Todeskult

04.11.2017 20:47

In einem meiner letzten Beiträge habe ich ja mal aufgezählt, was so alles an Symptomen hochpoppt und da viel mir auf, dass vieles mit "Sterben" zu tun hat.

Artensterben, Bienensterben, Sterben von Kulturen ... um jetzt nur mal drei zu nennen.

Und tatsächlich deutet vieles darauf hin, oder es erscheint zumindest so, dass wir schon länger von Leuten beherrscht werden, die einem Todeskult anhängen. Erst waren es die Religionen. Da war der Tod dann Tor ins Paradies, oder man war Märtyrer ... egal, irgendwie hatte der Tod einen sehr hohen Stellenwert. Man sah das Leben als Mühsal und den Tod aus Befreiung. Dass man das Blut des Heilands trank und seinen Körper ass, na ja, das machts nicht besser.

Dann kamen die modernen Gesellschaften und nun haben wir den Krieg gegen die Natur, gegen die Gesundheit der Menschen, gegen das Leben an sich im Grunde. Dieser Kampf geht ja bis in die Schulklassen, die Schlafzimmer, ja bis in die Seelen der Menschen. Irgendwer verbreitet da einen regelrechten Todeskult. Will das Leben irgendwie kontrollieren und unterdrücken, es abtöten.

Und wer auch immer da die Entwicklung steuert, sie haben Erfolg!

Mittels Pestiziden wird die Insektenfauna abgetötet, mittels Herbiziden die Wildkräuter, mittels Antibiotikas die Darmbakterien, mittels Chemotherapie das eigene Immunsystem, mittels Kettensägen der Wald, mittels Cola und T-Shirts wird die die Kultur noch verbliebener Naturvölker regelrecht zersetzt, mittels Lehrplänen die Kreativität der Kinder, mittels Nahrungsschrott die Gesundheit, mittels Pornos die Sexualität und Liebe ... die Liste ist lang.

Und es fällt auf, dass es irgendwie kein Umsteuern gibt. Es wird einfach weiter so gemacht.

Na ja, vielleicht sind es wirklich dunkle Mächte im Hintergrund, die die Strippen ziehen, oder aber es sind alle Menschen irgendwie selber, wie es Wilhelm Reich erkannte.

Wer die Gesellschaft nur als Endpunkt einer Entwicklung ansieht und nicht gleichzeitig auch als dessen Motor, ist auf dem Holzweg!

Egal, was da im Dunkeln die treibende Kraft ist: der Kampf GEGEN das Leben ist nicht zu leugnen. Der Krieg gegen das Lebendige ist voll entbrannt.

Dazu passend folgendes Video. Ich verlinke das mal hier, weil es anscheinend mehr Menschen gibt, denen das alles irgendwie auffällt und die sich Gedanken machen, wie man da wieder raus kommt.

Die machen diese Videos ja immer recht gut.

Ich glaube, um das Ausmaß des Desasters mal abschätzen zu können, muss man es mit einer paradisischen Vision vergleichen. Nur im Vergleich kann man des Elend und das Ausmaß der Entwicklung erkennen. Ohne Vergleich denkt man, es ist schon immer so gewesen und man hat keinen Antrieb, etwas zu ändern. Nur wenn man es mit einem Ideal, dass irgendwo aus dem kollektiven Unterbewussten kommt, oder als Vision aus der Zukunft, was weiss ich, abgleicht, dann ist man fähig, das Elend zu erkennen und hat gleichzeitig das Bedürfnis, etwas zu ändern. 

Wenn man mal schaut, was gerade abgeht, dann ist das in vielen Teilen genau das Gegenteil von dessen, was man sich unter dem Paradies vorstellt. Aber genau so wurde die Welt erschaffen.

Diese Welt ist ein Paradies.

Die Sonne brennt ganz ruhig vor sich hin. Der Mond erleuchtet die Nacht, die Sterne funkeln jede Nacht. Das Wetter ist im überwiegenden Teil der Welt sehr angenehm, es gibt wunderbare Sachen zu essen, das Meer hat eine wundervolle tiefblaue Farbe, der Himmel dito, mit wunderschönen Wolken, es regnet und dann wächst es und alles erblüht. Es gibt Wälder, Wiesen, dazu Holz, dass brennt und aus dem man sich Unterkünfte bauen kann, dazu viele wunderschöne Tiere und eine fast unendliche Fülle an Früchten und (Heil)Pflanzen.

Wenn man mal annimmt, dass es ein Gott erschaffen hat, dann hat er es wirklich Klasse gemacht!

Dem Menschen wiederum wurde Liebe gegeben, Lachen, die Fähigkeit zur Kooperation, Instinkte, wundervolle Sexualität ... im Grunde auch perfekt.

