Wieder eine Angstmache, was sich in Luft auflöst

02.10.2019 20:53

Es war ja bisher so Usus, dass Fleisch Krebs verursachen soll. Jetzt gibt man da Entwarnung, weil es anscheinend doch nicht so ist:

Gesundheitliche Risiken von Fleischverzehr laut Studie gering.

Es gilt derzeit die Empfehlung, rotes Fleisch nur in Maßen zu essen. Doch nun haben Forscher die Datenlage noch einmal analysiert und eine Studie dazu veröffentlicht. Sie bringt eine große Überraschung.

www.welt.de/gesundheit/article201177142/Krebs-Herz-Diabetes-Gesundheitliche-Risiken-von-Fleischverzehr-laut-Studie-gering.html

Und das ist es eben... man macht da die Leute verrückt und am Ende stellt sich raus: "Ätsch, all die Angst (Krebs, sorry, aber da wird Essen mit TODESANGST besetzt), war höchstwahrscheinlich umsonst. Wir haben nochmal geschaut und .. ups.. alles nicht so schlimm."

Ist euch schon mal aufgefallen, dass so ziemlich alle "sündigen" Genüsse mittlerweile mit Todesangst besetzt sind? Sex kann dich umbringen. Wegen AIDS. Einmal falsch gev****, schon wars das. Essen kann dich töten, nur nicht zuviel von dem was schmeckt, sonst Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Überhaupt: Es kann dich grundsätzlich IMMER und ÜBERALL treffen. Und wenn es dich da nicht trifft, dann rafft dich das Fleisch oder Sex mit einer hübschen Fremden dahin. Und wenn DAS auch nicht eintrifft, na dann kommt der Klimawandel.

Diese Botschaft wird dauernd unter die Menschen gebracht.

"The End is near!"

Wieso fragt niemand, welchen Einfluss Stress hat? Wir leben in einem ständigen Stress- und Kriegszustand und es wird immer schlimmer. Viele essen genau deswegen zuviel und bewegen sich zu wenig. Und dann ist es nicht das Essen an sich, sondern die Lebensumstände, die dich hinraffen.

Der Verzehr von rotem Fleisch und verarbeiteten Fleischprodukten geht anscheinend bei den meisten Menschen nicht mit großen gesundheitlichen Risiken einher. Zu diesem Ergebnis, das der gängigen Einschätzung widerspricht, kommt eine internationale Gruppe von Medizinern nach der Prüfung etlicher Studien zu dem Thema.

Die Untersuchungen hätten lediglich einen schwachen Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Krebs, Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefunden, schreibt das Team um Bradley Johnston von der Dalhousie University in Halifax (Kanada) nach Analyse der Datenlage im Fachjournal „Annals of Internal Medicine“. Auf Basis der insgesamt fünf Überblicksstudien erstellt ein 14-köpfiges Team im gleichen Fachblatt neue Ernährungsempfehlungen.

Das muss man sich mal vorstellen: wenn das stimmt, hat man die Menschen jahre- und jahrzehntelang verrückt gemacht. Wie damals mit dem Cholesterin. Hat sich auch als Fake rausgestellt und viele sind ja an den Cholesterinsenkern, die da verschrieben wurden, eingegangen. Siehe hier.

Wie immer habe ich mir dann das Originalpaper angeschaut: annals.org/aim/article-abstract/2752328/unprocessed-red-meat-processed-meat-consumption-dietary-guideline-recommendations-from

Es liest sich etwas holprig und ich habe es bisher nur überflogen. Aber

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IACR) in Lyon hat den Verzehr von rotem Fleisch - also etwa Rind, Schwein, Schaf und Ziege - als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Verarbeitetes Fleisch gilt demnach sogar als „krebserregend“. Viele Ernährungsrichtlinien empfehlen daher einen geringen Fleischverzehr. „Diese Empfehlungen beruhen jedoch in erster Linie auf Beobachtungsstudien, bei denen ein hohes Risiko für Störfaktoren besteht“, schreiben Johnston und Kollegen. Daher seien Aussagen über einen kausalen Zusammenhang schwierig.

