Unfassbar.

06.12.2019 21:12

Lese gerade das:

Jung und alleinerziehend: Jugendamt nimmt Müttern ihre Kinder weg, weil Beziehung zu eng ist.

www.focus.de/familie/eltern/eltern-berichten/zu-enge-bindung-jugendamt-trennt-grundlos-muetter-und-kinder-erschreckende-fallstudie-offenbart_id_11388092.html?x-fol-utm=true

Was hier alles abgeht, ist der Hammer.

Alle Betroffenen sind alleinerziehend und weiblich, darunter 39 Mütter und drei Großmütter. Ihnen allen wurde ihr einziges Kind weggenommen - und das nur, weil angeblich die Mutter-Kind-Beziehung zu eng war.

Man muss sich immer wieder klar machen, dass es nicht erwünscht ist, wenn es enge Bindungen gibt. Deswegen ja die DDRifzierung der frühkindlichen Betreuung.

Eine "dringende Gefahr für das Wohl des Kindes" bestand jedoch in keinem der 42 Fälle, die Hammer untersucht hatte. Im Gegenteil: "Es gab in keinem Fall vorher Meldungen an das Jugendamt durch Dritte mit Hinweisen auf eine Kindeswohlgefährdung", hält der Soziologe in seiner Studie fest.

Was genau geht da ab? Was genau hat die Ämter bewogen, da die Kinder wegzunehmen? Und wenn da keine Kindswohlgefährdung vorlag, kann man die Ämter dann auf Schadensersatz verklagen? Wegen seelischer Grausamkeiten? Anmaßung im Amt?

Wegen Kindswohlgefährdung sogar?

Statt den Müttern zu helfen, unterstellten die Jugendämter eine zu enge oder zu belastete Mutter-Kind-Beziehung und legten 31 Müttern eine ambulante Erziehungshilfe nah und trennten die Familien schließlich in allen Fällen voneinander. Alles, ohne ein psychologisches Gutachten, das den Verdacht auf eine symbiotische Mutter-Kind-Beziehung bestätigt hätte. Diese wurden erst nach der Inobhutnahme in Auftrag gegeben. Die Frauen müssen sich wie vor den Kopf gestoßen gefühlt haben.

Erschreckend: In einigen Fällen äußerten sich Erziehungsberatungsstellen gegen eine Trennung - die Jugendämter jedoch entschieden darüber hinweg. Vielmehr stützten sie ihre Begründung auf Hausbesuche und Einschätzungen Dritter, also von Nachbarn, Ex-Partnern und Großeltern. Letztere belasteten die betroffenen Mütter stark.

Zum Jugendamt gehen ist anscheinend gefährlich. Es gab auf Facebook mal eine Frau, die hat schon vor Jahren immer wieder sowas gepostet. Solchen Kindesentzug durch die Ämter, nachdem da Familien HILFE gesucht hatten. Da gab es krude Storys und mir scheint das irgendwie surreal zu sein. Aber anscheinend ist das auch irgendwo eine Angststrategie.

Man ist ja per Gesetz auch nur Erziehungsberechtigter. Selbst als Mutter ist man nur zur Erziehung berechtigt. Das heisst, eine Berechtigung kann auch entzogen werden. Das ist zwar dein Kind, aber Fremde entziehen Dir die Berechtigung, DEIN Kind zu erziehen und zu betreuen. Und das trifft auf JEDE Familie zu!

Das heisst, dass es eigentlich nicht dein oder mein Kind ist, sondern es jederzeit, oft ohne Angaben von Gründen, aus der Familie entfernt werden kann, wenn der Staat so meint. Nur: wer hat den Staat legitimiert, Berechtigungen zu erteilen? Oder war das eine Selbstermächtigung?

(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.

(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.

www.gesetze-im-internet.de/gg/BJNR000010949.html

Hier sieht man schon auch die Zugriffsansätze des Staates.

Klar, wenn wirklich Gefahr für das Kind droht, aber offensichtlich greift das Jugendamt da auch bei geringeren Anlässen zu.

