Tag der Arbeit!

01.05.2018 12:25

So, jetzt muss ich erstmal meine Liste an interessanten Links und Artikeln abarbeiten, die sich angehäuft hat.

Also fangen wir gleich mal an:

1. Ein interessanter Artikel (leider auf französisch, aber sowas gabs auch mal in Deutsch irgendwo) über 21 Familien aus aller Heren Länder, und was sie so in einer Woche verkonsumieren:

www.seelife.fr/21-familles-de-21-pays-posent-devant-une-semaine-de-nourriture-2/?utm_sq=fpro7ygiz4&utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=sinformer%20autrement

Also was auffällt: der verarbeitete und abgepackte Kram hat sich enorm ausgebreitet. Nur im bettelarmen Tschad und in Ecuador können sich die Menschen diese Errungenschaften der Moderne noch nicht leisten. Ansonsten wird selbst in Grönland abgepackter Futter konsumiert. Die Aborigenies scheint man auch damit abzufüllen.

Man sieht auch, was für immenses Geschäft Ernährung ist. Auf vielen Bildern finden sich Cola und andere Softdrinks, Kekse, Bonbons, aber auch Bananen und andere Südfrüchte, die man im Grunde ebenfalls als Industrieprodukte ansehen kann.

Man kann auch sagen, je ärmer die Bevölkerung, desto naturnaher die Ernährung. Im Tschad leben die ja wirklich sehr karg. Aber auch Ecuador ist noch sehr ursprünglich, während dann in den reicheren Ländern der Anteil an "Schrottprodukte" immer mehr zunehmen. Mit dem Peak in den USA, Deutschland, Japan, Luxenburg, Frankreich.

Man sieht auf allen Bildern noch die Reste der typischen ursprünglichen Ernährung. Bei den Deutschen das Schweinefleisch. Bei den Aborigenies auch viel Fleisch, bei den Japanern Fisch und Reis, bei den Butanesen Reis und Gemüse, bei den Inuit liegen wohl sogar ein paar selbstgefangene Vögel und selbsterjagtes Fleisch auf dem Tisch, bei den Arabern Früchte, bei den Polen Gemüse und Milchprodukte und bei den Mongolen Fleisch.

Überall findet sich diese Mischung aus Tradition und Moderne. Nur das die Tradition eben auch zumeist mittlerweile nur noch Folklore ist. Die Schweine für die Bratwurst kommen ja hier auch nur noch aus der Massentierhaltung.

Was auch auffällt: die Jugendlichen scheinen noch ein paar Jahre mit dieser Ernährung klarzukommen, aber später entgleist dann doch alles. Oder vieles. So richtig gesund und fit sehen eigentlich nur noch die aus, die wirklich noch einigermaßen traditionell leben.

Interessant sind auch die Preise / die Lebenshaltungkosten. Man sieht auch, wieviel Geld mit Müll verdient wird. In Deutschland geben die 375€ aus. Und das, was sie dafür bekommen, ist ja zum Großteil wertloser Sondermüll.

Vieles kann man nicht mal einfach verkompostieren, weil sich dann die ganzen stabilen neuen chemischen Moleküle akkumulieren. Normalerweise müsste vieles von dem, was heute so in den Supermärkten liegt, in Hochtemperaturverbrennungsanalgen unschädlich gemacht werden. Wenn man das kompostiert, holt man sich die ganzen Moleküle in die Erde. Einge Gefahr, auf die Burger hinwies, die aber bisher vollkommen unerkannt ist. Da hilft eigentlich nur die Totalverbrennung bei extrem hohen Temperaturen, so dass wirklich nur die mineralischen Bestandteile übrig bleiben.

Man sieht aber auch anhand der Lebenshaltungskosten, wieso hier nur noch 1,23 Kinder pro Frau geboren werden, während in den Ländern der dritten Welt mit vergleichsweise sehr niedrigen Lebenshaltungskosten sich die Menschen mehr Kinder leisten können.

Das hat ja Herbert Gruhl schon 1975 geschrieben. Und vorgerechnet.

Wenn man sich anschaut, was das Leben im Tschad und in Ecuador kostet, dann sieht man, dass, wenn die durch irgendwelche günstigen Züge des Lebens 5€ mehr (oder im Tschad 50 Cent!!!!) verdienen, sie sich gleich ein Kind mehr leisten können. Wenn die im Buthan 1€ mehr kriegen, ernähren sie zwei Kinder mehr.

