Rohkost und Alkohol.

30.11.2019 19:35

Rohkost hilft sogar beim Suff.

www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/kokoswasser-und-fruchtsaft-helfen-beim-alkoholabbau-13373594

Eine Mischung aus Kokoswasser und verschiedenen Fruchtsäften erhöht die Aktivität des Enzyms Aldehyd-Dehydrogenase (ALDH), das Alkohol abbaut. Die natürlichen Wirkstoffe sollen Katersymptome verhindern.

Das kann ich sogar aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich glaube es war 2003, als wir eine Studienreise nach Rumänien machten. Dort hat man uns irgendwo in den Bergen bei einer urigen Bauernfamilie untergebracht. Bzw. wir haben da auf dem Grundstück zwei Wochen gezeltet.

Ich war ja da schon roh und musste dann dankend den gekochten Pamps ablehnen. Na ja, da ich aber vom Dorf komme, kenne ich auch die Befindlichkeiten der bäuerlichen Gesellschaft und habe da eben ab und an einen der selbstgebrannten Pflaumenschnäpse mitgesoffen. Da waren sie wieder glücklich und ich dachte da an Burger, der meinte, es sei besser ein Molekül wie eben Alkohol aufzunehmen, als tausende unbekannter Moleküle, die beim Kochvorgang entstehen.

Also habe ich da mitgezecht. Und einmal, obwohl ich vorher schon ewig kein Alk getrunken habe, einen Abend ALLE untern Tisch gesoffen. Also wirklich sprichwörtlich. Der Bauer ist irgendwann wirklich untern Tisch gerutscht. KO... der Rest meiner Kollegen war schon im Bett, kotze irgendwo oder hat am Tisch gepennt.

Ich war The Last Men Standing.

Anderntags dann schön frischen Obst gefuttert und im Gegensatz zu den anderen Säufern, ging es mir relativ schnell wieder gut.

Ein Studienkollege konnte nicht fassen, wie viel ich da vertragen habe und wie ich anderntags eben wieder relativ fit unterwegs war, während er gelitten hatte wie ein geprügelter Hund.

Rohkost hilft also auch da.

Und jetzt weiß man auch wieso:

Die Wissenschaftler untersuchten dazu verschiedene Nahrungsmittel, darunter Obst, Gemüse und Getreide auf ihre Fähigkeiten den Körper beim Alkoholabbau zu unterstützen. Es zeigte sich dabei, dass eine Mischung aus Birnen- und Limettensaft sowie Kokoswasser die beste Wirkung zeigt. Laut Studienleiterin Kriti Kumari Dubey „ist die von den Wissenschaftlern zusammengestellte Fruchtsaftmixtur eine einfach zubereitete, günstige, effektive und geschmacklich akzeptable Alternative zu den derzeit verfügbaren Mitteln gegen den Kater.“ In Kombination mit Tomaten, Gurken und Käse soll die Wirksamkeit der Mischung noch stärker ausfallen.

Keine Ahnung, was ich da gegessen hatte. Äpfel, Tomaten, getrocknete Ananas... irgendsowas.

Hat aber geholfen.

Ich denke auch, dass man eh im Körper mehr Vitamine und verschiedenste Stoffe quasi auf Vorrat liegen hat, der dann solche Vergiftungen relativ schnell händeln kann und den Müll vergleichsweise flott neutralisiert.

Kurioserweise habe ich danach nur einmal, im Sommer 2010, nochmal Alkohol getrunken. Damals frisch vergorenen Traubensaft direkt vom Bauern. Nannte sich "Sturm" in Österreich, in Deutschland wohl Federweisser. Hat mir aber nicht gefallen. Schon den Palmsaft von Orkos fand ich blöd, wenn der leicht vergoren war.

Ich mag die Wirkung von Alkohol nicht besonders.

