Ein Zeugnis des Scheiterns.

04.10.2018 15:45

Der Stoff für meinen Blog wird mir so schnell nicht ausgehen. Komme mit dem Schreiben kaum nach. Aber gut, jetzt habe ich etwas mehr Freizeit, weil es nicht mehr ganz so extrem ist vom Wetter her.

Apropos extrem: m.tagesspiegel.de/berlin/geheime-daten-des-senats-berlins-drittklaessler-koennen-nicht-schreiben/20950606.html

Ich sags euch, wir züchten uns eine Generation von Idioten, Psychowracks, Süchtigen und Körperlegasthenikern ran.

Egal, wo man hinschaut, es gibt nur wenige wirklich positive Beispiele. Der Rest ist einfach nur erschütternd. So wie das halt:

Die aktuellen Ergebnisse der Vergleichsarbeiten für die Berliner Drittklässler (Vera 3) offenbaren erneut immense Defizite. Drei Viertel der 24.000 Grundschüler schaffen nicht den von der Kultusministerkonferenz gesetzten Regelstandard im Bereich der Rechtschreibung. Die Hälfte bleibt sogar unter den Mindestanforderungen. Das belegen die noch nicht veröffentlichten Ergebnisse, die dem Tagesspiegel vorliegen.

Die können NICHTS!

Die liegen unter den Mindestanforderungen, die wahrscheinlich eh schon gesenkt wurden. Die Klassenräume sind voll mit leeren Gehirnen. Dritte Klasse. Ich finde das schlichtweg erschütternd. Was machen die Lehrer da? Oder sind das alles Migrantenkinder, die man erstmal Deutsch beibringen muss?

Die rund 24.000 Drittklässler waren 2017 in Deutsch und Mathematik geprüft worden – und die Resultate sind miserabel. Wie 2015 erreicht knapp die Hälfte nicht einmal die Minimalanforderungen bei der Rechtschreibung: Sie liegen somit auf der untersten der fünf Kompetenzstufen. Ein weiteres Viertel schafft nur den „Mindeststandard“.

Wie sagt meine Mutter immer: "Deutschlands Zukunft". Also das ist eine verlorene Generation nach der Nächsten. Das ist ein so gravierendes Versagen, dass man hier eigentlich nur noch mit einem großen Wasserschlauch rangehen kann, die ganze Verantwortlichen wegen Unfähigkeit rausspülen und dann am Besten ... aber gut, vielleicht muss das auch so sein.

Ich bin jedenfalls froh, dass wir damals gute Lehrer hatten, die Schulklassen übersichtlich waren, die DDR sehr viel Wert auf eine gute Schulbildung legte, alle auch einigermaßen auf dem gleichen Niveau waren, alle Deutsch konnten und dass die Eltern und die Lehrer noch Respektspersonen waren.

Das Ergebnis war dann eben, dass auch wirklich alle das Lesen, das Schreiben und das Rechnen beherrschten.

Wenn aber 50% nicht mal die Minimalanforderungen erfüllen, dann weiß man, was da abgeht.

Das Schlimme ist ja, dass dann auch die Verknüpfungen im Gehirn garnicht erst entstehen. Die bleiben einfach leer oder nur rudimentär ausgebildet und somit können sich später auch keine noch komplexeren Netze ausbilden. Man bleibt dann eben auf dem intellektuellen Niveau stehen.

Auf der Grundlage von Lesen, Schreiben und Rechnen entsteht ja später alles andere. Ist das nicht entwickelt, sind da die Verküpfungen im Gehirn nicht vorhanden, können sich auch keine weiteren und komplexere Strukturen im Gehirn mehr bilden. Sprich man wird keine Physik verstehen, keine Chemie, keine Biologie und auch keine Literatur. Die Ausbildung für am Ende hochkomplexe Strukturen im Gehirn wird hier schon verhindert.

