Sport instinktiv

12.10.2019 20:53

Heute war ich mal wieder Laufen. Ich hatte mir eine Runde von 9,5km vorgenommen. So lange ist die Strecke hin und zurück ins Nachbardorf, wenn ich über die Feldwege renne. Gesagt getan, Wetter war herrlich, also Laufschuhe an und los gings. Ging ganz gut. Als ich noch ca. 1 km bis ins Nachbardorf hatte, sagte meine innere Stimme: 7 km würden auch reichen. Das wäre dann die Strecke als Runde gelaufen mit Einbeziehung der Hauptstraße, statt den langen Weg hin und zurück zu laufen. Kurz überlegt. Nee...

Im Nachbardorf also angekommen, umgedreht und wieder retour. Irgendwie wurde ich dann immer schneller und bin richtig gut gelaufen, bis zur 7 km Marke (mittlerweile weiß ich, wo welche Distanz gelaufen ist). Da wollte ich kurz anhalten, kurz pinkeln und dann weiter.. aber als ich wieder losrennen wollte... Sperre. Nichts ging mehr. Also es tat nichts weh. Aber der Körper hat einfach gesagt: "Nee, reicht! Und ich hab Dir ja gesagt, 7km reichen mir heute und Du hättest die Runde laufen sollen, statt wieder zurück, jetzt musst du halt zurück gehen!"

Na danke!

Und tatsächlich: ich habe noch zweimal angesetzt, aber es ging einfach nicht mehr. Richtige instinktive Sperre. Nur den letzten Kilometer bin ich dann ganz ganz leicht gejoggt.

Aber war OK.. ist eh gut, dann auch auf seinen Körper zu hören, statt sich da irgendwas aufzuzwingen.

Beim Essen kaufe ich gerade nur Fisch und Fleisch zu, ansonsten komplette Selbstversorgung. Verschiedene Äpfel, Birnen, Mirabellen, Möhren, Sellerie, Tomaten, Paprika (leider erfroren, also zu Ende), Petersilie, Vogelmiere, Grünkohl, Walnüsse, Zucchinie, Weintrauben, Mehlbeeren, Kapuzinerkresse, Löwenzahn, Knoblauch, Zwiebel, Weißkohl, Meerrettich, Apfelbeeren (zu Ende) ... das war zuletzt so mein Speisezettel.

Zumeist alles mono. Aber nicht nur. Ich esse jetzt auch öfters. Nicht nur zweimal, sondern auch mal dazwischen und danach, zumeist dann Monomahlzeiten. Geht ganz gut. Mal was anderes und eben vom Dominique Guyaux inspiriert.

alimentationsensorielle.fr/

Das ist ja eigentlich nur ein etwas verändertes "Instincto", etwas adaptiert auf die persönlichen Bedürfnisse vom Dominique.

Wer will kann es sich ja mal mit dem Google-Übersetzer geben: alimentationsensorielle.fr/2019/04/04/revelations-sur-la-gestion-de-la-plage-alimentaire-dun-crudivore/

Na ja, seit ich Fisch esse, ist der Bedarf an Avocados auf null gesunken. Und die Datteln habe ich auch wieder gelassen, wie ich ja schrieb, kriege ich davon Herzklopfen.

Und just heute hatte ich das Gefühl, ich entgifte das. Irgendwie hat die Leber gemuckt und das Zahnfleisch tat an einer Stelle weh. Avocodos sollen ja "auf die Leber gehen". Na wer weiss.. meiner Erfahrung nach ist es immer mal gut, bestimmte Sache auch mal ne Weile wegzulassen. Vor allem, wenn man eh schon ein komisches Gefühl hat. Interessanterweise ging es mit den Avos wie von selbst, die mal wegzulassen, wahrscheinlich weil ein gutes "Ersatzprodukt" zur Verfügung stand, was natürlich auch nicht perfekt ist, aber selbst Wildfänge sind ja nun schon mit Mikroplastik verseucht (macht euch die immensen Konsequenzen der weltumspannenden Kochkultur bewusst!)

Bei den Datteln war und ist es schwieriger. Kalorien braucht man, und man ist ja von Kindesbeinen auch an konzentrierte Kohlenhydrate gewöhnt. Aber selbst wenn nicht, Jean-Marie Burger ist ja von Kind an roh und hat mir auch gesagt, dass er gerne und viel Honig und Datteln gegessen hat. Nur ist die Qualitätsfrage eben nicht restlos geklärt... das machts eben wieder mühsam.

Wir haben ja mal unter Freunden gewitzelt, dass man eigentlich immer mal dahin fahren müsste, wo es solche Produkte dann gibt. Michael von YaYa-Fruits meinte dann: Also wie die Stare irgendwo einfallen! LOL

Ja, aber das hat schon was: Ok, jetzt wirds hier Winter, also auf gen Süden, wenn da die Sachen reif sind. Hat wirklich was von Zugvögeln (der Mensch erinnert mich sowieso eher an Vögel als an Primaten: Balztanz, Balzgesang, Nestbau, Küssen als Form des Schnabelklapperns, Pärchenbetrieb wie bei den Störchen ... selbst Sex wird Vögeln genannt und wenn man einen nicht leiden kann, sagt man "So ein Vogel!" oder "So ein Haubentaucher!" lol).

Wahrscheinlich sind das eben wirklich die nomadischen Gene, die man da hat. Wieso hier rumhängen, wenn es November wird? Klar, man hat sich auch da schon angepasst. Jedenfalls ich, wenn ich dann in den Winterschlafmodus gehe (wenn genau dann im Job die stressigste Zeit beginnt, wirds extrem anstrengend, weil es total gegen den Biorythmus geht). Aber abgesehen davon macht es Sinn. Energiesparen... wahrscheinlich ist das wie bei den Eisvögeln. Manche bleiben hier, manche fliegen in den Süden. Beides hat ja nach Umstände Vor- und Nachteile.

Ich hoffe ja, dass YaYa-Fruits wieder an den Start geht und man dann mal richtige Avocados bekommt, wenn man Lust drauf hat. Die Avos aus dem Handel waren zwar OK, aber zumeist eben viel zu früh geerntet. Und eben nicht bio und man isst eben nicht wirklich mit Genuss, wenn man weiß, dass die da die Pestizide drüber kippen. Ich war ja 2011 mal in Spanien auf einem Rawfood-Rainbow. Wir waren dann auch auf einer Cherimoya-Farm, die es da reichlich gibt, und haben quasi da ein paar Früchte geklaut. Aber nicht gepflückt, sondern die Reifen nur aufgelesen, also nur die, die eh nicht verkauft werden und dann da vergammeln. Und es ist eben nicht lecker, wenn da die leeren Kanister mit der Aufschrift eines unappetitlichen Pestizids in Massen rumliegen. Macht einfach keinen Spaß!

Und die Lage ist dann auch dementsprechend: www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=1&Thema_ID=2&ID=2716&lang=DE&Pdf=No

Also muss man schauen, dass man da selber irgendwie was auf die Beine stellt.

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