Senf hat Recht

16.11.2014 20:40

Ich habe mich die letzten Tage tatsächlich mit einigen geistigen "Entgiftungskrisen" rumschlagen müssen, wie ich sie schon einige Mal erlebt hatte. Mir ist seit ein paar Tagen aufgefallen, dass ich mich irgendwie mental unwohl gefühlt habe. Es kam wie aus dem Nichts: ich hatte auf einmal sehr ungute Gedanken, teilweise sehr destruktiv, teilweise extrem ängstlich und teilweise echt niederschlagend, auch ist mir aufgefallen, dass ich emotional einige kuriose Fanatasien entwickelt habe, die ich irgendwie ziemlich ungut fand. Vor dem Hintergrund der Reichschen Forschungen habe ich mich natürlich gefragt, ob dies zu einem gesunden Geist dazugehört. Natürlich nicht. So habe ich erstmal geschaut, ob ich irgendwelchen Mist gegessen habe. Da fand ich nichts, war der selbe Schrott wie immer! LOL, dann dachte ich ans Wetter, ist ja doch dunkel, ich wohne wieder in der Fremde und vielleicht war es das. Aber auch da hat mir mein Gefühl gesagt, dass es das nicht ist. Es wurde aber immer schlimmer, so dass ich einmal sogar dachte, ich verliere etwas den Verstand. Wie gesagt, da ich leider eine zum Teil heftige Kindheit hatte und da schon einiges aufarbeiten musste, wusste ich, dass hier die nächste "Entgiftungskrise" ins Haus stand. Und das Beschäftigen mit Reich hatte wohl auch hier seine tiefere Ursache. 

Als ich dann früh im Bett lag, dann wenn der Geist noch offen ist, kam wie üblich die große Erkenntnis. So wie jedesmal bisher. Ich wurde massiv mit mir selbst und meine "zweite Schicht" konfrontiert. Es kamen Gefühle von Todesangst hoch (ich hatte schon immer irgendwie Angst vor Messern), Wut, Zorn, Aggressionen, ich will es nicht weiter beschreiben. Alles kam hoch und ich durchlebte nochmal woher es kam. Solche Entgiftungskrisen sind heftig. Im Grunde bewegt man sich am Rande des Wahnsinns. Wenn sie aber vorbei sind, merkt man richtig, wie befreiend es ist. Und oft hat man dann auch einen Bedarf nach Cassia, so wie ich grade, was also wirklich ein Zeichen ist, dass da was raus soll. 

Und es stimmt eben, je jünger man ist, wenn einem "Böses" wiederfährt, desto tiefer gräbt es sich ins Unterbewusstsein und wird zu einer bestimmenden Kraft im Leben. Ich hatte als Kind mal eine OP wegen Vorhautverengung. Und es kamen plötzlich so undeutliche Bilder hoch, wo ich einen Arzt im Kittel sehe, mir Skalpell und ich habe Todesangst. Ich weiss nicht, ob ich mir das nur einbilde oder ob es wirkliche Erinnerungen sind, aber anscheinend hat sich in mir eine Verbindung zwischen Messer und Zerstörung der Quelle der Lust eingestellt, die sich schon immer irgendwie in einer irrationalen Angst vor Messern ausdrückte. Todesangst sogar, echte Todesangst. Und das ist auch klar, wenn man bedenkt, dass einem da ja echte Schmerzen zugefügt werden und das diese Todesangst ja ein Zeichen des Unterbewussten ist, dass hier die Energie und Lustquelle in Gefahr ist.

Ich habe keine Ahnung ob die Betäubung nicht gewirkt hat, oder ob es Erinnerungen an die Schmerzen danach waren, aber es hat sich mir auf alle Fälle tief eingegraben. Ich war damals 2,5 Jahre. Und alle Gefühle, die damit einhergehen wie Angst, Wut (weil es weh tut), ja Todesangst und Panik, kamen nochmal hoch. Schmerzen an den Lustorganen führen ja dann unterbewusst zu einer Verbindung von Lust und Schmerz. Wird man dann also zum Masochisten? Laut Reich ja schon. Oder zum Sadisten? Mich erschreckt auf jeden Fall, dass dieser Eingriff doch eine so enorme Wirkung hatte und ich mich so viele Jahre später erst damit auseinander setzten konnte / musste. 

Jetzt fühle ich grade nur eins: "Ihr Schweine, was habt ihr den Menschen nur angetan!" - Ich fühle echt Wut, die sich aber nicht gegen mich oder Menschen richtet, die ich liebe, was destruktiv wäre, sondern gegen diese Arschgeigen, die einem die Mandeln rausnehmen, gegen Krankheiten impfen, die es schon Jahrzehnte nur noch im Labor gibt, die einen operieren, obwohl es gar nicht nicht Not tut, die einem die Wangenknochen durchstechen, in Schulen und Kindergärten "erziehen" und denken, dass sie da wunder wie fortschrittlich sind. Arschlöcher!! Ich fühle eine Wut, dieses System zu zerstören. Einzureißen wie ein altes Haus, dass muffig und zu eng geworden ist. Ich möchte rufen: "Ihr Arschgeigen, wisst ihr eigentlich, was ihr da macht?!" - man kann gar nicht empört genug sein!

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