Im Verdauungsprozess des Menschen wird Ethanol im ersten Schritt durch das Enzym Alkohol-Dehydrogenase (ADH) in Acetaldehyd umgewandelt, das anschließend durch das Enzym Aldehyd-Dehydrogenase (ALDH) in Acetat (Essigsäure) zerlegt wird. Verhindert werden soll der Kater durch die Fruchtsaft-Kokoswasser-Mischung, in dem verhindert wird, dass die Acetaldehyd-Konzentration im Körper zu stark ansteigt. Dazu muss im Körper die Aktivität des Enzyms ALDH erhöht werden, während gleichzeitig die Aktivität des Enzyms ADH geringgehalten wird.

Na ja, wenn der Körper eben die richtigen Sachen zur Verfügung hat, dann kann er auch mit solchen Vergiftungen durch Alkohol besser umgehen. Da sieht man eben auch, wie wichtig eine ausgewogene und nahrhafte Rohkost ist. Damit man eben auch die Dauerbegiftung durch Abgase, Lärm (für mich ein Nervengift), Pestizide, Mikroplastik, Haushaltschemikalien usw. wieder entgiften kann. Man wird ja auch bei bester Vorsorge permanent damit konfrontiert.

Gerade die Leute, die in der Stadt leben und keine eigenen Lebensmittel anbauen können, sind ja hier betroffen. Auch im Bioanbau wird ja nicht vollkommen chemiefrei gearbeitet.

Die Frage ist eh, ob wir nicht mittlerweile viel zu viele Menschen sind und diese Menschenmasse überhaupt noch mit rein biologisch erzeugten Nahrungsmittel versorgt werden können, oder ob es die Chemiekeule quasi schon obligatorisch braucht, da sonst ein Großteil nicht mehr versorgt werden könnte.

Man hat also mit Chemie die Population hochgepuscht und braucht dann diese Chemie auch, um diese Population am Leben zu erhalten.

Aber statt das zu erkennen und einzubremsen, macht man munter weiter...

Das ist eh sowas, was ich nicht verstehe: viele Probleme sind bekannt und man redet im Grunde seit ich denken kann darüber. Aber es passiert nichts. Die Frage scheint mir berechtigt: ist der Mensch in Masse überhaupt fähig, sich zu ändern, oder geht das immer so in Richtung Katastrophe? Zivilisationszusammenbruch durch Übernutzung?

Zurück zu den Hochkulturen. Sie stiegen auf, erreichten einen Höhepunkt und verschwanden wieder von der Bildfläche, als sie die Kapazität des Lebensraumes überreizten. Überall auf dem Globus das gleiche Bild. Hochkulturen entstanden und kollabierten. An anderer Stelle (aus naheliegenden Gründen oft nicht weit entfernt) konnte eine neue Hochkultur entstehen, die zu gegebener Zeit auch kollabireren musste. Regional schwankte die Bevölkerungszahl dadurch beträchtlich, global stieg sie langsam an und näherte sich dem Maximum, der durch traditionelle Landwirtschaft gegeben war.

analitik.de/2016/01/27/ueber-verschiedene-arten-des-wirtschaftens/

Und jetzt haben wir das mittels industrieller Landwirtschaft nochmal so richtig hochgepuscht.

Seit 10.000 Jahren, vllt. länger drehen wir uns im Kreis.

Ich stelle mir da gerade den Lieben Gott vor, wie er ab und an mal runterschaut und denkt: Oh, Gott, sind die noch immer nicht weiter?!

Ich sehe das auch in meinem direkten Umfeld: da gibt es einen, der ist helle. Der hat das kapiert und hat da echt was geändert. Macht eine stark rohkostbasierte Mischkost, hat einen großen Garten angelegt, Bäume gepflanzt. Das hat schon gereicht, dass ihm in vielen Dingen die Augen aufgegangen sind.

Da demonstrieren die Leute gegen den Klimawandel und gehen danach zu irgendeinem Fast-Food-Laden.

Also die 14 Tage carnivor... die haben bei mir so einen richtigen Zivilisations- und Kulturüberdruss erzeugt. Man futtert da ja vollkommen wild. Total urig. Wie ein Neanderthaler. 100% rohes Wildschwein. Wer weiß, was da für Kohlenhydratschuppen von den Augen gefallen sind.

