Jäger- und Sammler, der Norden, Fisch und Intelligenz

09.11.2018 23:54

Gestern abend, man sieht ja, wann ich angefangen habe, den Artikel zu schreiben, hatte ich noch eine Eingebung und legte mit dem Schreiben los. Nebenbei kommt oft eins zum anderen und man stolpert noch über einige andere Quellen und Hinweise bei der Recherche und so auch gestern.

Ich habe, die Abbildung kommt dann noch weiter unten, etwas gesucht zum Thema Intelligenz und bin dann über einen Intelligenztest gestolpert. Ok, erst wollte ich nicht, aber er sollte nur 10 Minuten dauern (Pustekuchen!!). Ich habe dann mal angefangen und bin dann irgendwie hängengeblieben. Es sollten 40 Aufgaben gelöst werden und mit jeder Aufgabe wurde es schwieriger. Bei den letzten 10, ich war schon todmüde, musste dringend mal pinkeln und wollte endlich ins Bett, habe ich richtig überlegen müssen.

Dann war ich fertig!

Endlich.

Welchen IQ habe ich?

Ich hatte ein gutes Gefühl bei der Sache und dachte, dass ich alle Aufgaben korrekt gelöst hatte. Hier und da ein Fehler vielleicht, aber grundsätzlich sollte es passen. Schließlich hatte ich echt was investiert und mein Gehirn richtig angestrengt.

Dann das Ergebnis: Der IQ für Deutschland liegt im Durchschnitt bei 99 Punkten. Ihr Intelligenzquotient liegt darüber.

Prima.

Und?

Eine detaillierte Analyse (ja.. die will ich!!) ... bitte Email ... (Ok...)... Danke für ihre Anmeldung.

Eine detaillierte Analyse und ihr genauer IQ wird ihnen an die hinterlegte Adresse geschickt. Bitte überweisen Sie vorab 9,95€!!

NOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO!!!!

Tja.. die ganze Arbeit umsonst. Zumindest ohne klares Ergebnis. Erinnert mich an einen mühsamen und völlig verrückten Aufstieg auf einen Berg, den ich mal spontan noch nach einem anstrengenden Berglauf absolviert hatte und wo ich am Ende den falschen Weg nahm und satt der Belohung einer schönen Aussicht völlig fertig zwischen lauter Buchen stand und NICHTS sah... lol. Der Punkt mit der guten Aussicht war der andere Weg gewesen.

So eine...

Ich habe natürlich nicht überwiesen. Wahrscheinlich kriegt jeder, der da Geld bezahlt, gleich 5 IQ Punkte automatisch abgezogen! lol

Tja.. todmüde, Blase voll, frustriert, Artikel nicht fertig... so gings dann halb vier ins Bett.

Dann muss ich das eben jetzt noch fertig schreiben:

Diese Quelle (www.rosenfluh.ch/media/ernaehrungsmedizin/2014/05/Essen_wie_in_der_Steinzeit__Darwin_als_ultimativer_Ernahrungsberater__Teil_3.pdf) liefert einiges an Infos und bringt so manches Licht in bisher dunkle Zusammenhänge, die nur durch endloses Theoretisieren versucht wurden zu lösen.

Mal alle Theorien beiseite, ich bin ja sowieso eher der Praktiker und das ewige theoretisieren geht mir eigentlich auf den Sack, und deshalb schauen wir uns mal die Praktiker an. Also die, die noch so ursprünglich wie möglich leben, also wieder die Jäger und Sammler dieser Welt. Die leben noch am dichtesten an dem, was wir als "Natur" nennen.

Man fragt sich ja häufig, was man essen soll, welche Produkte natürlich sind, wie hoch der Anteil der tierischen Produkte sein sollte, wieviele Früchte und ob man sich da an den Tropen orientieren sollte, oder ob man sich eher regional ausrichtet. Viele Fragen, auf die jeder nach seinen Vorlieben Antworten findet.

Die Instincto lieferte ja den Leim, der diese Fragen irgendwie zusammenhält und auch beantwortet. Zumindest theoretisch. In der Praxis gab es aber erstaunlich viele Fehlschläge, die immer damit begründet wurden, dass man die Instincto eben nicht richtig praktiziert hätte. Erinnert mich irgendwie an so Fake-Kampfkünste. Jedesmal wenn dann einer verloren hat, war es, weil er es nicht richtig machte.