Man beraubt den Kindern eigentlich die Möglichkeit, ihr volles Potential zu erreichen und auszuschöpfen.

Aber das ist mitnichten nur in Berlin so:

Mein Bruder war neulich zum Sportfest an der Grundschule. Dort hat er an der Weitsprunganlage gestanden und mitgeholfen. Er war erschüttert!

Also nur mal so, wie das bei uns damals abging:

1. Zum Sport sind wir in Sportsachen angetreten. Hemd, kurze Hose, Turnschuhe.

2. Uns wurde die Aufgabe erklärt und dann durften wir loslegen. Wer zu früh absprang, hatte eben Pech und lernte, dass er besser zielen muss, um den Absprungbalken zu treffen. Wer übertrat lernte, dass der Sprung ungültig ist.

Hier lernte man eben, dass man auch mal zielen muss, dass man abschätzen muss, wie man mit den Schritten hinkommt, man lernte mit dem Frust umzugehen, wenn man übertrat und es schlichtweg ungültig war. Man lernte, dass man Erfolg hatte, wenn man den Balken gut traf und man die Anlaufgeschwindigkeit mitnehmen konnte. Man lernte, dass andere weiter springen können, man lernte, dass Weitsprung eine hochkomplexe, für die Koordination und für das junge Gehirn enorm herausfordernde Aufgabe darstellte.

Tja ... und heute?

Heute kommen die Kids zum Sportfest wie sie wollen. Mit rosa Kleidern, Schleifchen im Haar, in Jeans, mit Straßenschuhen und es wird da gemessen, wo sie abspringen.

Wir rauben den Kindern die Chance, ein hochkomplexe Aufgabe zu meistern, die dann wieder zu hochkomplexen neuronalen Strukturen im Gehirn führt.

Die haben gar keine Chance mehr, hier das volle Potential der Übung auszuschöpfen. Die rennen, hopsen irgendwo ab, im Röckchen und alle haben es fein gemacht.

Das ist Raub!

Man beraubt den Kindern die Möglichkeit, ihr Potential zu entdecken und zu entwickeln.

Das hat was von extra kletterfreundliche Bäume züchten, mit Ästen wie Leitern, damit es nicht zu schwer ist, raufzukommen.

Man muss den Kids doch auch mal was zumuten!

Drei Viertel bleiben somit unter dem, was die Kultusministerkonferenz (KMK) als „Regelstandard“ bis zum Ende der – bundesweit vierjährigen – Grundschulzeit festgelegt hat. Wenn man nur die Kinder deutscher Herkunftssprache betrachtet, sieht es kaum besser aus: Von ihnen liegen 40 Prozent auf der schlechtesten Stufe und nur fünf Prozent schaffen den „Optimalstandard“.

Generation kaputt. So einfach ist das.

Aber auf die Sachsen schimpfen. Die haben kurioserweise nicht solche Probleme, sondern liegen ganz vorne.

Bei den Kindern anderer Herkunftssprachen sind 60 Prozent unter Mindeststandard. Ein Großteil der Drittklässler hat somit schlechte Chancen, innerhalb des einen verbleibenden Jahres die KMK-Lernziele zu erreichen: Die Basiskenntnisse fehlen.

Also wenn man das so liest, dann stellt sich die Frage, ob es nicht besser ist, man lässt die alle komplett zuhause! Wenn die drei JAHRE in die Schule gehen und am Ende kommt NICHTS bei raus, was man vorzeigen kann, dann wäre es besser gewesen, man hätte sie daheim gelassen.

Das ist ja dann nur noch eine ABM-Maßnahme für Lehrer.

Für die Schüler kommt ja nichts bei raus. 

Und später für die Gesellschaft auch nicht. Das sind ja dann quasi Neuronalnetzbehinderte. Die laufen dann nur auf ganz rudimentären neuronalen Netzen und sind nicht fährig, dass mal zu erweitern, zu entwickeln, neu anzuordnen und immer komplexere Strukturen im Gehirn zu bilden.