Der Mensch hat jahrhunderttausende rotes Fleisch gegessen und die ganze Evolution basiert, wie ich in der Artikelserie "Nochmal was zur genetischen Anpassung" anhand des Studiums der Primärliteratur rausarbeiten konnte, auf dem Fleischverzehr.

rohkost4.webnode.com/news/nochmal-was-zur-genetischen-anpassung/

Klar, wenn man das so stark erhitzt und grillt und eben durch Hitze molekular verändert, wird das sicherlich nicht besser. Aber offensichtlich spielt das nicht die entscheidende Rolle.

For our review of randomized trials on harms and benefits (12 unique trials enrolling 54 000 participants), we found low- to very low-certainty evidence that diets lower in unprocessed red meat may have little or no effect on the risk for major cardiometabolic outcomes and cancer mortality and incidence.

Die haben also da keine Zusammenhänge zwischen dem Verzehr von Fleisch und dem Risiko, an Krebs oder Herzkreislauferkrankungen zu erkranken, gefunden.

We summarize people's attitudes on eating meat below in a section on values and preferences. In short, omnivores enjoy eating meat and consider it an essential component of a healthy diet. There is also evidence of possible health benefits of omnivorous versus vegetarian diets on such outcomes as muscle development and anemia (34, 35), but we did not systematically review this literature.

Ja, wir kommen immer wieder dahin, dass eine omnivore Diät wohl das Gesünderste ist. Kurioserweise ja schon seit 7,5 Millionen Jahren. Seit A. ramidus.

Im Grunde hat man wieder nur die Menschen verrückt gemacht.

Our systematic review on health-related values and preferences yielded 54 articles from Australia, Canada, Europe, and the United States, including 41 quantitative and 13 qualitative studies (17). Omnivores reported enjoying eating meat, considered meat an essential component of a healthy diet, and often felt they had limited culinary skills to prepare satisfactory meals without meat. Participants tended to be unwilling to change their meat consumption. The certainty of evidence was low for “reasons for meat consumption” and low for “willingness to reduce meat consumption” in the face of undesirable health effects, owing to issues of risk of bias (for example, unvalidated surveys), imprecision (small number of participants in qualitative studies), and indirectness (failure to specifically ask about the health benefits that would motivate a reduction in red or processed meat consumption).

Das Leben ist eben doch runder, wenn man ab und an mal auch Fleisch essen kann und man kann es nicht so leicht ersetzen. Genau das hatte ich ja im Wurzelartikel auch gesagt. Und anscheinend sind eben die gesundheitlichen Risiken nicht so groß, wie man es bisher annahm.

The rationale for our recommendation to continue rather than reduce consumption of unprocessed red meat or processed meat is based on the following factors. First, the certainty of evidence for the potential adverse health outcomes associated with meat consumption was low to very low (13–16), supported by the similar effect estimates for red meat and processed meat consumption from dietary pattern studies as from studies directly addressing red meat and processed meat intake (13, 14, 16). Second, there was a very small and often trivial absolute risk reduction based on a realistic decrease of 3 servings of red or processed meat per week. Third, if the very small exposure effect is true, given peoples' attachment to their meat-based diet (17), the associated risk reduction is not likely to provide sufficient motivation to reduce consumption of red meat or processed meat in fully informed individuals, and the weak, rather than strong, recommendation is based on the large variability in peoples' values and preferences related to meat (17). Finally, the panel focused exclusively on health outcomes associated with meat and did not consider animal welfare and environmental issues. Taken together, these observations warrant a weak recommendation to continue current levels of red meat and processed meat consumption.

Nochmal zusammengefasst:

1. Die Evidenzsicherheit für die potenziellen gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Fleischkonsums waren gering bis sehr gering.

2. Zweitens gab es eine sehr kleine und oft triviale absolute Risikominderung, die auf einer realistischen Abnahme von 3 Portionen rotem oder verarbeitetem Fleisch pro Woche beruhte. Das heißt, wenn man seinen Konsum reduziert, sind die gesundheitlichen Verbesserungen anscheinend nur sehr gering.

