Wachstum , Wachstum, über alles!

04.04.2018 23:54

Ich habe ja hier im Blog schon öfters starke Kapitalismuskritk geübt, einfach weil ich denke, dass dieses System zerstörerisch ist und genau aus dieser Zerstörung seine Energie zieht. Darüber hinaus habe ich ja auch schon öfters geschrieben, dass der ewige Zwang zum Wirtschaftswachstum aus diesem System folgt und uns das am Ende auf die Füsse fallen wird. Das beste Beispiel, auch auf die Gefahr hin, in die rechte Ecke gestellt zu werden, was man aber im Grunde eh nicht verhindern kann, ist die Migrationspolitik.

Bei diesem Thema sieht man ganz offen und klar die ganze verlogene Politik und die grenzenlose Heuchelei der "Eliten". Ich möchte das anhand einiger Beiträge erläutern.

Deutschland ist nach den USA, China und Japan die viert-größte Volksiwrtschaft der Welt. Das heisst, hier wird richtig Geld verdient und hier ist das Wirtschaftswachstum auf einem sehr hohen Niveau angekommen. Auf einem so hohen Niveau, dass es langsam an seine Grenzen stößt. Alle sind mit Konsumprodukten überversorgt, mit Autos, Telekommunikationsmittel, Smartphones, Versicherungen usw.

 Nicht mal Eier oder Orangen braucht man mehr abschälen : www.egofm.de/images/collage_plastik_.jpg

Dazu kamen sehr viele Privatisierungen. Post, Bahn, Telekommunikation, jetzt die Autobahnen. Dazu eine bis ins Extrem ausgereizte industrielle Landwirtschaft. Dazu die erfolgreiche Versingelung der Menschen, die Kommerzialierung der Kommunikation (Smartphones statt direktes Gespräch) und sogar der Sexualität (Pornos statt Liebe).

Wachstum zu generieren wird hier immer schwerer.

Dazu kommt, dass die Bevölkerungen aller Industrienationen schrumpfen. Gewachsen sind die Bevölkerungen durch die Verdammung der Verhütung vor 500 Jahren durch die Kirche (Quelle ist hier ein Vortrag des Forschers Gunnar Heinsohn). Hatte man vorher in Europa im Schnitt zwei Kinder, so hatte man nach der Hexenverbrennung 5-6 Kinder. Mit Aufkommen des Kapitalismus, also dem Akkumulieren von Kapital durch eine Privatwirtschaft, konnte die Kindersterblichkeit nochmal dramatisch gesenkt und immer mehr Menschen ernährt werden. Einfach durch Forschungen in der Medizin und in der Landwirtschaft. Und so wuchs die Bevölkerung dramatisch an.

Selbst zwei Weltkriege haben da nur unwesentlich gewirkt, kann man sich kaum vorstellen, aber in dieser Kurve fällt das kaum auf:

 

Quelle: www.bauernkriege.de/EuropaMITTELALTER.html

In dieser Abbildung (www.humanecology.ch/www.humanecology.ch/img/bevoelkerungsentwicklung-europa.i74.jpg) sieht man sehr deutlich, dass bis zur Pest im 14. Jahrhundert die Bevölkerung in Europa recht gleichbleibend um die 75 Millionen schwankte, mit der Pest dann aber einbrach, nur um danach steil anzusteigen.

Kurioserweise liegt in der Zeit auch der Höhepunkt der Hexenverbrennungen. Bei Wikipedia findet sich dazu auch ein Hinweis auf Gunnar Heinsohn:

Die Bremer Sozialwissenschaftler Gunnar Heinsohn und Otto Steiger warfen die in der allgemeinen Öffentlichkeit vielbeachtete These auf, die Hexenverfolgung sei eine Methode gewesen, mit der tradiertes geheimes Verhütungswissen unterdrückt wurde, um die Bevölkerung der neu entstehenden Fürstentümer zu sichern.[35]

Der Heinsohn hat das anhand der Geburtenzahlen abgeleitet. wie gesagt, vorher zwei Kinder pro Frau im Schnitt, danach 5-6 Kinder. Auch Bernd Senf hat die Hexenverbrennung als Verfolgung von Verhütungswissen angesehen.

In der fachwissenschaftlichen Hexenforschung wurde diese Arbeit wegen methodischer Mängel allerdings zurückgewiesen.

Das ist doch immer so! Sowie irgendein Fachfremder irgendwas Cleveres sagt, sind die Experten beleidigt.

Alles in allem ist also die Bevölkerung dramatisch angewachsen und gleichzeitig hat sich eine kapitalistisch strukturierte Privatwirtschaft gebildet, was dann in weiterer Folge zur ILLUSION eines immerwährenden Wirtschaftswachstums geführt hat.