Die werden ewig, weil eben die Basis schon nicht funktioniert, behindert bleiben.

Wer regiert Berlin?

Rot-Rot-Grün, oder?

Das Lesen klappt besser: „Nur“ 30 Prozent bleiben unter Mindeststandard, 18 Prozent schaffen die beste Stufe. In der Mathematik – Thema „Größen und Messen“ – ist die Spitzengruppe im einstelligen Bereich, mehr als ein Drittel schaffte nicht die einfachsten Aufgaben; bei den nicht deutschsprachigen Kindern sogar die Hälfte.

Verlorene Generation. Die werden dann später alle entweder Hartzer, Türsteher, Drogendealer, Rapper oder wenden sich islamischen Gruppierungen zu. Die Mädchen wahrscheinlich früh Mutter.

Nur, die sind ja nicht dumm. Die werden einfach nur nicht richtig unterrichtet! Würden sie richtig unterrichtet werden, würden sie es können. Zumindest die Masse würde es können. Der Scheitelpunkt der Gaußen Glockenkurve würde dann um die Note 2,5 herum stehen. So wie bei uns damals. Die Mehrzahl schrieb in den Arbeiten immer so eine 2. Einser gabs auch einige, Dreier auch. Vierer gabs auch. Aber eher selten. Jetzt steht er bei der Note 5 oder gar 6 in Mathematik bei den ausländischen Kindern. Die Hälfte kann nichts. Und nicht nur nichts, ABSOLUT NICHTS. Nicht mal die einfachsten Aufgaben. Der Rest liegt dann zwischen 100 und 50% mit der Mehrzahl in Richtung 50%.

Und das ist ja nicht nur eine Schule, dass scheint da flächendeckend so zu sein.

Wahrscheinlich zieht sich dass dann auch bis um Abi durch und deswegen senken die da immer mehr die Anforderungen.

Dass die Gesamtergebnisse eher schlechter als besser geworden sind, könnte damit zusammenhängen, dass inzwischen viele Flüchtlingskinder die Willkommensklassen verlassen haben und in den Regelklassen beschult werden, wo sie an den Vergleichsarbeiten teilnehmen. Genaue Daten über den Anteil dieser Schüler wurden nicht geliefert.

Was ich für ein schlechtes Studiendesign halte. Es wäre immens wichtig gewesen, das mit zu erfassen, um eben den weiteren Förderbedarf zu eruieren. Wieso man Geld ausgibt und dass dann nicht mitmacht, verstehe ich nicht. Das ist doch wichtig zu wissen, um die Ergebnisse richtig einordnen zu können.

Idioten.

Das ganze Parteiengezänk will ich nicht kommentieren, nur das ist noch interessant:

Der 32-jährige Sozialdemokrat lässt dennoch nicht locker: Ihn interessieren die Ergebnisse, also will er sie haben. Seit Jahren schon treibt er damit Scheeres vor sich her – auch zu Themen wie Schulgewalt und Schuldistanz. Die Senatorin ist in der misslichen Lage, dass ihr Vorgänger Jürgen Zöllner (SPD) die Veröffentlichung der Vera-Ergebnisse für Klasse 3 und 8 eingeführt hatte – zusammen mit Brandenburg.

Macht euch das klar: seit JAHREN treibt der die vor sich her. Warum? Weil sich da seit JAHREN nichts ändert.

Das ist eine Sabotage des Potentials der Kinder und Jugendlichen.

Und die kommen nicht auf die Idee, zu sagen, also jetzt ändern wir was und dann wird da eine richtige Kraftanstrengung unternommen und dann geht da was in die richtige Richtung.

Nö.

Die maulen und beschweren sich, dass das öffentlich gemacht wird!

Also da ist man ja fassungslos.

