Was soll man noch essen - Teil 10?

23.06.2019 10:08

Na ja, die vorherigen neun Teile hatten einen anderen Titel, aber mittlerweile ist es wohl wert, da eine kleine Serie aufzumachen. Der Grund: wenn man mal genau hinschaut, dann findet man mittlerweile für JEDES Lebensmittel / Lebensmittelgruppe irgendwelche Argumente, wieso man die nun NICHT essen sollte.

Neueste Schreckensnachricht: www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/diabetes-rheuma-alzheimer-tomaten-gurken-kuerbis-mediziner-sicher-dass-gemuese-uns-krank-macht_id_8348490.html?fbc=fb-shares

Diabetes, Rheuma, Alzheimer - Tomaten, Gurken, Kürbis: Mediziner sicher, dass Gemüse uns krank macht.

Mal davon abgesehen, dass das kein Gemüse ist, sondern GemüseFRÜCHTE, stellt sich mir mittlerweile schon die Frage, was man nun noch bedenkenlos essen kann. Folgt man nämlich den ganzen Empfehlungen, steht am Ende nur noch Trockenfasten.

 

Getreide und Gemüsepflanzen schützen sich gegen Fressfeinde und Krankheiten mit speziellen Substanzen. Für die menschliche Verdauung sind sie ungeeignet und machen uns krank, sagt ein US-Ernährungsmediziner. Hat er Recht?

Wer täglich Gemüse, Obst und Vollkornprodukten isst, ernährt sich besonders gesund, so die landläufige Meinung – und sitzt damit womöglich einem gefährlichen Irrtum auf, wird dick und krank. Davon ist auf jeden Fall der amerikanische Kardiologe und Ernährungswissenschaftler Steven R. Gundry überzeugt, wie er in seinem Bestseller „The Plant Paradox“ darlegt, das seit diesem Jahr auch als deutsche Fassung erhältlich ist (Steven R. Gundry: „Böses Gemüse. Wie gesunde Nahrungsmittel uns krank machen“, Beltz).

Also hier sieht man mal wieder, wie widersprüchlich die Welt ist. Ich hatte hier im Blog mal einen amerikanischen Ernährungswissenschaftler zitiert, finde den Beitrag leider nicht auf die Schnelle, aber der sagte sinngemäß: Es gibt tausende sich widersprechender Studien, dass Einzige, was wir wirklich wissen, weil es alle Studien zeigen: viel Gemüse erhält gesund.

 

Was sind genau ist diesmal der Stein des Anstoßes?

Verantwortlich für die schädliche Wirkung der vermeintlich gesunden Lebensmittel sollen Lektine sein. Das sind bestimmte Eiweiße, die Pflanzen zur Verteidigung entwickelt haben, damit sie von Pilzen, Bakterien und Parasiten verschont bleiben. Tatsächlich wirken Lektine ähnlich wie Antibiotika und können, vor allem im rohen Zustand, giftig sein.

Na ja, wieso kommt niemand auf die Idee mal zu fragen, ob nicht wieder die Dosis das Gift macht?! Und diese Dosis eben über den Ernährungsinstinkt geregelt wird. Und wenn man sich vergiftet, dann hat man doch auch keine Lust mehr auf ein Produkt... das ist doch alles unlogisch und im Grunde negiert es auch die ganze Evolution. Natürlich verteidigen sich Pflanzen gegen Fressfeinde, aber

1. Wurden viele Giftstoffe ja durch Züchtung und Auswahl raus- und runtergezüchtet. Das sieht man, wenn man mal eine wilde Möhre mit einer Gartenmöhre vergleicht. Oder eine Wildtomate mit einer Gartentomate.

2. Gibt es ja auch Entgiftungsanpassungen. Sprich, die Konsumenten haben im Laufe der Evolution gelernt, Gifte wieder zu entgiften.