Bei den 42 Kindern aus Hammers Studie hätten sich Auffälligkeiten nach außen hin zeigen müssen. Dass dem jedoch nicht so war, bestätigten in 32 Fällen die Schulen. Kein Kind wies gravierende Leistungsrückstände auf oder war versetzungsgefährdet. Ein Kind, das Hammer in seiner Studie Karl nennt, war nach Aussage der Schule sogar "ein lebensfroher, leistungsstarker Schüler". Trotzdem entschied sich das Jugendamt für eine Trennung von der Mutter und die Unterbringung im Heim.

Die Jugendämter mögen augenscheinlich im Interesse der Kinder gehandelt haben - doch es sind die Kinder, die den größten Schaden davon tragen. Wesensveränderungen, aggressives Verhalten, Essstörungen, sogar Selbstmorddrohungen waren bei den Betroffenen keine Seltenheit.

Dazu passt der Spruch, dass heute die Ärzte die Gesundheit zerstören, die Unis das Wissen, die Juristen das Recht und anscheinend die Jugendämter die Kinder.

Ich meine: WTF! Das ist ja Willkür. Haben die da irgendwelche Anweisungen? Werden solche Artikel lanciert, um wieder Horror zu verbreiten? So wie die Zigarettenbilder? Man raucht nicht, muss es aber dennoch ertragen, mit abgestorbenen Körperteilen konfrontiert zu werden? Will man damit die Leser beunruhigen und einschüchtern? Schaut, dass kann euch auch passieren..

Diese Art der Drangsalierung der Menschen durch Willkür scheint sich zu häufen. Menschen, die einfach mal so vor Züge gestoßen werden, Terroranschläge, einfach mal so zusammengeschlagen. Oder man kriegt beim Einkaufen per Zufall das Messer in den Rücken, oder die Jugendämter nehmen dir die Kinder weg, dazu kann dich JEDERZEIT der Herzinfarkt und der Schlaganfall treffen.

Und die Botschaft: schone eine normale enge Beziehung kann das Jugendamt auf den Plan rufen!

Obwohl im Nachhinein gravierende sachliche und fachliche Fehler sowie Falschbehauptungen aufgedeckt wurden, gab es seitens der Jugendämter keine Entschuldigung. In sieben Fällen kündigten die Jugendämter laut der Studie sogar an, die Familien weiterhin im Blick zu behalten. Eine Drohung, finden die Betroffenen.

Also der Mann in mir sagt da... na das schreibe ich lieber nicht.

Es kann ja sein, dass sich Paare trennen und dann ist die Mutter eben mit dem Kind alleine. Sowas passiert. Aber als Vater hat man da ja dennoch oft Kontakt und dann sieht man das ... das würde sehr ungute Energien freisetzen, wenn mein Kind da nun plötzlich ins Heim müsste. Na klar, erstmal würde man das durch die Gerichte klären lassen, aber wenn die dann immer noch rumdrohen ... ich finde das eine absolute Anmaßung und Unverschämtheit.

Denn die Wünsche der Kinder, zurück zur Mutter zu ziehen, wurden vom Jugendamt als "Zeichen einer krankhaften Mutter-Kind-Beziehung interpretiert". Hammer schreibt: "Eine relevante Mitwirkung der Kinder fand mit dieser Begründung noch nicht einmal formal statt. Die Willensäusserung der Kinder wurde durch eine Stellungnahme der Heime und/oder fallführenden Fachkraft ersetzt und so in die Protokolle der Hilfeplanung aufgenommen."

Unfassbar.

Diese Frau auf Facebook schrieb immer, dass da die Heime Geld mit verdienen, dass es da eine Verquickung von Ämtern und Heimen gäbe, dass da dann Gelder fließen würden, dass so auch die Heimarbeitsplätze erhalten bleiben, dann gibts wieder Fördermittel usw usw.. eine heillose Geldbeschaffungsmaschinerie auf dem Rücken der Familien.

Und dass es hier vor allem Alleinerziehende trifft, hat eben auch was damit zu tun, dass ein Vater eben schneller mal ausrastet und da eben wirklich auch aggressiv die Familie verteidigt. Da gibts ja viele Fälle, wo Männer massiv und auch gewalttätig auftreten, wenn da das Jugendamt vor der Tür steht und die Kinder wegholen will. Das braucht dann den großen Bahnhof mit Polizei und Trara, das fällt dann auch zu sehr auf.

Und das die Kinder nicht berücksichtigt werden, liegt in der Natur der Sache. Es ist eben nur eine vorgetäuschte Fürsorge, tatsächlich scheinen mir da andere Motive dahinter zu stehen.