Sowas löst auch was aus...

Wer weiß, was da für Gene angeschalten werden..lol.

Aber ich mache jetzt seit 20 Jahren Rohkost und unsere ganze Gesellschaft dümpelt weiter fettgefressen und hässlich vor sich hin.

Seit ich denken kann sind die dem Geld hinterher, geilen sich an Autos auf, rasen über die Autobahn, labern dummes Zeug, machen sich gegenseitig das Leben mit Motorsägen, lauter Musik, Rasenmäher, Laubbläsern, dröhnenden Bässen und extra aufgemotzten Autos zur Hölle. Beklauen sich gegenseitig, betrügen sich, schimpfen aufeinander, quälen die Tiere, scheissen überall hin, werfen ihren Müll in die Landschaft, selbst der Himmel wird vollgesaut, funktionieren nur mit Kaffee, Plätzchen, Alkohol und Drogen, von der ganzen verdrehten Sexualität, mit der man konfrontiert wird, ganz zu schweigen...

Mein Gott... was für ein Zustand!

Hieronymus Bosch - The Garden of Earthly Delights - Hell.jpg
Von Hieronymus Bosch -
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, Gemeinfrei, Link

Nach den 14 Tagen carnivore kommt es mir vor, als sähe ich die Welt das erste mal richtig nüchtern.

Und was für ein Scheißloch wir daraus gemacht haben. Die Bäume weggehackt, alles mit Windmühlen zugepflastert, lärmende Autobahnen, Hektik, Stress, Druck, stinkende Städte, total verdrehte Teenager und vollkommen verblödete Durchschnittsmenschen. Alle glotzen nur noch auf ihre Smartphones .. eine Welt voller Zombies, die nur mir durch Zufuhr von Alkohol überhaupt mal etwas enthemmter werden (und dann zumeist den größten Unfug anstellen) und die ihre Nahrung von Äckern beziehen, die mehrmals im Jahr mit hochgiftigen Substanzen besprüht werden.

Tja...

Und das wird so weiter gehen.

Bis zum erneuten Zivilisationszusammenbruch.

Stur weiter so.

Und dabei liegen seit 40 Jahren alle Infos vor, wie man anders leben könnte. Alles da. Es gibt dutzende spirituelle Lehrer, es gibt Rohkostpraktiker, Permakulturbauern, alternative Lehrer, es gibt Selbsthilfegruppen, Aussteigerprogramme, es gibt sogar Wüstenbegrünungen!

Im Grunde musste man das Christentum mit seinem Paradies oder irgendeine andere Art von Trost erfinden. Nur so war das Leben erträglich. Und heute, wo kaum noch einer glaubt, nehmen die Depressionen rasant zu. Kein Wunder. Da fällt der Trost weg, die Hoffnung auf Erfüllung wenigstens im Jenseits.

Jetzt gibts nur noch das nackte Leben hier in dieser Gesellschaft. Arbeiten, Urlaub, Stress, Hektik, irgendwie durchkommen... Haus abzahlen, oder Auto, Kühlschrank, Schrankwand, Breitbildfernseher. Immer von wirtschaftlichem Niedergang, Krankheit oder Arbeitslosigkeit bedroht. Dazu vorschnelles Altern durch AGE-reiche Ernährung, Alkohol und anderen Drogen, die es braucht, um das Leben überhaupt zu leben.

Das ist die Hölle. Nur mittlerweile ohne Ausgang.

Ergebnis: Depressionen auf Rekordniveau.

Für mich vollkommen verständlich.

Tja...man sollt es sich wirklich überlegen, auf Rohkost umzustellen. So ganz nüchtern alles zu betrachten ist auch nicht immer ein Spaß.

Das Schöne: Im Grunde ist alles da, um trotz allem das Paradies wieder zu erschaffen. Es ist alles da. Man muss nur aufstehen und losgehen. Dann ergibt sich alles von alleine. Aber aufstehen, sprich, etwas ändern, muss man. Sonst bleibt das alles so...

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