3. Wie gesagt: die Dosis macht das Gift.

Das bekannteste Lektin ist Gluten, von vielen gemieden, weil es zu Darmentzündung und Zöliakie führen kann. Gluten, als Klebereiweiß bekannt, verdeutlicht die negativen Eigenschaften der Lektine besonders eindrucksvoll: Diese Eiweißstoffe sind ausgesprochen bindungsfreundlich, verkleben mit Zellen und Geweben, bevorzugt im Darm. Die Schleimhautzellen verändern sich, die Darmwand wird durchlässig für Schadstoffe, die wiederum den gesamten Organismus krank machen können.

Na gut, für Rohköstler im Grunde eher uninteressant. Wer isst schon größere Mengen Vollkorn mit Genuss? Im Grunde wohl nur die eher kochenden Vollkornjünger...

Doch nicht nur Zöliakie geht auf die schädliche Wirkung der Lektine zurück. Die Eiweiße binden sich an rote Blutkörperchen, verdicken das Blut, fördern damit Arteriosklerose und Herz-Kreislaufkrankheiten. Auch viele andere Zivilisationskrankheiten erklärt Steven Gundry mit der negativen Wirkung der Lektine.

Jetzt kann man also schon an Gurken sterben...

Weil sie eigentlich an allen Geweben andocken können, etwa an der Bauchspeicheldrüse, Gelenken, Bronchien, Nerven, Gehirn, und das Immunsystem sie dort als Eindringlinge angreift, würden Autoimmunerkrankungen entstehen: Diabetes, Arthritis und Rheuma, Asthma, Parkinson sowie Alzheimer.

Durch Tomaten, Gurken und Zuccinies?

Im Grunde ist das hier auch irgendwo die Argumentation der Karnivoren. Fleisch und Fisch statt Pflanzen, weil diese sich mit Giften zur Wehr setzten. Aber:

Auf Fisch und Fleisch verzichtet Steven Gundry ebenfalls weitgehend oder schränkt den Verzehr zumindest ein – weil Zuchttiere vor allem mit Mais und Soja gefüttert werden. Beide Futtersorten enthalten von Natur aus bereits Lektine.

Geht also auch nicht. Nicht mal Wild geht, weil sich das auch auf den Äckern vollfrisst. Was also essen?

Wenn man sich die Positivliste mal anschaut (irgendwie ist das Zitieren vom Focus immer mühsam, schaut also bitte in der Originalquelle), dann sieht man recht deutlich, dass da auch eine Menge Lebensmittel gelistet sind, die wieder auf anderen Negativlisten stehen. Je nach dem, was man da nun gerade als neues Problem definiert. Nur ein paar Beispiele:

Nüsse - enthalten auch Antinährstoffe.

Kohl - soll Schildrüsenprobleme verursachen.

Fleisch - eh verboten. Schwertmetalle, Mikroplastik.

Rotwein - jeden Tag ein Glas = Alkoholiker.

Oliven -  AGEs.

Knoblauch, Zwiebeln - einfach mal zusammen mit dem Wort schädlich googeln und ohne langes Suchen:

Die Taoisten wussten schon vor Jahrtausenden, dass Pflanzen der Allium-Arten schädlich für einen Menschen im gesunden Zustand sind. In seinen Lehren beschrieb ein Weiser namens Tsang Tsze die Alliumpflanzen als die „fünf duftenden oder würzigen Gemüse“ welche einen nachteiligen Effekt auf Leber, Milz, Lunge, Nieren und Herz haben. Insbesondere sind Zwiebeln schädlich für die Lunge, Knoblauch für das Herz, Lauch für die Milz, Schnittlauch für die Leber und Frühlingszwiebeln für die Nieren.

www.gour-ni-times.de/2014/11/26/zwiebeln-und-knoblauch/

Und anderen Quellen sagen dann wieder genau das Gegenteil:

In einer kontrollierten, prospektiven Kohortenstudie wurde bei dem Verzehr von mehr als einer halben Zwiebel pro Tag eine deutliche Verringerung des Magenkrebsrisikos nachgewiesen. Auch ein verringertes Risiko für Dickdarmkrebs wird bei einem hohen Verzehr von Knoblauch und Zwiebeln beobachtet. Für diese schützende Wirkung sind wahrscheinlich vor allem die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe der Zwiebeln und des Knoblauchs verantwortlich.

