Was für die Mädels...

20.12.2018 17:29

Wann werden die Menschen nur endlich schlau? Aber wir hatten ja eh schon das Thema, dass Umweltgifte zunehmend genau das Gegenteil verursachen: der IQ sinkt: hier und hier zum Beispiel. Auch dieses Video sollte man mal gesehen haben: www.youtube.com/watch?v=_gjNMJVqGTA&t

Als ob das alles noch nicht schlimm genug ist, geistert nun folgende Meldungen durchs Internet.

Seit Jahren setzt die Pubertät bei Jugendlichen immer früher ein - vor allem bei Mädchen. In einer Langzeitstudie finden Forscher nun Zusammenhänge zwischen der Belastung von Müttern mit Kosmetika- und Körperpflege-Zusatzstoffen und dem Pubertätsbeginn ihrer Töchter.

www.fitbook.de/health/kosmetika-der-mutter-beeinflussen-pubertaet-des-nachwuchses

Das muss man sich alles mal auf der Zunge zergehen lassen, wie krank das alles ist. Um schön auszusehen und einen entsprechenden Partner anzulocken, schaden die Frauen ihrem Nachwuchs. Es ist ja nicht nur die früher einsetzende Pubertät, das ganze geht ja noch sehr viel weiter, wie hier schon mal behandelt (Labello, UV-Schutz, Hormone).

„Das ist wichtig, weil wir wissen, dass die Pubertät bei Mädchen seit einigen Jahrzehnten immer früher beginnt“, wird die Epidemiologin in einer Mitteilung der Zeitschrift zitiert. Ein früheres Einsetzen der Pubertät erhöhe bei Mädchen nicht nur die Anfälligkeit für psychische Probleme, sondern auch das langfristige Risiko für Brust- und Eierstockkrebs, betont Harley unter Verweis auf frühere Untersuchungen.

Irgendwas läuft hier massiv schief und es ist auch keine wirkliche Veränderung sichtbar. Im Grunde sind die Daten, die die negativen Wirkungen dieses ganzen Gelumpes aufzeigen, mittlerweile so überwältigend, dass man hier schon lange hätte handeln müssen. Hat man aber nicht.

Schlimmer noch: ab und an bin ich bei meinen Oldies drüben und wenn die fern schauen, im Grunde eh nur den öffentlich-rechtlichen Kram, weil sie die Werbung nervig finden, sieht man aber doch ab und an Reklame für allerlei Dinge und vieles davon ist einfach giftiger Sondermüll oder zahnzerstörender Schrott.

Und man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen, mit welcher Vehemenz man den Kampf gegen den Klimawandel führt, bzw. diesen Kampf einfordert. Da kettet man sich an Bäume, da wird demonstriert und da wird gemacht und getan, aber bei Zucker und Chemikalien ist man da weitaus toleranter.

Dabei kann man wahrscheinlich rein garnichts gegen den Klimwandel tun, denn wir können einfach nicht raus aus den Fossilen, weil eben die Erneuerbaren nicht immer zur Verfügung stehen.

Der kanadische Intellektuelle Jordan Peterson meint ja hier, dass es wahrscheinlich viel besser wäre, die Armut zu bekämpfen, den Hunger, und den Menschen ein Einkommen zu sichern, weil sie ab 5.000 Dollar Einkommen im Jahr auch an die Umwelt denken und  jetzt hungernden Kinder lieber besser zu versorgen, um so noch mal 10 Millionen Genies ranzuzüchten, die dann das Problem lösen.

Aber bei dem Thema sind die Leute wie die Irren.

Wenn also solche schädlichen Produkte (und nicht nur die) sogar noch beworben werden düfen, also nicht nur nicht verboten, sondern es darf noch zum Kaufen angeregt werden, dann muss man sich schon fragen, ob das nicht schlussendlich gewollt ist, dass die Menschen leiden und Probleme bekommen. Ich meine, die ganzen Ärzte und Forscher warnen doch da seit Jahren. Im Film Unser täglich Gift wurden ähnliche Probleme schon vor Jahren aufgezeigt.

