Sepp Holzer

07.04.2016 16:09

Ich liege auf der Couch und mache heute nichts. Bzw. schaue Videos. Zum Beispiel das:



Interessant die Aussagen zur "richtigen" Permakultur, die seiner Ansicht nach nirgends funktioniert. Was ganz genau auch meine Erfahrungen sind. Es erinnert, das was ich gesehen habe, oft an "gewollt, aber nicht gekonnt". Das Problem wird oft nicht richtig angepackt und bleibt zumeist irgendwo im Ansatz stecken. Guter Wille ersetzt eben keinen Sachverstand. Aber klar, jeder Versuch macht klug.

Ansonsten ist der Mann eine echte Inspiration, dessen Gedankengänge für mich vollkommen nachvollziehbar sind und einleuchten.

Ich bin aber wirklich auch der Überzeugung, dass diese wirklich naturnahe Landwirtschaft die Lösung sind. Alles muss sich wohl fühlen. Die Pflanzen, die Tiere, die Menschen. Und man könnte noch soviel machen! Es gibt ja noch in Deutschland überall Flächen, selbst in den Städten, wo man statt irgendwelcher Zierbäume Apfel- oder Birnenbäume pflanzen könnte, oder was auch immer, was man nutzten kann. Nur, es darf eben nichts umsonst sein, sonst macht wieder jemand kein Geschäft.

Aber ich merke das auch im Freundeskreis: der westliche Lebenstil mit so tief in das Unterbewusstsein eingesickert, dass man als Mensch mit Hang zur Natur und Natürlichkeit wirklich zum Aussenseiter wirst. Haus, Carport, Rasen, Schwimmingpool, Zierbaum. Garten wird belächelt und als Unsinn angesehen. Macht ja Arbeit. Und so sind hier im Dorf und auch im Nachbardorf eben schon die ganzen Schrebergärten verschwunden oder verwildert und sind verlassen. Von den nicht mehr nachgepflanzten Obstbäumen an den Straßen und Wegen ganz zu schweigen.

Und so verarmt halt die Landschaft. Den Menschen fehlt aber auch der Elan und mal Spaß an der Freude! Die Leute verfetten, werden träge im Kopf oder kümmern sich nur um sich selbst. Einzig ein Bürgermeister im Nachbarort war mal so fix im Kopf und hat einen ganze Feldweg mit alten Apfelbäumen bepflanzt. Ansonsten herrscht visionäre Wüste vor.

 

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