Sonntag

04.03.2018 20:48

Gestern war ich mal wieder mit dem Rad einkaufen. Mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt, ab und an die Strecke bis nach Köthen mit dem Rad zu fahren. War zwar arschkalt und windig, aber ich habe mir ein Tuch vor dem Mund gebunden und das schützt dann schon sehr gut, so dass man sich nicht die eiskalte Luft in die Lungen saugt.

Abends hatte ich noch überraschenden Besuch eines Rohkostfreundes.

Gibt ja nicht mehr viele, die es einigermaßen vernünftig machen.

Übrigends, die frischen Datteln sind wieder beim Netto im Sortiment. Gefahr gebannt würde ich sagen. Ein anderer Rohkostfreund ist anscheinend noch in der Karenzzeit und ich habe auch lange nichts mehr von ihm gehört..hoffe, er ist nicht an den Datteln eingegangen! :-D

Ansonsten haben wir uns gestern gut unterhalten und leider leider leider festgestellt, dass fast alle, die in so normalen Beziehungen liiert sind, Schwierigkeiten mit der Rohkost haben. Der Mensch ist anscheinend nicht für diese Art der relativ neuen Form der Beziehung gemacht und wenn beide Rohkost machen, dann fallen da auch die ganzen Dämpfungen weg und dann merkt man einfach, dass es so nicht mehr passt, gleichzeitig aber gibts keine wirkliche Lösung, da Eifersucht, alte Traumata, tief sitzende Meme (sowas zum Beispiel: klick  hier  und hier), die dort seit früher Kindheit fixiert werden und einfach so tief in unser kollektives Bewusstsein eingebrannt sind, dem entgegenstehen und wir zum Teil nichts anderes mehr denken können und uns auch garnichts anderes mehr vorstellen.

In Matriachaten wiederum lachen die ja über uns und unsere Probleme. Die haben da ganz andere, natürlichere Strukturen und sind einfach glücklicher, während in ganz patriachalen Strukturen das Leiden ja Methode hat. Wahrscheinlich ist mit dem Patriachat auch irgendwie die (Beziehungs-) Hölle entstanden.

Und das ist es eben, was viele auch den Anfängern nicht sagen: Rohkost ist eben auch wirklich ein starkes energetisches und magisches Werkzeug und kann am Ende auch dazu führen, dass plötzlich bisher als normal gehaltene Strukturen nicht mehr erträglich werden, weil eben eine innerseelische Wandlung stattfindet, die durch dieses energetische und magische Werkzeugt bewirkt wird. Und diese Wandlung ist eben, weil die Rohkost mit der innewohneneden Lebendigkeit direkt auf der tiefsten Ebene des Körpers, der Basis, an den Zellen ansetzt. Das ist keine Idee, keine Überzeugung, keine politische Philosophie. Das ist eine echte Energiearbeit, die an der Wurzel des biologischen Seins, den Zellen, ansetzt.

Und damit ändern sich eben viele Dinge. Von recht Banalen wie wegbrechende Toleranzen gegen Pafüms und Deos, die ich beschrieben habe, bis hin zu wirklich tiefgreifenden Problemen in Beziehungen oder mit der Umwelt. Beim Parfüm war ich zum Beispiel früher absolut null empfindlich, habe mich eingedieselt, alles super und mit der Rohkost dann: Zack - absolute Megasperre gegen das Zeug.

Und diese Art der Veränderungen gibt es eben auf vielen Ebenen.

Plötzlich macht der Job keinen Spaß mehr. Plötzlich merkt man, dass man bestimmte Wohnverhältnisse nicht mehr erträgt, oder die Beziehungsmodell wird in Frage gestellt. Oder man findet es verrückt, dass Menschen Pestizide verwenden, oder diese Art der Landwirtschaft betreiben. Da gibt es viele Beispiele.

Mit ausgewogener Rohkost ist man einfach nicht mehr so gedeckelt und es fallen auch die Schuppen von den Augen.

Gleichzeitig tritt immer mehr das auf die Bühne, was wirklich wichtig ist im Leben der Menschen. Gesundheit - Liebe - Gemeinschaft. Heilung auf allen Ebenen. Und es ist doch auch zwingend logisch, dass wenn man sich plötzlich wieder natürlicher ernährt, diese Natürlichkeit auch auf anderen Ebenen wichtig wird. Und dann stößt man auf die Gesellschaft. Bumm. Wo ist mein Platz?

Viele Rohies haben irgendwann einfach das Gefühl: ich passe nirgends mehr rein!

