Weitere Aufklärung - Bargeld

26.03.2020 11:16

Derzeit liest am an einigen Supermarktkassen, dass man doch bitte mit Karte bezahlen soll. Anscheinend hat man da Angst, dass sich das Virus über das Bargeld ausbreitet. Die Frage ist aber: stimmt das?

Anscheinend nicht.

BEHAUPTUNG: „Viren auf Banknoten können eine Gefahr darstellen, wenn man sich nach dem Anfassen nicht die Hände wäscht und ins Gesicht greift“, meinte Mark Witchi, Leiter der Sektion Impfempfehlung und Bekämpfungsmaßnahmen im Schweizer Bundesamt für Gesundheit, jüngst der Wirtschaftswoche. Influenzaviren könnten beispielsweise bis zu 17 Tage auf Banknoten überleben, hätten seine Untersuchungen ergeben.

BEWERTUNG: Die Wahrscheinlichkeit, sich an Geldscheinen oder Münzen mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, ist nach Einschätzung deutscher Experten sehr gering.

FAKTEN: „Das auf dem Geldstück klebende Virus würde ich mal weitgehend vergessen“, sagte dazu der Virologe Christian Drosten in einem NDR-Podcast. Der Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité erläuterte, bei Coronaviren und Influenzaviren handele es sich um behüllte Viren. Diese seien gegen Eintrocknung extrem empfindlich.

Anders sei es bei Schnupfenviren, die unbehüllt seien und weniger empfindlich gegen Eintrocknung. Diese würden eher mit den Fingern in die Nase gebracht und könnten dort für Infektionen verantwortlich sein. Bei Coronaviren erfolge eine Infektion dagegen meist über den Rachen – „und wir stecken uns den Finger nicht in den Hals“, so Drosten.

www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/werden-coronaviren-durch-bargeld-uebertragen/

Man braucht also vor Bargeld keine Angst haben.

Und bei der Kartenzahlung ist im Grunde nur das kontaktlose Zahlen "sicher". Wenn man erst seine Geheimzahl eintippen muss, dann grabscht man genau da dran rum, wo ALLE Kunden hingelangt haben. Also auch hier wieder: vollkommen unlogisch.

Da ist Bargeld im Vergleich sicherer.

Aber die Sorgen sind eh unbegründet:

Auch der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, der Infektiologe, René Gottschalk, hält eine Ansteckung mit dem Coronavirus über Scheine oder Münzen für unwahrscheinlich. Würde das Virus über Geldscheine oder Lappen übertragen, wären die Fallzahlen höher, erklärt Gottschalk. Möglicherweise könne man die Viren auf Geldscheinen nachweisen, aber diese erreichten nicht die Keimzahl, um einen Menschen zu infizieren. Darum halte er es auch für völlig überzogen, Geldscheine zu desinfizieren.

Selbiges hat die Prof. Mölling in einem ihrer Interviews gesagt.

Witzige Seitenstory: der Hadmut, bei dem ich ja immer mal lese, ist seit der Coronakrise ja voll auf dem Trip des kontaktlosen Zahlens. Na ja, und da schreibt er nun jahrelang gegen den Kommunismus an, gegen die Einschränkung der Freiheit, gegen alles, was sich für ihn links und kommunistisch anfühlt und dann rennt er genau in die Richtung, in die die Menschen rennen sollen.

Die Abschaffung des Bargeldes ist ja schon länger geplant und es eröffnet eben enorme Kontroll- und Überwachungsmöglichkeiten.

Bargeld ist Freiheit.

Und, dazu haben wir Experten, es ist auch in dieser Krise ungefährlich, Bargeld zu benutzen.

Viel wichtiger:

Die Empfehlung, sich oft und gründlich die Hände zu waschen, bleibt also von höchster Bedeutung, um eine Virenübertragung auf Atemwege und Schleimhäute zu vermeiden.

Ich meine, man kann alles angrabschen, solange man sich nicht sofort in der Nase popelt oder die Augen reibt (die häufigste Infektionsquelle), sondern sich vor dem Kontakt im Gesicht eben die Hände schön wäscht. Die Viren krabbeln ja nicht den Arm rauf und suchen sich ihren Weg in den Körper. Die muss man dahin transportieren. Also entweder durch Augenreiben oder Nasepopeln. Oder ähnliches Verhalten.

Auf Bargeld zu verzichten, ist angesichts der Aussagen der Experten, nicht nötig.

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