Ich möchte den Wert der Instinktiven Rohkost garnicht runterreden, ich bin halt nur nach nun 20 Jahren Rohkost(szene) einigermaßen ernüchtert. Ich habe ja im November (jedenfalls meine ich, dass es November war) quasi immer Rohkostgeburtstag und irgendwann im Herbst 1998 ging es ja los mit der ganzen Rohkostfresserei (lol).

Mich haben seit Kindesbeinen die Ur-Menschen interessiert und ich bin eigentlich mehr von dieser Schiene auch in der Rohkost beeinflusst worden und habe deswegen recht schnell, weil ich es irgendwie cool und ur-menschlich(!!!) fand, Fisch und Fleisch zu essen und es auch zu trocknen.

Aber was sind denn nun die ungefähren Anteile in der Ernährung? Was haben unsere Vorfahren ungefähr gegessen, bevor Ackerbau und Viehzucht Einzug hielt? An diese Nährstoffmengen müssten wir ja theoretisch noch mehr angepasst sein, als an die Tropen, deren Verlassen immerhin 100.000 Jahre zurückliegt. Und hier sprechen wir von den Savannen! Dort, wo es nur kleine Beeren gibt.

www.researchgate.net/profile/J_Berbesque/publication/229084329/figure/fig1/AS:300886661320711@1448748378274/Examples-of-Hadza-foods.png

(Kann sein, dass der Link nicht funktioniert, dann einfach copy-paste)

Den tropischen Regenwald haben wir ja schon viel eher verlassen. Da sprechen wir von 2,5 Millionen Jahre.

upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/27/Spreading_homo_sapiens_la.svg/2000px-Spreading_homo_sapiens_la.svg.png

Nur mal nebenbei bemerkt: die Inuits haben erst vo 15.000 Jahren aus China kommend den arktischen Bereich besiedelt. Und seit dieser Zeit gab es einige enorme genetische Anpassungen an diesen Lebensraum:

Biologen haben spezielle Mutationen im Erbgut der Inuit nachgewiesen. Diese steuern den Fettstoffwechsel und ermöglichen so eine fettreiche Ernährung ohne Schäden für die Gesundheit. Zudem verstärken die Mutationen die Produktion von Körperwärme, was bei den eisigen Temperaturen in Grönland überlebenswichtig ist.

www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/mutationen-im-erbgut-der-inuit-entdeckt-13372232

Da sieht man mal, wie schnell das geht.

Dass sich Menschen durch genetische Mutationen ihrer Umgebung anpassen, wurde bereits im Jahr 2013 nachgewiesen. So haben beispielsweise die Menschen im Zentrum des Ganges-Delta eine natürliche Resistenz gegen Cholera entwickelt. Rasmus Nielsen von der University of California in Berkeley meint, dass sich menschliche Populationen darin unterscheiden können, wie sie auf spezielle Ernährungsformen reagieren. Dies bedeutet, dass die Gene darüber entscheiden, welche Nahrung gesund oder schädlich ist. „Wenn jemand beispielsweise seine Ernährung auf Steinzeitkost umstellt, würde es wohl von seinem Genom abhängen, wie sich das gesundheitlich auswirkt“, erklärt Nielsen. Aus diesem Grund hätte es vermutlich schlimme gesundheitliche Folgen, wenn sich ein Europäer wie ein Inuit ernähren würde.

Und umgekehrt?

Was ist, wenn sich ein Europäer wie ein Mensch aus den Tropen ernährt? Wie ein Thailänder oder ein Kongolese? Oder was passiert, wenn man einen Inuit mit Früchten aus Thailand versorgt?

Und welche Ernährung ist dann für unsere Gene relevant und passend?

Die Biologen des Forscherteams haben für ihre Arbeit das Erbgut von 191 Inuit aus Grönland mit dem von 60 Europäern und dem von 44 Han-Chinesen verglichen. Bei fast allen genetischen Proben der Inuit entdeckten die Forscher die genetische Mutation. Dieselben genetischen Veränderungen fanden sie hingegen nur bei zwei Prozent der Europäer und bei 15 Prozent der Han-Chinesen. Die Forscher schließen daraus, dass die genetische Mutation mindestens 20.000 Jahre alt sein muss. Zu dieser Zeit lebten die Vorfahren der Inuit noch in Sibirien. Die genetischen Veränderungen ermöglichten das Überleben im arktischen Klima bei protein- und fettreicher Ernährung. Die genetisch bedingte Umstellung bei der Verwertung von Nahrungsfetten und der Bildung körpereigener Fettsäuren könnte laut Ansicht der Forscher auch das Körperwachstum begrenzt haben.