3. Wenn der sehr geringe Expositionseffekt wahr ist, angesichts dessen, dass die Menschen ihrer fleischbasierten Ernährung anhängen, ist es unwahrscheinlich, dass die damit verbundene Risikominderung eine ausreichende Motivation darstellt, um den Verzehr von rotem Fleisch oder verarbeitetem Fleisch bei vollständig informierten Personen zu reduzieren.

Was folgt daraus?

Die Menschen sollen angesichts dieser Ergebnisse eben weiter Fleisch essen, auch weil die anscheinend geringen Vorteile die Einschränkungen auch des Wohlgefühls und der Lebensquailtät nicht aufwiegen.

Ich hatte mal die Gelegenheit, mit der Tochter von Guy-Claude Burger zu reden. Sie ist Ärztin und ich hatte sie mal gefragt, ob ihre Mutter damals wirklich am Fleisch eingegangen wäre. Also das sie wirklich durch den Fleischkonsum Krebs bekommen hat und sie verneinte das. Sie meinte, es hätte andere, auch psychische Gründe gehabt und es lag auch stark an ihrem Vater. Der wiederum konnte sich das nicht eingestehen und hat deswegen den Verzehr von Fleisch in den Vordergrund gerückt. Und da wieder eine Theorie drum gebastelt.

Die Medien haben das auch als Thema, habs aber nicht alles gelesen. Vieles ist auch hinter einer Anmeldeschranke.

Nur das hier noch: www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.neue-studie-fuehrt-zu-kontroverse-wie-gefaehrlich-ist-rotes-fleisch-wirklich.4428b637-c5e6-4acb-b969-935221ccda6b.html

Und jetzt rasten natürlich wieder viele aus. Es wird wieder kritisiert, was das Zeug hält.

 Ihre Schlüsse wurden rasch von einer Gruppe prominenter US-Wissenschaftler kritisiert, die sogar den ungewöhnlichen Schritt unternahmen, die Veröffentlichung zu stoppen, bis auf ihre Kritik eingegangen wurde. 

Tja.. mir schwant da was. Nämlich die Verbindung Fleisch, SUV, Fliegen, CO2, Klimawandel. Der reduzierte oder gar gänzlich gestoppte Fleischkonsum ist ja da eine wesentliche Säule beim Klimaschutz. Und jetzt kommen die daher..

„Worauf wir schauen müssen, ist die Beweislast - Gerichte nutzen sie“, sagte Walter Willett, Professor für Ernährungswissenschaften an der Harvard University. Er gehörte zu denjenigen, die die Veröffentlichung der Studie verschieben wollten. Willett hat Studien geleitet, die Fleisch mit negativen Folgen für die Gesundheit in Verbindung gebracht haben. Die jüngste Veröffentlichung gehe beispielsweise nicht auf die nachgewiesenen Vorteile ein, rotes Fleisch gegen vegetarische Optionen auszutauschen.

Das Fachmagazin „Annals of Internal Medicine“ verteidigte die Arbeit und teilt mit, die Anfrage, die Veröffentlichung zu verzögern, sei nicht, wie wissenschaftlicher Diskurs funktionieren solle. Co-Autor Guyatt nannte den Versuch „albern“.

Na ja, das passt in den Zeitgeist. Sowie etwas heute gegen die zur Ersatzreligion gewordenen Überzeugungen geht, sogleich wird man kritisiert, ja, die Veröffentlichungen unangenehmer Wahrheiten, oder zumindest Sichtweisen und Forschungsergebnisse, sollen verhindert werden.

Da kann man sich vorstellen, was da gerade hinter den Kulissen abgeht und die der Krieg im Netz zwischen Fleischessern und Vegetariern / Klimarettern tobt.