Sich an diese kranke Gesellschaft wieder anpassen ist auch auch fürn Arsch und erzeugt zumeist Schuldgefühle, die man dann wieder mit energetischem Aufwand unterdrücken und rechtfertigen muss, um es ertragen zu können. Es ist eben irgendwo ein Verrat an den eigenen Idealen. Reicht ja, wenn die Grünen und die SPD so was machen. Die zeigen uns ja alle, was dann am Ende dabei rauskommt, wenn man für die Anpassung seine ursprünglichen Träume, Ziele und Überzeugungen opfert. Leere, abgetackelte, angepasste, dummschwatzende Hüllen. Und so wird auch der einzelne Mensch, der sich sich selber verrät. Unerträglich.

Rohkost ist im Grunde sau gefährlich. Eben weil es ein starkes, vielleicht sogar das stärkste und magischte Werkzeug der Welt ist. Oder denkt irgendwer, das Räuchern oder tibetische Klangschalen auch nur annähend so potent sind? Und wenn man da nicht aufpasst, kann sich diese Energie auch gegen einen richten.

Und das Scheitern von nun wohl mehreren zehntausend Rohies, die alle irgendwann mal angefangen haben, aber irgendwann wieder in den Kochtopf zurück fielen liegt im Grunde nicht an der Rohkost. Die ist kinderleicht. Kinder haben kein Problem mit der Rohkost, wenn die Erwachsen es auch machen. Kinder sind ja auch die ursprünglichsten Magier. Starke Anbindung an die Herzebene, unendlicher Schöpfergeist, frei fliessende Energien und Emotionen und Klarheit der Bedürfnisse.

Kein Wunder, dass die die Rohkost, wenn man einen geschützten Rahmen vorgibt, ohne Probleme hinkriegen.

Die Erwachsenen tun sich da sehr viel schwerer. Die Herzebene zumeist verschlossen oder gestört, mit Traumatas belastet, Blockaden überall im Denken und im Körper, in irgendwelche Jobs gezwungen des Geldes wegen, ureigenste Bedürfnisse verdrängt und begraben.

Und dann geht man da mit solch wirkungsvollen energetischen Werkzeg ran. Da kann man sich vorstellen, was da passiert. Wenn man dann nicht bereit ist, durch die Hölle zugehen (Heil- und Entgiftungskrisen, Aufarbeitung von Taumatas, Verlust von Freunden, ach, da gibts viele Sachen), dann ist natürlich das Scheitern vorprogrammiert.

Die Rohkost ist wahrscheinlich das wirkmächtigste energetische Werkzeug beim Thema Heilung, dass es gibt! Heilung des Körpers, der Seele, der Liebe, später der Gemeinschaften. Aber es ist nicht das Einzige. Familienstellen kann helfen, Psychtherapie, Massagen, Sport, Yoga, Meditation, Gesprächskreise und anderes .... aber richtige Rohkost ist um Potenzen wirkmächtiger als alle diese Sachen zusammen. Aber wenn man diese anderen Werkzeuge nicht nutzt, kann man Schiffbruch erleiden. Diese genannten Hilfsmittel können helfen, die Energie zu lenken und auf die Heilarbeit zu leiten.

Und natürlich wird man plötzlich mit einer veränderten Realtät und Umwelt konfrontiert. Aber nicht die Umwelt hat sich verändert, sondern man selber ist nun einer Veränderung, im Grunde einer Transformation, unterworfen. Eine Transformation hin zu etwas (hoffentlich) Gesünderem und Natürlicherem.

Und damit lebt man dann in dieser Welt, wo die Menschen Gifte auf ihr Essen kippen, die Kinder in die Schulen zwingen, die Menschen mitte 40 zu Millionen im Burn-out sind, die Meere vermüllt, die Äcker tot und das Klima ausser Rand und Band geraten ist.

Das hat, der Vergleich hinkt, aber ich will in dennoch anbringen, etwas wie nüchtern in einer Welt von leicht beschwipsten bis volltrunkenen Menschen.

Jeder kennt das, der nicht trinkt: man geht zur Party und irgendwann sind alle "gut drauf" und beschwipst und man selber ist nüchtern. Und nun muss man sich diese Party als Dauerzustand vorstellen und die eigene Nüchternheit dito. Wie gesagt, der Vergleich hinkt, weil Kochen kein Saufen ist, aber man kann die Idee vielleicht verstehen. Die Leicht beschwipsten unterhalten sich über andere Themen, agieren anders, haben eine andere Energie, benehmen sich anders. Die Volltrunkenen sowieso. Und in ihrem Kontext durchaus normal und nachvollziehbar. 

Und wenn die Freundin auch beschwipst ist, ist die Beziehung, na sagen wir mal, sehr herausfordernd, wenn man selber ausnüchtert. Und wenn dann Kinder rauskommen und die kriegen dann auch mal einen Schluck aus der Pulle, dann kann man sich vielleicht vorstellen, wie man sich da als Vater, oder im umgekehrten Falle, das gibts ja auch, aber da ich ein Mann bin, sehe ich es natürlich eher aus der Perspektive, Mutter fühlt.

Es ist grausam.