Ich finde das einen unsagbaren Skandal. Das erinnert an DDR-Zeiten, wo man den Leuten auch die Kinder weggenommen hat, weil Regimegegner oder systemkritisch.

"Irre ist, dass die Einsparungen der Hilfeleistungen für Familien für einen enormen Kostenanstieg in Heim- und Inobhutnahmen geführt haben", erklärt Hammer. Denn die Unterbringung der Kinder und Jugendlichen kann pro Tag bis zu 150 Euro kosten. "Das System wird immer teurer und inhumaner", urteilt Hammer im Gespräch. "Diejenigen, die damit sparen wollen, sorgen dafür, dass überall die Kosten steigen. Das ist natürlich auch ein strukturelles Problem."

Sag ichs nicht! So wird Geld verdient! Was sagt der denn hier durch die Blume? Da wird Wachstum auf Kosten der Kinder in der Sozialbranche generiert! Die Frau auf Facebook hat genau das angeprangert!

Und das ist ja schon lange mein Reden: NIE geht es um Einsparungen, sondern irgendwo muss immer Wachstum generiert werden. Und jetzt eben im Bereich Soziales. Und so, wie eben die Ärzte nie wirkliches Interesse haben, dass Menschen gesunden und nie wieder kommen, dass Polizisten eine Nachbarschaft erschaffen, wo nie was passiert und Autos gebaut werden, die 30 Jahre halten ohne irgendeine Reparatur zu benötigen, so erzeugen auch die Sozialbereiche ihre Probleme, um die eigene Existenz zu sichern. Kein Drogenberater hat ein Interesse, dass die Menschen mit Drogen aufhören. Seine Existenz hängt da dran.

Weniger Drogen, dass ist Ok, aber alle Menschen clean? Alle Menschen gesund? Alle Menschen harmonisch und friedlich? Alle Menschen frei und selbstbestimmt.

Und genau deshalb wird auch immer wieder, zumeist unbewusst, aber es wird eben so agiert, dass Wut, Frust, Aggressionen, Drogen, Krankheiten usw zunehmen, bzw. nicht abnehmen, weil damit MILLIARDEN umgesetzt werden.

Glückliche, gesunde, freie und selbstbestimmte Menschen sind der Tod des Systems. Aller Systeme. Das können die Kapitalisten nicht gebrauchen und die Kommunisten auch nicht.

"Das Schlimme ist, dass solche Institutionen geschaffen wurden, um Eltern und Kinder zu unterstützen - und ihr staatliches Wächteramt der Inobhutnahme nur dann auszuüben, wenn es keine Alternative gibt", sagt Hammer. "Inobhutnahmen aus Angst oder Unsicherheit bewirken aber genau das Gegenteil. Es ist an der Zeit, dass alle Jugendämter wieder zu Orten der Hilfe und Beratung werden, an die Eltern sich vertrauensvoll wenden können."

Wir leben in der Spätphase des Kapitalismus. Was erwartet der?

Das System läuft am oberen Anschlag. Wachstum? Fehlanzeige. Da kommt nicht mehr viel. Nur noch mit Zwang, Kauferpressung, herabgesetzte Haltbarkeit, eingeschränkte Mobilität, erzwungene Verschuldungen usw kann das System noch mehr wachsen. Und Wachstum heisst eben: genauso viel wie im letzten Jahr plus X% oben drauf.

Auch die Sozialbranche muss wachsen. Auch da wollen Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen und dann werden eben auch Kinder aus Gründen den Familien entzogen, die früher nie berücksichtig worden wären. Das System läuft am oberen Anschlag und JEDER Bereich unterliegt der marktwirtschaftlichen Gesetzgebung.

Und gleichzeitig ist solch ein Artikel auch irgendwo eine Warnung an alle: schaut, euch kann es auch treffen. Und wieder hat es was von Zufall, Willkür, Sinnlosigkeit...

So kann man die Menschen auch unter Spannung halten.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

P.S. Wer den Blog unterstützen möchte, der darf das gerne tun! :-)

Ich freu mich über jeden Beitrag!

Überweisung:

Matthias Brautschek

SPARDA Bank Berlin e.G.

IBAN: DE 10 1209 6597 0003 8009 19

BIC: GENODEF 1S 10

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

—————

Zurück