Tageswerk

03.05.2019 19:38

Mein heutiges Tagewerk war wohl im Grunde etwas destruktiv, aber leider geht es manchmal nicht anders. Ich habe ja nun Schritt für Schritt mehr oder weniger alles hier im Außenbereich umgestaltet, habe die Erdbienen und die Insektenpopulationen erhöht und einen Haufen Bäume gepflanzt. Dafür musste heute leider einer weichen. Einer der Älteren, die meine Mutter noch gepflanzt hat. Korkenzieherweide. Im Grunde "nur" ein Ziergehölz. Aber gut, hat auch seinen Nutzen. Der Baum wurde aber bei einem Sturm schon beschädigt und ich hatte den schon mal stark eingekürzt und da zeigte sich, dass dann mehr Licht und mehr Platz für Obstgehölze ist, also habe ich vor einem Jahr gedacht, dass es wohl besser ist, den mal rauszumachen. Und das habe ich heute nun gemacht. 

Mich hats vor dieser Arbeit schon echt gegrault, zum einen mag ich keine lebenden Wesen schaden. Und auch ein Ziergehölz ist Ausdruck des Lebens und natürlich war es dann auch wieder eine echte Plackerei.

Sieben Stunden habe ich gebraucht, dann war er ausgebuddelt.

1. Als erstes habe ich rings um den Baum einen Ring gegraben und alle Wurzeln gekappt. Ich möchte, dass der Apfel im Vordergrund, eine Rote Sternrenette, mehr Sonne bekommt und ich möchte noch zwei Weine so als natürliche Wegebegrenzung zum Garten pflanzen, deswegen diese Arbeit heute. So dass man quasi die Treppe runter geht und zwischen zwei Weinen in den Garten geleitet wird.

2. Hier sieht man mal, wie ich den Ring rund um den Baum gegraben habe. Da hat er natürlich noch keinen Millimeter gewackelt. Also muss man da noch mehr zu den Wurzeln und auch unter den Baum graben, um wirklich alle Wurzeln zu kappen. Blöde Arbeit, man hat es ja mit einem lebenden Wesen zu tun und es gibt ganz sicher schönere Tätigkeiten.

Mir fällt auf, dass ich da wirklich ein fast perfektes rundes Loch hinbekommen habe.. lol.

3. Irgendwann war ich dann quasi durch und hatte alle Wurzeln soweit gekappt. Auch die, die unter dem Baum in die Tiefe führen. Gott sei Dank hat die Korkenzieherweide keine stramme Pfahlwurzel wie die Trauerweide, die ich hier rausmachen musste. Insgesamt war es dann doch recht easy, den Baum auszugraben.

4. Und so kurz nach fünf Uhr lag er dann. Mein Nachbar hat mir noch geholfen, der musste von unserer Seite aus noch was an seinem Zaun basteln. Am Ende gings dann doch recht fix.

5. Die zeitintensivste Arbeit ist das Untergraben. Man kommt da nicht mehr mit dem Spaten und der Spitzhacke hin, sondern arbeite eher wie ein Archäologe mit kleinen Schaufeln, mit denen man sich durch die verdichtete Erde knabbert, bis man soweit alle Wurzeln erwischt hat. Danach gehts dann recht schnell.

6. Ansonsten macht sich das Gewächshaus echt bezahlt. Ist reichlich Platz für die ganzen vorgezogenen Pflanzen. In diesem Jahr habe ich Melonen, Paprikas, Pepperonis, Tomaten, Yacon, Physalis und Kohlrabis / Brokkoli vorgezogen. Salate stehen noch im Keller zum Keimen (Keimtemperatur ist da zwischen 12 - 16°C).

Mühselig ist einzig, dass ich sie nachts reinnehmen muss, weil die Nächte noch zu kalt sind. Aber gut, zu zweit oder gar zu dritt geht das recht gut. Ab 9 - 10°C Tiefsttemperatur lasse ich sie nachts auch draußen. Bei tiereren Temperaturen kann es sein, dass sie Schaden nehmen. Ab 5°C und tiefer kann es sogar passieren, dass sie gelb werden. Hatte ich vor zwei Jahren mal. War blöd. Die haben sich zwar alle noch gemacht, aber dennoch irgendwie überflüssig. Bei Frost sind sie hin.

Wenn es warm genug und nicht zu windig ist, stelle ich die Pflanzen tagsüber schon raus in die Sonne. Da wirds im Gewächshaus eh zu warm. Auch werden sie dann mal vom Wind etwas geschüttelt, so dass sie kräftiger stehen. Sie entwickeln dann etwas kräftigere Stengel und sie gewöhnen sich auch an das direkte Licht.

Wichtig finde ich auch, dass man sie nicht mit zu kaltem Wasser gießt, deswegen lasse ich die vollen Kannen immer im Zelt stehen, bis das Wasser etwas warm ist. Auch gieße ich nicht direkt über die Tomatenpflanzen, sondern sehe zu, dass die Blätter weitestgehend trocken bleiben. Beim Yacon usw ist das nicht ganz so dramatisch. Aber Tomaten mögen es eher trocken "obenrum". Ist etwas aufwendiger, aber ich fühle mich so einfach besser.

Ich mache ja vieles irgendwie rein gefühlsmäßig. Ich stelle mir immer vor, wie es wäre, wenn ich da so Pflanze wäre. Und mir würde es auch nicht gefallen, morgens mit Eiswasser begossen zu werden. lol

Die Beete im Gewächshaus sind quasi schon fertig vorbereitet.

Na schauen wir mal...

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