Samstag

21.02.2015 18:26

Gestern war ich wieder zum Sport. Gute Stunde im Fitnessstudio plus Hin- und Rückweg zu Fuss. Abends gabs Erdnüsse, Gemüse und Pilze. Großen Hunger habe ich aber derzeit nicht. Keine Ahnung warum, aber heute gab es nur ein paar Erdnüsse. Vielleicht gibts aber nachher noch einen Salat.

Das ist auch so ein Stichwort: Salat. Wenn man das von einem instinktiven Standpunkt aus betrachtet, ist das natürlich erstmal nachteilig. Und das ist es vielleicht auch. Aber bei der Instinktiven Ernährung, deren großer Fan ich ja jahrelang war und unter Umständen ja noch bin, läuft es zumeist am Ende zumeist darauf hinaus, dass man Mittags Früchte isst, die eben gut Energie geben, und abends dann Proteine und Fette. Gemüse fällt zumeist hinten runter. Und so erklärt es sich vielleicht auch, dass viele trotz ausreichender B12-Versorgung doch in einen Mangel rutschen, weil man eben grundsätzlich zu wenig B-Vitamine konsumiert. Theoretisch sollte es ja so nicht sein, aber dennoch ist es die Regel. Das Gemüse ist zumeist eben nicht so spannend und wird oft schlichtweg vernachlässigt.

Ein Freund von mir hat das Problem erst kürzlich treffend auf den Punkt gebracht: 

Das Problem von Instincto ist wohl, das es auf einer Theorie basiert, die von idealen Zuständen ausgeht, die es ja eigentlich nirgendswo so gibt in der heutigen Zeit, während Naturvölker sich ständig den realen Bedingungen anpassen mussten um zu überleben und so Erfahrungen gesammelt haben worauf sie achten mussten um im Gleichgewicht zu bleiben, leider werden auch sie oft von der Zivilisation eingeholt und vergessen ihre ursprüngliche Lebensweise oder schlimmer sie sind gezwungen sie aufzugeben. 

Und so praktiziert man eben Instincto in einer Welt mit lauter gezüchteten Produkten und immerwährender Verfügbarkeit und dann wundert man sich, dass man mittelfristig doch in ein Ungleichgewicht rutscht. Mir ist das eh aufgefallen, dass ich immer nach einiger Zeit unzufrieden wurde und dann wieder anfing zu mischen. Zumeist gab es dann große Mengen an Gemüse oder Wildkräutern, die ich aber mono nicht in diesen Mengen mochte. Der Körper wollte da offensichtlich etwas nachholen.

Der Ansatz des "Erfahrungen machen" finde ich sehr gut. Also auf die Anzeichen zu schauen und sich anzupassen. Mir hat es immer zu denken gegeben, dass ich oft trotz himmlischer Phasen grade mit Früchten Probleme mit der Verdauung hatte. Nur kann das ja nicht eine 10 Jahre andauerende Entgiftung sein. Auch hatte es öfters mal gejuckt am A****. Das schien mir auch unlogisch. Jetzt sind diese Probleme weg und man darf eben nicht vergessen, dass eben die Darmflora den Instinkt / Appetit etc. enorm beeinflussen kann. Und ich habe mich auch immer gewundert, dass grade auch Kinder eben nicht schön ausgeglichen essen, sondern sich vermehrt zu süssen Produkten hingezogen fühlen, bis hin zu den Punkt, dass die Milchzähne Karies bekommen.

Hier gilt es eben, sich an die realen Bedingungen anzupassen, statt sich dogmatisch an ein Konzept zu klammern. Burger selber sah und sieht ja die Problematik der Züchtungen durchaus, wie er erst kürzlich entsprechend darlegt hat (Link).

Und tatsächlich muss man eben in unserer heutigen Welt immer auch mit dem Kopf gegensteuern. Sonst endet man wirklich bei mittags Früchte und abends Fleisch. Diesen Trend habe ich auch bei mir und anderen immer wieder beobachtet.

Naturvölker haben ja ihre Insinkte auch genutzt, sonst hätten sie nicht überall auf der Welt Heilkräuter und nahrhafte Produkte gefunden, um zu überleben. Dennoch haben sie eben auch beobachtet und die Nahrungsmittel rausgefunden, die eine rundum gute Gesundheit garantieren. Das gilt es zu nutzen und auf die Rohkost umzumüntzen.

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