Mehr zum Thema: https://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/gemuese/zwiebeln-und-knoblauch

Das könnte man für jedes Produkt dieser Positivliste / Negativliste machen und man würde immer etwas finden, wieso man nun ausgerechnet diese Produkte nicht essen sollte.

Kokosöl - hier ganz oben auf der Liste, hier ganz unten (durch):

Viele sind nach dem Vortrag von Prof. Dr. Dr. Karin Michels verunsichert: Kokosöl sei gefährlicher als Schweineschmalz, sagt die Medizinerin und Uni-Professorin. „Das Kokosöl ist eines der schlimmsten Nahrungsmittel, die Sie überhaupt zu sich nehmen können.“

Der Grund: Kokosöl enthalte hauptsächlich gesättigte Fettsäuren, die das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen sollen. Außerdem würden lediglich Spuren von Vitaminen, Mineralien und Pflanzenstoffen in dem Öl stecken – so wenig, dass sie kaum einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben.

Es wird eine Sau nach der anderen durchs Dorf getrieben und die Menschen werden immer wieder in Panik versetzt und verunsichert und verschreckt und, das fällt auf, auch permament in diesem Zustand gehalten. Verwirrt, verängstigt, verrückt gemacht. Und so auch kontrolliert.

Wieso nicht einfach essen, was schmeckt? Plus etwas auf das Feedback des Körpers achten? Die Instinkte nutzen? Mal wieder die Kompetenz zurückfordern, bzw. wieder in die Eigenverantwortung kommen?

Was gerade abgeht, ist eigentlich absurd. Wir leben in einer gigantischen Verwirrung. Keiner weiß mehr, wie es geht. Schuld daran ist der Kochtopf und in weiterer Folge all die ganzen Manipulationen, die daraus erwachsen sind. Ich schrieb ja schon mehrfach, dass Naturvölker genau wissen, was sie essen müssen, um gesund zu bleiben. Wir aber stehen in unserer Zivilisation vor reich gedeckten Tischen und wissen NICHTS mehr. Vollkommene Verwirrung. Darf ich jetzt Äpfel essen oder nicht? Kuchen ja oder nein? Süßigkeiten? Lieber Bananen? Und Fleisch? Fisch? Darf ich das essen, oder bedeutet es Krankheit, Siechtum und vorzeitiges Ableben?

Keiner weiß mehr, was richtig und falsch ist. Was zuträglich, was schädlich. Welche Mengen gegessen werden sollten, was man meiden sollte... eine einzige gigantische Verwirrung aus unterschiedlichsten Informationen, aus Manipulationen, Tricks und psychologischen Fallen und ausgenutzten Hintertüren, Süchten und Bedürfnisse ...

Da gibts auch so schnell kein Entrinnen mehr. Man wird von rechts nach links und von links nach rechts getrieben. Tausende, sich zum Teil wiedersprechende Studien ... vollkommene Verwirrung. Und jeder will der Schlauste sein und etwas verkaufen.

Tja... viel Spaß in dieser Open Air Irrenanstalt.

Ursache: es startete mit der Erfindung der Kochkost, dann kamen die ganzen Züchtungen, später reine Profitgier.

Und am Ende steht eine Welt, in der man vor reich gedeckten Tischen steht und niemand mehr weiß, was richtig und falsch ist, wo sich die Informationen zum Teil in allen Bereichen widersprechen. Wo man im rechten Ohr hört: "Iss das!! Das ist gesund!!". Und gleichzeitig im Linken: "Iss das nicht!! Das macht krank!!!" .

Und da ich auch nicht weiß, was richtig und falsch ist, esse ich einfach das, was im rohen Zustand gut riecht und schmeckt und worauf ich Lust habe.

Wenn ich irgendwann an einer Tomate oder einer Gurke eingehe, na dann ist es eben so...

Irgendwie sagt mir mein Gefühl aber, dass das nicht so sein wird.

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