Tödliche Handys

26.08.2018 23:57

Heute auf Facebook gefunden:

www.faz.net/aktuell/politik/wie-eltern-durch-den-blick-aufs-smartphone-das-leben-ihrer-kinder-riskieren-15755550.html?premium=0x444bc1d7fea48c85b82b5c76ee20fab9

Die Kleinen baden im Wasser. Die Eltern hängen an ihren Smartphones. In den letzten Jahren riskieren immer mehr Erwachsene das Leben ihrer Kinder – weil sie auf dem Handy nichts verpassen wollen.

Badeunfälle mit Kindern nehmen zu. In diesem Jahr sind schon mindestens zwanzig Kinder ertrunken, die unter zehn Jahre alt waren. Der Hamburger Schwimmbadbetreiber „Bäderland“ verzeichnete allein im Juli vier Fälle, in denen Kinder zwischen drei und sieben Jahren wiederbelebt werden mussten. Im vergangenen Jahr ist so etwas überhaupt nicht passiert. Alle diese aktuellen Fälle ereigneten sich im Nichtschwimmerbereich, wo das Wasser nur etwa einen Meter tief ist. In zwei Fällen waren die Mütter mit dem Smartphone beschäftigt, keines der Kinder trug Schwimmflügel oder andere Schwimmhilfen. Doch kleine Kinder ertrinken auch im flachen Wasser. Der Schwerpunkt ihres Körpers liegt anders als bei Erwachsenen, ihr Kopf ist schwerer als ihre Gliedmaßen. Wenn ein Kind im Wasser hinfällt, kann es passieren, dass es nicht wieder hochkommt.

Ist mir auch auf dem Campingplatz Neuenhain aufgefallen. Mütter, die auf die Handys starren, statt ihre Kinder im Auge zu behalten.

(Was mir auch aufgefallen ist: da standen manchmal mehr Leute an der Pommesbude als es echte Rohköstler in Deutschland gibt! lol)

Es dauert eben immer, bis sich die Menschen an neue Technologien gewöhnt haben und es geht nie ohne Opfer ab. Hier betriffts nun leider die Kleinste, aber das sind dann natürlich einfach auch die Folgen, wenn die Aufmerksamkeit so stark auf dieses Dinger gelenkt wird.

Es gibt ja auch recht deutliche Bilder im Netz, wo dargestellt wird, wie die Aufmerksamkeit regelrecht eingesaugt wird. Sowas wie hier zum Beispiel.

Die ganze Sache erinnert mich zunehmend an Star Trek - Next Generation - Episode "Gefährliche Spielsucht". Dort wurde das Thema schon vor Jahren aufgegriffen und künstlerisch aufgearbeitet.

Wenn man sich das durchliest, dann ist das wie eine Beschreibung der heutigen Zustände.

Wesley und Robin fällt auf, dass besorgniserregend viele Personen auf der Enterprise das Spiel benutzen, weshalb es die beiden veranlasst, eine genauere Untersuchung eines Exemplars durchzuführen. Captain Picard teilen sie ihre Erkenntnisse der Computeranalyse mit, dass das Spiel nicht nur den Bereich des Lustzentrums beeinflusst, sondern auch den Bereich des höheren Denkens stimuliert, sodass dieses Spiel möglicherweise süchtig machen könnte. Picard täuscht vor, er werde eine gründliche Untersuchung veranlassen, doch kurz nach dem Gespräch holt der Captain sein eigenes Exemplar des Spiels hervor.

Dazu passend im Text:

Nicht nur Eltern fallen negativ auf. Im Friedrichsdorfer Freibad hatten sie in letzter Zeit Probleme mit Lehrern. Die setzten sich mit dem Smartphone und einer Tasse Kaffee an den Kiosk, anstatt auf ihre Klasse aufzupassen. Die Schwimmmeister mussten dann kurzzeitig den Fünf-Meter-Turm schließen, weil die Situation außer Kontrolle geraten war.

Ich frage mich, ob wir nicht gerade einen Zerfall sondersgleichen erleben. Eine Degeneration auf sämtlichen Ebenen. Früher haben sie neben den Kids geraucht, aber waren zumindest aufmerksam. Heute sind die Eltern und Lehrer nicht mal mehr das. Ihre Aufmerksamkeit wird durch technische Geräte so abgelenkt, dass mittweile Kinder deswegen sterben müssen.

Ich habe mir so ein Ding bisher nicht besorgt und möchte auch keins. Mir reicht da ein Laptop und für unterwegs ein normales Mobiltelefon. Anrufen, SMS, fertig.