Da haben wir es schon:

Wenige Lebensmittel haben einen so schlechten Ruf wie Fleisch und Wurst. Das liegt nicht nur daran, dass ihre massenweise Produktion zum Klimawandel beiträgt und Tiere unter teils katastrophalen Bedingungen gehalten und getötet werden. Nein, Fleisch und Wurst sind auch ungesund, sie können Krebs und Herzkrankheiten verursachen – heißt es.

www.tagesspiegel.de/wissen/gesundheitliche-effekte-gering-ist-rotes-fleisch-jetzt-doch-nicht-so-ungesund/25071292.html

Und:

Insgesamt fand sich kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und 13 verschiedenen Krebsarten, Diabetes oder Herzkrankheiten. Konkret hieß das, zum Beispiel bezogen auf das Risiko, an Krebs zu sterben: Wenn 1000 Personen ihr Leben lang jede Woche drei Portionen weniger rotes Fleisch essen als gewohnt, versterben nur sieben weniger als bisher an Krebs.

Der Artikel im Tagesspiegel ist sehr lesenswert!

Da kommt jetzt der ganze Irrsinn ans Tageslicht. Sowas zum Beispiel:

(...) er könne nicht nachvollziehen, warum die Autoren die Ergebnisse der untersuchten Studien so stark abgewertet hätten: "Es gibt so viel wissenschaftliche Beweise, dass ein Ernährungsmuster mit viel Fleisch das Risiko für Dickdarmkrebs, Herzkrankheiten und Diabetes erhöht."

Zwar sei unklar, ob das am Fleisch selbst liege. Wahrscheinlicher sei, dass sich Personen, die viel Fleisch essen, auch sonst eher ungesund ernährten – zum Beispiel wenige Ballaststoffe und viel Zucker zu sich nehmen. "Viel Fleisch bedeutet in 95 Prozent der Fälle eine ungesunde Ernährung", sagt Watzl.

Macht euch das klar, wie da gearbeitet wird!

"Wegen all diesen Faktoren gibt es gar keine Datengrundlage, um eine präzise Empfehlung zu rotem Fleisch zu geben", sagt Kabisch. Er sieht in der Analyse der Forscher daher vor allem ein Plädoyer für bessere Ernährungsstudien.

Jetzt kommt mal die Wahrheit ans Tageslicht. Man hat da einfach unsauber gearbeitet und man sieht, wenn man genau hinschaut, und das haben die Wissenschaftler hier anscheinend getan, dass da am Ende nur heisse Luft übrig bleibt. Es ist alles viel zu kompliziert, als dass man da wirklich etwas nur am Fleisch festmachen könnte. Dazu ist das Leben viel zu komplex und die Kausalitäten oft gleichsam komplex.

Und genau deswegen haben die Forscher gesagt: OK Leute, wir wissen viel zu wenig und die Beweislast ist viel zu ungenau, viele Studien sind einfach Schiesse und taugen rein garnichts und deswegen sagen wir erstmal: bleibt bei dem, was ihr macht. Zumal für viele tatsächlich der Verzicht den anscheinend nur geringen Nutzen nicht aufwiegt.

Aber jetzt kommts!

Ein anderer Punkt allerdings ist durchaus umstritten: dass Klimaschutz und Tierethik bei den Empfehlungen keine Rolle spielen.

Warum auch? Bei dieser Betrachtung geht es nicht ums Klima und die Tiere, sondern einzig darum, ob die Ernährungsrichtlinien angemessen sind, oder nicht. Das ist erstmal alles vollkommen unabhängig von diesen Punkten. Die können ja durchaus dann in weiterer Folge betrachtet werden, aber rein objektiv geht es eben um den Zusammenhang zwischen Konsum und Gesundheit. Und das ist so, als ob nun jemand die Gießempfehlungen für Tomaten auf Stichhaltigkeit abgeklopft hat und fand, sorry, viele Empfehlungen basieren nicht auf guten Studien, also bleibt erstmal bei eurem gewohnten Wassergabe. Da spielt es primär keine Rolle, was dann da noch mit dranhängt. Darüber kann man dann immernoch diskutieren.

Aber hier sieht man die Politik. Die große Agenda. Diese Veröffentlichung ist eine starke Erschütterung der Macht und jetzt muss man die auseinanderrennende Schafherde wieder einfangen.

"Ich frage mich: In welcher Zeit leben die Autoren?", sagt Watzl. Als Wissenschaftler habe man eine gesellschaftliche Verantwortung. "Da kann man nicht sagen, ich schaue mir nur die Effekte auf die Gesundheit an."

