Selleriemeditation

21.02.2020 17:49

Gestern hatte ich das Training ausfallen lassen. Akuter Anfall von Frühjahrsmüdigkeit. Dafür heute das doppelte Programm abgerissen, na ja fast.

Dann bin ich heim und erstmal in den Garten gegangen. Heute war es nicht ganz so stürmisch wie die letzten Tage (es ist ja schon wieder gefühlt seit Wochen nur Sturm). Ein Beet ist komplett mit Vogelmiere überwuchert und da habe ich mich erstmal satt gefuttert. Die Vogelmiere ist echt genial gerade. Und da es heuer fast keine Frost hatte, habe ich ja die ganzen Möhren im Boden belassen und gerade eben vier Riesendinger verdrückt. So genial. Und das ist es eben, sowas kriegt man einfach nicht im Laden. Die Sorten sind auch erstklassig. Petersilie gabs auch noch.

Und es lebt eben alles! Selbst nach Monaten...

Da sieht man genau dieses Leben. Wie es seine Fühler ausstreckt und Halt sucht und da muss man sich echt mal fragen, wo da der Unterschied zu einem Tier ist, was man isst? ALLES will leben! Auch der Sellerie will nicht gefressen werden. Wenn man da die ethische Schiene anlegt, dürfte man nur Früchte essen. Nüsse sind ja schon neue Bäume. Würde man da mal richtig ethisch rangehen, dürfte man nur samentragende Wildfrüchte und Wildkräuter, Blätter und andere Sachen essen, die nachwachsen.

Schon eine Kokosnuss ist ja eine junge Palme und fällt somit raus. Und für Obstplantagen müssen Bäume gerodet werden, bzw. wurden gerodet.

Werden wir deswegen von Unkräutern heimgesucht, weil wir uns nie bei den Bäumen entschuldigt haben?

Da sieht man auch mal, wie absurd es ist, da überhaupt Einteilungen in pflanzlich und tierisch vorzunehmen... vollkommene Kopfsache.

Wenn man wirklich ethisch rangeht, dürfte ich den Sellerie auch nicht essen. Dann bleiben wirklich nur Wildfrüchte, die ja gegessen werden wollen, um den Samen zu verbreiten und nachwachsende Wildkräuter und Blätter. Bei allen anderen Sachen zerstört man quasi anderes Leben.

Na ja, Aas könnte man auch essen...lol.

Da könnte man sich wirklich die Frage stellen, ob unsere ethischen Grundsätze, unsere moralischen Gefühle nicht aus dieser Zeit stammen, als der Mensch sich eben wirklich von Früchten, Blättern, Kräutern und zunehmend von Großwild, was er in der Savanne fand, oder was er anderen Predatoren abjagte, ernährte.

Später wurde er dann zum aktiven Jäger, aber es bleib eben auch irgendwo immer ein leichtes Schuldgefühl, was man dann mit Riten auffing. Sich beim Geist des Tieres entschuldigen quasi. Und vor allem: Dankbar sein.

Im Grunde kann man ja wirklich nur dankbar sein und das scheint mir wirklich das einzige Mittel zu sein, oder gibt es Schuldgefühle, weil man nicht dankbar ist?

Verlangt dass die Welten-Seele, das Universum quasi als Ausgleich?

Also ich habe oft ganz spontan das Gefühl von Dankbarkeit. Ich bin da wirklich oft dankbar, wenn ich so gut versorgt werde.

Und wahrscheinlich ist das eben wirklich der notwendige energetische Ausgleich, der da zu leisten ist und den man unter natürlichen Bedingungen auch ohne Zwang erbringt.

Danke!

Und zwar von ganzem (!) Herzen.

Ich glaube, dann ist das auch alles in Ordnung so.

Und als bewusster Rohi achtet man eh drauf, dass alles aus gutem Anbau und guter Haltung kommt.

Vielleicht haben ja viele Menschen mit tierischen Produkten genau deswegen ein Problem, weil sie nicht dankbar sein können. Dann ist da immer das Schuldgefühl, der fehlende energetische Ausgleich und es gibt sogar Menschen, die werden dann sogar Frutarier... weil sie nichts töten wollen. Aber geht es wirklich darum, oder ist es einfach so, dass sie nicht "Danke!" sagen können? Weil ihr Herz eben nicht ganz ist, sondern weil sie über etwas wütend sind, weil sie über etwas traurig sind und deswegen eben nicht dankbar sein können, weil diese Dankbarkeit im Grunde wie eine Farce, wie eine Lüge erscheint, weil man tief drinnen eher wütend und voller Groll ist?

Ist ja wirklich so: echte Dankbarkeit öffnet was in einem. Und wenn sich was öffnet, dann kommen eben auch die ganzen Sachen hoch, die bisher hinter verschlossenen Türen lagen.

Ist man aber nicht dankbar, dann bleibt da immer ein Schuldgefühl, der fehlende energetische Ausgleich ... und das kann man mit Vegan eben massiv lindern. Das geht dann schon.

Im Grunde, und das ist schon länger meine Erkenntnis und Überzeugung, braucht es das Fleisch und den Fisch auch, um ganz heil zu werden... weil man da eben dankbar werden muss, bzw. es irgendwann einfach wird, weil es im Grunde ganz natürlich ist und Ausdruck einer gesunden Verbindung zum Universum. Und diese Dankbarkeit heilt eben mit der Zeit auch die ganzen verschlossenen, gebrochenen und verletzten Herzen.

Wer verletzt wurde, wer irgendwo Schlimmes erlebte, dem fällt es wahrscheinlich wirklich schwer, aus ganzem Herzen für etwas dankbar zu sein.

Und dann kriegt man wahrscheinlich auch von daher eine Sperre gegen tierische Produkte.

Im Grunde kann man da einfach den energetischen Ausgleich nicht erbringen, den untraumatisierte Naturvölker einfach aus sich selbst heraus leisten und hat dann dauernd Schuldgefühle... und aus dieser Unfähigkeit, wirklich aus tiefer Seele danke zu sagen, weil das eben die Türen zum eigenen Keller öffnet und die Dämonen und Monster rauslässt (muss ich dann für die nicht auch dankbar sein irgendwo?), kommt man dann in ernährungstechnische Ungleichgewichte und dass verhindert dann eben weitere Heilungen. 

Krasse Zusammenhänge irgendwo... bin ich erst beim Schreiben drauf bekommen.

Und ein echt anschauliches Beispiel vom Zusammenspiel zwischen Körper und Geist, zwischen Spirituellem und Materie.

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