Ein Gutes haben die Smartphones: man kann sich heute Weiber ganz in Ruhe anschauen. Die kriegen nichts mehr mit. Früher musste man da noch geschickt sein, um nicht gleich negativ aufzufallen, aber heute ist das kein Problem mehr. Da kann man ganz ungeniert hinglotzen, die sind eh ganz woanders mit der Aufmerksamkeit.

Im Zug, im Bus, im Schwimmbad. Heute kann man sich hinstellen und erstmal alles ganz in Ruhe abchecken. Beine, Bauch, Po, Gesicht... oder umgekehrt, man kann sich richtig Zeit lassen. Man hat auch die Wahl, wo man anfängt mit glotzen. Schaut man erst auf den Arsch, dann ins Gesicht, oder umgekehrt. Erst Beine, dann Oberweite? Wie man will... musste man sich früher da etwas beeilen und sich auf das Wesentliche konzentrieren, ist das heute alles ganz easy. Fünf Minuten Beine anstarren? Kein Problem! 10 Minuten Arschglotzen? Geht locker. Körperlich anwesend, geistig tot.

Man kann nur noch sarkastisch werden...

Was mir auch aufgefallen ist, ist eine gewisse "Assifizieriung" der Gesellschaft. Wo man hinschaut, Tätowierungen, Piercings, vollkommen hässliche Haarschnitte. Gerade auf dem Camping in Frankreich und jetzt in Neuenhain ist mir das aufgefallen.

Im Grunde ist das alles Ausdruck und Folge der zunehmenden Vergiftung und des eigenen inneren Leidens. Ich spreche aus Erfahrung.

Wie kann sich etwas besser und auf einer höheren Schwingungsebene ausdrücken, wenn die Nahrungsmittel immer beschissener werden? Wenn die schlechter werden, zeigt sich das auch im Verhalten der Menschen. Es wird assihafter. Anders gehts auch nicht! Die Information der Harmonie und der Ordnung kommt ja auch mit der Nahrung in den Körper. Und wenn die Nahrung bestenfalls wertloser Schrott, schlimmstenfalls schlichtweg Gift ist, dann muss man sich nicht wundern, wenn sich das plötzlich auch millionenfach ausdrückt und zu einem gesamtgesellschaftlichen Zustand wird.

Ich sehe hier in den Städten oft Menschen, die sehen einfach nur fertig und kaputt aus. Die sind noch garnicht so alt, aber im Grunde schon durch mit allem.

Und diese Smartphonesucht ist nun der nächste Schritt.

Der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister hat inzwischen auf den gefährlichen Trend reagiert. Er hat ein Piktogramm entworfen, das in immer mehr Bädern ausgehängt wird. Darauf werden Eltern aufgefordert, sich ihren Kindern zu widmen. Das Handy ist durchgestrichen.

Auch da sehen wir den Niedergang: statt des geschriebenen Wortes Piktogramme. Zurück zur Keilschrift und der Bilddarstellung des alten Ägyptens.

Lesen wird im Zeitalter von Videos und Emojis eh immer mehr zurückgehen. So wie Radfahren auch immer weniger beherrscht wird.

Und die fangen ja schon in den Schulen damit an, die Kinder zu verführen. Digitalunterricht.

Aber es ist ja nicht nur da. Wenn ich heute mal bei Facebook bin, wird man sofort mit Vergewaltigungen, Messerstechereien, Mord und Totschlag und was es nicht alles an Horror gibt, konfrontiert.

Für mich ist das alles Ausruck eines Niedergangs sondersgleichen.

Es drückt sich für mich auch auf der Ebene der Musik aus. 60er, 70er und 80er Jahre waren ja musikalisch einfach phänomenal. Heute rennen die Kids mit lauter Musik, welche aus ihren Rucksäcken dröhnt, rum. Was hören die? Rap. Ich frage mich da, ob das überhaupt noch Musik ist. Versteht mich nicht falsch, auch da gibts gute Sachen! Aber Freund von mir hört da manchmal was zum Training. Also da bluten einem die Ohren. Das ist einfach pubertäre Megagrütze. Und das sind schon die richtigen Stars, die er da hört.

Aber auch moderne Kunst und Architektur. Also das meiste davon ist doch einfach Schrott und am besten man setzt eine Sonnebrille auf, sonst kriegt man noch Bindehautentzündung von dem Dreck.

Das sieht alles nicht gut aus, was sich gerade so entwickelt.

Ich möchte deshalb mit etwas Schönem schließen:

Joseph von Eichendorff

Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.



Mehr Infos: https://rohkost4.webnode.com/news/degeneration/

Joseph von Eichendorff

Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.



Mehr Infos: https://rohkost4.webnode.com/news/degeneration/

Joseph von Eichendorff

Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.



Mehr Infos: https://rohkost4.webnode.com/news/degeneration/

Mondnacht

Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt'.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis’ die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

—————

Zurück