt sind erneut deutlich mehr Menschen gestorben als Babys geboren wurden. Rund 32.800 Todesfällen standen im vergangenen Jahr nur etwa 17.800 Geburten gegenüber. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor, die am Freitag veröffentlicht wurden.

www.mz-web.de/sachsen-anhalt/negative-entwicklung-mehr-sterbefaelle-und-weniger-geburten-in-sachsen-anhalt-30955262

Ökologisch ja durchaus sinnvoll. Aber wirtschaftliche eine Desaster! Wie will man da noch mehr Wachstum generieren? Wer soll dann die Versicherungen kaufen? Die Fernseher? Die Autos? Wer soll die ganze Arbeit erledigen, damit sich das Kapital akkumulieren kann? Die Kredite tilgen?

Schrumpfungen sind im System nicht vorgesehen.

Dabei wäre es ja ökologisch einfach super, wenn die Bevölkerung schrumpft. In Deutschland leben im Schnitt pro Quadratkilometer 230 Menschen. Ein ganzes Dorf pro Quadratkilometer.... das ist einfach sehr dicht besiedelt. Und die wollen alle große Autos, Fernseher, Computer, Wasser, Strom, Häuser, Carports, volle Kühlschränke ... und Arbeitsplätze mit hohem Energie- und Ressourcenverbrauch.

Da wären Schrumpfungsprozesse durchaus sinnvoll. Dann könnte man wirklich irgendwann alles auf Bio umstellen, auf erneuerbare Energien usw...

Statt dessen wird aus rein wirtschaftlicher Notwendigkeit (niemand sollte so naiv sein, humanistische oder menschenfreundliche Motive zu vermuten) die Bevölkerung von außen aufgefüllt. Was auch nicht so richtig funktioniert, aber wie will man sonst ewiges Wachstum generieren? Deswegen wird da eben im Fernsehen ganz offen gesagt, dass "wir" gerade ein Experiment wagen, eine monoethnische Gesellschaft in eine multiethnische umzuwandeln. Was klappen kann... oder auch nicht...

Mit diesem Wirtschaftssystem wird es KEINE wirklichen Veränderungen geben, kein besseres Leben, keine ökologische Wende, keinen Frieden, keine glücklichen Kinder.

Heute habe ich das gefunden:

Der Liebes-Betrug

Kindertagesstätten werden schöngeredet, um das gesellschaftliche Gewissen zu beruhigen.

Kinder brauchen ihre Eltern — aber die Wirtschaft braucht sie auch. Also müssen die lieben Kleinen anderswo zwischengelagert werden: oft in Großgruppen von mehreren dutzend Kindern, betreut von überfordertem Personal. Eltern bemerken Missstände und Misshandlungen in Kitas oft erst spät - oder wollen sie nicht bemerken.

Die Wirtschaft braucht die Eltern... und deswegen werden die Kinder irgendwo zwischengelagert... das sind starke Worte, aber sie treffen des Pudels Kern. Kein Kind übersteht die Kindergrippe emotional unbeschadet. Das ist nun ausreichend nachgewiesen.

Aber kann man einfach zuhause bleiben?

Nein. Aber dazu komme ich noch. Vorab noch diese Aussagen aus dem Text einer "Insiderin":

Nehmen wir zum Beispiel eine große Initiative zur Verbesserung der Ernährung der Kinder. Da wird wohl wieder Coca Cola oder Nestlé gesponsert haben, dass am Anfang ein großes Buffet für alle Beteiligten aus Verwaltung, Wissenschaft und aus der Praxis (Leiterinnen) bereitsteht.

Dann kommen die vollmundigen Versprechungen, die Appelle, die Zukunftsprojekte und alle gehen satt und zufrieden nach Hause.

Es wurde nicht über Zucker geredet, siehe Sponsor, aber viel über mögliche Verbesserungen, denn die Kinder sind — wie immer — unsere Zukunft, sind das Wichtigste, ihre Gesundheit muss an erster Stelle stehen, sonst lernen sie auch nicht richtig gut und so weiter.

Man kann es nicht ändern! Weil es eben nur so Wachstum verspricht. Deswegen bleibt alles beim Alten und es geht über Jahre, ohne dass sich was zum Besseren wendet. Es geht auch nicht in der Masse. Klar gibt es gute Kitas mit Demeterversorgung, wie im Text auch angemerkt, aber das geht nicht in der Masse. Weil es gesamtwirtschaftlich eine Schrumpfung wäre.