Die aktuellen Ergebnisse beruhen auf einer Studie, die 1999 startete und die Folgen von Schädlingsbekämpfungsmitteln für Schwangere und ihren Nachwuchs prüfte – vor allem an Arbeiterinnen in der Landwirtschaft. Zudem untersuchten die Forscher die Langzeitwirkung von Phthalaten, Parabenen und Phenolen. Diese stehen im Verdacht, das Hormonsystem vor allem von Frauen zu beeinflussen.

So sehen Menschenversuche aus.

Wenn etwas im Verdacht steht, zumeist anhand von Tierversuchen rausgefunden, sollte es auch sofort aus dem Kreislauf des Lebens entfernt werden. Alles andere ist ein Experiment mit Menschen. So nach dem Motto: Ok, bei den Ratten haben wir die und die Ergebnisse, jetzt schauen wir mal mit einer Studie, wie es bei den Menschen aussieht und welche Auswirkungen es da hat. 

Die Resultate der Studie: Enthielten Mütter besonders viel Monoethylphthalat, eine Vorläufersubstanz von Diethylphthalat, so begann die Schamhaarentwicklung der Töchter durchschnittlich etwa sechs Monate früher, wie die Forscher berichten. Und eine besonders hohe Konzentration von Triclosan im Urin der Mutter war demnach verbunden mit einer um knapp fünf Monate früheren ersten Menstruation.

Es gibt noch andere Quellen (www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/endokrine-disruptoren-warum-kommen-kinder-immer-frueher-in-die-pubertaet-a-1222973.html), die wieder andere Stoffe ins Spiel bringen. Hier Biphenol A.

Also im Grunde müsste man, um die Kinder zu schützen, sofort in vielen Bereichen die Notbremse ziehen.

Wir halten uns als Gesellschaft für fortschrittlich, für aufgeklärt, für demokratisch, für zivilisiert.. aber mal ehrlich: sind das nicht irgendwo Kinderopferungen? Nicht mehr so grausam und blutig wie bei den Mayas oder Inkas, aber nichts desto weniger wird die Gesundheit der Kinder und ihre gesunde Entwicklung stark beeinträchtigt und auf dem Altar des nimmersatten Gottes "Wirtschaftswachstum" geopfert und ja, auch der spätere Krebstod wird in Kauf genommen, wenn man solche Stoffe noch Jahre im Umlauf belässt.

Fast schon satanistisch, das Ganze... Opferungen für einen nimmersatten Moloch, einem nimmersatten und gierigen Menschenfresser.

Der verlangt seine Opfer nur nicht mehr in blutigen Ritualen, sondern es drückt sich nun energetisch auf so einer Weise aus:

Zusammenhänge fanden die Wissenschaftler auch zwischen der Belastung von Kindern und dem Einsetzen der Pubertät: So gingen sehr hohe Konzentrationen von Methylparaben im Urin der Mädchen mit einer früheren Entwicklung der Brustdrüsen und einer frühen ersten Menstruation einher. Gleiches galt für Propylparaben und die Entwicklung der Schambehaarung. Bei sehr hohen Werten dieser Substanzen begannen die Entwicklungen im Mittel etwa vier bis sieben Monate früher. Bei Jungen fanden die Forscher eine deutliche Verbindung nur für Propylparaben: Eine sehr hohe Konzentration der Substanz ging mit einer früheren Reifung der Geschlechtsorgane einher.

Und so hat sich das im Laufe der Zeit entwickelt: szm-media.sueddeutsche.de/image/szm/75ac5c02f0f1b116c4d42305805e9659/640/image.jpeg?h=34a63eb5c5799c344339e4aca550513a&hv=1

Also das wird auch gesamtgesellschaftlich riesige Probleme verursachen. Da muss dann das Strafrecht angepasst werden, weil man dann eben heute mit 14 so viel Testosteron hat wie früher mit 18 und dann auch so handelt. Da muss das Sexualstrafrecht angepasst werden, weil dann alle viel früher auch in der Richtung aktiv werden usw usw... also das sind ja enorme Auswirkungen gesamtgesellschaftlich.

