Wird wieder stressig

17.07.2019 16:08

Heute bei Wetter-Online gelesen:

Die Trockenheit in Deutschland wird sich in den nächsten zehn Tagen drastisch verschärfen. Denn bis auf einzelne Schauer und Gewitter ist bis auf Weiteres kein ergiebiger Niederschlag in Sicht. So können einige Landstriche bis Ende nächster Woche komplett leer ausgehen. Gleichzeitig verstärkt sich mit den anstehenden heißen Hundstagen ab dem Wochenende die Verdunstung deutlich.

Wenn die Verdunstung höher ist als der Niederschlag, dann nennt man das arid (trocken, dürr, wüstenhaft). Was mich da so faziniert ist, wie schnell der Wandel hin zu einem neuen Zustand geht. Ich erinnere mich da noch an den Winter 1985/86. Der war lang, mit extrem viel Schnee... zum Teil bis minus 20°C kalt.

Und dann war der Winter weg.

Ein Jahr später standen wir da und dachten: wieso friert der Teich nicht mehr zu? Wir haben dann auf der Straße mit Dosen und Stöcken "Eishockey" gespielt. Mensch, heute fast undenkbar. Einfach das Beste draus gemacht, in den Wald gefahren, Holunderstöcke geschnitten und mit denen auf der Schlammstraße gespielt. Wie einfach wir damals gelebt haben.

Seitdem ist der Winter auch nie wieder in der gekannten Intensivität wiedergekommen. Klar gab es seitdem immer wieder auch "richtige" Winter, aber der Trend hin zu wärmer und milder war unverkennbar.

Und ich vermute, dass wir hier im Osten, in anderen Regionen mag es anders sein, 2016 so ein Schaltjahr hatten. Plötzlich war der Regen weg.

Klar, es hat heuer auch wieder mehr geregnet als 2018, aber das war ja nun wirklich keine Kunst. Aber insgesamt geht das Klima mehr Richtung Mittelmeer. Ich meine, ich habe heute schon die zweite reife Wassermelone aus dem Gewächshaus gefuttert. In normalen Jahren sind die immer erst im August frühestens reif, aber der Juni war ja aussergewöhnlich. Wir haben auch schon viele reife Tomaten im Tomatenzelt, das ist ja offen und man sieht eben, dass so ein paar Tage Extremhitze die Reifung extrem beschleunigen.

Ich vermute also, dass wir hier ab jetzt einfach neue Klimabedingungen haben, die eben wirklich auch sprunghaft wechseln können. Wie eben plötzlich der Winter weg war (sorry, aber wir hatten hier im letzten Winter keinen einzigen Frosttag, und nur zwei Frostnächte und auch der vorletzte war bis auf die "Russenpeitsche" im Februar extrem mild), kann nun eben der typisch deutsche Sommer mit seinen Sommerregen weg sein. Klar, wirds immer mal wieder geben, aber vielleicht nie wieder so wie früher.

Früher waren wir jedes Jahr Eishockey spielen. Ich erinnere mich noch an Eisdicken von 30cm und mehr. Als der Teich im Februar 2018 zufror, hat gleich die Feuerwehr mal so eine Eisrettung geübt. Weil man das ja gleich mal ausnutzen muss...

Wie gesagt, ich rede hier von unserer Region. Im Süden kann es wieder ganz andere Phänomene geben, die mit der Klimaveränderung einhergehen.

Was auch erschreckend ist: das Baumsterben. Hier stehen ja mittlerweile auch viele Baumleichen und unsere Kirsche hat mehr oder weniger auch den Totenschein in der Tasche. Die ist so groß, dass eine Bewässerung schwierig wird. Alle anderen Bäume kann ich noch irgendwie händeln, aber der ist zu groß und verbraucht dadurch auch zuviel Wasser.

Bei Wetteronline gabs heute das Video zu bestaunen:

Die anhaltende Trockenheit in manchen Regionen Deutschlands macht unseren Wäldern schwer zu schaffen. Das Regendefizit seit mehr als einem Jahr setzt nicht nur den Nadelbäumen, sondern inzwischen auch dem Laubholz stark zu. In Thüringen sind davon besonders die Buchen betroffen.

Also das ist schon arg. Hier sieht man ja auch diese Absterbeprozesse. Und das Krasse ist eben die Geschwindigkeit, mit der sich sowas vollzieht.

Wie gesagt, Klimaveränderungen gab es schon immer. Was mich aber so aufmerksam werden lässt, sind die Absterbeprozesse, sprich die zunehmende Verwüstung. Es hätte ja auch wärmer UND feuchter werden können. Also tropischer. Dann hat man hier irgendwann wieder tropischen Regenwald. Schließlich gibt es ja auch durch die Erwärmung mehr Wasser in der Atmossphäre. Es verdunstet ja mehr. Statt dessen wird es aber lebensfeindlicher.

Und da, hatte ich ja schon oft als Thema im Blog, kommt bei mir eben die Frage hoch, ob es da quasi einen Zusammenhang zwischen dem, was im Menschen passiert und dem Klima gibt. Zwischen dem, was und wie wir als Kultur, als Zivilisation, als Industriegesellschaft denken, fühlen und handeln, und dem Klimageschehen im Außen.

