Vielleicht eine weise Entscheidung

03.04.2019 00:15

Kürzlich auf Facebook gefunden: returntonow.net/2016/04/16/jarawas/

Jarawa Hunter-Gatherers Say They Don’t Want to Be Part of Our World

Like the Hadza of East Africa, the Jarawa hunter-gatherers of the Andaman Islands also face extinction, thanks to the ever-expanding nature of agriculture and civilization.

Na ja, es gibt eben kein Halt, sondern "wir" wollen uns eben immer weiter ausbreiten. Auch diese Völker, selbst wenn es nur ein paar Hundert Seelen sind, sind potentielle Kunden und sie als Alternative leben zu lasse, passt auch vielen nicht.

Also werden diese Völker immer mehr verdrängt und kommen an den Rand des Aussterbens.

To add insult to injury, a highway has been built right through the heart of their ancestral lands to accommodate “human safaris” – in which tourists toss food at and snap photos of the Jarawa like animals in a zoo.

Also Straßen sind so die neuen Lebensadern des Wirtschaftskrebs. Ausbreiten, ausbeuten, wachsen auf Kosten des Wirtsorganismus. Komischerweise sind ja Krebszellen auch eigene Körperzellen und auch der Mensch ist im Grunde eine eigene "Erdzelle", die aber auch aus der Gesamtharmonie ausgeschieden ist und nun irgendwie ihr eigenes Ding macht und sich ausbreitet und den Wirt ausbeutet bis zum Kollaps.

Und dann die, die noch ganz ursprünglich leben, verachten.

On a remote island off the Indian coast, the first humans are still living in a forgotten world,” begins the trailer of a new documentary about the Jarawa titled Organic. “They left Africa 70,000 years ago. They are [among] the most ancient people in the world. There are no more than 400 of them. Up til now, they had managed to shelter themselves from the madness of our world.”

Am Ende hats auch die erwischt...

Although the Indian government promised to close a road cuts through the middle of their jungle, where a military convoy accompanies dozens of vehicles loaded with tourists twice a day, the road is now being widened, hastening the disappearance of the Jarawa, the filmmakers say. “Poachers steal their game with the complicity of Indian forest rangers. Soon, the Jarawa will have nothing left to eat.”

Muss man nicht kommentieren... passt ins Bild.

Wenn man sich nicht wehren kann, wird es einem weggenommen.

“For the first time, the Jarawas are speaking to us,” the film’s narrator says. “They want to alert us.”

“We live really quietly in the forest, and we are happy,” a Jarawa man says in the film. “Here, there is everything we need. The trees are full of fruits, and the flowers are magnificent … We can find everything we need in the jungle.”

Und wir? Alles was wir brauchen wird von überall her rangekarrt. Die Äcker stehen mit Produkten voll, die nicht mal gefressen werden sondern zum Großteil in die Biogasanlagen wandern, damit wir genug Strom für sinnloses Zeug haben.

“We don’t like people from the outside,” another tribesman adds. “They are bad. These people have only bad things to bring us … They give us tobacco [and alcohol] and they teach us how to chew, and it’s not good for us.”

“This is where we want to live,” a Jarawa woman says. “Our life is here, nowhere else. We cannot love your world … Your world is bad for us. We don’t like it. There are too many people. Too much noise. No peace. In the other world, it smells bad … Here it is more beautiful. Living here is more peaceful.”

Hm... genau, was ich auch immer sage. Es stinkt, es ist laut, der Fraß ist bis auf wenige brauchbare Ausnahmen Scheiße und im Grunde ist es ein permanenter Kriegszustand.

Ist es ja auch. Wir führen permanent Krieg gegen die Natur. Sieht man ja jetzt im Frühjahr, die ganzen braunen Glyphosatäcker. Chemische Kriegsführung. 1915 gabs Gas, heute Glyphosat. Die selbe Denke steht dahinter: den Feind mittels Giften ins Jenseits zu befördern.

Und weil diese Menschen "uns" den Spiegel vorhalten, müssen sie weg. Zumeist werden sie auch in chauvinistischer Art und Weise noch als Wilde und Untermenschen angesehen:

According to Survival International, the Indian government is attempting to force the Jarawa to assimilate into mainstream society, dictating details down to the style of clothing they think they should wear.  In an effort to “wean” Jarawa children from the tribe, members of parliament are suggesting sending them to government schools. Many government officials see themselves as helping a “backwards” culture “stuck in a primitive stage of development.”

Muss man nicht weiter kommentieren. Es reicht ein Wort dafür: Zerstörung.

Na ja, es hilft da nur eins: neues Leben zulassen, wieder mehr Natürlichkeit leben. Reich sagte ja da: vorleben und fertig. Das Leben ist stark genug und muss nicht gerettet werden.

Und das, was denen da passiert, ist im Grunde das Gleiche, was uns hier vor 7.000 Jahren auch passiert ist. Der Übergang von einer doch recht paradisischen Form des Daseins hin zu einer mühevollen und trübseligen Form, die wir mittlerweile so gesteigert haben, dass die Menschen massenhaft an diesem falschen Leben krank werden.

Im Grunde ist es immer wieder eine Bestätigung dessen, was Reich sagte:

KULTUR UND ZIVILISATION HAT ES BISHER NOCH NICHT GEGEBEN, SIE SIND GERADE ERST IM BEGRIFF, AUF DIE BÜHNE DER MENSCHLICHEN GESELLSCHAFT ZU TRETEN. UND DAS IST DER ANFANG VOM ENDE DES CHRONISCHEN CHRISTUSMORDES.

Wenn die Menschen wirklich zivilisiert und kultiviert wären, würden sie das Lebendige bei diesen Kulturen spüren und sie in Ruhe lassen, ja, von ihnen lernen. So aber wird eben alles Lebendige und Ursprüngliche angegriffen und assimiliert.

Wie wird man mal über diese Zeit später denken?

Kein Wunder, dass nicht nur die, sondern auch Stämme im Amazonas entschieden haben, den Kontakt mit "uns" abzubrechen. Da gabs ja schon mehere Fälle, wo Menschen gesagt haben: "Mit denen wird das nüscht!".

Na, ich habe heute erstmal noch neue Sträucher gekauft, die ich demnächst setzen will. Noch Haselnuss, Felsenbirnen, Feuerdorn als Bienenweide im Sommer, eine Zwerg-Maulbeere und zwei Feigen. So langsam nimmt das alles Gestalt an und JEDER kann was tun, dass es wieder mehr Natürlichkeit gibt. Auf jeder Ebene.

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