Wenn du in Deutschland 5€ mehr bekommst, kannste Lotto spielen und hoffen, dass es so was wird.

Und aufgrund der hohen Reproduktionskosten schrumpfen wir ja und deswegen wurde beschlossen, das mit Menschen aus "Überschussländern" mit niedrigeren Reproduktionskosten aufzufüllen. ("Migration ist gut fürs Geschäft") Rein wirtschaftliche Überlegung aufgrund von wirtschaftlich bedingten Entwicklungen. Wohin das führt, kann man sich nun in Frankreich, UK, Belgien und Holland, Schweden und Teilen von Westdeutschland anschauen. So richtig glücklich ist da ja auch keiner mehr.

Aber wer so ein kapitalistisches System erfindet und sich vom Reichtum blenden lässt, der sieht eben nicht, dass nichts umsonst ist. Ich halte deswegen den Kapitalismus, wie er derzeit strukturiert ist und der ja auch, dass sieht man an der Ausbreitung von Cola, Keksen, Bonbons und Bananen, die dann die wertvolle und nährstoffreiche traditionelle Ernährung ersetzen, für am Ende, wenn man mal eine echte Kosten-Nutzen-Rechnung macht, die auch emotionale und soziale Werte mit einbezieht, für ein maximales Verlustgeschäft.

Das bringt mich zu Punkt 2:

Mit der Ausbreitung der Industrieprodukte kommen ja auch die ganzen neuen Krankheiten. Und die sind wieder "gut fürs Geschäft". Man darf sie halt nur nicht zu schnell heilen!

Die Investmentbank Goldman Sachs veröffentlichte eine Studie, in der die Frage gestellt wird, ob es ökonomisch lohnend ist, kranke Menschen zu heilen.

Ich habe das Gefühl, dass immer ans Tageslicht kommt, wie "das System" tickt und welche Auswirkungen es hat. Die Frage ist nur, wann die Menschen bereit sind, etwas anderes zu erschaffen.

One Shot“-Heilungen könnten dem Geschäft schaden

Der Satz stammt aus einer Studie der Investmentbank Goldman Sachs, die für ausgewählte Kunden aus der Biotech-Branche angefertigt wurde. Darüber berichtete der US-Sender CNBC. Konkret geht es dabei um die Frage, welchen Einfluss die Möglichkeiten der Humangenetik auf die Zukunft der Branche haben. So sollen „One Shot“-Heilungen möglich sein, durch gezieltes Eingreifen in das Erbgut des Patienten könnten chronische Erbkrankheiten geheilt werden. Langfristige Therapien oder medikamentöse Behandlungen würden so überflüssig werden. 

Für die Menschheit wäre das ohne Frage ein Segen - nicht aber für die Pharma-Industrie. Die bekommt Muffensausen: Wenn Patienten sofort wieder gesund würden, dann wäre das eine große Herausforderung für den „Cash Flow“, wie in dem Papier geschrieben steht. Also: Effektive Heilmethoden sind schlecht fürs Geschäft.

www.merkur.de/wirtschaft/unmoralische-studie-lohnt-es-sich-kranke-menschen-wieder-gesund-zu-machen-zr-9777438.html

Was sollen die auch anderes schreiben? Es ist ja die Wahrheit! Wenn Menschen gesund sind, bleiben, oder werden, dann bricht da eine riesige Industrie zusammen. Also muss man es irgendwie verhindern, dass die Menschen gesund sind, bleiben oder wieder werden. Das ist der Kapitalismus. Und ich finde es fast etwas putzig, wenn sich die Menschen da jetzt drüber aufregen. Das hat der Volker Pispers ja mal satirisch auf den Punkt gebracht: erst hat man sich Reichtum und Wohlstand erarbeitet und quasi die Rahm des Systems abgeschöpft, dann wurde der Ostblock wettbewerbsfähig und die Firmen sind abgewandert. Und dann hat man sich beschwert und aufgeregt.

"Wasser! Nasses Wasser!!"

