Rohkost im Dschungel

29.05.2016 21:48

Heute fand ich diesen hochinteressanten Artikel auf Facebook: www.happygaia.com/de/blog/voll-verarscht/

Unser Freund Roberto hier in Perú hat einen tollen Job. Er ist "Grenzen Abläufer" in den abgelegenen Orten von Südperú. Mit einer kleinen Abenteur-Manschaft und einem guten GPS Gerät macht er sich auf in bekannte und unbekannte Gebiete, klettert die Bäume hoch um ein GPS Signal zu bekommen und zeichnet so die World Maps, wo es bisher noch keine Aufzeichnungen gab. Oft haben die Gruppen auch einen Soziologen dabei und bereiten sich ganz speziell auf ihre Reise in den Amazonas vor, DENN: Sie treffen manchmal auf bisher unkontaktierte Völker. Natürlich versuchen sie das so oft es geht zu vermeiden. Sie stecken aber genau die Grenzen ab, die dann rechtlich festgelegt werden um den wachsenden Städten und "zivilisierten Orten" Einhalt zu gebieten und zu sagen "bis hierhin und weiter nicht, ab hier ists nun Schutzgebiet".

Roberto erzählt uns Nächte lang von seinen aufregenden Erlebnissen im wilden Dschungel. Für ihn ist klar: Das waren die "Amazonen" als auf der anderen Seite des Flusses ein paar große, kräftige Frauen standen und die Fremden beäugten. Wie die meisten wild lebenden Menschen, haben sie sich zurückgezogen. Einige der Stammesführer sind auch gut und gerne kurz davor die ganze Besucherschaft mit Pfeil und Bogen nieder zu schießen, denn sie haben eine leise Ahnung, dass diese Welt, die die Besucher repräsentieren, nichts Gutes verheißt.

Damit haben sie ja vollkommen recht! Noch nie haben Stämme, oder genauer deren Kultur, den Kontakt mit der "Zivilisation überlebt. Bernd Senf nannte das auch "Kulturelles Artensterben". Denn es wird ja nicht lange dauern, bis auch diese Menschen dem Verwertungsdenken des Kapitalismus anheimfallen. Und Burger hat natürlich auch Recht, wenn er sagt, dass sich die Kochkost mit mathematischer Vorhersehbarkeit ausgebreitet und anscheinend weiter ausbreitet.

Andere sind aufgeschlossen und Teilen ihr Wissen, schauen sich aufgewühlt die Kleidung und die Plastik Gegenstände von Roberto und seinem Team an.. Das ist schon einige Zeit her. Mittlerweile ist es von dem Soziologen untersagt Plastik, Kekse und andere Dinge mitzubringen. Denn die Kekse machen so süchtig, dass einige Eingeborenen sogar ihre Töchter dafür verkaufen.....Ja, richtig gehört, nicht für Alkohol oder Drogen, sondern für beschissene KEKSE und Soda Getränke.

Weizen halt! Das lässt eine ganz neue Sichtweise auf die Ursprünge der Landwirtschaft zu: siehe hier. Die Exorphine des Weizens knallen eben voll rein und machen, sind ja zum Teil hundertmal stärker als Opium, offensichtlich recht schnell abhängig. 

Aber jetzt wirds RICHTIG interessant!

Nachdem wir das haben sacken lassen, kommt der eigentliche Grund meines Tippens. Roberto versicherte uns, dass nicht EINER dieser Urstämme, nicht EIN EINZIGER Feuer zum Kochen benutzt. Fisch zum Beispiel wird roh verzehrt und ansonsten essen sie Palmfrüchte, Blätter, Wurzeln, Rinden alles roh.... Die, die das Feuer entdeckt haben, nutzen es, um sich in der Nacht vor Jaguaren zu schützen, aber niemals um ihr Essen zu erhitzen. Sie sind fit, gesund und schlau.

Also wenn das stimmt, wäre es wirklich der Hammer!

Na wer hat uns denn da wieder mal voll verarscht a la "das Kochen hat die Gehirne wachsen lassen"...

Das habe ich auch nie geglaubt! Das Gegenteil wird wohl der Fall sein.

Vielleicht sind die ja gar nicht so intelligent wie wir? Na dass ich nicht lache. Kommen diese Menschen dann doch in Kontakt mit der Zivilisation, lernen spanisch (peruanisch) und leben sich ein sind sie TOP drauf, intelligent wie jeder andere (meist noch zusätzlich ausgestattet mit einer intakten Herzensintelligenz) in unserem Umfeld und stehen "uns" in nichts nach! Es liegt also definitiv kein Intelligenz-Entwicklungspotential im Kochen der Nahrung. Eins jedoch passiert. Kommen sie in Kontakt mit unserer Ernährung erliegen auch sie den bekannten Krankheiten, Gelenkschmerzen, Verdauungsproblemen, Hautirritationen... naja..das Übliche eben, von dem sie in ihrem "wilden" Leben verschont waren.

Man kann das Experiment immer und immer wieder wiederholen. Mit der Kochkost und vor allem mit den Produkten der Zivilisation, gehts dann gesundheitlich bergab. Egal ob Menschen oder ihre Hautiere.

Mir kann keiner mehr Erzählen, was wir Nordeuropäer über die Welt brachten, wäre gut oder gar besser... eine SCHANDE ist es und ich schäme mich für den Hochmut und die fehlende Demut der zivilisierten Welt. Pfui!
Also liebe Mit-Rohköstler: Wir sind auf einem guten Weg. Keep going, da sind wir an was dran ;) In tiefer Dankbarkeit, für Roberto unsere wunderwilden Nachbarn den Weg und die Obstbäume, Can und Jen

Also ich kann es verstehen, dass man aggressiv wird, wenn man spürt, wie da etwas "Echtes" und "Paradisisches" aus Hochmut und Arroganz zerstört wurde und weiterhin wird. Das wurde ja im Film Avatar auch entsprechend dargestellt. Sowie die Zivilisation Kontakt herstellt, gehts bergab. Und es gibt eben die bekannten Zivilisationskrankheiten. Wozu ich auch die Zerstörung vieler seelischer und sozialer Normalzustände rechne.

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