Das braucht es auch, um immer wieder die Zinsen der vergebenen Kredite zu erwirtschaften.

Und nun schrumpfen die Bevölkerungen. Pille, hohe Reproduktionskosten, schädliche Systemmeme, narzisstische Problematiken, Umweltgifte... fertig ist die 1,2 Kind pro Frau Bevölkerung.

Ökologisch betrachtet ja super!

Weniger Menschen, die energie- und ressourcenintensiv leben, kann nur gut sein.

Panik gibt es da bei den Banken.

Und jetzt sieht man, wie Wirtschaftwachstum organisiert wird:

1. 2012: Die Banken jaulen: www.bbc.com/news/uk-politics-18519395

The EU should “do its best to undermine” the “homogeneity” of its member states, the UN’s special representative for migration has said.

Peter Sutherland told peers the future prosperity of many EU states depended on them becoming multicultural.

Ich habe immer geschrieben, seit 2015, dass es nie um Hilfen, um Humanismus, um Menschenfreundlichkeit ging. Dazu kenne ich das System mittlerweile zu gut. Und in den letzten Wochen kam alles ans Tageslicht, was meine Aussagen bestätigt.

Wer hat das gesagt?

Mr Sutherland, who is non-executive chairman of Goldman Sachs International and a former chairman of oil giant BP, heads the Global Forum on Migration and Development , which brings together representatives of 160 nations to share policy ideas.

He told the House of Lords committee migration was a “crucial dynamic for economic growth” in some EU nations “however difficult it may be to explain this to the citizens of those states”.

Die kriegen mit den schrumpfenden Bevölkerungen kein Wachstum mehr hin und haben Druck gemacht. 

2. 2013: Das Weltwirtschaftsforum in Davos macht Druck: norberthaering.de/de/27-german/news/958-wef-migration

Den Artikel hatte ich hier schon im Blog. Aber alles, was da steht, wurde mehr oder weniger umgesetzt.

Aber es geht weiter:

3. 2015: Massenmigration aus Syrien, Afghanistan und dem Irak sowie aus Afrika. Willkommenskultur, Diffamierung von Kritikern, Lobgesänge in den Medien ("Neues Wirtschaftswunder", "Segen für Deutschland" - noch Fragen, wessen Lied die singen?). Sogar Rechtsbrüche werden nicht mehr verfolgt. Wachstum über alles, kann man da nur nüchtern feststellen. Der Zweck heiligt die Mittel.

4. Und es geht weiter: www.heise.de/tp/features/Vereinte-Nationen-bereiten-weltweite-Pakte-zu-Fluechtlingen-und-Migration-vor-3995024.html

Auch von der UNO wird entsprechen die Wirtschaft präferiert. Den Artikel hatte ich ja schon hier zitiert. Auch geht es ganz offiziell nur um Wachstum! Wachstum über alles!! Da müssen eben die Menschen schonmal Opfer bringen. Wachstum, koste es, was es wolle.

Und hier sieht man einfach ganz klar, welche Interessen bedingt werden.

Die Bevölkerung wird nicht mehr gefragt. Nirgends. Es wird nur noch Politik für die Oberschicht gemacht. Eine Verschwörungstheorie? Spinnerei? Neiddebatte?

Leider nicht!

Ich verweise auf diesen sehr lesenswerten Artikel: www.heise.de/tp/features/Westliche-Demokratie-ist-hohl-Reichtum-regiert-4009334.html

Je höher das Einkommen, desto stärker stimmen politische Entscheidungen mit der Meinung der Befragten überein. (…) Was Bürger mit geringem Einkommen in besonders großer Zahl wollen, hatte in den Jahren von 1998 bis 2013 eine besonders niedrige Wahrscheinlichkeit, umgesetzt zu werden.

Da haben akribische Forscher herausgefunden, dass die Poiltik im Grunde nur noch die Wünsche der Oberschicht umsetzt und dass Arme und die Mittelschicht im Grunde nichts mehr zu melden haben.

Mehr noch: Eine politische Regelung wurde nicht nur umso eher von der Regierung umgesetzt, je mehr Reiche sie unterstützten. Das hatte man ja fast schon erwartet. Nein, ein Vorschlag wurde von der Regierung auch umso eher abgelehnt, je mehr Arme dafür waren! Die Forscher sprechen hier von einem "negativen Zusammenhang". Sie schreiben wörtlich, dass "die Wahrscheinlichkeit auf Umsetzung sogar sinkt, wenn mehr Menschen aus der untersten Einkommensgruppe eine bestimmte politische Entscheidung befürworten." Das bedeutet, dass die Regierung die Armen nicht einfach nur ignoriert, sondern praktisch aktiv gegen sie arbeitet.