Die Forscher fanden noch weitere genetische Mutationen. So beispielsweise ein Genom, welches einen besseren Schutz vor oxidativem Stress bei hohem Fettkonsum bietet oder ein Genom, welches die Entwicklung von Fettleibigkeit und Diabetes verhindert.

Nicht nur die Inuits, auch die Ewenken haben solche Mutationen und können direkt aus ATP Wärme in den Zellen generieren.

Es bleibt also die Frage, wie haben sich unsere Vorfahren hier, bevor sie Ackerbauern und Viehzüchter wurden, ernährt? Dazu muss man eben wieder "in die Natur" schauen, bzw. die Daten von Völkern heranziehen, die noch wie die Steinzeitmenschen hier leben und zwar auf ungefähr dem gleichen Breitengrad.

Es bringt ja nichts, in die Savannen Afrikas zu schauen...

So, wenn ich die oben genannte Quelle heranziehe, dann sieht man in Abbildung 2 etwas sehr Bemerkenswertes, was auf viele Fragen auch Antworten gibt:

Es wurden hier knapp 400 Völker untersucht und man hat die Anteile der Nahrung (Fisch, Fleisch, pflanzliche Nahrung) untersucht und pro Breitengrad aufgeschlüsselt.

Nun kann man ganz genau sehen, welche Anteile die Völker haben (und wahrscheinlich auch vor der neolithischen Revolution hier hatten), wenn man den Breitengrad kennt, wo sie leben.

Wir leben hier ca. auf dem 50. Breitengrad. Und da sind wir bei ~20% pflanzlicher Kost, 35% Wildfleisch und 45% Fisch.

Das war wahrscheinlich auch die Ernährung unserer Vorfahren hier in Europa. Und es erklärt auch, wieso fettes Wildschwein und fetter Fisch für viele bis heute zu den besten Sachen überhaupt gehören. Eben weil sich das in unsere Gene eingeprägt hat, und das hat es, weil Gene eben gespeicherte Erfahrungen sind, die das Überleben gesichert haben.

Und es erklärt auch, wieso viele im Norden Probleme mit Früchten haben (Untergewicht, Frieren, Zahnprobleme, Blähungen). Einfach weil es nicht unsere angestammte Ernährungsweise ist! Es ist die Ernährung der Tropenmenschen! Oder der Subtropenmenschen. Das gibt es so nicht im Norden und die Fähigkeit, dass die Fähigkeit, größere Mengen Fruchtzucker zu verdauen, mit der Zeit verloren wurde, war auch schon Thema hier im Blog. Was nicht gebraucht wird, atrophiert, sprich, bildet sich zurück.

Und es erklärt auch, wieso derzeit viele Menschen mit großer Lust eine Carnivordiät machen, sprich, nur Fleisch essen. Viele fühlen sich da anscheinend wie neu geboren. Ist gerade ein großer Trend in den USA. Und wahrscheinlich wirklich gesünder, kräftigender und sättigender als andere, mehr politisch korrekte Ernährungsformen.

Oder wieso bis heute viele Menschen Wildkräuter präferieren.

Nun hat es natürlich auch hier saisonale Schwankungen gegeben, wie bei den ostafrikanischen Hazda, deren Ernährungsverteilung im Jahresverlauf man in Abbildung 4 der verlinkten Quelle sieht. Und bei den europäischen Vorfahren stand sicherlich auch Wildhonig auf dem Programm. Den gab es ja hier auch.

Nun ist da immer das Problem, dass alle Völker mittlerweile kochen und entsprechend ist es auch alles etwas verzerrt.

Die Frage ist nur, wie würde man sich fühlen, wenn man mal so mutig ist (ich war es, wegen der vielen Warnungen auch von Burger etc. nicht und habe einen weit höheren Anteil an Pflanzenkost) und mal probehalber auf so eine rohe Jäger- und Sammlerkost geht.

Friert man dann weniger?

Wie reagieren die Zähne?

Wie ist der Energielevel?

Die Verdauung?

Die sexuelle Lust und die Potenz?

Wie wäre der Zustand der Befriedigung?

Gäbe es noch Unzufriedenheit? Überessen? Zuckerflash? Proteinüberlastung?