Dr. Maaz hat den Vorschlag gemacht, das Geld, was ein Kitaplatz den Staat kostet, lieber den Müttern zu geben. Was für ein Träumer. Und wie wenig Ahnung er von Wirtschaft hat! Mit den 1.200€ pro Kind schafft der Staat Arbeitsplätze, und zwar Kindergärtnerinnen UND die Mütter können so schnell wie möglich nach dem Kinderkriegen wieder arbeiten gehen, was eben zur Kapitalakkumulation notwendig ist. Die passiert ja nicht von alleine, sondern durch geleistete Arbeit. Blieben die Frauen zuhause, würden Stellen in den Kitas wegbrechen UND viele Arbeitskräfte dem Hamsterrad entzogen werden.

Und genau deswegen ändert sich NICHTS. Sondern vieles wird immer schlechter.

Es ändert sich auch nichts im Naturschutz, im Klimaschutz, im Gesundheitswesen.

Wieso kommen heute in den westlichen Ländern so viele Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt?

Weil das mehr Wachstum bedeutet. 

Aber nochmal zurück zu der Frage, ob Mütter einfach mal zuhause bleiben können?

Nein!

www.nachdenkseiten.de/?p=44808

Ein Verdiener reicht heute in vielen Fällen kaum noch aus, um die Familie vor Armut zu bewahren. Ist die Mutter in einer Paarfamilie länger nicht erwerbstätig, leben 32 Prozent der Kinder dauerhaft oder wiederkehrend in Armut. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hervor. Noch gravierender ist die Situation, wenn die Mutter alleinerziehend und arbeitslos ist: Dann liegt der Anteil bei 96 Prozent.

Muss man sich klarmachen: Mütterlichkeit können sich viele nicht mehr leisten! Richtige frühkindliche Betreuung und liebevolle Mütterlichkeit, DIE Faktoren für eine gesunde Entwicklung schlechthin, sind mit einem enormen Armutsrisiko verbunden.

Und genau deswegen haben, wie im obrigen Text erwähnt, die Kitas solche Macht!

Das ist alles nur noch krank.

Aber aus diesem System heraus wird sich das nicht ändern. Es mag für Einzelne gehen, für welche, die sich hier Freiräume schaffen, aber eben nicht für alle.

Weil nichts gesamtwirtschaftlich schrumpfen darf!

Na ja, und deswegen wird es so weitergehen wie gehabt und sich weiterhin schrittweise verschlimmern. Die Sterbefälle über die Geburtenraten werden weiter ansteigen, die Kinder werden noch mehr in schlechte Kitas gesteckt (gute sind teuer!! Und ich war vor 40 Jahren schon in einer schlechten!!! 40 Jahre und nichts hat sich wirklich verbessert!), es wird weiterhin Migration geben, um das auszugleichen, die Natur wird weiterhin geschunden werden, die Obstbäume gefällt, der Klimawandel wird weitergehen, die Emissionen weltweit dito, der Stress wird zunehmen, es wird noch mehr Krankheiten geben, weil das Kohle bringt, die Verstädterung sowieso...usw usw...

Das sind alles ganz betrübliche Aussichten. Aber leider ist es das, was die Masse eben auch möchte. Weiter so. Oder zumindest so ähnlich weiter so.

Was kann man dem entgegen setzten?

Nur eines: man muss sich eben ganz individuell Freiräume schaffen. Diese Möglichkeiten gibt es ja... und eben mal schauen, wo abgefuckte Systemmeme dem Glück und dem Ausweg im Wege stehen. Also wer will, kann schon was für sich ändern. Aber das ist natürlich auch ein Kampf und, ich sehe es am Garten, man bleibt von den Auswirkungen des Massenbewusstseins, jetzt eben die Klimaveränderung, nicht verschont.

Meine größte Sorge ist, dass das System in den letzten Zügen nochmal richtig wild um sich schlägt und alles abfuckt... es also Jahrzehnte noch "so ging", aber kurz vor Schluss nochmal alles versucht wird, um das Systemam Leben zu erhalten und diese Versuche dann in kurzer Zeit ALLES so hinreiten, dass es ganz schlimm werden wird.

Aber vielleicht braucht es das auch...

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