Ich frage mich gerade, was ich machen würde, wenn ich da irgendwo wohnen würde und meine Kids würden in so eine Schule gehen. Da hätte ich wahrscheinlich gesagt: Horcht zu, versucht da soviel Schlaf zu kriegen, wie es geht, damit ihr heute abend fit seid, wenn ich es euch beibringe.

Na anders kannste doch da garnicht mehr agieren: schlaft euch in der Schule aus, versucht unverletzt raus zu kommen, und abends zeige ich euch dann alles, was es braucht. Ansonsten kann man seine Kids ja nie wieder in die Augen schauen!

Aber nochmal zurück: wir hatten ja in der Schule nur deutsche Kinder aus den umliegenden Dörfern. Und da konnte man eben richtig guten, oder schlechten, je nach Lehrer, Unterricht machen. Aber es hat eben jeder verstanden, was gesprochen wurde und was in den Schulbüchern stand.

Einmal im Jahr kam kurz vor den Sommerferien ein Junge zu uns in die Klasse. Der war ein Kind von Schaustellern, die immer um diese Zeit kurz vor den großen Sommerferien im Nachbarort waren. Und der konnte auch schlecht lesen, schreiben und rechnen. Einfach weil er immer unterwegs war und die Schule wechseln musste. Der konnte dann zwar mit Bällen jonglieren und wusste, wie man den Leuten mit Firlefanz das Geld aus den Taschen zog, aber ansonsten wurde der nur in die Klasse gesetzt und nicht weiter beachtet. Eine Eigenmotivation schien er auch nicht besessen zu haben.

Aber bei dem habe ich auch gesehen, wie manche eben am Ende bis zur 8. Klasse gekommen sind, ohne dass die was konnten. Die wurden einfach mitgeschleppt. Hier war es eben nur ein Einzelfall, aber an den Schulen in Berlin scheint das ja der Regelfall zu sein. Denn man muss sich schon fragen, wie sie denn überhaupt die erste und die zweite Klasse geschafft haben, wenn rudimentärste Fähigkeiten nicht vorhanden sind.

Das geht nur, indem man die einfach so versetzt.

Und dann können sie wirklich auch zuhause bleiben. 

Deshalb wurde allgemein davon ausgegangen, dass die Ergebnisse unter Verschluss bleiben würden. Drei Wochen später kam das Karlsruher Urteil – und Langenbrinck nutzte die Chance.

Allerdings kann es sein, dass auch dieser Weg 2018 verschlossen wird: Wenn sich die KMK demnächst auf neue Vera- Richtlinien einige, würden die Daten „gegebenenfalls perspektivisch in der bisherigen Form gar nicht mehr vorliegen“, ließ Scheeres’ Sprecher am Sonntag wissen.

Da will man das Zeugnis des Scheitern halt gemeinhalten.

Na ja, also die DDR-Sozialisten wussten zumindest, dass sie ALLES an Potential aus den Menschen rausholen mussten, um überhaupt als Staat überlebensfähig zu sein. Deswegen war die Schulbildung damals ja auch richtig gut und die Menschen kamen gut ausgebildet aus der Schule. Und das bisschen StaBi hat man eben so mitgenommen.

Und ich war auf einer Dorfschule.

Und heute?

Das geht im Grunde nur gut, weil wir so produktiv sind, dass wie die alle mal durchfüttern können. Aber wenn das mal ins Wanken gerät, dann geht das wie eine Lawine den Bach runter. Das werden dann alles so selbstverstärkende Effekte sein. Und ein Heer an Neuronalbehinderten wird dann eine entscheidende Rolle dabei spielen.

Mir tun da die Kinder leid.

Die sind ja nicht dumm. Aber sie sind eben die Opfer der modernen Bildungspolitik. Mein Bruder hat das ja auch gesagt: die Kids können ja nichts dafür, die machen nur das, was man ihnen vorgibt. Und das ist eben heute irgendein gequirrlter Schrott, bei dem am Ende nichts Brauchbares mehr rauskommt.

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