Vermintes Gelände II

13.12.2019 22:54

So...

Ich hatte ja geschrieben, dass in der Gesellschaft das Misstrauen anwächst. Dass man kaum noch jemanden vertrauen kann, dass man immer öfters gezwungen ist, selber nachzurecherchieren, man nichts mehr glauben darf.

Wenn man sich das Ganze mal ganz objektiv anschaut, wie sich das alles entwickelt hat, also dass man vielen nicht mehr vertrauen kann, dass man belogen, betrogen, verarscht, abgezockt und manipuliert wird und das sich in einem atemberaubenden Tempo das soziale Setting, wie es der Wisnewski bezeichnete, ändert und man darüber hinaus auch noch ständig mit sich zum Teil massiv sich widersprechenden Infos und Meinungen, Empfehlungen und Ratschlägen, Tipps und Hinweisen bombardiert wird, dann kann man denken: Wow. Eine irre, vollkommen unklare und konfuse Welt. Zum Teil bedrohlich, zum Teil beängstigend, zum Teil einfach chaotisch.

Aber das Ganze hat auch etwas Gutes. Etwas sehr Gutes sogar: Man wird wieder auf sich selber zurückgeworfen.

Das Ganze erinnert zunehmend an einen Dschungel und man muss nun lernen, darin zu überleben. Man muss aus sich selbst heraus aus einem Wust an Angeboten die richtige Nahrung finden, man muss vermeiden, dass man gefressen, also zur Beute wird, man muss schauen, dass man die richtigen Wege benutzt, dass man eben klarkommt.

Und nur in einer solchen Umgebung ist es überhaupt notwendig, wieder zu sich selber zu finden. Die Autorität des Lebens in sich selber zu finden. Den Instinkten vertrauen, den Gefühlen, der Intuition, dem Herzen zu folgen.

Nur in einer solchen Umgebung ist es überhaupt möglich, wieder voll zu sich selber zu finden. Wie ein Bär, der durch die Wälder streifet. Der muss klar kommen. Oder wie ein Schakal in der Savanne. Eine irre, konfuse Welt mit tausenden Eindrücken, Gefahren, Gerüchen. Und darin kann man nur überleben, wenn man bei sich selber ist.

Und, man muss es so sagen, dass gilt auch für die Rohkost und alles, was sonst noch so in dessen Schlepptau mitkam. Burger hat auch nicht alles aufgedeckt, was es da zu beachten gab. Auch da gibt es also genug Fallen. Dieser Dschungel ist eben auch im Bereich der Ernährung vorhanden. Tausende Tipps, Hinweise, Empfehlungen, Meinungen, Erfahrungen, Studien...zum Teil vollkommen widersprüchlich.

Da steht man vor einem über alle Maßen gedeckten Tisch und weiß nicht, was man machen soll. Was ist richtig, was ist falsch? Und das trifft zunehmend ALLE Lebensbereich.

Dauernd gibt es externe Autoritäten, die mir sagen, was ich machen soll: Iß vegan, nimm Vitam D, trinke keine Milch, iss mehr Vollkorn, meide Fischstädchen und Fischstäbchen sind gesund!

Gerade eben hatte ich einen Kontakt auf Facebook mit einem Franzosen. Der hat mich angeschrieben. Er will Instincto machen, Roh ist schon gescheitert. Was soll er essen? Wie mache ich das?

Also wie verwirrt und verloren muss der sein, wenn der so hilflos ist?

Und ich kann dem auch nicht helfen. Ich habe einige Tipps gegeben, Google Translator sei Dank, aber das wars.

Es ist ein Dschungel. Und entweder findet der nun irgendwie jemanden, der sich um ihn kümmert, oder es geht ihm so wie dem hier: www.youtube.com/watch?v=KAh2z3v05BE

Da wird man zu Beute.

Wem kann man vertrauen? Gerade, wenn man Hilfe braucht?

Ich hatte ja mal auf Skype eine Diskussion mit G.C.Burger über Derek Nance und Karnivor. Das fand er ja garnicht gut und hat dem ein frühes Ableben vorausgesagt. Nun sind wieder ein paar Jahre vergangen und der erfreut sich immernoch einer ausgezeichneten Gesundheit.

Da gibts eine neues Video hier: www.youtube.com/watch?v=wyogtTaq7eg&t

Ich habe noch nicht alles gesehen, musste aber schon lachen, wo die beiden da im Video auch über die Veganer und wohl auch Rohveganer reden und meinen, dass das eben immer alles Entgiftung sei und man irgendwann auch seine Zähne entgiftet. Tja, war auch schonmal Thema im Blog. Dass man sich da Probleme anfrisst und es dauernd Entgiftung ist.

