Viel schlimmer als gedacht...

07.03.2017 15:21

Gerade mit einem Freund gechattet. Der hat mir gleich erstmal folgende Infos zukommenla ssen (gesehen in einer französischen Doku):

Angeblich entspricht der Nährwert einer Orange von 1950 dem Nährwert von 21 Orangen in 2015 und ein Apfel von 1950 hat angeblich soviel Vitamin C wie 100 Äpfel von heute !! Also das heute weniger in den Nahrungsmitteln ist als früher, dass weiss man ja, aber das es so krass sein soll ist schon heftig, die Nahrungsmittel von heute haben bis zu 75 % weniger Nährstoffe. Das gilt für Früchte, Gemüse, aber auch Fleisch, Getreide, Milch etc.

Also das sind natürlich üble Neuigkeiten. Und es bleibt auch nur ein Schluss: selber anbauen! Selber schauen, wie man gute Lebensmittel erzeugt. Denn im Biohandel ist es ja nicht anders. Ich sehe das ja an meinen Produkten: das hat eine ganz andere Qualität als selbst Bioprodukte. Nicht mal frischer, weil ich die auch ja auch einlagere, sondern "dichter".

Die Gartensaison geht ja wieder los, und da kann man nur jedem raten, sich irgendwie, auch wenn es auf dem Balkon ist, selberversorgt. Durch die industrielle Landwirtschaft, auch im Biobereich, kommt es immer schneller zu einer Verarmung der Böden. Schaut euch doch mal das an:

Das Foto habe ich letzten August / September aufgenommen. Man sieht hier, wie die Feinanteil des Bodens durch die fehlerhafte Bearbeitung ausgeweht werden. Nun lagern die sich natürlich größtenteils wieder auf der Ackerfläche ab, aber nicht zu 100%. Und so verliert man aufgrund schlichtweg falscher Bearbeitung immer mehr Bodenfruchtbarkeit und Mineralien, die man dann mittels Kunstdünger und anderen Supplementen wieder nachfüllen muss.

Ich habe dann hier mit einer Bäuerin hier gesprochen, die noch ein paar Hektar bewirtschaftet. Die hat da kein gutes Haar dran gelassen. Es sind eben Agrargenossenschaften, und die Leute dort Angestellte. Das ist nicht deren Land, sondern ist zum Großteil gepachtet und so gehen sie auch damit um.

Es geht aber noch weiter. Erinnert sich noch jemand daran?

Der verheerende Unfall war am Freitag offenbar dadurch ausgelöst worden, dass bei stürmischem Wetter eine Wolke aus Ackerstaub den Fahrern für entscheidende Sekunden die Sicht genommen hatte. Acht Menschen kamen in ihren brennenden Autos ums Leben gekommen, 131 weitere wurden verletzt. Insgesamt waren über 80 Fahrzeuge auf beiden Fahrspuren südlich von Rostock an der Karambolage beteiligt.

Müller verwies zudem darauf, dass Böden besser gefestigt würden, wenn sie über den Winter zum Beispiel mit Klee oder Luzernen bepflanzt würden, die im Frühjahr untergepflügt werden könnten. "Dann gibt es keine derart ausgetrocknete Bodenkrume", sagte der Umweltschützer.

Auch die Landesvorsitzende der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, Silke Gajek, betonte, es werde zu wenig gegen die Gefahr der Winderosion getan. Nach Angaben der Schweriner Landesregierung sei etwa 65 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Mecklenburg-Vorpommern dadurch potenziell gefährdet, erklärte Gajek in Schwerin.

Quelle: www.spiegel.de/panorama/justiz/massenkarambolage-auf-a-19-keine-bremsenden-strukturelemente-in-der-landschaft-a-756337.html

Das war 2011. Fünf Jahre später: NULL Veränderung. Siehe Foto. Und noch eine Anmerkung: Luzerne und Klee anpflanzen und dann unterpflügen kostet und bringt nichts. Nichts im Sinne der Buchhaltung. Deswegen wird das auch nicht gemacht. So einfach ist das. Und da ist es auch wurscht, wenn über die Hälfte der Flächen durch Winderosion gefährdet sind.

Ralf Benecke vom Landesbauernverband wies die Kritik an der Landwirtschaft als "pauschal" zurück. Bei dem extremen Wind und der lang anhaltenden Trockenheit der vergangenen Wochen "hätte es auch eine Hecke als Windschutz entlang der Autobahn schwer gehabt, viel Sand und Erde zurückzuhalten", sagte Benecke.

Auch hier wieder: fünf Jahre später ist nichts passiert. Man arbeitet weiter trotz komplett ausgetrockneter Ackerkrume. Was genau zur Winderosion führt, ja diese erstmal so richtig anfacht. Als ich das Foto gemacht habe, war es ja genau in der Zeit, als hier krasse Dürre herrschte. Das hält die aber nicht davon ab, ihren Unsinn zu machen. Das Ergebnis: Erosion, also das Auswehen von Feinanteilen.

Und was macht die Politik?

Na nichts! Beschwichtigen, abwehren, herunterspielen.

Also damals hat Wind einen "Sandsturm" verursacht, der dort oben die ganzen Feinanteile ausgeweht hat und fünf Jahre später, trotz WISSEN um die Erosionsproblematik, wird immernoch so gewirtschaftet. Das ist einfach der helle Wahnsinn!!

Am Montag äußerte sich von Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus zu dem Thema. Windschutzhecken hätten die Massenkarambolage seiner Ansicht nach nicht verhindert. "Das waren feinste Humuspartikel, die der Sturm aufgewirbelt hat", sagte der SPD-Politiker.

Da sieht man mal, was da passiert: es werden die feinsten Humusteile ausgeweht. Und fünf Jahre später macht man das immernoch. Und dann wundert man sich, dass die Lebensmittel immer weniger gehaltvoll sind, wenn denn die Feinanteile einfach ausgeweht, weggeweht werden!

Mitarbeiter der Agrargenossenschaft, die an der A19 bei Rostock wirtschaften, hätten den Acker gepflügt und für den Kartoffelanbau vorbereitet. 

Das kommt nicht richtig raus, ob das genau zum Zeitpunkt des Unfalls war, aber vorher und deswegen der Sturm entstand. Wie auch immer: selbst wenn die Feinteile sich wieder auf dem Acker ablagern, werden sie doch so geschichtet, dass sie ganz oben liegen und dort von Wind entsprechend verwehrt werden können. Wir hatten hier oben auch schon solche Sandstürme.

Fazit: mal hält es kaum noch aus! Man kann ja hinschauen wo man will, nur Probleme und Missstände!!! Hier eben in der Landwirtschaft, die man wirklich nur noch als verrückt bezeichnen kann. Aber es scheint wirklich kaum jemanden zu interessieren. Geschweige denn, dass mal jemand was sagt. Ich reiße ja schon mal mein Maul auf und spreche Dinge an, muss dafür auch oft einstecken, aber geht ja auch nicht anders.

Der Rest? Denen ist es anscheinend schlichtweg egal! Liegt vielleicht daran: cdn.webfail.com/upl/img/ac7b6abcc49/post2.jpg

D

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