Aber was ich am Gravierensten finde, und was nirgends bedacht wird: je eher die Pupertät einsetzt, desto kürzer ist die Kindheit und desto kürzer ist auch die Zeit für magische Erfahrungen.

Ich bin mit 13 in die Pupertät gekommen. Ich erinnere mich noch an meinen letzten Sommer vor dem Einsetzen der Pubertät. Der war magisch. Ich war mit meinen Kumpels unterwegs wie weiland Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Die Mädels waren noch uninteressant, aber man war schon richtig selbstständig. Das war eine besondere Form von Freiheit und Glück. Geht die Pupertät los, kommen auch die ganzen Probleme. Paarungsverhalten, Anziehung / Ablehnung, unglücklich verliebt sein, Konkurrenz, Pärchenbetrieb. Mit 11 und 12 waren wir noch nicht so weit, aber gleichzeitig schon recht selbstständig und dann erlebt man wunderbare Sommer. So wie in den Kinderbüchern beschrieben. Mit Floß bauen, nächtlichen Angeltouren usw usw... das war magisch! Und je mehr solcher Sommer (oder Winter) man hat, desto besser und desto mehr fixiert sich das auch im Bewusstsein.

Wir rauben den Kindern so vielleicht durch unsere unersättliche Gier nach immer mehr Wirtschaftswachstum echte magische Erlebnisse.

Und selbst bei mir war das, jetzt mal im Nachgang betrachtet, viel zu früh, dass man sich mit den Mädels beschäftigen musste. Noch 100 Jahre früher (oft da, wo diese magischen Kinder- und Abenteuerbücher geschrieben wurden) hatten die drei oder vier Jahre mehr Zeit für sowas. Da kamen sie mit 16 oder 17 in die Pubertät.

Und heute?

Die Magie der Abenteuer, die sich eben daraus speist, dass man wirklich frei ist, versteht heute kaum noch wer.

Für alle, die nicht wissen, was ich meine, die können sich ja mal diesen Film anschauen:

Besser kann man diese magische Zeit kurz vor der Pupertät nicht darstellen.

Diese Form der Magie findet sich heute nirgends mehr. Wie auch? Wenn man mit 11 schon in der Pupertät ist, macht eher sowas Sinn: i.pinimg.com/originals/0b/37/ce/0b37ce60da11c1071909a2337560fca7.jpg

Ich sehe das manchmal bei den modernen Trickfilmen. Also da sieht man im Grunde keine Kinder mehr, sondern vorpubertäre junge Frauen und Männer.

Und wieder trifft es vor allem die Armen:

Wichtig ist für ihn auch der Hinweis, dass die untersuchten Mütter aus einkommensschwachen Bevölkerungsschichten kamen und deshalb kaum auf bessere Körperpflegeprodukte ausweichen konnten, die etwa weniger Zusatzstoffe enthielten. Generell wünscht sich Köhrle auch mehr öffentliche Aufmerksamkeit für Substanzen, die nicht Sexualhormone beeinflussen, sondern etwa auf Schilddrüsen- und Stresshormone oder auf den Fettstoffwechsel einwirken.

Also wie gesagt, wo ist da die Politik?

Wieso werde ich überall mit Horrorbildern auf Zigarettenschachteln gequält, obwohl ich nie geraucht habe und es auch nicht vor habe, aber da gibt es keinerlei Warnhinweise?

Oder gar die Auflagen, dergleichen sofort aus dem Kreislauf des Lebens zu entfernen... da muss wieder jeder für sich schauen, wie er klarkommt und muss mit den Schuldgefühlen leben, wenn plötzlich so ein Artikel rauskommt. Am Ende, wenn man dann fertig ist vom ganzen Lesen des Beipackzettels und der Inhaltstoffe, wenn die Augen müde und die Verwirrung ungekehrt proportional dazu zugenommen hat, weil man nach der stunden- und tagelangen Internetrecherche am Ende zumeist genau so schlau ist wie davor, dämmert es dem ein oder anderen vielleicht: am besten von ALLEM die Finger lassen und unparfümierte Kernseife kaufen.