Das eine geht nicht ohne das andere. Wenn ich mich entscheide, ein System zu erschaffen, dass eben so funktioniert, wie es funktioniert, dann muss ich auch mit den Schattenseiten leben. Und dass kein Arzt und keine Pharmaindustrie (und übrigens auch kein  Pfleger, Therapeut, Heilpraktiker und wer da noch alles dran verdient), ein echtes Interesse haben, dass Menschen wirklich gesund sind, bleiben oder werden, eben weil damit Wachstum und Profite generiert werden, ist einfach nur logisch.

Bei Twitter zeigen sich User entsprechend empört: „Menschenleben retten und Patienten gut versorgen ist ein schlechtes Geschäftsmodell“, schreibt ein Nutzer.

Nö. Das ist ein wunderbares Geschäftsmodell! Und man fühlt sich sogar noch gut dabei.

Mittlerweile wird ja alles ökonomisiert. Hier in der Kreisstadt ist das Krankenhaus mittlerweile auch privatisiert und gehört zur Helios-Gruppe. Die machen mit den Krankenhäusern unglaubliche Gewinne. Und ich habe ja lange genug in der freien Wirtschaft gearbeitet umzu wissen, dass man IMMER ein Interesse hat, die Dinge so zu organisieren, dass eben auch was bei rumkommt. In meiner Branche hat man dann eben nochmal eine Besprechung anberaumt, noch einen Bauaufsichtstermin vereinbart, hat jemanden einen Bericht aufgeschwatzt, hat nochmal ein gesondertes Projekt draus gemacht usw... in der Autowerkstatt wird dann mal die Bremse erneuert, obwohl es noch nicht sein müsste, oder was anderes wird gefunden, was "unbedingt gemacht werden muss!!", beim Arzt gibts dann eben statt Rohkost und Sport, was bei vielen Krankheiten schon helfen würde, Blutdrucksenker und andere Sachen und im Krankenhaus gibts dann eben unnötige OPs und andere Sachen, die eben den "cash-flow" am Laufen halten.

Und teure Medikamente zu verkaufen ist eben deren Geschäft und eine alternative Heilmethode die wenig oder garnichts kostet oder wo die Gelder woanders hinfließen, ist eben nicht in deren Gechäftsinteresse.

Vollkommen logisch und nachvollziehbar. Ist zwar schlimm, fürchterlich und abstoßend, aber in sich logisch und nachvollziehbar.

Wer den Medizinbetrieb privatisiert, also den Prämissen der Gewinnmaximierung unterwirft, der bekommt eben solche Auswüchse. Geliefert, wie bestellt, wie Danisch immer so schön schreibt.

Die Alternative?

Keine Ahnung. Darüber müsste viel nachgedacht werden. Ich halte die Anreizkorrigierte Wissenschaft und Anreizkorrigierte Wirtschaft für eine mögliche Alternative. Aber es geht eben wirklich bis zum Geldsystem, Machtfragen, Interessen,bis hin zu ganz individuellen Glaubenssätzen und Überzeugungen. Diese Alternativen dann aber auch umzusetzten, würde wahrscheinlich tiefgreifende Veränderungen im Massenbewusstsein voraussetzten.

Apropos Bewusstsein:

Hier eine nette Seite zum Informieren, wo unsere ganzen Gemüsesorten ursprünglich herkommen: theplantguide.net/2018/03/17/the-history-about-each-vegetable/

Gibts auch für Anbaugebiete von Früchten:

theplantguide.net/2018/03/21/brief-history-fruits/

Nett gemachte Seite! :-)

Und wer soll nun die Zukunft retten (und damit sich selber)? Die nächsten Generationen! Und damit die sich gut entwickeln, braucht es laut Hirnforschung vor allem Kunst, Musik und Sport! Im Grunde also das, was man bei den Jägern und Sammlern findet. Sport in Form von täglicher Bewegung beim Jagen und Sammeln, Musik machen die auch jeden Abend und Kunst beim Herstellen von Wandmalereien, Körperbemalungen, Haarkunst, Schmuck.

mobile.luzernerzeitung.ch/nachrichten/panorama/fuellt-die-hirne-der-kinder;art9645,1131904

Und viel raus in die Natur und Buden bauen. Haben wir damals viel gemacht. Sogar Baumhäuser haben wir gebaut.

War ne schöne Zeit! :-)

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