Also wirklich mal diese Werte bezüglich Fisch, Fleisch und Pflanzenanteile einhalten.

Mir war bisher nicht klar, welche Anteile genau die jeweiligen Völker je Breitengrad konsumieren. Das war bis dato eigentlich immer so ein rumtheoretisieren, jetzt weiß man es aber im Grunde recht exakt. Ich muss auch zugeben, dass ich die Abbildung 2 auch übersehen, bzw. weil sie auch so unscharf ist, etwas missachtet habe.

Man sieht aber, dass je weiter nördlich man kommt, der Anteil von Fisch rapide ansteigt.

Und jetzt wirds richtig interessant: man kann davon ausgehen, dass unsere Vorfahren in Europa vor ~8.000 Jahren, also bis zur Ausbreitung von Ackerbau- und Viehzucht (www.oekosystem-erde.de/html/bilder/ausbreitung-web.gif) so gegessen haben, wie in Abbildung 2. Also viel Fleisch und viel Fisch, aber auch viel pflanzliche Nahrung. Gut ausgewogen und entsprechend der Region passend halt.

Ok, nun kann man nicht sagen, dass mein Ur-Ur-....................Urvorfahr hier vor 8.000 Jahren hier durch die Wälder südlich der Elbe gejagt ist, weil sich der Ackerbau und die Viehzucht ja auch mit den Menschen, die einwanderten, verbreitet hat.

Siehe www.wikiwand.com/de/Anatolien-Hypothese

Und hier: upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/36/Haplogroup_J2%28Y-DNA%29.png/1280px-Haplogroup_J2%28Y-DNA%29.png?1541808291794

Da sind also Menschen eingewandert, die sich mit den hier lebenden Jäger- und Sammlern mit der Zeit vermischten. Daraus entstanden dann mit der Zeit die jeweiligen Völker und Stämme.

Aber bis dahin hat man eben entsprechend viel Fisch konsumiert.

Je weiter nördlich, desto mehr Fisch. 

Jetzt schauen wir uns mal das an:

ourworldindata.org/intelligence

Hier sieht man, dass die nördlichen und hier vor allem die Länder mit Zugang zu Meeresfisch die höchsten IQ-Werte aufzeigen, während die tropischen und subtropischen Länder da doch hinten dran sind.

OK, wie immer sind solche Studien mit Vorsicht zu genießen. Und wie immer wird hier auch heftigst gestritten, ob die Methodik OK war oder ob man das alles wissenschaftlich haltbar ist.

Nehmen wir mal an, es passt soweit.

Dann kann man schon sehen, dass Fisch, und dann vor allem fettreicher Kaltwasserfisch, neben anderen Faktoren wie Klima, Historie, Überlebenskampf, über die Jahrtausende eine entscheidende Rolle gespielt zu haben scheint. Aber auch Jod spielt bei der Ausbildung von Intelligenz eine entscheidende Rolle (ARTE-Doku zum Thema: www.youtube.com/watch?v=_gjNMJVqGTA&t)

China, und da vor allem die Küstenregionen, Korea und Japan sind hier die Länder mit den höchsten Intelligenzquotienten.

Und dort wird bis heute viel Fisch gegessen. Auch roh! Da hat sich also eine Tradition erhalten.

 

c1.staticflickr.com/5/4170/33716995454_9996f1b1b8_b.jpg

Ich selber habe ja seit Kindesbeinen gerne Fisch gegessen und auch in der Rohkost ordentlich viel davon verzehrt. Vor allem Heilbutt und anderen Meeresfisch fand ich super. Der Bedarf ist aber seit 2016 etwas zurückgegangen. Wobei der Bedarf maßgeblich auch vom Preis der Produkte und dem ökologischen Gewissen mitbestimmt wird. 30€ für ein Kilo Babyheilbutt, auch noch aufgetaut, also bitte!

Letzte Woche hatte ich mal wieder Hering und der war richtig gut.

Intelligenz scheint hier also vor allem da entwickelt zu haben, wo neben vielen anderen Faktoren der Zugang zu hochwertigen Omega-3-Fettsäuren vorhanden war. Und das auch im Inland.

Und wie gesagt, noch im Jahr 1900 hat man pro Jahr 85.000 Tonnen Lachse nur im Rhein gefangen. Da kam das Meer zu den Menschen.