Jedenfalls findet er diese rohe karnivore Sachen ganz schlimm. Wir hatten dann mal wieder einen Austausch und er meinte: ja, rohes Fleisch und Krebs, das wäre wissenschaftlich nachgewiesen. Ich dann: nee, und das hatte ich ja hier im Blog, da hat man jetzt was anderes rausgefunden, nachdem man das alles nochmal geprüft hätte.

Antwort: Das könne man nicht glauben, weil Wirtschaft und so, liebe eigene Erfahrungen.

OK, wie man sieht, sieht der Derek Nance nicht schlecht aus. Wirkt auch entspannt. Meckern kann man immer, aber dafür, dass er schon lange tot sein sollte... dafür sieht er ganz gut aus.

Antwort: Da solle man sich nicht täuschen lassen. Die Probleme kommen erst nach 20 Jahren.

Aha. Inkubationszeiten wie beim Fuchsbandwurm.

Und wir sind nicht an Fleisch angepasst.

Aha. Aber ich habe jetzt die ganze Fachliteratur gelesen und Zahnuntersuchungen usw usw.. moderne Wissenschaft.

Antwort: Könne man sich nicht drauf verlassen. Die wecheln ihre Ansichten immer wieder.

Aber immerhin zeigen sie, dass anscheinend rohes Fleisch eine enorme Rolle in der Evolution gespielt hat.

Antwort: Nur weil wir Fleisch gessen haben, heisst das nicht, dass die Individuen damals auch gesund waren.

Na ja, sie haben überlebt sich, fortgepflanzt und funktioniert Evolution nicht so, dass sich immer die am besten angepassten und fittesten, also wirklich attraktivsten und stärksten Individuen paaren?

Antwort: Ich hätte die Evolution nicht verstanden...

"In der Natur ist der Gesundheitszustand immer ausgezeichnet. Alles andere wird ausselektioniert.": ja bei schwerwiegenden Störungen, aber es gibt immer noch Skelette mit Hohlräumen, Tumoren und Verletzungen, die es Ihnen ermöglichen, sich einen Eindruck über den Gesundheitszustand zu verschaffen. Die Tatsache, dass diese frühen Männer viel Fleisch aßen, stützt nicht die Schlussfolgerung, dass es gut für ihre Gesundheit war oder dass es gut für unsere wäre. Sobald sich die Intelligenz entwickelte, war es möglich, mehr zu jagen und damit die Fleischration zu erhöhen. Es veränderte daher die Beziehung zur Umwelt, Fleisch war viel leichter zu bekommen, und der Instinkt, der seit Bestehen des Lebens vorhanden war, war nicht notwendigerweise an diese neue Situation angepasst. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese ersten Männer in das Fleisch "hineingefallen" sind, weil der Instinkt in Zeiten, in denen es schwierig war, Druck ausüben musste und nicht genug Schutz bot, als es einfach wurde. Es ist daher nicht sicher, ob dieser vermehrte Verzehr von Fleisch genetisch geplant ist, so dass die Möglichkeit besteht, dass er schädlich ist. Langfristig schädlich, denn wenn es kurzfristig schädlich wäre, hätten diese Grundelemente und auch unsere Diätassistenten es bemerkt. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis die Wissenschaft herausgefunden hat, dass rotes Fleisch mehr Krebs auslöst, und dank des instinktiven Kontexts konnte ich es schneller erkennen.

Na ja, man hat ja kürzlich die Studie rausgebracht, dass Fleisch und dass es da keine, also wirklich KEINE Studie gibt, die wirklich stichhaltig... aber das ist ja die Wirtschaft...

Also bin es nur ich, aber beisst sich hier die Argumentation selber in den Arsch. Hat da jeman die Evolution nicht verstanden? Wenn sich Intelligenz entwickelte, dann doch, weil es sexy war und es war sexy, weil es mehr Proteine ranschaffen konnte. Also bessere Fitness. MEHR Gesundheit! Ansonsten wären wir ja Affen geblieben!

Und der Mensch hatte immerhin eine Million Jahre, um sich anzupassen. Eine Million Jahre!

Solange dauerte es vom Homo habilis, der nun aufgrund von klimatischer Veränderungen gezwungen war, auf Fleisch umzuschwenken, bis zum Homo erectus. Und ab da waren es nochmal 1 Million Jahre bis heute.