Und jetzt schauen wir mal, was wir daraus gemacht haben. Also das ist schon erschütternd. Es scheint tatsächlich eine Art Todeskult zu herrschen und eine ganz dunkle Zeit zu sein. Es wird das verherrlicht, was gegen das Leben gerichtet ist.

Woher kommt das?

Also Rohköstler traue ich mir zu sagen: das ist alles die schlussendliche und logische Folge des Kochvorganges. Kochen ist ja die Ur-Erfindung, die den Menschen eine von der Natur abgelöste Entwicklung ermöglicht hat, die aber gleichzeitig zu 100% gegen das Leben gerichtet ist. Man hat das nur alles verbrämt als Garen bezeichnet, aber wie man es dreht und wendet, der Erhitzungsvorgang beim Kochen, Braten, Backen, Dünsten usw ist IMMER gegen das Leben gerichtet.

Egal, was man da macht, dass was man erhitzt, tötet man ab.

Und im Grunde sehen wir nun das maximal mögliche Ausmaß dieser Ur-Sünde.

Das Kochen / Erhitzen hat den Menschen erlaubt, sich abgelöst von der Natur zu entwickeln und heute sehen wir die volle Entfremdung von der Natur. NIE war der Menschen entfremdeter als heute. Das ist also der logische Endpunkt dieser "Errungenschaft".

Das Kochen / Erhitzen hat den Menschen mit neuen chemischen Verbindungen überschwemmt, die es im rohen Lebensmittel so nicht gibt. Heute sehen wir die volle Vergiftung der Biosphäre weltweit. Plaste, Chemikalien, Radioaktivität... alles schwirrt durch den Organismus "Erde". NIE war die Erde vergifteter als heute.

Das Kochen / Erhitzen hat es ermöglicht, Dinge zu essen, die im Naturzustand ungeniessbar oder giftig sind / waren. Heute sehen wir die volle Auswirkung dieses "Errungenschaft". NIE hat der Menschen soviele Sachen gegessen, die mit Essen an sich NICHTS mehr zu tun haben!

Das Kochen / Erhitzen hat es ermöglicht, neue nützliche Stoffe zu erfinden. Pfeilgifte, Drogen, Klebstoff, Farben... heute sehen wir das volle Ausmaß dieser Errungenschaft: Pestizide, Herbizide, chemische Drogen, hochgifte Chemikalien, Plaste. NIE gab es soviele giftige und hochwirksame Stoffe im Kreislauf des Lebens wie heute.

Das Kochen / Erhitzen hat anscheinend auch die Sexualität beeinflusst. Und auch hier: NIE gab es soviel Perversionen, Abartigkeiten und Bizarres in solchem Ausmaß wie heute.

Mir wird gerade bewusst: erleben wir gerade das, was Laotse "In des Übels Übertreibung liegt des Übels Heilung" nannte?

Die Welt, wie wir sie heute sehen, ist eine maximal mögliche "gekochte" Welt. Was wir sehen ist das maximale Ausmaß dessen, was man mit Kochen machen kann. Noch ein bisschen mehr und es bricht alles zusammen.

Tja... und es brauchte dazu natürlich Rohköstler, um das zu sehen. Menschen, die Abstand haben, klarere Gedanken wieder und die SEHEN, was das wirkliche Problem ist. Etwas, was jemand, der im Kochtopf sitzt, ja so nie wahrnehmen kann.

Deswegen: diese Welt braucht DRINGEND mehr echte Rohköstler!

Alles, was da mit dem Kochtopf verbunden ist, hat sich ja nun ins maximal Mögliche gesteigert. Die anfänglichen Vorteile haben sich in erhebliche Nachteile gewandelt. Sind zu einer echten Gefahr für das Überleben der Menschen geworden.

Kein Wunder, dass es einem so vorkommt, als wäre es ein Todeskult. Kochen IST ein Todeskult!

Kochen ist der Ur-Todeskult schlechthin! Dreimal täglich wird ein Ritual abgehalten, dass sich "Kochen" nennt, bei dem lebendige Ausgangsstoffe mittels Feuer abgetötet werden, um danach (als Teil des Rituals) verzehrt zu werden.

Wow...

Ob die das bedacht haben, als sie damals mit dem Quatsch angefangen haben?

Natürlich nicht. Zu Anfang waren die Auswirkungen ja wahrscheinlich eher gering und die Vorteile überwogen. Nach x tausend jahren siehts aber jetzt mal ganz anders aus!

Ich erhebe vor diesem Hintergrund eine ungeheuerliche Forderung: Wir müssen mit dem Kochen aufhören!

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