Wer will eigentlich warum aus Deutschland auswandern?

08.06.2016 16:37

Ich verstehe das mittlerweile garnicht mehr. Es ist weder kalt, noch grau. März sonnig und kühl. April sonnig und warm. Mai sonning und wärmer. Juni sonnig und heiß. So what? Besser ist es im Süden auch nicht. Was mal wieder zeigt, wo die Probleme liegen: es regnet einfach zu wenig! Der letzte Regen ist jetzt auch wieder einige tage her. War zwar ergiebig (ohne wären wohl die meisten Bäume eingegangen) und hat viel geholfen, aber seitdem ist es wieder jeden Tag sonnig und sehr warm.

Und das ist so ungewöhnlich, dass man hier nicht mehr von Zufälle reden kann. Und dann das andere Extrem: Regen ohne Ende innerhalb von Minuten, Tornados und riesige Hagelkörner. Im Mittel stimmt dann sicherlich die Bilanz wieder, aber es ist schon abgefahren, wie sich das Wetter verändert, wie es wärmer und sonniger wird und die Unwetter an Heftigkeit zunehmen.

Nun kann man sich streiten, ob das menschgemacht ist oder nicht. Im Zweifelsfall sollte man einfach davon ausgehen! Man kann ja nicht einfach sagen: da wir es nicht genau wissen, machen wir einfach weiter so. Jeder, der den menschgemachten Klimawandel anzweifelt, muss also auch die verantwortung dafür tragen, wenn er sich doch irrt. "Och, da habe ich mich eben geirrt, tja, Pech Leute." - so gehts ja auch nicht.

Im Garten sehe ich, dass gerade die Wurzelgemüse irgendwie "nicht aus dem Arsch kommen". Pastinakten, Möhren, Wurzelpetersilie, violette Mairübchen, dass alles schwächelt etwas. Ich denke, dass hier das überwiegend trockene Wetter ausschlaggebend ist.

Wenn ich bei Wetteronline schauen, dann sehe ich seit MONATEN sowas:

Die Temperaturen schwanken etwas nach oben oder unten, aber grundsätzlich ist es das Bild seit APRIL!!! Die Regenwahrscheinlichkeiten sind pures Wunschdenken. Da stand auch mal 80% und es kam kein Tropfen runter. Irgendetwas stimmt hier ganz gewaltig nicht mehr! Das Wetter ändert sich. Letztes Jahr hatten wir um diese Zeit die erste Hitzewelle mit knapp 40°C. Und im August kam die nächste mit ähnlichen Temperaturen. Das ist sowas von untypisch für Deutschland, zumal wenn es keine statistische Ausreißer sind, sondern es mittlerweile einen Trend gibt. 

Das wirft natürlich Fragen nach der zukünftgen Wasserversorgung auf. Wenn mehr Menschen auf Wasser aus den Hahn angewiesen sind, um die Gärten zu bewässern, wird man dann die Preise anheben? Werden sich Schädlinge ausbreiten? Wir haben eine echte Blattlausplage derzeit. Was ist mit den Bäumen? Man sieht ja, wie die Natur leidet, wie die Blätter hängen, wie die Farbe von sattgrün ins gelbliche wechselt. Und wie woanders Sturzfluten durch die Ortschaften hämmern oder Tornados die Gebäube beschädigen.

Ich frage bleibt natürlich: wieso will man da eigentlich auswandern, wenn es mittlerweile monatelang Wetter wie in Spanien oder Südfrankreich gibt?

Da wünscht man sich wirklich mal "typisch" deutsches Wetter. 

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