Die Entwicklung ist ja nun wirklich nicht so, dass alles immer lebendiger, lebensfreudiger, naturverbundener und natürlicher wird. Sondern die Hauptströmung, der Mainstream also, geht immer mehr in Richtung Kunstwelt.

Die Frage ist eben wirklich, inwieweit die Summe aller lebensfeindlichen Techniken und Technologien am Ende eben zu einer immer lebensfeindlicheren Umwelt führen. Stichwort 5G, Starlink, Atomkraft, aber auch das sich beschleunigende Eingreifen in die Strömungsprozesse der Erde (Wasserkraft, Windkraft, Gezeiten).

Und wieso man so an diesen lebensfeindlichen Techniken und Technologien hängt. Die oft sogar bis aufs Messer verteidigt.

Wieso begrünen wir nicht die Wüsten? Wieso lassen wir den Flüssen nicht den freien Lauf? Wieso pflanzen wir keine Fruchtwälder und schaffen essbare Landschaften? Warum arbeiten wir nicht in zutiefst befriedigenden Berufen? Wieso leben wir nicht auf dem Land in Gartenlandschaften und in guten, liebevollen Gemeinschaften? Wieso fördern wir nicht natürliche Geburten und natürliche Beziehungen? Warum ehren wir nicht die Mutter-Kind-Beziehung (Reste davon finden sich ja noch in der Kirche: Maria und Jesus)? Wieso üben wir uns nicht in Intuition und Telepathie? Wieso halten wir die Population nicht in einem harmonischen Gleichgewicht? Wieso leben wir nicht in strahlend gesunden Populationen?

Wieso statt dessen der ganze Scheiss, den wir hier so erschaffen haben?

Was ist da passiert, dass wir als Menschen selber lebensfeindlich geworden sind?

Ich meine, alles ist da. Wir könnten morgen die Wüste wieder grün machen, den Flüssen ihren Lauf lassen, die Ernährung umstellen, Gärten anlegen, im Grunde das Paradies erschaffen.

Wieso passiert das nicht?

Wieso bleiben die Menschen einfach sitzen, wie Reich es nannte?

Ich rede hier gar nicht davon, das Klima zu retten, das bräuchte es wahrscheinlich gar nicht, weil es sich eh wieder auf einem normalen Level einpendeln würde, wenn der Mensch anders leben würde. So wie es sich jetzt eben aufgrund der Summe der ganzen lebensfeindlichen Technologien auch verändert hat, bzw. sich gerade mehr und mehr dahin zu verändern scheint.

Mit kommt der Klimaschutz eher wie ein großer Schwindel vor. Wie eine große Lüge. Wir können so weiterleben, wenn wir nur alles auf Erneuerbare umstellen. Kein Problem. Als ob wir das Klima retten wollen, weil wir alle anderen Probleme nicht lösen wollen.

So weiter leben, nur eben Grün.

Ich glaube, dass wir da gerade eine große Selbstlüge sehen, die in der Gesellschaft hochpoppt. Weiter so! Nur grüner. Das Selbe in Grün quasi.

Es wird da auch nur eine äußere Arbeit verrichtet, statt der inneren Arbeit (hin zur inneren Demokratie, zu mehr lebensenergetischen Strömen usw).

Deswegen würde es mich nicht wundern, wenn es am Ende alles nichts bringt und sogar noch schlimmer macht.

Es geht wahrscheinlich nicht darum, den Planeten zu retten, sondern das Leben im Inneren wieder mehr zuzulassen. Wenn das passiert, wird auch das Außen wieder lebendiger. Ich meine, so war es ja bei mir. Irgendwann habe ich mit Rohkost angefangen und eben wieder mehr Leben, mehr Lebendigkeit zugelassen. Gab dann zwar auch Heilungskrisen, Stürme quasi, auch mal destruktive Entladungen, als sich Blockaden und Panzerungen lösten, aber danach war man eben lebendiger. Und das drückt sich dann auch im Außen aus. Auch da soll es dann wieder lebendiger werden. Summen, brummen, blühen, wachsen und gedeihen. Paradisischer eben.

Nur ist man als Einzelner eben nicht wirklich ausschlaggebend, sondern bestenfalls mal eine Inspiration. Aber man sieht ja an den Rohköstlern, wie starr die Gesellschaft ist. Wie sie sitzen bleibt und sich einfach nicht bewegt. Ich bin seit 20 Jahren auf dem Rohkostweg und mittlerweile gibt es wahrscheinlich weniger echte Rohies als um das Jahr 2.000 rum.

Allso Infos sind da. 

Die Menschen bleiben sitzen und erhöhen lieber die CO2-Steuer. Erinnert mich so etwas an den Ablasshandel. Ich zahle was und erkaufe mir damit die Absolution, statt wirklich was zu ändern. Sünder in grünem Gewand quasi.

Was will man machen?

Man steht nur da und staunt und muss sich angesichts der Veränderungen auch überlegen, was noch Sinn macht und was nicht.

Ich würde ja noch gerne mehr machen, aber alleine macht es keinen Sinn und wenn es wirklich immer trockener wird, auch nicht. Da stellt sich ja die Frage, ob Äpfel, Birnen, Kirschen und überhaupt viele Gehölze überhaupt noch als "standortgerecht" bezeichnet werden können.

Das wird alles noch recht spannend...

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