Klar, da alle beschwipst sind, ist es eben normal, aber die eigene Nüchternheit ist relativ schwer erträglich. Also ist die Versuchung, sich selber wieder anzupassen, sehr groß.

Wie gesagt, ich will Kochen nicht mit Saufen vergleichen. So kann man das nicht 1:1 machen, aber die Rohkost führt, vor allem, dass haben wir gestern auch lange diskutiert, doch zu einer ungemeinen Klarheit des Denken und Fühlens. Es ist eben ein wirkmächtiges energetische Werkzeug mit magischen Qualitäten und Klarheit im Denken und Fühlen sind hier die logische Folge. Und das Erreicht man mit Kochkost einfach nicht. Es reichen ja schon zweifelhafte Rohkostprodukte und man fällt wieder aus dieser Klarheit. Das kann ja jeder selber mal ausprobieren. Es muss auch so sein, ansonsten wäre die Welt "gottlos". Alles, was mehr in die richtige Richtung geht, muss auch einen Vorteil bringen.

Na ja, und genau deswegen ist Rohkost gefährlich.

Man kann sich die Gesundheit ruinieren mit unausgewogener Kost, man kann plötzlich Erkenntnisse haben, die sehr unangehemn sind, und am Ende steht nur, dass man nirgends mehr reinpasst.

Schlimmer noch: die Heilung bleibt auf der Ebene des Subjektes nicht stehen. Die Heilenergie geht über das eigene Selbst hinaus.

Wenn ein Mensch die Energie nicht richtig lenken kann und die Blockaden nicht auflöst und Heilkrisen nicht durchsteht, wird er scheitern.

Wenn zwei Menschen die Energie nicht lenken können und Beziehungen nicht refomieren, tranzendieren, öffnen, werden sie scheitern.

Wenn ganze Gruppen / Gemeinschaften die Energie nicht lenken und heilsam einsetzten können, werden die scheitern.

Für alle drei Ebene gibt es Beispiele.

Wie viele Menschen sind an der Rohkost gescheitert, weil sie plötzlich mit dieser Energie nicht umgehen konnten, weil sie die Heilkrisen nicht durchgestanden haben, weil sie die Blockaden (Vegan, Lichtnahrung, irgendwelche komischen Ideen) nicht abbauen konnten? Oder am Ende die Klarheit nicht ertragen konnten. Das Alleinsein. Das nirgends mehr richtig reinpassen. Der fehlende energetische Austausch mit anderen gleichermaßen energetisierter Wesen.

Und wieviele Beziehungen sind an der Rohkost gescheitert? Auch da war plötzlich mehr Klarheit da, mehr Energie, mehr Bedürfnis nach Natürlichkeit und spiritueller Nahrung. Und dann ist man aber stehen geblieben und in alten Konzepten verharrt, was aber ungedeckelt zumeist für einen Partner nicht mehr erträglich war.

Wie gesagt: alle, die sich in diese Ehe-Situation begeben haben, hatten am Ende die größten Schwierigkeiten, bei der Rohkost zu bleiben. das Herz will auch von außen Energie, verlangt nach Heilung, Gruppenenergie und Transzendenz, darf aber nicht und dann ist da energetisch nichts mehr gedeckelt. Dann dreht sich die Energie gegen einen, und es wird die Hölle. Fehlt dann eine Gruppe, wo sich die Energie anders verteilen können, und wo auch neue Energie geschöpft wird, ist das Scheitern zumeist vorprogrammiert. Kurioserweise gibt es einige Beispiele, wo dann beide wieder anfingen, leicht gekocht / gedämpft zu essen und schon gings wieder. Roh war es aber nicht möglich.

Und auch ganze Gemeinschaften sind daran gescheitert. Weil man nicht fähig war, die Energie so zu lenken, dass Heilkrisen durchstanden und etwas Größeres erschaffen wurde. Statt dessen gab es auch hier Blockaden (Biblische Moralvorstellungen, Egoismus, alte Traumatas, und über einige von Burgers zerstörerischen sexuellen Ideen wollen wir mal garnicht reden), die die frei fliessende Energie verhinderten. Frust, Eifersucht, Leiden... alles kommt dann auf die Bühne. Roh! Und ungedeckelt. Und wenn man das dann nicht lenken und leiten kann, wendet sich diese Energie gegen die Gruppe und sprengt und zerstört sie.

Tja.. es ist so, wie es ist.

Heute ist ein bisschen der Tag der klaren Worte und wie heisst es so schön: wir machen hier keinen Illusionsverkauf! :-D

Aber gerade Burger hätte das damals den Menschen auch mal sagen können, worauf die sich da einlassen.

Und je instinktiver man es macht, desto "schlimmer" wirds.

Aber auf der anderen Seite muss es ja auch irgendwie weitergehen. Es kann ja nichts stehen bleiben und aus allem kann man auch lernen.

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