Wer hätte das gedacht...

Dies ist längst international zu beobachten und kein deutsches Phänomen. Im Mutterland der neuzeitlichen Demokratie, den USA, von wo aus noch im 18. Jahrhundert die Französische Revolution mit befeuert wurde, registrieren Forscher heute das gleiche Muster. Nicht zufällig orientiert sich die Studie der Osnabrücker Wissenschaftler eng an einem amerikanischen Vorbild - der 2012 veröffentlichten Untersuchung "Affluence and Influence" ("Reichtum und Einfluss") von Professor Martin Gilens von der Princeton University

(...)

Die überaus aufwendige Studie kam zum gleichen Ergebnis wie ihr deutsches Gegenstück: Die Ansichten der Armen und der Mittelschicht sind auch in den USA völlig irrelevant für die Politik. Ob nun 20, 50 oder 80 Prozent von ihnen eine Forderung unterstützen - die Wahrscheinlichkeit ihrer Umsetzung bleibt konstant niedrig. Es ist, als wären die normal und wenig verdienenden Bürger gar nicht da, ebenso sprachlos wie unsichtbar.

Gilens schreibt:

Der vollständige Mangel an Responsivität der Regierung bezüglich der Wünsche der Armen ist verstörend und passt eigentlich nur zu den zynischsten Sichtweisen auf amerikanische Politik. Wenn sich die Ansichten von Armen und Wohlhabenden unterscheiden, so zeigen die Ergebnisse, dass die Regierungspolitik in keinerlei Beziehung zum Ausmaß der Zustimmung oder Ablehnung unter den Armen steht.

Und so ist das eben.

Die Wirtschaft meldet Bedarf an.

Die Politik setzt um. Egal welche Farbe die Regierung hat.

Die Medien (die Konzern-und Staatsmedien muss man konkretisieren) bringen die frohe Botschaft unters Volk und machen die Meinung.

Die linken Parteien geben dem einen humanistischen Anstrich, verbreiten die Systemmeme ("Multikulti", "Islam gehört zu Deutschland" [Ja aber nur, weil er mittlerweile volkswirtschaftlich relevant ist! Um die 10.000 Taoisten oder Shinzo-Anhänger verliert keiner ein Wort, die Muslime aber sind mittlerweile eine ordendliche Käuferschaft, deswegen diese Diskussionen] und jagen die Kritiker ("Kampf gegen Rechts")

Die Kirchen brechen die letzten Widerstände.

Fertig ist die "demokratische Entscheidung".

Das ist alles nur noch eine Farce! Da braucht man nicht mehr wählen gehen und Volker Pispers hat das ja in einigen Vorträgen aufs Korn genommen, dass die Menschen permanent gegen ihre eigenen Interessen wählen. Aber das ist eben das Ergebnis der Meinungsmache der K und S-Medien.

Und wenn die Banken sagen, wir brauchen Mirgation, auch wenn es den Bevölkerungen nicht schmeckt und es da Probleme gibt, dann kriegen die das.

Wachstum über alles!

Anhand der Migration sah und sieht man ganz eindeutig, wie das System funktioniert. Woher der Bedarf kommt, wer das wie organisiert, wie die Menschen medial gekämmt werden, wie Kritiker behandelt werden (nichts mit freier Rede und öffentlicher / demokratischer Debatte), welche Rolle die Politik spielt.

Es gab noch einen treffenden Kommentar zum verlinkten und zitierten Arikel:

Wie hätte das Kanzleramt wohl reagiert, wenn man wesentlich konkreter von einer selektiven Responsivität gesprochen hätte?

Denn das ist es, was bei dieser Studie tatsächlich heraus kommt. Eine "Krise der Responsivität" suggeriert, die Regierung reagiere lediglich nicht auf die Wünsche der Bürger, sondern entscheide nach einem undefinierbaren Gusto.

Sie entscheidet aber offensichtlich selektiv und orientiert sich ganz konkret an den Forderungen jener Institutionen, welche die Reichen im Lande repräsentieren.

Da wäre z.B. der Arbeitgeberverband oder die Tatsache, dass Jan Ackermann (Deutsche Bank) damals seinen Geburtstag im Kanzleramt gefeiert hat. Dort wo man den Bericht dann entsprechend kastriert hat.

(...) Die entscheidende Frage ist, welche Rolle die Medien bei der Abdämpfung dieser Entscheidungen spielen. Das Phänomen besingt Volker Pispers schon seit 20 Jahren: Die Menschen müssen doch mitbekommen, dass man gegen sie entscheidet. Warum passiert denn nichts und warum werden diese Leute wiedergewählt? Wo ist denn die Responsivität auf Seiten der demokratischen Basis?