Was für ein fürchterliches Geschwätz!

Wenn ich sowas lese, krempeln sich mir die Fussnägel hoch. Der hat von Wissenschaft keine Ahnung. Das ist nur noch Politik! Und das sieht man hier ganz deutlich. In großen bunten Lettern leuchtet da: How dare you! Wie konnte ihr sowas veröffentlichen? Wir wollen doch verdammt nochmal das Klima retten! Und Fleisch.. Mann.. wie konntet ihr?

Ja.. die konnten, weil sie Wissenschafter sind und eben strenge wissenschaftliche Maßstäbe angesetzt haben und eben die bisherigen Empfehlungen auf Stichhaltigkeit abgeklopft haben. Da spielt eben das Klima erstmal keine Rolle. Und das ist auch gut so. Das kommt erst in weiterer Folge. Da kann man ja dann durchaus drüber reden. Nur kann man nun bei der Umerziehung der Menschen die Angstkarte nicht mehr spielen. Und das finden einige jetzt so richtig .. na ja.

Meerpohl betont, man habe bei der Empfehlung bewusst keine gesellschaftliche Perspektive eingenommen, sondern eine individuelle: Was kann man dem Individuum aufgrund der Datenbasis raten?

Der hat erstmal nur Wissenschaft von Politik getrennt. Was ist da jetzt wirklich stichhaltig und was nicht? Da hat man dann erstmal die wissenschaftlichen Fakten und hat die Politik mal aussen vor gelassen. Und ab da kann man ja dann weitergehen.

Vielleicht, das schreiben die Wissenschaftler Aaron Carroll und Tiffany Doherty in einem begleitenden Artikel in den "Annals of Internal Medicine", sei es Zeit, der Öffentlichkeit besser zu kommunizieren, wie unsicher viele Ergebnisse von Ernährungsstudien in puncto Gesundheitseffekte tatsächlich sind. Schließlich können auch ökologische oder ethische Motive Menschen dazu bewegen, ihr Verhalten ändern – auch das ist ein Ergebnis der Studie.

Das wäre auch mal beim Thema Klimawandel dringend notwendig! Wieso macht man das alles nicht?

Es ist schon lange meine Kritik, dass man nur auf der Gefühlsebene und anhand von schwindligen Aussagen die Öffentlichkeit zu erreichen versucht, nie aber werden die gängigen Studien zitiert und schon garnicht können die Kritiker dieser Studien mal zu Wort kommen.

Das ist eben genau das, was der Jordan Peterson so bemängelt, dass es so schwierig ist, die reine Wissenschaft von der Politik zu trennen.

Das haben die jetzt mal gemacht und schon bleibt da nicht mehr viel übrig.

Jetzt noch die väterliche Beruhigungsrede für die aufgeschreckten Kinder:

Wer also – aus welchen Gründen auch immer – schon versucht, weniger Fleisch zu essen, muss nicht damit aufhören. Und für alle anderen gilt: Es gibt noch mehr Gründe als ein – vielleicht – leicht verringertes Krebsrisiko, auch mal Gemüse auf den Teller zu legen.

Da sind wir aber froh!

Also für wie blöd halten die ihre Leser? Mein Gott! Ja Mensch Papi, ich dachte schon, jetzt muss ich mit dem Fleischessen anfangen.

Es ist so schlimm... Wenn es einen wirklichen Kausalzusammenhang zwischen Klimawandel und Fleischkonsum gibt, was ich bezweifel, nebenbei bemerkt, dann sollte auch jeder gefälligst weniger davon essen! Und der Verantwortungsbewusste wird das auch tun. Den schert das nicht, was da Ratgeber sagen, der macht es, weil er damit das Richtige tut. Und der Tierschützer und der Naturmensch wird auch nicht wieder anfangen Fleisch, aus der Massentierhaltung zu essen. Das machen die jetzt schon nicht.

Nur kann man jetzt den Menschen eben nicht mehr so leicht Todesangst machen. Und das halte ich grundsätzlich für eine gute Entwicklung.

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Ich freu mich über jeden Beitrag!

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Matthias Brautschek

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