Rohkostpotluck Leipzig

25.09.2016 17:50

Gestern war ich zum Rohkostpotluck in Leipzig. Getroffen wurde sich im Agra-Park in Leipzig - Markleeberg. Ich habs nicht gleich gefunden, so dass ich etwas zu spät kam. Auch war es im Park etwas verborgen und ich musste erst richtig rumsuchen, habs dann aber doch gefunden. Erstmal bin ich ganz alleine da rumgestanden, bis ich dann zwei bekannte Gesichter getroffen habe. Insgesamt wurde es dann ein netter Nachmittag, aber irgendwie hat sich das da alles verlaufen und man kam nicht so richtig ins Gespräch.

Ich glaube, es waren auch vor allem Veganer und vegane Rohies dort. Es waren jedefalls auffällig viele schwarze T-Shirts und andere schwarze Sachen vorhanden. Als meine beiden Bekannten gingen, kam ich noch ins Gespräch mit einem Mensch, der drei Kinder hat und zur "Freelearner-Szene" gehörte. Er war ein Jahr älter wie ich, aber nicht roh. Eher vegan. War aber ein netter Mensch und wir hatten eine gute Zeit.

Ein Teil der Gruppe (ich kannte keinen davon ausser zwei von Facebook) sangen dann auch und machten Musik mit Trommeln und Gitarren.

Ich weiß nicht, ob ich da nochmal hingehe. Schauen wir mal. Alleine wars irgendwie blöd. Aber man sieht auch, dass alle immer wieder bei Null anfangen. Sprich dauernd essen, sich mit viel Obst überlasten, irgendwelche Zweifelhaften Produkte konsumieren, irre Kombinationen machen und tierische Produkte natürlich ablehnen. Und so bleibt nur die Hoffnung, dass aus solchen Gruppen mal jemand den nächsten Schritt macht.

Mein Gesprächspartner war aber erfrischend offen, sein Vater war noch ein richtiger Bauer, er hatte mehrere Gärten und tingelte auch in der Welt herum.  Seinen Lebensunterhalt verdient er wohl mit einem Webshop oder irgendsowas, bzw. seine Frau. Ich habe da nicht weiter nachgefragt. Er wollte aber sogar zum Treffen nach Frankreich kommen. 

Interessant waren die Gespräche mit meinen beiden Bekannten. Es ging auch um Fett und ob Butter nun gut ist oder nicht. Na freilich ist es nicht optimal, aber ich finde Butter besser als Avocados. Viel besser sogar. Aber ich bin ja der Meinung, dass Fisch unsere wirklich beste Fettquelle ist. Reich an Omega-3-Fettsäuren und somit wahres Gehirnfutter. Nicht umsonst leben die Menschen am Meer, fischen und halten sich, wie im Fall einiger Stämme auf tropischen Inseln, sogar zu Kriegszeiten den Zugang offen. Ich habe mich dann auch gefragt, ob Süßwasserfisch ähnlich gut ist. Schließlich wurde Europa ja "schon immer" (also seit mind. 450.000 Jahren durchgängig) besiedelt. Natürlich nicht, aber früher war das einfach gar nicht so das Problem! Das Fischfett kam ja problemlos von selber ins Landesinnere. Zum Teil hunderte Kilomter weit. Wie? Gestern viel es mir wie Schuppen von den Augen: durch Lachse!

Lachse bringen ja das Fett, dass sie sich in den Meeren angefressen haben, kostenlos weit ins Landesinnere! Und vielleicht haben deswegen die Menschen auch im Norden immer an Flüssen gelebt. Hier kam wenigstens einmal im Jahr das Omega 3 kostenlos in rauhen Mengen vorbei.

In Bernburg gab es ja auch Lachse in der Saale und in der Elbe sowieso. Und laut Weston Price sind Lachse, vor allem der Rogen, ja das Nahrhafteste überhaupt gewesen, was er finden konnte auf seinen Reisen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es für Bernburg galt, aber man halt wohl bis ins 19. Jahrhundert noch ordentlich gefangen, bevor dann im 20. Jhdt. der Bestand zusammenbrach. Man kann also froh sein, dass diese Fische wieder in die Flüsse aufsteigen. 

Aber ich merke immer mehr, dass für mich die besten Fettquellen fettes Fleisch, fetter Seefisch, Butter, Kokosnuss und Nüsse wie frische Walnüsse und Haselnüsse sind. Sesam, Sonnenblumenkerne, Hanf, und andere Samen sind eher ungünstig. Das ist eher was wegen der pflanzlichen Proteine und anderer Stoffe. Als reine Fettquelle sind die nüscht. Das merkt man immer stark, wenn man keine anderen von den oben genannten zur Verfügung hat, so wie letztes Jahr in Spanien. Da merkt man erstmal, wie wichtig diese gesättigten Fette sind.

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