Eines der besten Nachweise für die genetische Anpassung an den regelmäßigen Rohfleischverzehr:

www.gesundheit-medikamente.com/wp-content/uploads/2014/09/zahnentstehung.jpg

Für welche Diät brauche ich Sägezähnchen? Und gerade in diesem Alter? Früchte? Gemüse? Oder Fleisch? Verzehrt wie hier gezeigt:

images.wize.life/datei/news/article-placeholder/id/5d1dda2573efc35f5b503d8d/derek-nance-lagert-in-seinem-kuehlschrank-ausschliesslich.jpg

Gerade in dem Alter macht das ja Sinn, weil man da eben noch nicht so kräftig ist und die Sägezähnchen einen energetischen Vorteil bringen.

Und da merkt man eben, dass er irgendwo seine eigene Theorie nicht verstanden hat.

Also nur mal zum Verständnis: wenn ich mit 18 - 35 Jahren ein kräftiger, gesunder und attraktiver Bursche vor 2 Millionen Jahren in der Savanne war, eben weil ich Fleisch esse, dann paare ich mich auch mit mehr Mädels und habe dadurch mehr Nachkommen als der schwächere Artgenosse. Und wenn ich dann mit 60 an irgendwas eingehe, mein Artgenosse aber 70 wird zu der Zeit, dann hat er welchen Vorteil? Die Chancen, mit 70 noch ein Mädel zu finden, ist denkbar gering, zumal kräftige gesunde Burschen von 18 bis 35, meine Nachkommen, auch zur Auswahl stehen und in Konkurrenz mit den schwächeren Burschen sind. Dreimal darf man raten, wohin jetzt selektioniert wird.

Aber das ist es eben: Man marschiert wieder in vermintes Gelände, wenn man da externen Autoritäten einfach vertraut. Wer kann denn wirklich sagen, dass die Krebsfälle, die er da beobachtet hat und die auch alle schon vorher mal Krebs hatten, auf das Fleisch zurückzuführen war? Vielleicht haben sie ihre seelischen Probleme nicht gelöst und nur deshalb zu viel Fleisch gefuttert und das eben auch zusammen mit Früchten.

Und wieso sind dann die jungen französischen Rohies, die ich kenne und die auch gut Fleisch essen, so gesund und fit?

Und vor allem: wieso fühlt man sich selber so gut genährt auf karnivor? (Sind jetzt wieder sechs Tage. Und das hat sich einfach so ergeben, mein Körper wollte es so). Während die Pflanzenkost oft Blähungen macht?

Das habe ich auch mal gefragt: wieso Früchte Blähungen verursachen, selbst wenn ich gaaaaaanz langsam kaue und penibelst die Sperre beachte.

Antwort: Das sei Entgiftung.

Nach 20 Jahren?

Ja, dauert lange.

Na Ok.

Und das meine ich: es ist ein Dschungel.

Im Endeffket kann man nur selber seinen Weg suchen, ausprobieren, und sich selber vertrauen. Sich beobachten, schauen, wie es mir geht, wie ich mich fühle.

Man kann sich immer wieder irgendwo Inspiration holen, sich Infos anschauen, zuhören, aber man muss immer auch schauen, wie man sich selber dabei fühlt.

Sonst wird man gefressen.

Die Welt ist mittlerweile so geworden, dass man wieder vollkommen auf sich selber zurückgeworfen wird.

Alle externen "Wahrheiten" sind nur Schein- und Teilwahrheiten. Das was für jeden passt, muss jeder auch selber rausfinden und zur eigenen Autorität ranreifen.

Anders gehts nicht. Man kann mal mit was beginnen, aber mittelfristig schon, muss man seinen Weg finden. Und wieder in Kontakt mit seinen Sinnen, Intuitionen, Gefühlen kommen und lernen, dass sie die oberste Instanz sind, der es zu vertrauen gilt. Was ja auch eine enorme Heilung darstellt.

Weil: JEDER erzählt mir was anderes. Jeder macht mir auch Angst, oder ein schlechtes Gewissen, versucht mich zu überzeugen und die Meme zu verbreiten.

Ein Dschungel.

Also muss man wieder lernen, wie man in einer solchen Umgebung zurechtkommt. Und das heisst eben: ausprobieren, sich alles mal anhören, neugierig und offen sein, aber gleichzeitig auch vorsichtig, sich auf die Gefühle und Instinkte verlassen.

Im Grunde wie ein wildes Tier in der Natur.

Und das ist immernoch keine Garantie, dass man es richtig macht.

Aber so ist es nun mal... Das Leben ist in seiner Grundstruktur unsicher. Sicher ist nur der Tod.

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