Um 1900 wurden allein aus dem Rhein jährlich 85.000 Tonnen Lachs gefischt.

www.zeit.de/2006/34/Stimmts-Essen

Viele behaupten ja, dass Deutschland im 19. Jahrhundert seinen Peak Intelligenz hatte. Kann man nachvollziehen, wenn man mal schaut, was es da an Genies in allen Bereichen (Wissenschaft, Ingenieurswesen, Kunst, Philosophie, Musik, Staatswesen [Bismarck]) gegeben hat.

Aber auch hier: das Paradies konnte der Gier nicht standhalten.

Dass Erlöschen der Wanderfischpopulationen korreliert zeitlich eng mit der Errichtung von Wanderhindernissen; als weitere Faktoren wirkten sich die Verschlechterung der Wasserqualität, der Flussverbau und die Überfischung der Restbestände aus. Im Hochrhein wurden noch 1900-1910 Lachse gefangen (wichtigster Wirtschaftsfisch). Hier schnitt der Kraftwerksbau der Werke Augst-Whyhlen (1907-1912) und Laufenburg (1908-1914) bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Zugang zu wichtigen Reproduktionsgebieten (u.a. Hochrhein zwischen Waldshut und Albbruck-Dogern) ab. Mit der Fertigstellung des Kraftwerkes Märkt (1932) kam der Lachsaufstieg in den Hochrhein praktisch zum Erliegen, lebte aber nach Zerstörung des Stauwehres 1945 durch Fliegerangriff vorübergehend wieder auf (Fänge unterhalb Kraftwerk Augst-Whyhlen). Eine vergleichbare kurzfristige Rückkehr des Lachses in der Wiese und dem Rhein bei Basel wurde im Winter 1944/45 nach der Bombardierung des Kraftwerkes Kembs verzeichnet. Der letzte Lachs im Hochrhein wurde 1954 mit Aufstau des Kraftwerkes Birsfelden gefangen; unterhalb Birsfelden gelangen die letzten Fänge 1958 (Bartl et al., 1993). Die Lachse laichten im Rhein und in den Giessen bzw. nach Bau des Märkter Stauwehres im Restrhein/Altrhein. Die letzten Lachse im Oberrhein wurden nach Bartl et al. (1993) offenbar noch Mitte der 1960er Jahre gefangen. Spätestens mit dem Bau der Staustufen Rheinau (1964) und Gerstheim (1967) waren der Lachs und alle anderen anadromen Arten stromaufwärts verschwunden.

https://www.lachsprojekt.de/main/Rheinlachs.html

Bis nach Waldhut und weiter kamen die Lachse, also bis in die Schweiz.

Selbiges gilt auch für Elbe, Saale, Oder...

Würde es mehr omnivore Rohköstler geben, dann würde auch der Druck dahingehend kommen, endlich wieder Lachs essen zu können. Ich bin ja schon lange der Meinung, dass alleine durch das Vorziehen "guter Produkte" wieder alles so hergerichtet würde, dass den Naturschützern das Herz aufgeht.

Weidefleisch vs. Massentierhaltung?

Grasfütterung vs. Soja?

Gemüse aus einem Permakulturgarten vs. konventioneller Anbau?

Die Menschen würden sich alleine wegen des Geschmacks und der Wirkung für das entscheiden, was der Naturschutz händeringend erhalten will.

Auf der Streuobstwiese selber sammeln, also ganzheitlich das Produkt erwerben, oder Säulenobst aus konventionellem Anbau?

Und die Menschen würden auch eine Populationskontrolle einführen, um die natürlichen Ressourcen nicht zu übernutzen. Es wäre also der Weg in die richtige Richtung.

Unsere Vorfahren haben vor 7.000 Jahren noch extrem viel Fisch gegessen, immerhin fast die Hälfte ihrer Kalorien durch Fisch gedeckt und so wahrscheinlich so den Grundstein für die Entwicklung der Intelligenz gelegt.

Jetzt müssen wir eben wieder intelligent sein und so handeln, dass Körper, Geist und Natur wieder in Einklang kommen, statt die Intelligenz dafür einzusetzen, alles kaputt zu machen und die wichtigen Ressourcen wie eben Fisch auch noch mit Mikroplastik zu verseuchen.

Das ist hier etwas wie Endgame.

Jetzt entscheidet sichs.

Entweder geht das alles wieder in eine gesündere Richtung, oder es bricht Schritt für Schritt alles zusammen. 

Tja... so siehts aus.

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