Es gelingt der Politik offensichtlich immer wieder, ihre Entscheidungen als das "bessere Wissen" zu verkaufen, als das notwendige Übel oder zumindest als das Ergebnis eines Entscheidungsfindungsprozesses, welcher Statistiken, Weltwissen und Prognosen zur Grundlage hat, die der Einzelne nicht überblicken kann und sich denken muss "Was ich will, scheint nicht das beste für alle zu sein"; "Die Mehrheit muss nicht Recht haben, das hat unsere Geschichte deutlich gezeigt".

Und zur Unterbreitung dieser allgemeinen Gefühlslage stehen die Politiker nicht selbst bereit, sondern ein ganzes Arsenal an Agenturen, die via Medien noch da an diesen Einstellungen arbeiten, wo man glaubt, es hätte mit Politik nicht im entferntesten zu tun.

Es ist eine Farce! Eine Scheindemokratie.

Die Banken sind das System und die bestimmen, wo es lang geht. Wer das Geld hat, hat die Macht.

Und Frau Merkel?

Eine willige Dienerin. Nicht des Volkes. Soweit kommt nich. Nein, eine willige Dienerin der Eliten, der Oberschicht. Auch eine Verschwörungstheorie? Leider auch nicht.

www.nachdenkseiten.de/?p=43253

Mark Galliker, emeritierter Professor für Psychologie, hat das verbale Verhalten von Bundeskanzlerin Merkel einer Analyse unterzogen. Sein Ergebnis: Merkel verneint, ignoriert und verschleiert die Realität und versteht es, sich „glaubhaft als moralische Autorität zu inszenieren“. Ein Interview über eine Kanzlerin, die auf den Gesprächspsychotherapeuten wirkt „wie eine Musterschülerin, die alles tut, was ihr von oben aufgetragen wird und es versteht, dies vor den Mitschülern zu verbergen“

Sie haben Merkel in einer aktuellen Untersuchung von Ihnen als eine Meisterin der Maskierung genannt, weil Sie Macht verschleiere. Was wollen Sie damit sagen?

Merkel weiß, dass das Volk nicht wissen darf, dass sie sich letztlich für die Interessen der Großindustrie und der Banken einsetzt und gerade nicht für die weniger reichen und armen Menschen, andernfalls hätte sie vermutlich bei den Wahlen keine Chance gehabt. Wenn sie sich für die sogenannten kleinen Leute einsetzen würde, hätte sie die Massenmedien der wirtschaftlich Starken gegen sich und würde wahrscheinlich ebenfalls nicht gewählt. Merkel wird von den Mächtigen vor allem deshalb geschätzt, weil sie deren Denken wie keine zweite Politikerin den Bürgern schmackhaft machen kann.

(...)

Also wenn man das Ganze mal so analysiert, führt einem das zu der Erkentnis, dass man im Grunde irgendwo im Zwischendeck der Titanic hockt. Noch fährt der Kahn, aber der Kapitän, die Offiziere und die reichen Oberdeckpassagiere haben sich auf ein "Weiter so" geeinigt. Die Mittel- und Unterschicht ist eben nur der Pöbel und man verbietet sich sein Mitspracherecht.

Schlimmer noch: einer kommentierte bei Telepolis den "Replacement"-Artikel sarkastisch und sprach vom "Arbeits- und Konsumvieh" aus Sicht der Oberschicht.

Was hat das alles mit Rohkost zu tun?

Nun: die Informationen über Fasten, Rohkost, Gesundheit, Sport, Gartenbau, alternative Schulsysteme usw sind ALLE lang und breit im Netz vorhanden. Alles ist da. Die Menschen wollen es aber nicht. Sie wollen in der Masse so weiter leben. Deswegen haben sie zu 80% genau diese Parteien gewählt, die für ein "Weiter so!" stehen.

Und genauso sind alle Informationen da, um das System zu verstehen. Videos, Schriften, Artikel. Alles da, um zu sehen, wie es funktioniert und welche Folgen es für Natur, Tiere, Pflanzen und Menschen hat. Es ist alles vorhanden.

Aber auch da: die Masse hält sich die Augen zu und täuscht und belügt sich eben weiter.

Und da kann man irgendwo auch nichts machen. Es dauert eben genau so lange, wie es dauert, bis das Bewusstsein reift und sich dann was ändert.

Das Schlimme: die Migranten werden hier genau so benutzt. Und dann bringt man was zusammen, was nicht gut zusammen passt kulturell und von der Mentalität.

Das ist aber alles wurscht.

Wachstum, Wachstum über alles!

Das wird eine Bruchlandung geben!!

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