Es ist auch tragisch: in ihrer haarsträubenden Naivität glauben die Menschen ja wirklich in der Masse, dass sie dem, was sie da bekommen, vertrauen könne und niemand würde sie absichtlich dem aussetzten.

Kinderweltler.

Oder man verfällt in die Resignation (=Mangel an innerer Stärke) und sagt: da kann man eh nichts machen und was soll ich denn nun kaufen oder sogar: man kann doch nicht auf alles verzichten.

Da sieht man auch mal, wieweit die Gehirnwäsche schon vorangeschritten ist.

Man kommt garnicht mehr auf die Idee, das alles mal zu lassen und neue Wege zu gehen, sondern man sucht sich dann nur eine neue Diät aus.

Erinnert mich in vielem auch an die Kochkost. Man hinterfragt das nicht mal generell, sondern man sucht sich dann innerhalb des Kontextes "Kochkost" neue Strukturen, um irgendwas zu vermeiden. Nur ganz ganz ganz wenige stellen den Kochprozess an sich in Frage.

Und das sieht man eben auch hier: man wechselt quasi nur die Marke, weil die dann verspricht, dass man sich nun mit gutem Gewissen schminken, eincremen, einparfümieren und die Haare färben kann. Aber diese ganze Struktur an sich wird nicht hinterfragt.

Genau das zeigen auch solche Daten:

Es klingt unglaublich, soll aber laut einer Umfrage der Rabatt-Website Groupon – zumindest in den USA – wahr sein. 225 000 Dollar (umgerechnet rund 200 000 Euro) gibt die durchschnittliche US-Amerikanerin in ihrem Leben für Kosmetikprodukte aus. Das ist fast so viel wie ein Einfamilienhaus kostet.

(...)

Forscher haben herausgefunden, dass Deutsche jährlich immer mehr Geld für Kosmetik ausgeben!

Vor allem für Haut- und Gesichtspflege, Schminkartikel und Fußpflege. Die Branche hat außerdem drei Trends ausgemacht: Anti-Aging-Produkte, eine Tendenz zu reichhaltigen Inhaltsstoffen wie besonderen Ölen und Männerkosmetik.

Diese Statistik ergibt also für die deutschen Frauen eine durchschnittliche Summe von 300 Euro im Jahr! Auf 60 Jahre Erwachsenenleben gerechnet ergibt das "nur" eine Summe von 18.000 Euro! Kein Einfamilienhaus, eher ein Auto – und sicherlich trifft die jährliche Summe auf echte Beauty-Junkies eher als monatliches Invest zu. Auf alle Fälle wird es spannend, wie stark die Zahl in den nächsten Jahren wachsen wird.

www.brigitte.de/beauty/make-up/so-viel-geben-wir-fuer-kosmetik-aus-10939426.html

Männerkosmetik. Ob das schon die Auswirkungen des Kosmetikproduktekonsums ihrer Mütter sind? Stichwort östrogenartige Inhaltsstoffe?

Übrigens: die größten Youtube-Channel sind Beauty-Kanäle für junge Mädels. Die haben zum Teil Millionen Abbonnenten.

Das zu den Phenolen zählende Triclosan sowie Parabene werden in Kosmetika und Körperpflegeprodukten als Mittel gegen Mikroorganismen und als Konservierusmittel eingesetzt. Diethylphthalat hingegen fixiert Duftstoffe.

Ich bin mal gespannt, wie die Menschen aus dem Loch wieder rauskommen wollen. Weil wie gesagt: es muss ja immer mehr verkauft werden und wie will man das wieder hinkriegen?

Ich bin mir nicht sicher, dass das aus dem System heraus überhaupt funktioniert. Änderungen ja.. neue Produkte, neue Chemikalien, die dann besser sein sollen, neue Diäten quasi... aber ob das dann hilft, wage ich zu bezweifeln. Dann wird es vermutlich an anderer Stelle Probleme geben.

Schauen wir mal... es wird vermutlich spannend bleiben.

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